{"id":599056,"date":"2025-11-24T15:56:13","date_gmt":"2025-11-24T15:56:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/599056\/"},"modified":"2025-11-24T15:56:13","modified_gmt":"2025-11-24T15:56:13","slug":"the-tide-am-theater-bremen-na-schnucki-wie-laeufts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/599056\/","title":{"rendered":"The Tide\u201c am Theater Bremen: \u201eNa, Schnucki, wie l\u00e4uft\u2018s?\u201c"},"content":{"rendered":"<ol class=\"id-DonaldBreadcrumb lp_west_breadcrumb id-DonaldBreadcrumb--default\" data-k5a-pos=\"west_breadcrumb\">\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.kreiszeitung.de\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"1_startseite\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Startseite<\/a><\/li>\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.kreiszeitung.de\/kultur\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"2_kultur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kultur<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"id-Story-timestamp id-Story-timestamp--default\">Stand: 24.11.2025, 16:41 Uhr<\/p>\n<p class=\"id-Story-authors id-Story-authors--default\">Von: <a class=\"id-Story-authors-link lp_west_author\" href=\"https:\/\/www.kreiszeitung.de\/autor\/andreas-schnell-8q04mrvf6.html\" title=\"Zur Autorenseite von Andreas Schnell\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" author-link=\"\" schnell=\"\" data-k5a-pos=\"west_author\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Andreas Schnell<\/a><\/p>\n<p class=\"id-Story-interactionBar id-Story-interactionBar--default\">DruckenTeilen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/40575179-softness-das-ensemble-von-the-tide-e7a.jpg\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\"   height=\"792\" width=\"1408\" alt=\"Menschen\"\/>Softness: das Ensemble von \u201eThe Tide\u201c. \u00a9\u00a0J\u00f6rg Landsberg<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-leadText\">Was an diesem unwiderstehlichen, gar nicht leicht in Worte zu fassenden Abend besticht, ist so einiges: Die Z\u00e4rtlichkeit, der Humor, die Freude am Spiel, manchmal auch mit Slapstick-Einlagen, aber ohne Schadenfreude, die Zugewandtheit des elfk\u00f6pfigen Ensembles, das sich aus Teilen der \u201eUnusual Symptoms\u201c und T\u00e4nzern und T\u00e4nzerinnen des inklusiven Projekts \u201etanzbar bremen\u201c zusammensetzt. Die beiden jeweils sehr eigenen Gruppen lernten sich erst bei den Proben f\u00fcr \u201eThe Tide\u201c, ein St\u00fcck des Choreografen Josep Caballero Garc\u00eda, kennen.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\"><strong>Bremen \u2013<\/strong> \u201eThe Tide\u201c, das englische Wort f\u00fcr die Gezeiten, steht f\u00fcr den Rhythmus von Flut und Ebbe, f\u00fcr eine nicht immer freundliche Umgebung, zu der sich Menschen verhalten m\u00fcssen, um nicht unterzugehen. Was nach Kampf klingt, so in etwa die Grundthese des Abends, l\u00e4sst sich vielleicht auch anders bew\u00e4ltigen. \u201eSoftness, fragiles Miteinander und N\u00e4he\u201c sind drei Begriffe, die im Abendzettel \u00fcber einem Text von Anne Kersting stehen, die mit Gregor Runge die Dramaturgie des Abends gestaltet hat.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Man muss das allerdings nicht unbedingt wissen, um an \u201eThe Tide\u201c gro\u00dfe Freude zu haben. Von Beginn an verstr\u00f6mt der Abend etwas, was mit dem viel strapazierten Begriff der Leichtigkeit recht gut zu fassen ist. Aus Stoffbahnen, die von der Decke h\u00e4ngen, knoten die T\u00e4nzerinnen und T\u00e4nzer eine Art Schaukel, in der sie sich nacheinander mit viel Lust bewegen und bewegen lassen, immer mal wieder kurz vor dem Fall, aber die anderen fangen die Fallenden auf. Nach einer Weile beginnt Nora Ronge eine Schrittfolge, nach und nach gesellen sich die anderen dazu, \u201ef\u00fcnf, sechs, sieben, acht, to the front\u201c, bis sie, alle elf, in einer Reihe den Anweisungen folgen.