{"id":596577,"date":"2025-11-23T13:52:31","date_gmt":"2025-11-23T13:52:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/596577\/"},"modified":"2025-11-23T13:52:31","modified_gmt":"2025-11-23T13:52:31","slug":"der-wettlauf-um-den-weltraum-so-unterschiedlich-sind-europas-raumfahrtstrategien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/596577\/","title":{"rendered":"Der Wettlauf um den Weltraum: So unterschiedlich sind Europas Raumfahrtstrategien"},"content":{"rendered":"<p>In ganz Europa sch\u00e4rfen Raumfahrtbeh\u00f6rden ihre Strategien. Wissenschaft und Sicherheit r\u00fccken enger zusammen. <\/p>\n<p>Deutschland, Frankreich, Italien und das Vereinigte K\u00f6nigreich investieren in Satelliten, Verteidigung und Startkapazit\u00e4ten. Sie wollen ihre Infrastruktur sch\u00fctzen, wettbewerbsf\u00e4higer werden und auf neue Bedrohungen im Orbit reagieren. <\/p>\n<p>Der Fokus auf Verteidigung hat Gr\u00fcnde: GPS-St\u00f6rungen, neue kinetische Raketen und die Abh\u00e4ngigkeit von ausl\u00e4ndischen Tr\u00e4gersystemen. All das k\u00f6nnte Europas Zugang zum All einschr\u00e4nken. Worauf setzen die europ\u00e4ischen L\u00e4nder im All?<\/p>\n<p>Deutschland<\/p>\n<p>Deutschland hat seine erste nationale Raumfahrtstrategie vorgestellt. Im Zentrum steht die Sicherheit.<\/p>\n<p>Der neue<a href=\"https:\/\/www.bundeswirtschaftsministerium.de\/Redaktion\/EN\/Publikationen\/Technologie\/the-german-federal-governments-space-strategy.pdf?%5F%5Fblob=publicationFile&amp;v=1&amp;utm%5Fsource=chatgpt.com\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\"> <strong>Plan<\/strong><\/a>, der im November vorgestellt wurde, umfasst Raumfahrtprojekte, den Ausbau von Satellitennetzen und internationale Zusammenarbeit. So soll das Land im All \u201ehandlungsf\u00e4higer\u201c werden, hei\u00dft es in einer <a href=\"https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/en\/newsroom\/news\/space-safety-and-security-strategy-2744368\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\"><strong>Erkl\u00e4rung<\/strong><\/a> der Regierung.<\/p>\n<p>\u201eRaumsysteme sind l\u00e4ngst Teil unseres Alltags, ihr Ausfall oder ihre St\u00f6rung h\u00e4tte gravierende Folgen f\u00fcr unsere Sicherheit und unser t\u00e4gliches Leben\u201c, sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius.<\/p>\n<p>Der Plan sieht au\u00dferdem 35 Milliarden Euro an neuen Investitionen in den Raumfahrtsektor in den kommenden Jahren vor. Sie sollen die Menschen unter anderem vor GPS-St\u00f6rungen durch Russland im Ostseeraum sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Frankreich<\/p>\n<p>Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron k\u00fcndigte im November an, dass Frankreichs neue Raumfahrtstrategie Forschung und Sicherheit enger verzahnt.<\/p>\n<p>Der Plan stellt f\u00fcnf Hauptziele auf: den konkurrenzf\u00e4higen Zugang zum All sichern, eine Raumfahrtwirtschaft aufbauen, eine milit\u00e4rische Raumfahrtarchitektur erhalten, in Forschung investieren und die internationale Zusammenarbeit f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Vorgesehen ist auch die Modernisierung des Weltraumzentrums in Franz\u00f6sisch-Guayana, von dem die europ\u00e4ische Rakete Ariane 6 k\u00fcnftig verst\u00e4rkt kommerzielle Fl\u00fcge durchf\u00fchren soll.<\/p>\n<p>Der Plan sieht zus\u00e4tzlich 4,2 Milliarden Euro f\u00fcr die Raumverteidigung vor und erh\u00f6ht das Gesamtvolumen bis 2030 auf \u00fcber zehn Milliarden Euro.<\/p>\n<p>Macron sagte, der Plan halte mit der Konkurrenz im All Schritt. Dort werde aufger\u00fcstet, etwa mit Energiewaffen und Lasern.<\/p>\n<p>Eines der Systeme, in die Frankreich investieren k\u00f6nnte, sind patrouillierende Satelliten namens Orbit Guard und Toutatis. Sie sollen die nationalen Anlagen im Orbit sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Der Plan st\u00e4rkt zudem die milit\u00e4rischen F\u00e4higkeiten bei Aufkl\u00e4rung, Fr\u00fchwarnsystemen und Kommunikation.<\/p>\n<p>Frankreich will die Forschung in den Geowissenschaften ausbauen, um die Klimaanpassung zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Der j\u00fcngste Plan kn\u00fcpft an das franz\u00f6sische Gesetz zur Milit\u00e4rprogrammierung an, das Systeme vorsieht, die verd\u00e4chtige oder aggressive Handlungen im All erkennen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Land hat au\u00dferdem den sogenannten Space Pact gestartet- ein Forum, das den Austausch zwischen Milit\u00e4r und Raumfahrtindustrie erleichtern soll. \u200b<\/p>\n<p>Italien<\/p>\n<p>Im Oktober hat der italienische Haushalt vorgesehen, 109 Millionen Euro f\u00fcr den Start eines Raumverteidigungsplans bereitzustellen.