{"id":596772,"date":"2025-11-23T15:46:24","date_gmt":"2025-11-23T15:46:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/596772\/"},"modified":"2025-11-23T15:46:24","modified_gmt":"2025-11-23T15:46:24","slug":"vfb-stuttgart-trotz-seiner-torgala-deniz-undav-hat-auch-etwas-zu-noergeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/596772\/","title":{"rendered":"VfB Stuttgart: Trotz seiner Torgala \u2013 Deniz Undav hat auch etwas zu n\u00f6rgeln"},"content":{"rendered":"<p>Der Torj\u00e4ger erscheint in Dortmund mit seinen drei Toren wie ein Wiederg\u00e4nger des legend\u00e4ren Gerd M\u00fcller. Dennoch st\u00f6rt den 29-J\u00e4hrige die angebliche St\u00fcrmerdiskussion in Stuttgart.<\/p>\n<p>Im Moment des pers\u00f6nlichen Triumphs ist <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.einzelkritik-zum-vfb-stuttgart-undav-voellig-entfesselt-vor-dem-tor-die-noten-fuer-die-vfb-profis.e376fc7f-01dd-4a60-8f36-5e6ff80f625c.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deniz Undav<\/a> kein Vergleich zu gro\u00df erschienen. Also fiel der Name des erfolgreichsten deutschen Mittelst\u00fcrmers alles Zeiten, eines weltweiten Ph\u00e4nomens im gegnerischen Strafraum. Oft wurde Gerd M\u00fcller vom FC Bayern M\u00fcnchen mit seinen Toren und Drehungen beschrieben, aber nie bekamen ihn die Verteidiger wirklich zu fassen. Dabei rannte die legend\u00e4re Nummer neun nicht schnell, aber er bewegte sich gedankenschnell und instinktsicher \u2013 und wusste, wo das Tor steht. Wie Undav. Findet Undav. Zumindest nach diesem spektakul\u00e4ren Fu\u00dfballnachmittag in Dortmund.<\/p>\n<p>Drei Tore hat der Angreifer des<a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.vfb-stuttgart-news-alles-was-sie-heute-zum-vfb-wissen-muessen.1478faec-7cde-4c8d-bd25-6ee2bb64e817.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> VfB Stuttgart<\/a> beim 3:3 im Signal-Iduna-Park erzielt und sich als Schreckgespenst der Borussia erwiesen. Nie war Undav von den BVB-Verteidigern zu erwischen \u2013 von Emre Can nicht, von Waldemar Anton nicht und auch nicht von Nico Schlotterbeck. Wie einst beim mittlerweile verstorbenen M\u00fcller, als die Abwehrspieler hinterher nicht begreifen konnten, wie der Weltmeister von 1974 das wieder gemacht hatte. Diesmal waren es die unfassbaren Treffer seines Wiederg\u00e4ngers im Trikot mit dem Brustring und der R\u00fcckennummer 26. \u201eTypische Undav-Tore w\u00fcrde ich sagen. Vor allem das dritte. Das war im Gerd-M\u00fcller-Style\u201c, meint Undav zwar mit einem Augenzwinkern, aber es ist durchaus ernst gemeint: \u201eWeltklasse, wie ich den K\u00f6rper reinstelle, den Arsch herausdr\u00fccke, mich drehe und durch die Beine abschlie\u00dfe.\u201c<\/p>\n<p>In Undavs pers\u00f6nlicher Torparade war der dritte Treffer in der Nachspielzeit der Sch\u00f6nste. Spektakul\u00e4rer war jedoch sicher das Anschlusstor (47.), als er mit dem R\u00fccken zum BVB-Geh\u00e4use Emre Can und Torh\u00fcter Gregor Kobel narrte. Immens wichtig war der Ausgleich, als der 29-J\u00e4hrige am schnellsten reagierte (70.). Das st\u00e4rkte den Glauben an die Comeback-Qualit\u00e4ten nach einem 0:2-R\u00fcckstand. \u201eDeniz hat im ersten Abschnitt noch nicht auf dem herausragenden Level des zweiten Durchgangs gespielt, aber nach der Pause hat er seine St\u00e4rke gezeigt\u201c, sagt der Trainer Sebastian Hoene\u00df, \u201eer ist von null auf hundert in einem Moment da.