{"id":594847,"date":"2025-11-22T19:18:24","date_gmt":"2025-11-22T19:18:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/594847\/"},"modified":"2025-11-22T19:18:24","modified_gmt":"2025-11-22T19:18:24","slug":"zugestaendnisse-der-eu-vorlaeufige-cop30-abschlusserklaerung-steht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/594847\/","title":{"rendered":"Zugest\u00e4ndnisse der EU: Vorl\u00e4ufige COP30-Abschlusserkl\u00e4rung steht"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/cop30-logo-100.jpg\" alt=\"Logo der Weltklimakonferenz COP30\" title=\"Logo der Weltklimakonferenz COP30 | dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 22.11.2025 16:54 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>In Bel\u00e9m gibt es einen Entwurf f\u00fcr ein Abkommen: Die Teilnehmenden der Weltklimakonferenz diskutieren eine vorl\u00e4ufige gemeinsame Abschlusserkl\u00e4rung. Die EU musste dabei erhebliche Zugest\u00e4ndnisse machen.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nach z\u00e4hen Verhandlungen steht im brasilianischen Bel\u00e9m nun ein erster Entwurf f\u00fcr eine Abschlusserkl\u00e4rung der Weltklimakonferenz COP30. Das berichten die Nachrichtenagenturen AFP und Reuters \u00fcbereinstimmend. Der Durchbruch erfolgte offenbar nach einer langen Verhandlungsrunde in der Nacht, <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/live\/cgqlqyepwylt\" title=\"BBC\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">berichtet die BBC<\/a>.<\/p>\n<p>    Beschlusstext ohne den Begriff &#8222;fossile Energie&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Europ\u00e4ische Union hat sich demnach mit ihrer Forderung nach einem Fahrplan zur Abkehr von fossilen Energietr\u00e4gern nicht durchsetzen k\u00f6nnen. Der nun vorgelegte \u00fcbergreifende Beschlussentwurf nenne fossile Energie nicht, er verweist lediglich auf einen Aufruf bei der vorletzten COP in Dubai. Damals war zu einem &#8222;\u00dcbergang weg von fossilen Energietr\u00e4gern in den Energiesystemen&#8220; aufgerufen worden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Im Beschlusstext wird auf die Notwendigkeit verwiesen, den globalen Treibhausgas-Aussto\u00df drastisch zu verringern, um das Pariser Klimaabkommen einzuhalten. Au\u00dferdem enth\u00e4lt der Text die Zusage, dass die Hilfen f\u00fcr Entwicklungsl\u00e4nder f\u00fcr die Anpassung an die Folgen der Erderw\u00e4rmung bis 2035 verdreifacht werden sollen.\u00a0Derzeit wird der Entwurf im Plenum final diskutiert.<\/p>\n<p>    Umweltminister Schneider ist &#8222;ein bisschen entt\u00e4uscht&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bundesumweltminister Carsten Schneider zeigte sich &#8222;ein bisschen entt\u00e4uscht&#8220;, dass in Bel\u00e9m keine Einigung auf eine Abkehr von den Fossilen gelungen sei. Der nun vorliegende Beschluss sei jedoch &#8222;in keiner Weise ein R\u00fcckschritt, sondern ein Zwischenschritt&#8220;, betonte Schneider. Deutschland und die EU w\u00fcrden nun &#8222;Allianzen schmieden&#8220; f\u00fcr die n\u00e4chsten Schritte, um f\u00fcr fossile Energien ein &#8222;Stopp-Schild&#8220; aufzustellen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die EU und ihre Mitstreiter, zu denen Kolumbien, Chile, Kenia und etliche kleine Inselstaaten geh\u00f6ren, die wegen des steigenden Meeresspiegels vom Untergang bedroht sind, hatten die brasilianische COP-Pr\u00e4sidentschaft vor der Einigung aufgefordert, einen \u00fcberarbeiteten Vorschlag vorzulegen, &#8222;der die Ansichten der Mehrheit widerspiegelt und dem Prozess wieder Balance, Ambition und Glaubw\u00fcrdigkeit verleiht&#8220;. Die Konferenz war daraufhin gestern in die Verl\u00e4ngerung gegangen. Schneider betonte nun, man sei mit einer &#8222;sehr stark auftretenden&#8220; Koalition aus \u00d6ll\u00e4ndern konfrontiert gewesen.