{"id":596179,"date":"2025-11-23T09:49:26","date_gmt":"2025-11-23T09:49:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/596179\/"},"modified":"2025-11-23T09:49:26","modified_gmt":"2025-11-23T09:49:26","slug":"jugend-eines-fussballers-kramers-story-im-schauspiel-duesseldorf-ddorf-aktuell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/596179\/","title":{"rendered":"Jugend eines Fu\u00dfballers: Kramers Story im Schauspiel D\u00fcsseldorf &#8211; Ddorf-Aktuell"},"content":{"rendered":"<p>Es soll ja Leute geben, die nichts \u00fcber Fu\u00dfball wissen. Die k\u00f6nnen trotzdem ihren Spa\u00df haben am Roman der Erinnerungen, die der einstige Mittelfeldspieler und heutige TV-Kommentator Christoph Kramer (34) aufgeschrieben hat. \u201eDas Leben fing im Sommer an\u201c hei\u00dft die Bestseller-Geschichte seiner fr\u00fchen Jugend in Solingen, und der gleichaltrige Regisseur Felix Krakau (35) hat ein liebevolles, kurzweiliges Konzentrat daraus auf die kleine B\u00fchne des D\u00fcsseldorfer Schauspielhauses gebracht. Im Parkett freute sich der Autor, mit Solinger Clan.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-153629\" class=\"wp-image-153629 size-large\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Kramer_Gruppe_20251122-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\"  \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-153629\" class=\"wp-caption-text\">Coole Freunde: Jonas Friedrich Leonhardi, Michael F\u00fcnfschilling, Moritz Klaus und Ludowika Held (von links) in \u201cDas Leben fing im Sommer an\u201d. Foto: Thomas Rabsch \/ D\u00fcsseldorfer Schauspielhaus<\/p>\n<p>Chris ist erst 15 Jahre alt. Er kickt im BV Gr\u00e4frath und tr\u00e4umt davon, ein Fu\u00dfballprofi zu werden. Aber darum geht es im Sommer 2006 nur um Rande. Wie alle heranwachsenden Kinder hat der Junge ganz andere Probleme: Die Haare, die Pickel, das Coolsein und die erste Amour. Das sch\u00f6nste M\u00e4dchen der Welt, Debbie, scheint nicht uninteressiert. Nur: Wie geht das mit dem ersten Kuss? Klappt dann im Kino (\u201eNachts im Museum\u201c). Doch Debbie ist nicht treu, weshalb der frustrierte Chris und sein Freund Tony ein paar Dummheiten machen.<\/p>\n<p>Wie New York<\/p>\n<p>Sie \u201eleihen\u201c mal eben das Auto vom Sitzenbleiber und Partyk\u00f6nig Scheler und fahren ohne F\u00fchrerschein nach D\u00fcsseldorf (\u201ewie New York\u201c), um in der Disco \u201eLe Soleil\u201c das Gl\u00fcck zu suchen. Polizei taucht auf, sie entwischen. Das Schicksal ist den Knaben hold. Eine Studentin, die als Barkeeperin jobbt, wird viel sp\u00e4ter, wie man zum Schluss erf\u00e4hrt, Kramers Ehefrau. Ja, die wahre Celina! Happy End. Und so ist die ganze Chose. Keine ernsthaften Probleme, kein Mobbing, keins jener Familiendramen, die in der Nachkriegs-Generation therapiert werden mussten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-153630\" class=\"wp-image-153630 size-large\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Kramer_Lenkrad_20251122-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\"  \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-153630\" class=\"wp-caption-text\">Auf dem Weg ins verhei\u00dfungsvolle D\u00fcsseldorf: Chris (Moritz Klaus, rechts) und sein bester Freund Johnny (Michael F\u00fcnfschilling) haben ein Auto stibitzt. Foto: Thomas Rabsch \/ D\u00fcsseldorfer Schauspielhaus<\/p>\n<p>Okay, dass Papa beim Hof-Fest \u201eTake your Time\u201c singt, ist ein bisschen peinlich. Aber sonst? Alle sind nett, die Eltern, die Schulkameraden. Kramer, inspiriert von seinen kindlichen Tageb\u00fcchern, blickt zur\u00fcck ohne jeden Zorn. In Liebe und ein bisschen sehns\u00fcchtig. Es ist eine Story f\u00fcr Teenager und junge Erwachsene, die auch mal gern an Capri-Sonne Kirsch genuckelt haben. Felix Krakau, der sogar Goethe in knackige Kurzform gebracht hat (\u201eFaust 1+2+3\u201c) ist f\u00fcr den Stoff der ideale Regisseur.<\/p>\n<p>Cool genug?<\/p>\n<p>Auf einer variablen Rampe (von Marie Gimpel), die als Rutsche, Freibad, Schuppendach dient und unter runden Lampen, die auch Sterne der Verhei\u00dfung sein k\u00f6nnen, l\u00e4sst er f\u00fcnf Schauspieler*Innen zeigen, was sie k\u00f6nnen. M\u00fchelos wechseln sie von zitierter Prosa in die w\u00f6rtliche Rede, machen das Buch lebendig. Moritz Klaus als Chris ist ein r\u00fchrender Junge, hin- und hergerissen zwischen Sportlervernunft (\u201eIch rauche nicht.\u201c) und bangen Fragen (\u201eWar die SMS cool genug?\u201c). Die anderen vier wechseln mit Lust und Schwung die Rollen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-153631\" class=\"wp-image-153631 size-large\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Kramer_Leuchten_20251122-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\"  \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-153631\" class=\"wp-caption-text\">Schicksalhafte Begegnung: Chris (Moritz Klaus) trifft in der Disco seine sp\u00e4tere Frau Celina (Ludowika Held). Foto: Thomas Rabsch \/ D\u00fcsseldorfer Schauspielhaus<\/p>\n<p>Michael F\u00fcnfschilling ist der beste Freund, Kappentr\u00e4ger Johnny, der wei\u00df, wie man Frauen textet, und zwischendurch ist er der ungeduldige Typ an der Kinokasse. Jule Schuck glitzert als Debbie und gibt als diebische Nina R\u00e4tsel auf. Ludowika Held gibt sowohl den krassen Knaben Salvo (mit Hoodie und Kippe) als auch verschiedene Frauen, darunter die k\u00fcnftige gro\u00dfe Liebe von Chris, Celina. Als bester Gestaltwandler erweist sich Jonas Friedrich Leonhardi, der immer wieder eine andere Person wird: Mutter und Vater Kramer, Partyk\u00f6nig Scheler, die B\u00fcdchenfrau, der schnauzb\u00e4rtige T\u00fcrsteher, Kumpel Schubert, der Mann im Hawaihemd und, mit goldigem Kl\u00e4mmerchen, Debbies Freundin Rebecca. Es darf oft gelacht werden, ein dankbares Publikum spendet herzlichen Applaus.<\/p>\n<p>Mehr Sommer<\/p>\n<p>\u201eDas Leben fing im Sommer an\u201c von Christoph Kramer, dramatisiert und inszeniert von Felix Krakau, ist im Kleinen Haus des D\u00fcsseldorfer Schauspielhauses zu sehen. N\u00e4chste Vorstellungen am 24. November, am 1., 6., 12. und 26. Dezember sowie am 3. Januar. Jeweils 20 Uhr, am 2. Weihnachtstag 18 Uhr. Dauer etwa anderthalb Stunden, ohne Pause. <a href=\"http:\/\/www.dhaus.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.dhaus.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es soll ja Leute geben, die nichts \u00fcber Fu\u00dfball wissen. 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