{"id":595565,"date":"2025-11-23T03:14:18","date_gmt":"2025-11-23T03:14:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/595565\/"},"modified":"2025-11-23T03:14:18","modified_gmt":"2025-11-23T03:14:18","slug":"g20-erklaerung-spart-russlands-krieg-namentlich-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/595565\/","title":{"rendered":"G20-Erkl\u00e4rung spart Russlands Krieg namentlich aus"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.onetz.de\/f\/ic\/ga-large\/articlemedia\/2025\/11\/22\/99a56711-4eb1-47a1-90ec-4c86c1b7e47e.jpg\" class=\"ps-item\" data-psg=\"https:\/\/www.onetz.de\/deutschland-welt\/1\" data-size=\"960x678\" data-caption=\"&lt;div&gt;Bild: Kristin Palitza\/dpa&lt;\/div&gt;Die Gipfelerkl\u00e4rung wurde von den G20-Staaten ungew\u00f6hnlich fr\u00fch angenommen.\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/99a56711-4eb1-47a1-90ec-4c86c1b7e47e.jpg\" alt=\"Die Gipfelerkl\u00e4rung wurde von den G20-Staaten ungew\u00f6hnlich fr\u00fch angenommen. Bild: Kristin Palitza\/dpa\" title=\"\" width=\"805\" height=\"453\" class=\"img-responsive\"\/><\/a><\/p>\n<p>Die Gipfelerkl\u00e4rung wurde von den G20-Staaten ungew\u00f6hnlich fr\u00fch angenommen.<\/p>\n<p>Bild: Kristin Palitza\/dpa<\/p>\n<p>Die Gruppe f\u00fchrender Industrie- und Schwellenl\u00e4nder (G20) verurteilt den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine nur indirekt. Laut Gastgeber S\u00fcdafrika nahm der G20-Gipfel schon in der ersten Arbeitssitzung in Johannesburg die \u201eErkl\u00e4rung der Staats- und Regierungschefs\u201c an, die Russland oder Kremlchef Wladimir Putin nicht ausdr\u00fccklich erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p>Bereits auf der ersten der 30 Seiten starken Erkl\u00e4rung, die auf dem bis Sonntag dauernden Gipfel ungew\u00f6hnlich fr\u00fch angenommen wurde, finden sich aber unmissverst\u00e4ndliche Hinweise auf den russischen Krieg gegen die Ukraine, der nun mehr als dreieinhalb Jahren andauert.\u00a0<\/p>\n<p>Der Gipfel war \u00fcberschattet von der Diskussion \u00fcber den 28-Punkte-Plan von US-Pr\u00e4sident Donald Trump f\u00fcr einen Frieden in der Ukraine. Da die USA den Gipfel boykottieren, nahmen sie auch nicht an den Arbeiten der Abschlusserkl\u00e4rung teil.\u00a0<\/p>\n<p>Dennoch verbucht der Gastgeber, S\u00fcdafrikas Pr\u00e4sident Cyril Ramaphosa, mit dem Konsens einen Erfolg. G20-Dokumente sind nicht rechtlich bindend, sondern Absichtserkl\u00e4rungen.\u00a0<\/p>\n<p>Gipfel: Auf Gewalt verzichten <\/p>\n<p>Die G20-Runde unterstreicht, \u201edass alle Staaten gem\u00e4\u00df der UN-Charta von der Androhung oder Anwendung von Gewalt zur Erlangung von Gebietsanspr\u00fcchen gegen die territoriale Integrit\u00e4t, Souver\u00e4nit\u00e4t oder politische Unabh\u00e4ngigkeit eines Staates absehen m\u00fcssen\u201c. Ein klarer Hinweis auf den Angriffskrieg Putins. Staaten sollten freundschaftliche Beziehungen untereinander pflegen, unter anderem durch die F\u00f6rderung und St\u00e4rkung der Achtung der Menschenrechte. Putin werden schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen.<\/p>\n<p>Vor dem Treffen war unklar gewesen, ob es wegen des US-Gipfelboykotts \u00fcberhaupt eine gemeinsame Abschlusserkl\u00e4rung oder nur eine Erkl\u00e4rung des Gastgebers geben w\u00fcrde.\u00a0<\/p>\n<p>Trump fehlt, weil er der s\u00fcdafrikanischen Regierung schwere Repressionen gegen wei\u00dfe Farmer vorwirft. S\u00fcdafrika weist die Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck. Putin und der chinesische Pr\u00e4sident Xi Jinping nehmen ebenfalls nicht teil.