{"id":596269,"date":"2025-11-23T10:47:21","date_gmt":"2025-11-23T10:47:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/596269\/"},"modified":"2025-11-23T10:47:21","modified_gmt":"2025-11-23T10:47:21","slug":"trump-relativiert-ukraine-frist-hoffen-auf-das-treffen-in-genf-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/596269\/","title":{"rendered":"Trump relativiert Ukraine-Frist: Hoffen auf das Treffen in Genf"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/merz-starmer-104.jpg\" alt=\"Friedrich Merz und Keir Starmer\" title=\"Friedrich Merz und Keir Starmer | dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 23.11.2025 11:25 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>US-Pr\u00e4sident Trump hat seine Frist an die Ukraine, seinem 28-Punkte-Plan bis Donnerstag zuzustimmen, relativiert. Es sei nicht sein finales Angebot. Nun hoffen die Vertreter der EU und Ukraine auf das heutige Treffen mit Au\u00dfenminister Rubio in Genf.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In der Ukraine und bei ihren europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten d\u00fcrften viele nun vorsichtig aufatmen: Die USA haben eine gewisse Verhandlungsbereitschaft bei ihrem vorgelegten 28-Punkte-Plan zum Ende des Krieges zwischen der Ukraine und Russland signalisiert. Am Freitag hatte Pr\u00e4sident Donald Trump noch deutlich gemacht, dass er eine Zustimmung der Ukraine zu dem Plan bis kommenden Donnerstag erwarte. Andernfalls w\u00fcrden die Vereinigten Staaten die f\u00fcr die Kriegsf\u00fchrung wichtigen Aufkl\u00e4rungsdaten und Geheimdienstinformationen sowie Waffenlieferungen stoppen, hie\u00df es aus Washington.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nun relativierte der US-Pr\u00e4sident seine Aussagen wieder. Der Krieg m\u00fcsse &#8222;auf die eine oder andere Weise enden&#8220;, sagte Trump vor Journalisten. Auf die Frage, ob der US-Plan sein letztes Angebot sei, antwortete Trump: &#8222;Nein.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In den vergangenen Stunden hatten sich die europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten f\u00fcr die Ukraine stark gemacht. Bundeskanzler Friedrich Merz und der britische Premier Keir Starmer suchten jeweils das direkte Gespr\u00e4ch mit Trump. Offenbar zeigten die internationalen Appelle Wirkung.<\/p>\n<p>    Rubio und Witkoff zu Gespr\u00e4chen in Genf<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In Genf wird heute \u00fcber den US-Plan und die Vorschl\u00e4ge der Europ\u00e4er diskutiert. Am sp\u00e4ten Vormittag traf Au\u00dfenminister Marco Rubio dort ein, auch der US-Sondergesandte Witkoff ist vor Ort.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Merz hatte das Treffen bei seinem Telefonat mit dem US-Pr\u00e4sidenten vereinbart. Demnach sollen die sicherheitspolitischen Berater der sogenannten E3-Staaten &#8211; Deutschland, Frankreich, Gro\u00dfbritannien &#8211; sowie Italiens und der Ukraine teilnehmen. EU-Ratspr\u00e4sident Antonio Costa k\u00fcndigte zudem an, dass er alle 27 EU-Regierungen zu einer Sondersitzung zur Ukraine am Rande des EU-Afrika-Gipfels in Angola am Dienstag geladen habe.<\/p>\n<p>    Gemeinsame Position an Washington \u00fcbermittelt<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die gemeinsame Position der E3-Staaten und weiterer EU-Staaten sowie Japan und Kanada <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/afrika\/g20-gipfel-usa-ukraine-100.html\" title=\"Ein Gegenvorschlag, der nicht erz\u00fcrnen soll\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ist bereits \u00fcbermittelt worden<\/a>. Die Gruppe einigte sich w\u00e4hrend des G20-Gipfels in Johannesburg und lie\u00df der US-Regierung eine stark \u00fcberarbeitete Version des US-Plans zukommen. Darin wird betont, dass Russland seinen Angriffskrieg beenden und dass die Ukraine in den Friedensprozess involviert werden m\u00fcsse. &#8222;Kriege k\u00f6nnen nicht beendet werden durch Gro\u00dfm\u00e4chte \u00fcber die K\u00f6pfe der betroffenen L\u00e4nder im Krieg&#8220;, sagte Kanzler Merz am Rande des Gipfels. Es bed\u00fcrfe sowohl der Zustimmung der Ukraine als auch der Europ\u00e4er.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zugleich trat er angesichts des Trump-Ultimatums auf die Bremse. Die Europ\u00e4er und Deutschen seien bereit, sich an einem Prozess Richtung Kriegsende zu beteiligen. &#8222;Wir sind mittendrin, und es gibt aus meiner Sicht im Augenblick eine Chance, diesen Krieg zu beenden&#8220;, betonte Merz. Er f\u00fcgte jedoch hinzu: &#8222;Wir sind von einem gemeinsamen guten Ergebnis noch ziemlich weit entfernt.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zuvor hatte bereits die Ukraine betont, dass Trumps Ultimatum nicht annehmbar sei, weil es mit den geforderten Gebietsabtretungen an Russland letztlich eine Kapitulation der Ukraine bedeuten w\u00fcrde.