{"id":596795,"date":"2025-11-23T15:58:15","date_gmt":"2025-11-23T15:58:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/596795\/"},"modified":"2025-11-23T15:58:15","modified_gmt":"2025-11-23T15:58:15","slug":"berlins-kathedrale-ein-jahr-nach-der-wiedereroeffnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/596795\/","title":{"rendered":"Berlins Kathedrale &#8211; ein Jahr nach der Wiederer\u00f6ffnung"},"content":{"rendered":"<p>Der Berliner Erzbischof Heiner Koch sch\u00e4tzt seine Kathedrale als Ort der Liturgie und zeigt sich erfreut \u00fcber den Zuspruch f\u00fcr die ungew\u00f6hnliche Formensprache der runden Kirche. St. Hedwig wurde vor genau einem Jahr \u2013 am 24. November 2024 \u2013 nach einer weitreichenden Umgestaltung wiederer\u00f6ffnet. Inzwischen ist dort mit der Architektin Elena Cenci auch erstmals eine Dombaumeisterin am Werk.<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/kirche\/news\/2020-07\/deutschland-berlin-blog-sommerserie-spurensuche-diaspora.html\" title=\"Katholische Spurensuche in Berlin: Unsere Sommerserie\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/media.vaticannews.va\/media\/content\/dam-archive\/vaticannews\/multimedia\/2020\/07\/20\/IMG_4405.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Katholische Spurensuche in Berlin: Unsere Sommerserie\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Nachdem unsere Mitarbeiterin Magdalena Thiele im M\u00e4rz und April mit Rom eine Stadt kennenlernen durfte, in der katholischer Glauben allgegenw\u00e4rtig ist, stellt sie uns nun in einer &#8230;\n     <\/p>\n<p><b>Gudrun Sailer &#8211; Berlin<\/b><\/p>\n<p>Ein lichtdurchfluteter, nicht zu gro\u00dfer, runder, wei\u00dfer Raum, \u00fcberspannt von einer Kuppel. In der Mitte ein halbkugelf\u00f6rmiger Altar, hinten gut sichtbar das Allerheiligste. Aufs Wichtigste reduziert ist dieser Kirchenraum, sein warmes Wei\u00df ohne Schatten l\u00e4sst bei der Liturgie jede andere Farbe leuchten. Wer die Kathedrale von Berlin betritt, steht in einem Raum, der wirklich zur Ruhe kommen l\u00e4sst. Die Gestaltung mag ungew\u00f6hnlich sein und sparsam \u2013 aber sie f\u00fchrt zum Kern, sagt Heiner Koch, der Erzbischof von Berlin.<\/p>\n<blockquote>\n<p>\u201eWir sind als Volk Gottes um diesen Christus\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>\u201eIn Bezug auf die Kathedrale war es <b>ein Jahr, in dem wir gelernt haben, in dieser Kathedrale zu leben und Gottesdienst zu feiern.<\/b>\u00a0Vor allen Dingen bin ich dankbar, dass man in ihr wirklich als synodale Kirche sein kann \u2013 denn das ist keine Verfassungsfrage, sondern eine sakramentale Frage: Christus ist in der Mitte, wir sind als Volk Gottes um diesen Christus,\u00a0wir sind gest\u00fctzt von dieser Kirche und von diesem Segen der Kuppel.\u201c<\/p>\n<p>Gemeinde mit Gesichtern <\/p>\n<p>Das Volk Gottes einschlie\u00dflich Priester rund um die Mitte, rund um Christus, rund um den Altar. Konzentrisch rund sind auch die B\u00e4nke mit ihren Einzelsitzen: Beim Gottesdienst sitzen die Gl\u00e4ubigen jeder auf einem eigenen, unverr\u00fcckbaren Platz, weil jeder f\u00fcr sich von Gott geschaffen ist, einzeln und unverwechselbar. Die Gesichter der Mitfeiernden sehe ich \u00fcber den Altarraum hinweg, in einiger Entfernung. <b>Die R\u00fccken, die Flanken, die Gesichter, und alle sind ausgerichtet auf eine Mitte<\/b>: Zusammen sind wir die feiernde Gemeinde, versammelt um Christus.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2024\/novembre\/24\/_P_L7537.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"St. Hedwig: Blick in einen hellen, runden Sakralraum \" title=\"St. Hedwig: Blick in einen hellen, runden Sakralraum \"\/><\/p>\n<p>\n   St. Hedwig: Blick in einen hellen, runden Sakralraum \u00a0 (@J\u00f6rg Farys)\n  <\/p>\n<p>Rundkirchen geh\u00f6ren zum klassischen Repertoire der sakralen Architektur, waren aber von Anfang an selten. Die katholische Berliner St. Hedwigs-Kathedrale entstand Mitte des 18. Jahrhunderts <b>nach dem Vorbild des\u00a0Pantheons in Rom<\/b>. Ihr Zustand machte in den vergangenen Jahren eine Sanierung erforderlich, die innen zu einer Umgestaltung geriet. Erzbischof Koch bezog von Anfang an die Gl\u00e4ubigen mit ein, und \u00fcber viele Jahre reifte eine gemeinsame Entscheidung, die die meisten Gl\u00e4ubigen \u00fcberzeugte.<\/p>\n<p>\u201eEine Gruppe war unentschieden, <b>die anderen haben sich alle f\u00fcr die Neugestaltung ausgesprochen, und zwar zum Teil sehr deutlich<\/b>.\u00a0Das war f\u00fcr mich der Grund, voranzugehen. Meine eigene \u00dcberzeugung war: Dies ist eine gro\u00dfe Chance f\u00fcr die feiernde Gemeinde,\u00a0das Bistum aber vor allem im Hinblick auf die vielen Menschen, die nicht an Gott glauben.