{"id":597774,"date":"2025-11-24T02:21:27","date_gmt":"2025-11-24T02:21:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/597774\/"},"modified":"2025-11-24T02:21:27","modified_gmt":"2025-11-24T02:21:27","slug":"tatort-stuttgart-es-gibt-naemlich-keine-maennersachen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/597774\/","title":{"rendered":"&#8222;Tatort&#8220; Stuttgart: Es gibt n\u00e4mlich keine M\u00e4nnersachen"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Der ARD-Sonntagabendkrimi ist wie ein Adventskalender f\u00fcrs<br \/>\nganze Jahr. Jede Woche verbirgt sich eine neue \u00dcberraschung hinterm T\u00fcrchen.<br \/>\nNach dem <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/film\/2025-11\/tatort-schwarzwald-der-reini-obduktionsbericht\/komplettansicht\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">spannenden<br \/>\nSchwarzwald-Thriller vom vergangenen Sonntag<\/a> folgt mit Stuttgart ein<br \/>\nSchauplatz, <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/film\/2025-01\/tatort-stuttgart-verblendung-obduktionsbericht\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">der zuletzt brillierte<\/a>.<br \/>\nDiesmal aber nicht. Gar nicht.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00dcberlebe wenigstens bis morgen (Redaktion: Brigitte<br \/>\nDithard) hei\u00dft die Tatort-Folge, die von Einsamkeit handeln soll. Es<br \/>\ngeht um eine junge Frau namens Nelly Schl\u00fcter (Bayan Layla), die ihren Suizid<br \/>\ninszeniert, als w\u00e4re es ein Mord, damit ihre einst beste Freundin Fine (Trixi<br \/>\nStrobel) vor der Hochzeit mit Niclas (Louis Nitsche) mit nervigen Ermittlungen<br \/>\nund Verd\u00e4chtigungen behelligt wird. Das klappt dann aber nicht, weil die Leiche<br \/>\nvon Nelly erst viel sp\u00e4ter gefunden wird.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Weil der Tatort zumeist ein Whodunit ist, r\u00e4tseln die<br \/>\nKommissare Lannert (Richy M\u00fcller) und Bootz (Felix Klare) lange an einem Mord<br \/>\nrum. Nellys Ex-Freund Felix Vietze (Malik Blumenthal) macht sich verd\u00e4chtig,<br \/>\naus Sicht der Betrachterin vor allem durch konsequentes Unsympathischsein. \u00dcber ein &#8222;Einsamkeitsforum&#8220;, in dem Nelly unterwegs war, findet sich dann eine halbe T\u00e4terin \u2013 die<br \/>\nfiese Rike Singer (Melanie Straub), Ex-Mitarbeiterin der Forumsgr\u00fcnderin (Lana<br \/>\nCooper). Weil Singer, so die Legende, es selbst nicht schafft, sich umzubringen,<br \/>\ntreibt sie andere in den Tod.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Eine gewagte Konstruktion, weshalb der Hinweis auf Hilfsangebote<br \/>\nf\u00fcr Menschen mit Suizidgedanken sogar mitten im Film eingeblendet wird \u2013 ein<br \/>\nhoher Preis, sensible Themen zu triggern, mit einem Krimi, der seine eigenen<br \/>\nMittel so unsensibel gebraucht. Durch die Konstruktion mit dem<br \/>\nals Mord drapierten Suizid gibt \u00dcberlebe<br \/>\nwenigstens bis morgen schon mal Spannung ab \u2013 die krude Aufl\u00f6sung mit der Halbschuld der tr\u00fcben Ex-Mitarbeiterin l\u00e4sst das Ende unbefriedigend<br \/>\nerscheinen.\n<\/p>\n<p>                            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/square__999999__64x64.jpeg\"  alt=\"&quot;Tatort&quot; Stuttgart: Matthias Dell schreibt seit 2010 w\u00f6chentlich \u00fcber &quot;Tatort&quot; und &quot;Polizeiruf 110&quot;. Auf ZEIT ONLINE seit 2016 in der Kolumne &quot;Der Obduktionsbericht&quot;.\" width=\"64\" height=\"64\" loading=\"lazy\" class=\"portraitbox__image\"\/><br \/>\n                            Matthias Dell<\/p>\n<p>schreibt seit 2010 w\u00f6chentlich \u00fcber Tatort und Polizeiruf 110. Auf zeit.de seit 2016 in der Kolumne Der Obduktionsbericht.