{"id":593931,"date":"2025-11-22T09:50:28","date_gmt":"2025-11-22T09:50:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/593931\/"},"modified":"2025-11-22T09:50:28","modified_gmt":"2025-11-22T09:50:28","slug":"wiesbadener-innenstadt-streit-um-sauberkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/593931\/","title":{"rendered":"Wiesbadener Innenstadt: Streit um Sauberkeit"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Leben die Mitglieder des Wiesbadener Linksb\u00fcndnisses und der Opposition vielleicht doch in unterschiedlichen St\u00e4dten? F\u00fcr die Zuh\u00f6rer einer leidenschaftlichen und langen Debatte \u00fcber die Wiesbadener Innenstadt und ihren aktuellen Zustand dr\u00e4ngte sich dieser Eindruck geradezu auf. Denn unterschiedlicher h\u00e4tten die Einsch\u00e4tzungen \u00fcber den Zustand der Innenstadt kaum ausfallen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Die <a data-rtr-index=\"26\" title=\"CDU\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/cdu\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">CDU<\/a> hatte die Debatte mit der Forderung nach einem \u201eZehn-Punkte-Sofortprogramm\u201c zur Innenstadtbelebung initiiert und eine d\u00fcstere Lage skizziert: \u201eWiesbaden hat ein Problem, und zwar mitten im Herzen\u201c, sagte CDU-Fraktionschefin Daniela Georgi. Sie verwies auf \u201e90 Leerst\u00e4nde, sinkende Besucherzahlen, fehlende Vielfalt und ein Sicherheitsgef\u00fchl, das deutlich nachgelassen hat\u201c. Nur etwa jeder f\u00fcnfte B\u00fcrger sei mit der Innenstadt zufrieden, und fast die H\u00e4lfte kaufe lieber woanders ein. Der Zustand der City sei \u201ebesorgniserregend\u201c, so ihre Einsch\u00e4tzung.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">\u201eDie Stadt starrt vor Dreck\u201c, sagte auch Christian Hill (Pro Auto), und pr\u00e4sentiere sich \u201eso schlimm wie noch nie\u201c. Wo alteingesessene Gesch\u00e4fte schl\u00f6ssen, er\u00f6ffneten Barbershops und Nagelstudios, kritisierte Reinhard V\u00f6lker (CDU). Auch Lucas Schwalbach (FDP) erkannte eine negative Entwicklung und die dringende Notwendigkeit \u201eumzusteuern\u201c. Vertreter des Seniorenbeirats und des Jugendbeirats sahen ebenfalls Korrekturbedarf in der Innenstadt. Angelika Dortmann, die Vorsitzende des Seniorenbeirats, unterst\u00fctzte Forderungen nach einer besseren Beleuchtung, mehr Sicherheit und Sauberkeit. Das Fehlverhalten Einzelner in der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone m\u00fcsse sanktioniert werden: \u201eWir d\u00fcrfen den \u00f6ffentlichen Raum nicht aufgeben.\u201c<\/p>\n<p>Umfragen geben Hinninger recht<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Wirtschaftsdezernentin Christiane Hinninger (Die Gr\u00fcnen) nahm sich mehr als 20 Minuten Zeit, der aus ihrer Sicht f\u00fcr <a data-rtr-index=\"17\" title=\"Wiesbaden\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/rhein-main\/thema\/wiesbaden\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wiesbaden<\/a> sch\u00e4dlichen \u201eNegativerz\u00e4hlung\u201c positive Fakten und Bewertungen entgegenzuhalten. Nahezu alle vorliegenden Studien bescheinigten Wiesbaden \u201eeine sehr gute \u00f6konomische Position, einen stabilen Arbeitsmarkt, attraktive Standortfaktoren und Infrastruktur\u201c, so Hinninger. Die Innenstadt werde bei Befragungen \u201eeher sch\u00f6n und elegant, sicher und geordnet sowie vertraut, anregend und einladend\u201c wahrgenommen.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Viele Forderungen der CDU wie eine attraktivere Parkregelung und die F\u00f6rderung der Gr\u00fcnderszene seien l\u00e4ngst erf\u00fcllt. Andere W\u00fcnsche im Hinblick auf die Verwendung des Kurbeitrags seien aus rechtlichen Gr\u00fcnden nicht zu erf\u00fcllen. Die CDU st\u00fctze sich mit ihrem Forderungskatalog zudem auf eine veraltete Umfrage. In der Gr\u00f6\u00dfenklasse 250.000 bis 600.000 Einwohner habe Wiesbaden nach einer Erhebung die am st\u00e4rksten frequentiere Innenstadt. Die Leerstandsquote von zehn Prozent liege im Durchschnitt vergleichbarer St\u00e4dte.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Der von der Opposition beklagten mangelnden Sauberkeit in der Innenstadt hielt Hinninger entgegen, dass Wiesbaden im kommunalen Vergleich sehr gut dastehe. Die Fu\u00dfg\u00e4ngerzone werde immerhin 13 Mal in der Woche gereinigt. Ihr f\u00fcr das Thema zust\u00e4ndiger Magistratskollege Andreas Kowol (Die Gr\u00fcnen) sagte, Wiesbaden k\u00f6nne sich im kommunalen Vergleich bei der Sauberkeit sehen lassen. Das best\u00e4tigten auch Umfragen, deren Aussagekraft aus den Reihen der Opposition jedoch bestritten wurde.<\/p>\n<p>Fu\u00dfg\u00e4ngerzone wird h\u00e4ufig gereinigt<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Wirtschaftsdezernentin Hinninger gab aber zu, dass im Hinblick auf eine attraktivere Innenstadt Handlungsbedarf bestehe, doch sei die Stadt schon auf dem richtigen Weg zu einem erstrebenswerten Mix aus mehr Kultur, Gastronomie und Aufenthaltsqualit\u00e4t. Dazu bed\u00fcrfe es keines Sofortprogramms oder Aktionismus der CDU. Deren Antrag wurde durch die Debatte f\u00fcr erledigt erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Gr\u00fcnen-Fraktionschefin Gesine Bonnet nannte das Thema Innenstadt \u201evermeintlich gut geeignet, schlechte Stimmung zu verbreiten: die kleine Schwester der Verkehrspolitik\u201c. Die Stadt sei \u201ezu sch\u00f6n, um sie schlechtzureden\u201c, unterst\u00fctzte sie Petermartin Oschmann (FWG), und die Antworten der CDU seien nicht geeignet, die durchaus gro\u00dfen Schw\u00e4chen der City zu beheben.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Strittig war in der Innenstadtdebatte wieder einmal das Thema Sicherheit. Ob ein neues Beleuchtungskonzept helfen kann, \u201eAngst-R\u00e4ume\u201c zu verhindern, wie es die CDU forderte, blieb offen. Ingo von Seemen (Die Linke) verwies auf eine neue Studie der Universit\u00e4t Gie\u00dfen, wonach auch eine erh\u00f6hte Polizeipr\u00e4senz nicht zwangsl\u00e4ufig das Sicherheitsgef\u00fchl der B\u00fcrger erh\u00f6he, sondern sogar eine erh\u00f6hte Unsicherheit zur Folge haben k\u00f6nne. FDP-Politiker Schwalbach verwies als Antwort auf Unternehmen in der Innenstadt, die nicht ohne Grund private Sicherheitsdienste verpflichteten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Leben die Mitglieder des Wiesbadener Linksb\u00fcndnisses und der Opposition vielleicht doch in unterschiedlichen St\u00e4dten? 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