{"id":594254,"date":"2025-11-22T12:56:18","date_gmt":"2025-11-22T12:56:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/594254\/"},"modified":"2025-11-22T12:56:18","modified_gmt":"2025-11-22T12:56:18","slug":"gemeinsame-erklaerung-auch-ohne-die-usa-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/594254\/","title":{"rendered":"Gemeinsame Erkl\u00e4rung auch ohne die USA \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>In Johannesburg einigen sich die Staats- und Regierungschefs auf eine gemeinsame Linie. Und das, obwohl die USA ferngeblieben waren und vor Beschl\u00fcssen gewarnt hatten.<\/p>\n<p>Die wichtigsten Volkswirtschaften der Welt haben trotz des Boykotts und der Drohungen der USA am Samstag eine G20-Gipfelerkl\u00e4rung beschlossen. Darin werden etwa der Ausbau erneuerbarer Energien, der Klimaschutz und der Abbau der Verschuldung armer L\u00e4nder gefordert. Der s\u00fcdafrikanische Pr\u00e4sident Cyril Ramaphosa betonte zur Er\u00f6ffnung, dass er sich als Gastgeber f\u00fcr die Wahrung der Integrit\u00e4t und des Ansehens des G20-Formats einsetzen wolle.<\/p>\n<p>   Der deutsche Kanzler Friedrich Merz und der britische Premierminister Keir Starmer forderten Russland auf, den Krieg gegen die Ukraine zu beenden. Merz mahnte, dass sich alle G20-Staaten ihrer Verantwortung bewusst werden m\u00fcssten. Am Nachmittag gab es nach Angaben europ\u00e4ischer Diplomaten erst ein Treffen der E3-L\u00e4nder (Deutschland, Frankreich, Gro\u00dfbritannien). Danach berieten die E3 mit anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern sowie Japan und Kanada \u00fcber das weitere Vorgehen gegen\u00fcber dem US-Vorschlag zur Ukraine.<\/p>\n<p>   Der Gipfel in Johannesburg wird von der Weigerung der USA \u00fcberschattet, an dem Treffen teilzunehmen. US-Pr\u00e4sident Donald Trump hatte S\u00fcdafrika vorgeworfen, systematisch gegen Wei\u00dfe vorzugehen, ohne Belege daf\u00fcr zu liefern. Auch China, Mexiko, Saudi-Arabien und Argentinien sind nicht mit ihren h\u00f6chsten Repr\u00e4sentanten vertreten &#8211; arbeiten aber auf dem Gipfel mit. Merz hatte betont, dass er auf jeden Fall an dem G20-Treffen teilnehmen w\u00fcrde, zu dem rund 60 Staaten eingeladen worden waren.<\/p>\n<p>   Ramaphosa sagte, dass es eine \u00fcberw\u00e4ltigende Bereitschaft der Teilnehmer gebe, eine gemeinsame Erkl\u00e4rung auf dem G20-Gipfel zu verabschieden. Er hatte den Sherpas der Regierungen am Montag nach Informationen von Reuters gesagt, dass er trotz der US-Warnung, keine Beschl\u00fcsse zu fassen, unbedingt eine &#8211; nicht bindende &#8211; Erkl\u00e4rung wolle. Dieser Wunsch wurde von den anderen G20-Regierungen geteilt. \u201eDas ist auch eine Botschaft an Washington\u201c, sagte ein EU-Diplomat der Nachrichtenagentur Reuters.<\/p>\n<p>   M\u00f6glich war diese Erkl\u00e4rung durch einen protokollarischen Trick: Es handelt sich nicht um eine G20-Erkl\u00e4rung, aber auch nicht nur um eine des Vorsitzes. Sie wurde als Erkl\u00e4rung der Staats- und Regierungschefs verabschiedet. Die US-Regierung hatte davor gewarnt, in ihrer Abwesenheit eine Erkl\u00e4rung zu beschlie\u00dfen. Die USA \u00fcbernehmen 2026 die G20-Pr\u00e4sidentschaft, wollen den Dialog nach Angaben aus deutschen Regierungskreisen aber deutlich zur\u00fcckfahren.<\/p>\n<p>   \u00dcberschattet wird der Gipfel auch durch die US-Vorschl\u00e4ge zur Beendigung des Ukraine-Kriegs, die nach Ansicht europ\u00e4ischer Staaten auf eine Kapitulation der Regierung in Kiew hinauslaufen und deshalb nicht akzeptabel seien. Die Europ\u00e4er wollen am Rande des G20-Treffens dar\u00fcber beraten.<\/p>\n<p>   Merz ging in seinem Eingangsstatement nicht auf das US-Ultimatum ein, sondern betonte: \u201eRussland hat einen illegalen Angriffskrieg entfesselt. Nun muss Russland endlich diese Aggression beenden, die schreckliches menschliches Leid nach Europa gebracht hat.\u201c Er wies Russland auch die Verantwortung f\u00fcr die massiven Auswirkungen auf die Weltwirtschaft durch den Krieg zu. \u201eAlle Mitglieder der G20 m\u00fcssen nun ihrer Verantwortung gerecht werden, nicht nur aus wirtschaftlichem Interesse\u201c, f\u00fcgte er in Anspielung auf die USA hinzu. Gerade innerhalb der G20 m\u00fcsse man auf den Pfad der Kooperation zur\u00fcckkehren &#8211; gerade bei der Verteidigung eines fairen Welthandels. Auch dies l\u00e4sst sich als Kritik an der Zollpolitik Trumps verstehen.<\/p>\n<p>   Gastgeber Ramaphosa lie\u00df auch kleinere L\u00e4nder auf dem G20-Gipfel reden. Der finnische Pr\u00e4sident Alexander Stubb forderte eine verst\u00e4rkte multilaterale Abstimmung und bezeichnete die Machtverteilung in der Welt als unfair. Der Westen m\u00fcsse endlich akzeptieren, dass sie immer noch die Welt von 1945 abbilde, sagte er in Anspielung auf die bisher verhinderte Reform des UN-Sicherheitsrates.<\/p>\n<p>   S\u00fcdafrika will den j\u00e4hrlich wechselnden G20-Vorsitz am Sonntag nicht symbolisch an die USA \u00fcbergeben. Das sagte der Sprecher von S\u00fcdafrikas Pr\u00e4sident Cyril Ramaphosa, Vincent Magwenya, vor Journalisten w\u00e4hrend des G20-Gipfels der f\u00fchrenden Industrie- und Schwellenl\u00e4nder. Der Vorsitz wird normalerweise am Ende des Treffens feierlich vom aktuellen Gastgeber an das n\u00e4chste Vorsitzland \u00fcbergeben &#8211; das sind die USA. (APA\/dpa\/Reuters)<\/p>\n<p>    Lesen Sie mehr zu diesen Themen:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In Johannesburg einigen sich die Staats- und Regierungschefs auf eine gemeinsame Linie. 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