<\/p>\n<p>Der Plan entsteht derzeit. Die Regierung spricht von einem \u201eMulti-Domain\u201c-Plan, der Italien in den kommenden zwei Jahrzehnten helfen soll, auf m\u00f6gliche Bedrohungen zu reagieren.<\/p>\n<p>Er soll kurzfristige F\u00e4higkeiten benennen und operative L\u00fccken schlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich stellte die Regierung 131 Millionen Euro f\u00fcr Weltraum\u00fcberwachung bereit. Damit will sie nationale Weltraumg\u00fcter sch\u00fctzen, Weltraumschrott im Blick behalten und einen sicheren Zugang zum All sicherstellen.<\/p>\n<p>Der Haushalt weist zudem 186 Millionen Euro f\u00fcr einen Sicral 3<a href=\"https:\/\/www.telespazio.com\/en\/business\/space-programmes\/sicral\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\"> <\/a>Satelliten aus- einen Hochfrequenzsatelliten, der die gesicherten Verbindungen zwischen Regierung und Milit\u00e4r verbessern soll. Das System wurde 2001 erstmals von den Raumfahrtunternehmen Telespazio und Thales Alenia Space entwickelt.<\/p>\n<p>Thales erhielt von der Italienischen Raumfahrtagentur einen Auftrag \u00fcber 100 Millionen Euro zum Aufbau eines Netzes von Satellitenfabriken im ganzen Land; sie sollen laut laut lokalen Berichten bis 2026 voll einsatzbereit sein.<\/p>\n<p>Italien investiert auch in eine Konstellation von Erdbeobachtungssatelliten. Sie sollen Umweltver\u00e4nderungen \u00fcberwachen und kritische Dienste im Land unterst\u00fctzen. <\/p>\n<p>Das Land arbeitet mit Deutschland und Frankreich an der Entwicklung mehrerer europ\u00e4ischer Tr\u00e4gerraketen. <\/p>\n<p>Vereinigtes K\u00f6nigreich<\/p>\n<p>Der Plan der britischen Raumfahrtagentur sieht vor, das All zu nutzen, um die Wirtschaft zu st\u00e4rken und die Sicherheit zu erh\u00f6hen. <\/p>\n<p>Das Land investiert in Startkapazit\u00e4ten f\u00fcr kleine Tr\u00e4gerraketen, in umweltfreundliche Raumh\u00e4fen und in Nischen der Satellitenkommunikation.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem arbeitet das Vereinigte K\u00f6nigreich an Konzepten, um Satelliten im Orbit zu reparieren, aufr\u00fcsten oder zusammenbauen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die britische Raumfahrtagentur will daf\u00fcr inklusive Arbeitsumfelder schaffen, die Talente anziehen und halten. Zudem soll st\u00e4rker in Wissenschaft und Innovation investiert und auf internationale Partnerschaften gesetzt werden.<\/p>\n<p>Schweden<\/p>\n<p>Schweden 2024 seine erste Raumfahrtstrategie f\u00fcr Verteidigung und Sicherheit vorgelegt.<\/p>\n<p>Sie strukturiert sich \u00fcber vier Kernpunkte: Eigenst\u00e4ndigkeit im All, der Aufbau eines \u201erobusten Portfolios&#8220; an Raumfahrtsystemen zur Unterst\u00fctzung der Landesverteidigung, kollektive Sicherheit und der Ausbau des n\u00f6tigen Wissens f\u00fcr Verteidigungsprojekte.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr will der Staat die Zusammenarbeit zwischen Beh\u00f6rden und privaten Raumfahrtunternehmen ausweiten und bei Bedarf das Weltraumrecht anpassen.<\/p>\n<p>Die Regierung hat zudemumgerechnet 914 Millionen Euro f\u00fcr Aufkl\u00e4rung und \u00dcberwachung bei den schwedischen Streitkr\u00e4ften bereitgestellt.<\/p>\n<p>Die Verteidigungspolitik betont, dass Schwedens Lage nahe dem Nordpol ideal ist, um insbesondere polare Satelliten zu betreiben, zu \u00fcberwachen und zu starten.<\/p>\n<p>Schwedens Strategie sieht vor, die Startkapazit\u00e4ten f\u00fcr den Raumflughafen Esrange im Norden auszubauen. <\/p>\n<p>Niederlande<\/p>\n<p>Raumfahrt geh\u00f6rt zu den Schl\u00fcsselbereichen, die die Niederlande in ihrer niederl\u00e4ndischen Verteidigungs- Strategie f\u00fcr das Ende des Jahrzehnts benennen.<\/p>\n<p>Sie formuliert Ziele f\u00fcr die n\u00e4chsten vier Jahre. Bis 2027 soll das Milit\u00e4r \u00fcber ein Satellitennetz verf\u00fcgen, das verl\u00e4ssliche Informationen liefert. <\/p>\n<p>Bis 2030 wollen die Niederlande fortgeschrittene KI-Algorithmen einsetzen, um Objekte im All zu verfolgen, Erdbeobachtungen auszuwerten und die Satellitenkommunikation zu koordinieren. <\/p>\n<p>Parallel dazu will das Milit\u00e4r Zugang zu einem europ\u00e4ischen Fr\u00fchwarnsystem erhalten, um die Luft- und Raketenabwehr zu unterst\u00fctzen. <\/p>\n<p>Das Land konzentriert sich auf sechs zentrale Aspekte in ihrer Raumfahrtstrategie: Space Situational Awareness (SSA), Aufkl\u00e4rung, Satellitenkommunikation, Positionierung\/Navigation\/Timing, gemeinsame Fr\u00fchwarnsysteme und die \u00dcberwachung des Weltraumwetters.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In ganz Europa sch\u00e4rfen Raumfahrtbeh\u00f6rden ihre Strategien. Wissenschaft und Sicherheit r\u00fccken enger zusammen. 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