{"id":595507,"date":"2025-11-23T02:40:27","date_gmt":"2025-11-23T02:40:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/595507\/"},"modified":"2025-11-23T02:40:27","modified_gmt":"2025-11-23T02:40:27","slug":"lmu-studie-deckt-gefaehrliche-luecke-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/595507\/","title":{"rendered":"LMU-Studie deckt gef\u00e4hrliche L\u00fccke auf"},"content":{"rendered":"<p>Die Alzheimer-Forschung erlebt einen Wendepunkt. W\u00e4hrend die Europ\u00e4ische Arzneimittel-Agentur (EMA) am 14. November ihre Ablehnung von Leqembi revidierte und dem ersten urs\u00e4chlichen Alzheimer-Medikament den Weg nach Europa ebnete, zeigt eine heute ver\u00f6ffentlichte LMU-Studie: Viele Patienten werden m\u00f6glicherweise falsch diagnostiziert \u2013 und k\u00f6nnten dadurch von der neuen Therapie ausgeschlossen bleiben.<\/p>\n<p>Ein Forschungsteam um Prof. Dr. Matthias Brendel vom LMU Klinikum M\u00fcnchen hat eine kritische Schwachstelle in der Alzheimer-Diagnostik identifiziert. Die heute in Alzheimer\u2019s &amp; Dementia ver\u00f6ffentlichte Studie verglich die zwei g\u00e4ngigsten Nachweismethoden f\u00fcr Amyloid-Plaques: Liquor-Analyse und PET-Bildgebung.<\/p>\n<p>Das Ergebnis ist brisant. Bei Patienten mit Grenzwerten in der Nervenwasser-Untersuchung lieferten beide Methoden oft widerspr\u00fcchliche Ergebnisse. <strong>\u201eDie H\u00e4lfte dieser Studienteilnehmer hatte einen abnormen Amyloid-Befund im PET, also ist die Liquoruntersuchung hier nicht zuverl\u00e4ssig genug\u201d<\/strong>, erkl\u00e4rt Brendel.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Passend zum Thema Vorsorge: Wer sein Ged\u00e4chtnis gezielt trainiert, kann kognitive Reserven aufbauen und das Demenzrisiko deutlich senken. Der kostenlose Report \u201eGehirntraining leicht gemacht\u201c erkl\u00e4rt 7 wirksame Geheimnisse, bietet 11 alltagstaugliche \u00dcbungen und einen einfachen Selbsttest, mit dem Sie Ihre momentane Leistungsf\u00e4higkeit einsch\u00e4tzen. 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Der Ausschuss f\u00fcr Humanarzneimittel empfahl Leqembi (Lecanemab) f\u00fcr Patienten mit fr\u00fcher Alzheimer-Erkrankung \u2013 allerdings mit deutlichen Einschr\u00e4nkungen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Zielgruppe:<\/strong> Patienten mit leichter kognitiver Beeintr\u00e4chtigung oder milder Demenz<\/li>\n<li><strong>Gen-Check erforderlich:<\/strong> Nur wer keine oder eine Kopie des ApoE4-Gens tr\u00e4gt, soll behandelt werden<\/li>\n<li><strong>Risiko bei ApoE4-Tr\u00e4gern:<\/strong> Bei zwei Gen-Kopien steigt die Gefahr f\u00fcr Hirnschwellungen und -blutungen massiv<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die EU-Kommission d\u00fcrfte der Empfehlung in den kommenden Wochen folgen. Leqembi w\u00e4re dann das erste Medikament in Europa, das den Krankheitsverlauf biologisch verlangsamt statt nur Symptome zu lindern.<\/p>\n<p>Pr\u00e4vention schl\u00e4gt Therapie<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Diagnose und Behandlung Fortschritte machen, bleibt Vorbeugung der st\u00e4rkste Hebel. Die Lancet-Kommission hat ihre Liste vermeidbarer Risikofaktoren aktualisiert und um zwei Punkte erweitert:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Unbehandelter Sehverlust<\/strong> im Alter<\/li>\n<li><strong>Hohes LDL-Cholesterin<\/strong> im mittleren Lebensalter<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zusammen mit den bekannten Faktoren wie Bluthochdruck, Schwerh\u00f6rigkeit, Rauchen und Adipitas k\u00f6nnten laut Bericht <strong>45 Prozent aller Demenzf\u00e4lle weltweit verhindert oder verz\u00f6gert werden<\/strong>.