\u201c<\/p>\n<p>St. Hedwig ist ein Renner\u00a0 <\/p>\n<p>Berlin ist eine stark s\u00e4kularisierte Metropole. Zwei von drei Menschen in der deutschen Hauptstadt bekennen sich zu keiner Religion. Doch die Kathedrale auf dem Bebelplatz in Berlin-Mitte zieht viele an. Seit ihrer Wiederer\u00f6ffnung vor einem Jahr kamen 400.000 Menschen, sagte der Dompropst Tobias Przytarski. Sankt Hedwig ist ein Renner.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2025\/novembre\/23\/asdqwe.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Die Dombaumeisterin der Kathedrale von Berlin, Elena Cenci\" title=\"Die Dombaumeisterin der Kathedrale von Berlin, Elena Cenci\"\/><\/p>\n<p>\n   Die Dombaumeisterin der Kathedrale von Berlin, Elena Cenci \u00a0 (\u00a9Gudrun Sailer)\n  <\/p>\n<p>\u201eJetzt nach einem Jahr k\u00f6nnen wir feststellen: Das ist eine einladende Geste\u201c, h\u00e4lt die <b>Dombaumeisterin Elena Cenci f<\/b>est. Die italienische Architektin leitete den Umbau der Berliner Kathedrale und sieht in ihrer neuen Gestalt die Offenheit der Kirche gespiegelt. \u201eZun\u00e4chst erstmal durch das Portikus als Eingangsbereich, wo wir uns \u00f6ffnen zur Stadt,\u00a0wo wir durch diese gro\u00dfe Glasportale die Menschen wirklich einladen. Und dann auch mit dieser Anordnung der Sitzpl\u00e4tze der Gemeinde um den Altar herum. Diese Gesten und diese Wegf\u00fchrungen hei\u00dft willkommen. Man kann von einer freundlichen Innenraumsituation den Menschen gegen\u00fcber sprechen &#8211; auch f\u00fcr diejenigen, die uns nicht unbedingt als Gl\u00e4ubige besuchen.\u201c<\/p>\n<p>Erster Dombaumeister f\u00fcr St. Hedwig:\u00a0Elena Cenci <\/p>\n<p>St. Hedwig ist an die 250 Jahre alt und damit <b>recht jung im Vergleich zum K\u00f6lner Dom oder gar zu Kirchenbauten in Italien<\/b>. Einen Dombaumeister hatte die Berliner Kathedrale vor Elena Cenci nicht. Ihre Aufgabe definiert sie als zweifach: \u201edass die historische Bausubstanz in den Jahrhunderten,\u00a0die noch auf uns zukommen werden, erhalten bleibt. Und andererseits ist auch meine Aufgabe, dass diese Kathedrale eine Ankn\u00fcpfung findet an die Tradition der Bauh\u00fctten auf internationaler Ebene.\u201c<\/p>\n<p>Cenci stammt aus Livorno und kam gleich nach dem Abitur ins damals noch geteilte Berlin vor der Wende. Sie studierte Architektur auch in Venedig, doch es zog sie zur\u00fcck an die Spree, weil \u201ein dieser Stadt spannende Aufgaben auf mich gewartet haben &#8211; spannende Aufgaben in einer Phase, wo die Stadt durch die Wiedervereinigung\u00a0wieder zu einer Gro\u00dfstadt geworden ist\u00a0und wo f\u00fcr Architekten eine sehr intensive Zeit, auch viele Anregungen waren.\u201c\u00a0\u00a0<\/p>\n<blockquote>\n<p>\u201eIch f\u00fchle mich auch pers\u00f6nlich und als gl\u00e4ubige Katholikin ber\u00fchrt von dieser Aufgabe\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>An Museums- und Hotelbauten, auch an Wohnh\u00e4usern hat Elena Cenci mitgearbeitet. Aber ihr l\u00e4ngstes Engagement war das f\u00fcr Sankt Hedwig. \u201eWas mich an dieser Aufgabe reizt und das auch von Anfang an getan hat,\u00a0ist die Tatsache, dass es sich um eine katholische Kirche handelt. Ich f\u00fchle mich auch pers\u00f6nlich und als gl\u00e4ubige Katholikin ber\u00fchrt von dieser Aufgabe.\u00a0Und das ist eigentlich die wichtigste Voraussetzung meiner Arbeit hier.\u201c\u00a0<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2024\/novembre\/24\/csm_2024_Kathedrale_Bluhm_c5ca4daf7a.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Die Hedwigskathedrale von au\u00dfen\" title=\"Die Hedwigskathedrale von au\u00dfen\"\/><\/p>\n<p>\n   Die Hedwigskathedrale von au\u00dfen\n  <\/p>\n<p>(vatican news \u2013 gs)<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Berliner Erzbischof Heiner Koch sch\u00e4tzt seine Kathedrale als Ort der Liturgie und zeigt sich erfreut \u00fcber den&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":596796,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,29,30,6590,17447],"class_list":{"0":"post-596795","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-katholische-kirche","12":"tag-sakrale-kunst"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115599842000420494","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/596795","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=596795"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/596795\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/596796"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=596795"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=596795"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=596795"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}