\u00a0<\/p>\n<p>    Schneider bem\u00e4ngelt fehlende Ambitionen gegen Abholzung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Ich h\u00e4tte erwartet, dass insbesondere von den am meisten betroffenen L\u00e4ndern, den Inselstaaten, Afrika, eine lautere Stimme auch f\u00fcr das Thema Klimaschutz zu h\u00f6ren war&#8220;, beklagte Schneider. &#8222;Das war ehrlicherweise nur von Europa zu h\u00f6ren.&#8220; Er h\u00e4tte sich zudem ein viel st\u00e4rkeres Signal gegen die Abholzung der W\u00e4lder gew\u00fcnscht. Es sei eine Klimakonferenz gewesen, &#8222;die Bestand hat und einen Seitenschritt gemacht hat, einen Zwischenschritt&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Trotzdem betonte der Minister mit Blick auf den Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen: &#8222;Das Entscheidende ist, dass die Welt am Tisch sitzt, dass ein gro\u00dfer Spieler das Land verlassen hat und sie trotzdem zu einem Ergebnis kommt, der einen Fortschritt bringt.&#8220; Dieses reiche aber nicht, um die Erderw\u00e4rmung wie vereinbart auf 1,5 Grad zu begrenzen.<\/p>\n<p>    EU-Klimakommissar: Einigung &#8222;geht in die richtige Richtung&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Schneiders Staatssekret\u00e4r Jochen Flasbarth sagte der Nachrichtenagentur AFP, mit dem \u00fcberarbeiten Beschlusstext stehe die Welt nun zumindest besser da &#8222;als vor zwei Tagen&#8220;. Dass die EU den Beschluss durch eine Verweigerung ihrer Zustimmung nicht habe platzen lassen, begr\u00fcndete er damit, dass es f\u00fcr das Voranbringen globaler Klimaschutzanstrengungen &#8222;keinen anderen Prozess&#8220; gebe als die UN-Klimakonferenzen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch EU-Klimakommissar Wopke Hoekstra sagte, die EU h\u00e4tte sich im Ergebnis der Konferenz zwar &#8222;mehr Ambitionen&#8220; gew\u00fcnscht. Die Einigung gehe aber immerhin &#8222;in die richtige Richtung&#8220;. Bei den UN-Klimakonferenzen m\u00fcssen die Entscheidungen der rund 190 Verhandler-Staaten im Konsens getroffen werden. Die Welt durchlebe schwierige politische Zeiten. Daher habe eine Einigung auf der Klimakonferenz einen &#8222;Wert an sich&#8220;. Aber die EU werde sich weiter einsetzen. &#8222;Die Welt ist, wie sie ist. Und die Konferenz ist, wie sie ist.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die franz\u00f6sische Umwelt- und Klimaministerin Monique Barbut sprach von einer &#8222;Vereinbarung ohne Ehrgeiz&#8220;. Sie steigere zwar nicht das Ambitionsniveau, beinhalte aber auch keine R\u00fcckschritte. &#8222;Ich kann diese COP nicht als Erfolg bezeichnen&#8220;, f\u00fcgte sie hinzu.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 22.11.2025 16:54 Uhr In Bel\u00e9m gibt es einen Entwurf f\u00fcr ein Abkommen: Die Teilnehmenden der Weltklimakonferenz diskutieren&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":594848,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,70019,3364,29,30,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-594847","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-cop30","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-nachrichten","16":"tag-news","17":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115594968239148465","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/594847","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=594847"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/594847\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/594848"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=594847"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=594847"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=594847"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}