<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Dass dieser Tatort nichts mehr wird, merkt man leider relativ schnell. Keine<br \/>\nFigur ist auf irgendeine Weise reizvoll oder auch nur pr\u00e4gnant (Besetzung:<br \/>\nDeborah Congia, Regie: Milena Aboyan). In zahlreichen R\u00fcckblicken sitzt Nelly Schl\u00fcter als Frau um die 30 allein in einer Riesenwohnung, deren Einrichtung<br \/>\ndanach aussieht, als wohnten hier, wenn keine Dreharbeiten darin stattfinden,<br \/>\ndeutlich \u00e4ltere Personen mit alten Holzschr\u00e4nken und einer Bibliothek, die<br \/>\nwom\u00f6glich noch antiquarischen Wert hat (Szenenbild: Anette Reuther). Auf dem<br \/>\nRevier kommen t\u00fcrkisfarbene Ikea-Kaffeetassen zum Einsatz, die einen Ticken zu gut<br \/>\nmit den gelben St\u00fchlen harmonieren, um so etwas Allt\u00e4gliches wie B\u00fcro zu<br \/>\nerz\u00e4hlen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Das Kost\u00fcmbild (Tanja Gierich) sendet ebenfalls<br \/>\nwiderspr\u00fcchliche Signale, weil es etwa keine modische Chemie zwischen den<br \/>\nPaaren aufkommen l\u00e4sst. Bootz tr\u00e4gt nicht nur seine Signature-Lederjacke,<br \/>\nsondern auch mal schwarz, was ihn neben dem eh auf gedeckte Farben und Dezenz<br \/>\ngetrimmten Lannert wie den zweiten Bestatter aussehen l\u00e4sst. Musik (Kilian<br \/>\nOser) gibt es auch.\u00a0\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0ZEIT ONLINE<\/p>\n<p>\n                                        Newsletter<br \/>\n                                        Was wir lesen \u2013 Der ZEIT-Literaturnewsletter<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">Im kostenlosen Literaturnewsletter erz\u00e4hlen ZEIT-Journalistinnen, Schauspieler, Politikerinnen und andere Leser \u00fcber die B\u00fccher, die sie gerade begeistern. Jetzt anmelden!<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__datapolicy\" hidden=\"\">\n            Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die <a href=\"https:\/\/datenschutz.zeit.de\/zon#Newsletter\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a><br \/>\n     zur Kenntnis.\n        <\/p>\n<p>    Vielen Dank! Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.<\/p>\n<p>Pr\u00fcfen Sie Ihr Postfach und best\u00e4tigen Sie das Newsletter-Abonnement.<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Das Drehbuch weidet sich an abgegrasten Standardsituationen.<br \/>\nDer Rechtsmediziner (J\u00fcrgen Hartmann) erkl\u00e4rt zu weitschweifig (&#8222;Muss es<br \/>\ndenn so ausf\u00fchrlich sein?&#8220;), der Kommissar hat nach der Begegnung mit den<br \/>\nEltern (Idil \u00dcner, Robert Kuchenbuch) umgehend Fall (&#8222;Ich w\u00fcrde mir<br \/>\nbestimmt auch gro\u00dfe Vorw\u00fcrfe machen&#8220;), die Digitalkultur wird angeguckt<br \/>\nund besprochen, als w\u00e4re es 1950 (&#8222;Wir sind gerade im Darknet<br \/>\nunterwegs&#8220;). Das &#8222;Thema&#8220; kommt vor durch Schlagworts\u00e4tze, die aus Beratungsstellenbrosch\u00fcren gecopypastet wurden (&#8222;Einsamkeit ist kein Privileg der Alten mehr&#8220;).\n<\/p>\n<p>                            War in einem &#8222;Einsamkeitsforum&#8220; unterwegs: Nelly (Bayan Layla)             \u00a9\u00a0SWR\/\u200bBeno\u00eet Linder<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Und manchmal will der Film auch lustige Spr\u00fcche klopfen: &#8222;Herzlich<br \/>\nwillkommen! Gut, herzlich ist vielleicht bisschen \u00fcbertrieben&#8220;, begr\u00fc\u00dft Bootz<br \/>\ndie neue Kollegin Elvira M\u00f6bius (Daniela Holtz), die als absurde Figur mit<br \/>\nbreitester Mundart durch diesen Krimi t\u00f6nt. Eine Frau in ihren Vierzigern, der<br \/>\nnichts peinlich sein soll \u2013 sie singt den Kommissaren das titelgebende <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=XM7WGL5ftNI\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gundermann-Lied<\/a> vor oder<br \/>\ntr\u00e4gt ihre Attraktionssehnsucht auf der Zunge (&#8222;So hat mich schon lange<br \/>\nkein Mann mehr angesehen&#8220;). Die<br \/>\nKommissarin ist so grobschl\u00e4chtig entworfen und so unentschieden inszeniert,<br \/>\ndass sich schwer sagen l\u00e4sst, was an ihr komisch und was ernst gemeint ist. In<br \/>\nder K\u00fcnstlichkeit der B\u00fcroinszenierung wirkt sie im Versuch, Peinlichkeit<br \/>\ndarzustellen, leider zumeist peinlich. Ein leichtes Objekt f\u00fcr den Spott<br \/>\nder M\u00e4nner.