\u201c<\/p>\n<p>Dabei lief die Partie zun\u00e4chst an Undav vorbei \u2013 bis er Schlotterbeck im eigenen Strafraum touchierte und es einen umstrittenen Foulelfmeter gab, den Can verwandelte (34.). \u201eWas dann kommt, ist von der Spielentwicklung nat\u00fcrlich mehr als ungl\u00fccklich. Der Strafsto\u00df hat dem Spiel einen Richtungswechsel gegeben, gegen den unheimlich schwer anzukommen war. Es herrschte zun\u00e4chst Ern\u00fcchterung pur. Aber genau das zeichnet die Mannschaft aus. Das sind alles Stehaufm\u00e4nnchen\u201c, sagt der Sportvorstand Fabian Wohlgemuth. Weil der <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/VfB_Stuttgart\" title=\"VfB\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">VfB<\/a> noch das 0:2 durch Maximilian Beier (41.) und das 2:3 durch Karim Adeyemi (89.) kassierte.<\/p>\n<p>Es schien mal wieder ein Stuttgarter Ausw\u00e4rtsspiel zu werden, in dem die Hoene\u00df-Elf gef\u00e4llt, es am Ende aber im Angriff an Durchschlagskraft mangelt und somit die Punkte verloren gehen. Pl\u00f6tzlich \u00e4nderte sich die Szenerie jedoch wieder. \u201eErneut sind wir mit Entschlossenheit aus der Kabine gekommen und haben den Gastgeber unter Druck gesetzt. Deniz hat dann in unnachahmlicher Art f\u00fcr uns getroffen\u201c, sagt Wohlgemtuh.<\/p>\n<p>Das Unentschieden von Dortmund ist deshalb anders zu werten als die bisherigen Auftritte in fremden Stadien. Selbst, wenn der VfB nach dem elften <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Bundesliga\" title=\"Bundesliga\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundesliga<\/a>-Spieltag vom vierten auf den f\u00fcnften Tabellenrang abgerutscht ist. Denn der Z\u00e4hler zahlt auch auf die Moral der Mannschaft ein. Davon l\u00e4sst sich wom\u00f6glich l\u00e4nger profitieren, aber nicht nur weil es gegen einen Topgegner ging. Wichtiger erscheint, dass die Stuttgarter vor den n\u00e4chsten drei Ausw\u00e4rtsaufgaben in drei Wettbewerben (Deventer, Hamburg, Bochum) ein Erfolgserlebnis gefeiert haben. Das best\u00e4tigt den Reifeprozess seit Saisonbeginn und gibt f\u00fcr den Augenblick ein gutes Gef\u00fchl.<\/p>\n<p>\u201eWir glauben einfach an uns und haben keinen Qualit\u00e4tsverlust, wenn die Spieler von der Bank kommen. Das ist ein Schl\u00fcssel zum Erfolg\u201c, sagt Undav. Noch in Leipzig, dem ersten Spitzenspiel der Saison f\u00fcr die Stuttgarter, ging das Ganze trotz der phasenweise starken Leistung mit dem 1:3 schief. Davor suchte der VfB gegen die k\u00f6rperbetonte Spielweise der Berliner (1:2) und Freiburger (1:3) die richtige Haltung. Gefunden hat sich ein Team, das immer mehr zusammenw\u00e4chst und seine Spielst\u00e4rke auf Basis der sogenannten Grundtugenden zum Tragen bringt. Hohe Intensit\u00e4t, gro\u00dfe Laufbereitschaft, enorme Zweikampfst\u00e4rke. Stimmen diese Faktoren, ist vieles m\u00f6glich.<\/p>\n<p>   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/media.media.1688aa1c-b2c9-4c45-b3e8-d0e6756f5d72.original1024.media.jpeg\"\/>     Der VfB-Trainer Sebastian Hoene\u00df blickt auf die n\u00e4chsten Ausw\u00e4rtsaufgaben.    Foto: Baumann\/Hansj\u00fcrgen Britsch    <\/p>\n<p>In Dortmund passte es. Dennoch brauchte es die unglaubliche Undav-Show, um dem westf\u00e4lischen Umschaltfu\u00dfball zu trotzen. Doch mit der Schlusspointe lieferte der Angreifer dann auch die Antwort auf eine Frage, die ihn umtreibt. \u201eEs hei\u00dft immer, der VfB hat keine St\u00fcrmer und ich sei kein St\u00fcrmer\u201c, sagt der Torj\u00e4ger nach dem Ausfall von Ermedin Demirovic und der d\u00fcnnen Personaldecke im Angriff. Er f\u00fchlt sich verkannt. Pr\u00e4ziser m\u00fcsste es deshalb hei\u00dfen: Undav ist kein Sto\u00dfst\u00fcrmer. Aber er selbst betont: \u201eIch bin ein Neuner. Mein ganzes Leben lang habe ich im Fu\u00dfball nichts anderes getan, als Tore zu schie\u00dfen.\u201c Wie einst Gerd M\u00fcller.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Torj\u00e4ger erscheint in Dortmund mit seinen drei Toren wie ein Wiederg\u00e4nger des legend\u00e4ren Gerd M\u00fcller. 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