<\/p>\n<p>Abgeordnete aus einer anderen Welt<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Nach einer Weile l\u00f6st sich die Reihe wieder in ihre Einzelteile auf, hier wird geschaukelt, dort dreht sich jemand um die eigene Achse, h\u00fcben wird an den Stoffbahnen geturnt, dann bildet sich wieder eine Kette, die T\u00e4nzerinnen und T\u00e4nzer ziehen am Publikum vorbei, ratlos mit den Schultern zuckend, Blickkontakt suchend, still l\u00e4chelnd, wie Abgeordnete aus einer anderen Welt, die freundlich ihren Platz suchen. Wieder Aufl\u00f6sung, und so geht es die \u00fcbrige Zeit des 70-min\u00fctigen Abends, hinein ins Publikum und wieder heraus, manchmal \u00fcber eine lange Rutsche, die \u00fcber die Trib\u00fcne l\u00e4uft. N\u00e4he, Distanz und erneute Ann\u00e4herung ziehen sich so durch die Choreografie, die jedem und jeder Raum l\u00e4sst, ohne dass der gemeinsame Gestus, der ausgesprochen spielerische Umgang miteinander verloren ginge.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Neben Ronge sind Aaron Samuel Davis, Maria Pasadaki, Andor Rusu, Waithera Lena Schreyeck, Young-Won Song und Csenger K. Szab\u00f3 von den \u201eUnusual Symptoms\u201c dabei, von \u201etanzbar bremen\u201c kommen Amelie Gerdes, Till Krumwiede, Oskar Spatz und Adrian Wenzel. <a href=\"https:\/\/www.kreiszeitung.de\/kultur\/so-entsteht-repraesentation-wie-ein-programm-die-inklusion-am-theater-vorangebracht-hat-94034643.html\" class=\"id-import-Link\" data-id-ec=\"{&quot;sht&quot;:&quot;Container&quot;,&quot;shn&quot;:&quot;Story&quot;,&quot;p&quot;:{&quot;containerType&quot;:&quot;Paragraph&quot;,&quot;displayType&quot;:&quot;Paragraph InlineLink&quot;,&quot;type&quot;:&quot;INLINE_LINK&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Sie alle sind als T&#xE4;nzerinnen und T&#xE4;nzer hier so sehr Individuen&quot;,&quot;variant&quot;:&quot;standardLink&quot;,&quot;sponsored&quot;:false,&quot;linkHref&quot;:&quot;https:\/\/www.kreiszeitung.de\/kultur\/so-entsteht-repraesentation-wie-ein-programm-die-inklusion-am-theater-vorangebracht-hat-94034643.html&quot;,&quot;storyElementPosition&quot;:14,&quot;storyElementCount&quot;:19}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sie alle sind als T\u00e4nzerinnen und T\u00e4nzer hier so sehr Individuen<\/a> wie Teile eines gro\u00dfen Ganzen, wobei Adrian Wenzel dann doch in einem recht markanten Alleingang die direkte Ansprache sucht: \u201eNa, Schnucki, wie l\u00e4uft\u2018s?\u201c, fragt er zum gro\u00dfen Vergn\u00fcgen des Publikums eine Reihe der Anwesenden.<\/p>\n<p>Schaumstoffteile und Spannbettlaken<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Sehenswert sind auch die Kost\u00fcme von Janne Plutat, die in zarten Farben und flie\u00dfenden Formen die Farben des Raumes, den Garc\u00eda gestaltet hat, aufnehmen, w\u00e4hrend sich die Musik von Janis Elias-M\u00fcller zwischen hingetupfter Elektronik und manchmal bis ins Bedrohliche anschwellendem Wellenrauschen und Regenprasseln bewegt. Die Softness, die Dramaturgin Kersting erw\u00e4hnt, findet ihren Ausdruck besonders sinnf\u00e4llig gegen Ende, als sich das Ensemble mit Schaumstoffteilen und Spannbettlaken in knuffige, munter umherfallende und kollidierende Wesen verwandelt, im einem Fall als wandelndes Doppelbett.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">F\u00fcr den inklusiven Charakter gibt es derweil nicht nur ein Early Boarding f\u00fcr Menschen mit Beeintr\u00e4chtigung, sondern auch Sitzs\u00e4cke f\u00fcr jene, die auf den Kissen und St\u00fchlen nicht sitzen k\u00f6nnen. Auch hier also ein Augenmerk auf einen aufmerksamen Umgang miteinander \u2013 und auf \u201esoftness\u201c.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Die n\u00e4chsten Termine: Samstag, 29.\u2009November, Donnerstag, 4.\u2009Dezember, Montag, 22.\u2009Dezember, Montag, 29.\u2009Dezember, 19.30\u2009Uhr, Kleines Haus, Theater Bremen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Startseite Kultur Stand: 24.11.2025, 16:41 Uhr Von: Andreas Schnell DruckenTeilen Softness: das Ensemble von \u201eThe Tide\u201c. \u00a9\u00a0J\u00f6rg Landsberg&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":599057,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1824],"tags":[2420,3364,29,30],"class_list":{"0":"post-599056","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bremen","8":"tag-bremen","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115605497171766105","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/599056","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=599056"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/599056\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/599057"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=599056"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=599056"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=599056"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}