{"id":598237,"date":"2025-11-24T07:29:18","date_gmt":"2025-11-24T07:29:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/598237\/"},"modified":"2025-11-24T07:29:18","modified_gmt":"2025-11-24T07:29:18","slug":"stabile-ms-absetzen-bleibt-riskant","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/598237\/","title":{"rendered":"Stabile MS: Absetzen bleibt riskant"},"content":{"rendered":"<p class=\"&#10;                 &#10;                 &#10;                font-bold &#10;                 &#10;                 &#10;            \"><strong>Das Absetzen einer krankheitsmodifizierenden Therapie bei stabiler Multipler Sklerose (MS) ist kaum erforscht. Die DOT-MS-Studie liefert nun erstmals eine verl\u00e4ssliche Entscheidungsgrundlage.<\/strong><\/p>\n<p><img alt=\"Das Absetzen einer MS-Therapie geht mit Risiken einher.\" fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" data-nimg=\"fill\" class=\"object-cover\" style=\"position:absolute;height:100%;width:100%;left:0;top:0;right:0;bottom:0;color:transparent\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/1763969358_113_\"\/><\/p>\n<p>redaktion93\/stock.adobe.com<\/p>\n<p class=\"&#10;                 &#10;                 &#10;                 &#10;                 &#10;                 &#10;            \">Die niederl\u00e4ndische <a href=\"https:\/\/jamanetwork.com\/journals\/jamaneurology\/fullarticle\/10.1001\/jamaneurol.2024.4164\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">randomisierte und Bewerter-verblindete Nichtunterlegenheitsstudie (1)<\/a> pr\u00fcfte, ob Patienten mit <strong>seit mindestens f\u00fcnf Jahren stabiler schubf\u00f6rmig remittierender MS<\/strong> ihre Erstlinientherapie (DMT) sicher beenden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"&#10;                 &#10;                 &#10;                 &#10;                 &#10;                 &#10;            \">Der <strong>prim\u00e4re Endpunkt<\/strong> war das Auftreten signifikanter Krankheitsaktivit\u00e4t, definiert als klinischer MS-R\u00fcckfall, drei oder mehr neue T2-L\u00e4sionen oder zwei oder mehr kontrastmittelanreichernde MRT-L\u00e4sionen.<\/p>\n<p class=\"&#10;                 &#10;                 &#10;                 &#10;                 &#10;                 &#10;            \">Von den 89 Teilnehmenden (67,4% Frauen, medianes Alter 54 Jahre) setzten 45 die Therapie ab, w\u00e4hrend 44 sie fortf\u00fchrten. Nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 15,3 Monaten (IQR: 11,4\u201323,9) wurde die Studie wegen <strong>signifikanter Krankheitsaktivit\u00e4t in der Absetzgruppe<\/strong> vorzeitig abgebrochen. Urspr\u00fcnglich war eine Laufzeit von 3,5 Jahren geplant.<\/p>\n<p class=\"&#10;                 &#10;                 &#10;                 &#10;                 &#10;                 &#10;            \">In der Absetzgruppe zeigten 8 von 45 Teilnehmenden (17,8%) signifikante Krankheitsaktivit\u00e4t. In der Fortsetzungsgruppe trat bei keinem der 44 Betroffenen Krankheitsaktivit\u00e4t auf (p <\/p>\n<p class=\"&#10;                 &#10;                 &#10;                 &#10;                 &#10;                 &#10;            \">Trotz der kleinen Studienkohorte war die Entz\u00fcndungsrate in der Absetzgruppe deutlich h\u00f6her als in der Weiterbehandlungsgruppe und auch h\u00f6her als in der DISCOMS-Studie, die nur Personen ab 55 Jahren untersuchte, berichten die Forschenden.<\/p>\n<p class=\"&#10;                 &#10;                 &#10;                 &#10;                 &#10;                 &#10;            \">Eine wichtige Erkenntnis beider Studien: <strong>Klinische R\u00fcckf\u00e4lle traten nach dem Absetzen selten auf. <\/strong>Meist entdeckten routinem\u00e4\u00dfige MRT-Scans die Krankheitsaktivit\u00e4t.<\/p>\n<p class=\"&#10;                 &#10;                 &#10;                 &#10;                 &#10;                 &#10;            \">Die Forschenden stellten zudem fest, dass sich die meisten Teilnehmenden innerhalb von sechs Monaten nach Wiederaufnahme der DMT stabilisierten. Die Entscheidung zum Absetzen der Therapie sollte <strong>individuell getroffen werden<\/strong>, schreiben die Autoren. Dabei sind Alter und Krankheitsstabilit\u00e4t entscheidende Faktoren.<\/p>\n<p class=\"&#10;                 &#10;                 &#10;                 &#10;                 &#10;                 &#10;            \">Neben den Daten aus DISCOMS und DOT-MS weisen <strong>Real-World-Daten<\/strong> und der <strong>VIAADISC-Risiko-Score<\/strong> auf ein <strong>geringes Risiko einer Krankheitsreaktivierung<\/strong> bei Betroffenen ab 55 bis 60 Jahren hin, insbesondere bei langfristiger Stabilit\u00e4t (\u22658 Jahre). Das Absetzen von Therapien wie Natalizumab oder S1P-Modulatoren bleibt jedoch wegen m\u00f6glicher Rebound-Aktivit\u00e4t riskant.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Absetzen einer krankheitsmodifizierenden Therapie bei stabiler Multipler Sklerose (MS) ist kaum erforscht. 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