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Was \u00dcberlebe wenigstens bis morgen f\u00fcr einen Tatort<br \/>\nqualifizieren konnte, bleibt einigerma\u00dfen r\u00e4tselhaft. Keine k\u00fcnstlerische<br \/>\nEntscheidung in diesem Film wirkt \u00fcberzeugend. Und das, wo der<br \/>\nARD-Sonntagabendkrimi doch zu den Projekten geh\u00f6rt, mit denen sich der<br \/>\n\u00f6ffentlich-rechtliche Senderverbund im Kampf um die Aufmerksamkeit einer stark<br \/>\nfragmentierten Mediengesellschaft behaupten will. W\u00e4re da nicht mehr drin?\n<\/p>\n<p>            Drei &#8222;Tatort&#8220;-S\u00e4tze f\u00fcrs richtige Leben:<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Eine Auskunft, mit der man in Videokonferenzen aufmerksam machen kann: &#8222;Ghosting gab es auch schon zu meiner Zeit.&#8220;<\/p>\n<p>Ein Satz, der aus Kollegen Freunde macht: &#8222;Geht\u2019s vielleicht auch mal ohne Beleidigung?&#8220;<\/p>\n<p>Ein Graffito, das jedes Wohnzimmer schm\u00fcckt: &#8222;Was ist denn das f\u00fcr eine dumme Frage?&#8220;<br \/>\u00a0\n<\/p>\n<p>        Berichterstattung \u00fcber Suizid<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">DIE\u00a0ZEIT\u00a0geht behutsam mit dem Thema Suizid um. Denn bestimmte Formen der Berichterstattung k\u00f6nnen zu Nachahmungsreaktionen f\u00fchren. In der Wissenschaft nennt man dieses Ph\u00e4nomen\u00a0<strong>Werther-Effekt<\/strong>, in Anlehnung an Goethes Roman Die Leiden des jungen Werthers, nach dessen Ver\u00f6ffentlichung sich eine Reihe junger M\u00e4nner das Leben nahm. Zu Nachahmungsreaktionen kam es beispielsweise auch 2009, nachdem der deutsche Nationaltorwart\u00a0<strong>Robert Enke<\/strong>\u00a0sein Leben beendet hatte.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Studien zeigen, dass vor allem eine h\u00e4ufige, prominente, rei\u00dferische oder heroisierende Berichterstattung \u00fcber Suizid zu Nachahmung verleitet. Vor allem Ort und Methode eines Suizids sollen nicht n\u00e4her benannt werden. Das empfiehlt auch der Deutsche Presserat.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">V\u00f6llig ausklammern wird DIE ZEIT das Thema Suizid nicht, da es <strong>gesellschaftlich relevant ist und viele Menschen betrifft.\u00a0<\/strong>\n<\/p>\n<p>        Hilfe holen bei Suizidgedanken<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Suizidgedanken k\u00f6nnen einem Teufelskreis \u00e4hneln: Sie dr\u00e4ngen sich auf und scheinen dann unaufhaltsam. Doch sie lassen sich\u00a0<strong>durchbrechen<\/strong>\u00a0und sind\u00a0<strong>zeitlich begrenzt<\/strong><strong>.<\/strong>\u00a0Betroffene berichten im Nachhinein, dass sie froh sind, am Leben zu sein. Suizidalit\u00e4t l\u00e4sst sich also \u00fcberwinden.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\"><strong>Es hilft, mit anderen Menschen dar\u00fcber zu sprechen<\/strong><strong>.<\/strong>\u00a0Das k\u00f6nnen Freunde oder Verwandte sein. Es gibt aber auch Hilfsangebote wie die\u00a0<strong>Telefonseelsorge<\/strong><strong>.<\/strong>\u00a0Sie ist rund um die Uhr erreichbar unter den Telefonnummern\u00a0<strong>0800-1110111<\/strong>\u00a0und\u00a0<strong>0800-1110222<\/strong><strong>.<\/strong>\u00a0Jeder Anruf ist anonym und kostenlos. Wem Schreiben leichter f\u00e4llt, kann die Berater auch\u00a0<strong>per Chat\u00a0<\/strong>erreichen. Daf\u00fcr gen\u00fcgt\u00a0<a href=\"http:\/\/www.telefonseelsorge.de\/chat\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>\u00a0eine kurze Anmeldung.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">F\u00fcr Kinder und Jugendliche gibt es au\u00dferdem die Nummer gegen Kummer 116111. F\u00fcr Eltern gibt es die 0800-1110550. Speziell an M\u00e4nner richtet sich die Website www.maenner-staerken.de. Das muslimische Seelsorgetelefon ist unter 030-443509821 erreichbar.