<\/p>\n<p><strong>Peter Berlit<\/strong>, Generalsekret\u00e4r der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Neurologie, betont: <strong>\u201eWenn man die nachlassende Sehkraft korrigiert und im mittleren Lebensalter das LDL auf optimale Werte senkt, kann man tats\u00e4chlich das Risiko einer Demenz senken.\u201d<\/strong><\/p>\n<p>Was jetzt konkret hilftSinnesorgane sch\u00fctzen<\/p>\n<p>Der Fokus auf Sehverlust erg\u00e4nzt die bekannte Bedeutung des H\u00f6rverm\u00f6gens. Regelm\u00e4\u00dfige augen\u00e4rztliche Kontrollen ab 60 sind Pflicht. Eine passende Brille oder Katarakt-Operation wirken als effektive Neuro-Protektoren. Fehlen sensorische Reize, verk\u00fcmmern die verarbeitenden Hirnareale.<\/p>\n<p>Gef\u00e4\u00dfe im Blick behalten<\/p>\n<p>LDL-Cholesterin sch\u00e4digt nicht nur das Herz, sondern auch das Gehirn. Ab 40 sollten die Werte regelm\u00e4\u00dfig gecheckt werden. Bei erh\u00f6hten Werten (LDL \u00fcber 115 mg\/dl) helfen mediterrane Kost oder Statine.<\/p>\n<p>Geistig aktiv bleiben<\/p>\n<p>Bildung und lebenslanges Lernen bauen ein neuronales Netzwerk auf, das Sch\u00e4den l\u00e4nger kompensiert. Studien zeigen: Komplexe geistige T\u00e4tigkeiten \u2013 vom Sprachenlernen bis zu anspruchsvollen beruflichen Aufgaben \u2013 st\u00e4rken die kognitive Reserve. Auch soziale Interaktion wirkt als starker Schutzfaktor.<\/p>\n<p>Paradigmenwechsel in der Neurologie<\/p>\n<p>Die Kombination aus LMU-Diagnostikstudie und EMA-Entscheidung markiert einen Wendepunkt. Die Neurologie bewegt sich vom reinen Verwalten der Demenz hin zu <strong>biologischer Intervention und Pr\u00e4zisionsmedizin<\/strong>.<\/p>\n<p>Die Herausforderung liegt nun in der Infrastruktur. Kliniken m\u00fcssen Kapazit\u00e4ten f\u00fcr PET-Scans und Infusionstherapien schaffen. Die LMU-Studie zeigt: Einfache Tests reichen nicht, wenn teure und risikobehaftete Medikamente sicher eingesetzt werden sollen.<\/p>\n<p>In Deutschland leben bereits rund 1,8 Millionen Menschen mit Demenz. Jeder verhinderte oder verz\u00f6gerte Fall entlastet das Gesundheitssystem und die betroffenen Familien. F\u00fcr Patienten bedeuten die Entwicklungen: Fr\u00fchere Tests und genauere Risikoprofilierung werden zum neuen Standard.<\/p>\n<p>Die wichtigste Botschaft bleibt: Das Schicksal ist nicht vorherbestimmt. Durch gezielte Pflege von Augen, Ohren und Gef\u00e4\u00dfen kann jeder sein Risiko aktiv senken \u2013 und das schon heute.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>PS: Vergessen Sie h\u00e4ufiger Namen oder Termine? Mit gezieltem Training l\u00e4sst sich Aufmerksamkeit und Merkf\u00e4higkeit verbessern \u2013 ganz ohne Medikamente. Der Gratis-Report enth\u00e4lt leicht umsetzbare Routinen, einen kurzen Selbsttest und konkrete Trainingspl\u00e4ne, die Sie sofort starten k\u00f6nnen. Besonders f\u00fcr Menschen ab 50 und pflegende Angeh\u00f6rige liefert er praktische Tools, um das Risiko fr\u00fchzeitig zu reduzieren. <strong><a href=\"https:\/\/info.gesundheitswissen-aktuell.de\/gehirntraining-leicht-gemacht\/?af=KOOP_G_TG_DNV_YES_GEHIRNTRAINING-LEICHT-GEMACHT_X-CWAHN-BGPID_681858\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Jetzt Gratis\u2011Report &amp; Selbsttest anfordern<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Alzheimer-Forschung erlebt einen Wendepunkt. W\u00e4hrend die Europ\u00e4ische Arzneimittel-Agentur (EMA) am 14. 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