{"id":596726,"date":"2025-11-23T15:19:17","date_gmt":"2025-11-23T15:19:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/596726\/"},"modified":"2025-11-23T15:19:17","modified_gmt":"2025-11-23T15:19:17","slug":"meinl-reisinger-fordert-eu-delegation-fuer-ukraine-gespraeche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/596726\/","title":{"rendered":"Meinl-Reisinger fordert EU-Delegation f\u00fcr Ukraine-Gespr\u00e4che"},"content":{"rendered":"<p>              23.11.2025 14:04<\/p>\n<p>              (Akt. 23.11.2025 14:10)<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/1489762160_BLD_Online-4-3-400533033-533x400.jpg\"   alt=\"Meinl-Reisinger will EU-Interessen st\u00e4rken\" title=\"Meinl-Reisinger will EU-Interessen st\u00e4rken\"\/><\/p>\n<p>                    Meinl-Reisinger will EU-Interessen st\u00e4rken<br \/>\n                     \u00a9APA\/HELMUT FOHRINGER<\/p>\n<p>\n        Die EU sollte nach Ansicht von Au\u00dfenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) rasch ein Team zusammenstellen, das die europ\u00e4ischen Interessen bei den Verhandlungen \u00fcber den von den USA vorgelegten 28-Punkte-Plan zur Beendigung des Ukraine-Krieges in Genf vertritt. Als m\u00f6glichen Delegationsleiter schlug sie am Sonntag in der &#8222;Pressestunde&#8220; des ORF-Fernsehens den finnischen Pr\u00e4sident Alexander Stubb vor. Einmal mehr forderte sie das Ende der Einstimmigkeit in der EU-Au\u00dfenpolitik.\n      <\/p>\n<p>Der vor wenigen Tagen vorgelegte Ukraine-Plan der USA kommt Russland in zentralen Forderungen weit entgegen und \u00fcberschreitet von Kiew seit langem formulierte rote Linien. Europ\u00e4ische Forderungen finden keine explizite Ber\u00fccksichtigung. Vor diesem Hintergrund bezeichnete Meinl-Reisinger die Lage als &#8222;sehr ernst&#8220;, aber das sei schon seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine im Februar 2022 und angesichts der Au\u00dfenpolitik von US-Pr\u00e4sident Donald Trump so.<\/p>\n<p>Stubb habe einen guten Draht zu Trump, Finnland grenze an Russland und habe mit der Abkehr von der Neutralit\u00e4t und dem NATO-Beitritt wegen der durch Russlands Kriegs ge\u00e4nderten Lage in Europa eine Kehrtwende vollzogen, argumentierte die Au\u00dfenministerin f\u00fcr den 57-j\u00e4hrigen Pr\u00e4sidenten als Top-EU-Verhandler. Au\u00dferdem habe Finnland derzeit den Vorsitz in der in Wien ans\u00e4ssigen Organisation f\u00fcr Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), wo auch Russland Mitglied ist, inne.<\/p>\n<p>Als Alternativen zu Stubb nannte Meinl-Reisinger EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspr\u00e4sident Antonio Costa. Aus jetziger Sicht sitzen nur die au\u00dfenpolitische Berater der sogenannten E3-Staaten &#8211; Frankreich, Deutschland und Gro\u00dfbritannien &#8211; aus Europa in Genf mit am Tisch.<\/p>\n<p>Den 28-Punkte-Plan kommentierte die Au\u00dfenministerin folgenderma\u00dfen: Jede Bem\u00fchung f\u00fcr den Frieden sei zu begr\u00fc\u00dfen. Dass die USA als NATO-Mitglied darin aber als Vermittlerin zwischen Russland und der NATO auftreten, ist f\u00fcr Meinl-Reisinger aber einfach nur &#8222;grotesk&#8220;. Die EU solle daher einen eigenen Friedensplan vorlegen.<\/p>\n<p>Meinl-Reisinger betonte in der &#8222;Pressestunde&#8220;, dass \u00d6sterreich als EU-Mitglied politisch &#8222;nicht neutral&#8220; sei, was den Ukraine-Krieg betrifft. \u00d6sterreich leiste daher auch einen Beitrag zur Konfliktbew\u00e4ltigung. Konkret nannte sie die R\u00fcckf\u00fchrung nach Russland deportierter, ukrainischer Kinder.