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Direkte Anlaufstellen sind\u00a0<strong>Haus\u00e4rztinnen und Haus\u00e4rzte<\/strong><strong>.<\/strong>\u00a0Deutschlandweit gibt es au\u00dferdem\u00a0<strong>Beratungsstellen,\u00a0<\/strong>die auf Suizidalit\u00e4t spezialisiert sind. Eine \u00dcbersicht bietet\u00a0<a href=\"http:\/\/www.suizidprophylaxe.de\/hilfsangebote\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>\u00a0die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Suizidpr\u00e4vention.\n<\/p>\n<p>        Suizidgefahr erkennen<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Ursachen f\u00fcr Suizidgedanken sind vielf\u00e4ltig. Sie k\u00f6nnen\u00a0<strong>Folge einer psychischen Erkrankung<\/strong>\u00a0sein. Doch auch andere\u00a0<strong>belastende Umst\u00e4nde<\/strong>\u00a0k\u00f6nnen zu schweren seelischen Krisen f\u00fchren: zum Beispiel der Verlust eines geliebten Menschen, des Arbeitsplatzes oder eine k\u00f6rperliche Erkrankung. Meistens kommen viele Faktoren zusammen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Etwa 80 Prozent aller Suizidversuche\u00a0<strong>werden zuvor angek\u00fcndigt.<\/strong>\u00a0Hinweise darauf sind nicht nur klare \u00c4u\u00dferungen, sondern auch indirekte wie &#8222;Es hat alles keinen Sinn mehr&#8220; oder &#8222;Ich f\u00fchle mich gefangen&#8220;. Ein\u00a0<strong>Warnsignal<\/strong>\u00a0k\u00f6nnen auch bestimmte Verhaltensweisen sein. So wollen suizidgef\u00e4hrdete Menschen h\u00e4ufig ihre Angelegenheiten ordnen: Sie verschenken zum Beispiel Wertgegenst\u00e4nde oder verabschieden sich ungew\u00f6hnlich. Einige Menschen wirken pl\u00f6tzlich erleichtert, wenn sie einen Suizidplan gefasst haben. H\u00e4ufig wird ein solcher Umschwung als Besserung missinterpretiert, er sollte aber aufhorchen lassen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Generell gilt:\u00a0<strong>Ansprechen und Nachfragen kann Leben retten.<\/strong>\n<\/p>\n<p>        Was Angeh\u00f6rige tun k\u00f6nnen<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Wer den Verdacht hat, dass ein Familienmitglied, eine Freundin oder ein Bekannter an Suizid denkt, sollte ihn oder sie darauf ansprechen und dabei unterst\u00fctzen, professionelle Hilfe zu finden. Dass durch das Ansprechen ein Suizid erst ausgel\u00f6st werden kann, ist falsch und ein Mythos. Vielmehr bringt es Betroffenen\u00a0<strong>Entlastung<\/strong><strong>,<\/strong>\u00a0ihre Gedanken auszusprechen.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\"><strong>Hilfreiche Tipps\u00a0<\/strong>f\u00fcr ein solches Gespr\u00e4ch\u00a0hat zum Beispiel die Suizidpr\u00e4vention Berlin\u00a0<a href=\"http:\/\/www.suizidpraevention-berlin.de\/darueber-sprechen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>\u00a0gesammelt. Unterst\u00fctzung f\u00fcr Angeh\u00f6rige bietet die\u00a0<strong>Telefonseelsorge<\/strong>\u00a0(siehe oben) oder der Bundesverband der Angeh\u00f6rigen psychisch erkrankter Menschen unter der Telefonnummer\u00a0<strong>0228-71002424<\/strong>\u00a0oder der E-Mail-Adresse\u00a0<strong>seelefon@bapk.de.<\/strong>\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\"><strong>Von jedem Suizid sind zahlreiche Personen betroffen:<\/strong>\u00a0Mitmenschen aus Familien- und Freundeskreis, aus Kollegium, Schule, Nachbarschaft, Vereinen. Sie k\u00f6nnen durch einen Suizid selbst in eine schwere Krise geraten. Hilfe f\u00fcr Hinterbliebene bietet der Verband Agus unter der Telefonnummer\u00a0<strong>0921-1500380<\/strong>\u00a0oder der E-Mail-Adresse\u00a0<strong>kontakt@agus-selbsthilfe.de.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der ARD-Sonntagabendkrimi ist wie ein Adventskalender f\u00fcrs ganze Jahr. 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