\u00a0<\/p>\n<p>S\u00fcdafrika: G20 k\u00f6nnen sich nicht von einem Land aufhalten lassen <\/p>\n<p>Der Sprecher von S\u00fcdafrikas Pr\u00e4sident, Vincent Magwenya, sagte: \u201eEs w\u00e4re f\u00fcr Amerika sehr schwierig gewesen, sozusagen einen Boykott-Konsens zu organisieren, wenn die L\u00e4nder sich ihrer individuellen Verantwortung gegen\u00fcber ihren B\u00fcrgern und dem Rest der Welt bewusst sind.\u201c Ohne die USA zu nennen, sagte er: \u201eWir k\u00f6nnen die Regeln nicht f\u00fcr ein einzelnes Land beugen.\u201c<\/p>\n<p>Der Gruppe der G20 geh\u00f6ren 19 Staaten, die Europ\u00e4ische und die Afrikanische Union an. F\u00fcr n\u00e4chstes Jahr ist der G20-Gipfel in Miami geplant.<\/p>\n<p>Weitere zentrale Punkte der Abschlusserkl\u00e4rung:<br \/>\nWichtige Mineralien und seltene Erden\u00a0 <\/p>\n<p>Um langfristiges Wirtschaftswachstum zu sichern, unterst\u00fctzt die G20-Runde die verst\u00e4rkte Erkundung von seltenen und f\u00fcr die Volkswirtschaften wichtigen Mineralien besonders in Entwicklungsl\u00e4ndern. Transportwege, M\u00e4rkte und Verarbeitungsstandorte sollen ausgebaut und die Wertsch\u00f6pfung in mineralreichen Entwicklungsl\u00e4ndern verbessert werden.\u00a0<\/p>\n<p>Hintergrund ist, dass Deutschland und Europa versuchen, unabh\u00e4ngiger von China zu werden, das viele der bekannten Vorkommen besitzt. Rohstoffe wie seltene Erden werden von der Hightech- und R\u00fcstungsbranche ben\u00f6tigt, aber auch zur Batterieproduktion. Peking hat ihren Export beschr\u00e4nkt. Erw\u00e4hnt wird die Rolle Pekings nicht.<\/p>\n<p>UN-Sicherheitsrat <\/p>\n<p>Das wichtigste Gremium der Vereinten Nationen soll nach dem Willen der G20 grundlegend reformiert und so an Anforderungen des 21. Jahrhunderts angepasst werden. Der Rat soll repr\u00e4sentativer, effizienter, demokratischer und transparenter werden. Eine erweiterte Zusammensetzung soll sicherstellen, dass auch unter- oder nicht repr\u00e4sentierte Regionen wie Afrika, Asien-Pazifik, Lateinamerika und die Karibik vertreten sind.\u00a0<\/p>\n<p>Klimawandel <\/p>\n<p>Die G20-Staaten verpflichten sich, den Klimawandel durch eine verst\u00e4rkte Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommen zu bek\u00e4mpfen, um bis etwa 2050 weltweit Kohlenstoffneutralit\u00e4t zu erreichen. Die Gruppe bekr\u00e4ftigt das in dem Abkommen vereinbarte Ziel, die Erderw\u00e4rmung auf 1,5 Grad gegen\u00fcber dem vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Daf\u00fcr wollen die Staaten auf nationaler Ebene Verpflichtungen vorlegen.<\/p>\n<p>Globaler S\u00fcden <\/p>\n<p>Die Gruppe beklagt die hohe Verschuldung, die in vielen Entwicklungsl\u00e4ndern Wirtschaftswachstum einschr\u00e4nke und damit Investitionen in Infrastruktur, Katastrophenschutz, Gesundheitsversorgung, Bildung und andere Entwicklungsbereiche begrenze.\u00a0<\/p>\n<p>Zudem bekr\u00e4ftigen die Mitgliedsstaaten die Bedeutung von Energiesicherheit f\u00fcr wirtschaftliche Entwicklung und Stabilit\u00e4t. Mehr als 600 Millionen Afrikaner haben noch immer keinen Zugang zu Elektrizit\u00e4t.\u00a0<\/p>\n<p>Die G20-Teilnehmer betonen die Wichtigkeit einer nachhaltigen Industriepolitik, die kein Land ausschlie\u00dfe, um wirtschaftliche Widerstandsf\u00e4higkeit zu st\u00e4rken, Wachstum zu unterst\u00fctzen und hochwertige Arbeitspl\u00e4tze zu schaffen.<\/p>\n<p>\u00a9 dpa-infocom, dpa:251122-930-325710\/3<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Gipfelerkl\u00e4rung wurde von den G20-Staaten ungew\u00f6hnlich fr\u00fch angenommen. 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