<\/p>\n<p>    Pr\u00e4sident Macron: Trump braucht Europ\u00e4er f\u00fcr Plan<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mehrere Punkte des US-Plans k\u00f6nnen zudem nicht ohne Zustimmung der europ\u00e4ischen Partner umgesetzt werden, betonte der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Emmanuel Macron. Als Beispiele nannte er Elemente, die sich auf die Verwendung von in der EU festgesetzten Geldern der russischen Zentralbank sowie auf die NATO, die G7 und das Verh\u00e4ltnis zwischen der Ukraine und der EU beziehen. &#8222;Die eingefrorenen Verm\u00f6genswerte werden von den Europ\u00e4ern gehalten. Die europ\u00e4ische Integration der Ukraine liegt in der Hand der Europ\u00e4er. Was die NATO tut, liegt in der Hand der NATO-Mitgliedstaaten&#8220;, sagte er.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Es gebe also viele Punkte, die eine breitere Abstimmung erforderten. Man wolle Frieden, aber einen Frieden, der die Sicherheitsinteressen der Ukrainer und der anderen Europ\u00e4er ber\u00fccksichtige.<\/p>\n<p>    Widerstand in den USA gegen Trumps Ukraine-Politik<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nicht nur in Europa regt sich Widerstand gegen Trumps Ukraine-Politik. Auch in den USA hatten sich zuletzt immer wieder Senatoren f\u00fcr st\u00e4rkere Sanktionen gegen Russland stark gemacht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">US-Beamte und Abgeordnete sind zunehmend besorgt \u00fcber ein Treffen im vergangenen Monat, bei dem Vertreter der Trump-Administration mit Kirill Dmitrijew, einem russischen Gesandten, der unter US-Sanktionen steht, zusammenkamen, um einen Plan zur Beendigung des Kriegs in der Ukraine auszuarbeiten. Dies best\u00e4tigten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Quellen. Das Treffen fand Ende Oktober in Miami statt. Unter anderem nahm der Sondergesandte Witkoff, Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und Dmitrijew, der Leiter des Russian Direct Investment Fund (RDIF), teil, einem der gr\u00f6\u00dften Staatsfonds Russlands.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zahlreiche hochrangige Beamte des Au\u00dfenministeriums und des Nationalen Sicherheitsrats wurden nicht informiert, sagten zwei mit dem Plan vertraute Personen. Auch der Sondergesandte f\u00fcr die Ukraine, Keith Kellogg, der mit den Ukrainern an Verhandlungen zur Beendigung des Krieges gearbeitet hatte und im Januar zur\u00fccktreten wollte, sei von den von Witkoff und Dmitrijew geleiteten Gespr\u00e4chen ausgeschlossen worden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ob bei dem Treffen der nun vorgelegte 28-Punkte-Plan thematisiert wurde, ist unklar. Nachdem das Nachrichtenportal Axios exklusiv \u00fcber den Plan berichtet hatte, schrieb der Sondergesandte Witkoff auf Twitter unter einem <a href=\"https:\/\/x.com\/michaeldweiss\/status\/1991160611456024612?s=12\" title=\"Witkoff Post\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Post mit Link zum Artikel<\/a>: &#8222;Er muss das von K. bekommen haben&#8220;. Kurz darauf l\u00f6schte der US-Sondergesandte den Post wieder. Das l\u00f6ste Spekulationen aus: Wollte Witkoff eine Direktnachricht verschicken? Und war mit K. Kirill Dmitrijew gemeint, hatte dieser den Plan geleakt? Eindeutige Antworten darauf gibt es bislang nicht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Luke Harding, Journalist der <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/live\/2025\/nov\/21\/europe-latest-news-russia-ukraine-war-updates-zelenskyy-putin-g20?CMP=share_btn_url&amp;page=with%3Ablock-69204d2e8f08a77eddc21bbe#block-69204d2e8f08a77eddc21bbe\" title=\"The Guardian\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">britischen Zeitung The Guardian<\/a>, stellt derweil die These auf, dass das Dokument zun\u00e4chst auf Russisch verfasst worden sein k\u00f6nnte. Mehrere der verwendeten Ausdr\u00fccke in dem Papier seien im Englischen untypisch und wirkten ungelenk. Im Russischen hingegen seien diese Formulierungen gel\u00e4ufig, schreibt Harding. Er berichtete f\u00fcr die britische Zeitung aus Moskau, bevor der Kreml ihn 2011 des Landes verwies.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 23.11.2025 11:25 Uhr US-Pr\u00e4sident Trump hat seine Frist an die Ukraine, seinem 28-Punkte-Plan bis Donnerstag zuzustimmen, relativiert.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":595564,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,13,14,15,4043,4044,850,307,12,293,317],"class_list":{"0":"post-596269","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-russia","14":"tag-russian-federation","15":"tag-russische-foederation","16":"tag-russland","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-schweiz","19":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115598619582761812","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/596269","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=596269"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/596269\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/595564"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=596269"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=596269"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=596269"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}