<\/p>\n<p>F\u00fcr die NEOS-Chefin ist klar, dass es im Parlament derzeit keine Zweidrittelmehrheit zur Abschaffung der Neutralit\u00e4t g\u00e4be. \u00d6sterreichs Neutralit\u00e4t schlie\u00dfe einen Beitritt zu Milit\u00e4rb\u00fcndnissen aus und verbiete auch &#8222;fremde Truppen auf \u00f6sterreichischen Boden&#8220;, betonte sie. Aber: Die Neutralit\u00e4t allein sch\u00fctze \u00d6sterreich nicht und d\u00fcrfe vor allen Dingen nicht als &#8222;Neutralismus&#8220; verstanden werden, wo nicht einmal der &#8222;Ukraine-Krieg als v\u00f6lkerrechtswidrig verurteilt werden kann&#8220;, sagte Meinl-Reisinger in Kritik an der FP\u00d6. Au\u00dferdem erkenne die Mehrheit der Bev\u00f6lkerung &#8222;ganz klar, dass unsere Sicherheit europ\u00e4isch organisiert werden soll&#8220;.<\/p>\n<p>Mit Blick auf die sicherheits- und wirtschaftspolitischen Herausforderungen, mit denen die EU konfrontiert ist, forderte Meinl-Reisinger eine St\u00e4rkung der EU auf der Weltb\u00fchne. &#8222;Es muss Europa in der Lage sein, mit einer Stimme zu sprechen, und das sind wir noch nicht&#8220;, beklagte sie. Einmal mehr forderte Meinl-Reisinger die Abschaffung des Einstimmigkeitsprinzips auf EU-Ebene in gemeinsamen au\u00dfenpolitischen Fragen. In diesem Fall &#8222;w\u00fcrde \u00d6sterreich gest\u00e4rkt&#8220;, zeigte sie sich \u00fcberzeugt. Im Inneren m\u00fcsse die EU eigenst\u00e4ndig &#8222;verteidigungsf\u00e4hig&#8220; werden, sonst &#8222;werden wir herumgekickt&#8220;.<\/p>\n<p>FP\u00d6: &#8222;Dumm und gef\u00e4hrlich&#8220;<\/p>\n<p>Die FP\u00d6 nannte die Aussagen der Au\u00dfenministerin in Reaktion &#8222;dumm und gef\u00e4hrlich&#8220;. &#8222;Die NEOS-Chefin r\u00fcckt immer weiter von \u00d6sterreichs immerw\u00e4hrender Neutralit\u00e4t ab und treibt stattdessen ihre EU-Armeefantasien voran&#8220;, warf ihr Generalsekret\u00e4r Michael Schnedlitz in einer Aussendung vor. Mit ihrer Behauptung, die Neutralit\u00e4t w\u00fcrde \u00d6sterreich nicht sch\u00fctzen, liege Meinl-Reisinger v\u00f6llig falsch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"23.11.2025 14:04 (Akt. 23.11.2025 14:10) Meinl-Reisinger will EU-Interessen st\u00e4rken \u00a9APA\/HELMUT FOHRINGER Die EU sollte nach Ansicht von Au\u00dfenministerin&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":596727,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,36084,8221,4046,14,1159,15,16,307,12,6296],"class_list":{"0":"post-596726","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-kaempfe","17":"tag-konflikte","18":"tag-krieg","19":"tag-nachrichten","20":"tag-nato","21":"tag-news","22":"tag-politik","23":"tag-russland","24":"tag-schlagzeilen","25":"tag-wien"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115599688735737494","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/596726","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=596726"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/596726\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/596727"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=596726"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=596726"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=596726"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}