{"id":599174,"date":"2025-11-24T17:08:13","date_gmt":"2025-11-24T17:08:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/599174\/"},"modified":"2025-11-24T17:08:13","modified_gmt":"2025-11-24T17:08:13","slug":"teurere-abos-fuer-musik-auf-dem-iphone-sammelklage-gegen-apple-in-frankreich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/599174\/","title":{"rendered":"Teurere Abos f\u00fcr Musik auf dem iPhone: Sammelklage gegen Apple in Frankreich"},"content":{"rendered":"<p>Die drakonischen App-Store-Regeln f\u00fcr In-App-K\u00e4ufe k\u00f6nnten f\u00fcr Apple ein weiteres kostspieliges Nachspiel in Europa haben. Franz\u00f6sische Verbrauchersch\u00fctzer werfen dem Konzern vor, durch seine Vorgaben Musik-Streaming-Abos anderer Anbieter k\u00fcnstlich verteuert zu haben. Eine Sammelklage soll daf\u00fcr sorgen, dass franz\u00f6sische iPhone-Nutzer, die einen Streaming-Dienst abonniert haben oder hatten, f\u00fcr die m\u00f6glicherweise \u00fcber Jahre zu viel gezahlten Betr\u00e4ge entsch\u00e4digt werden, <a href=\"https:\/\/www.clcv.org\/articles\/marche-du-streaming-la-clcv-lance-une-action-de-groupe-contre-apple-pour-les-pratiques-mises-en-oeuvre-sur-lapp-store\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">wie der Verband Consommation, Logement et Cadre de Vie (CLCV) am Montag mitteilte<\/a>.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Apple \u2013 Provision und Schweigegebot<\/p>\n<p>Da Apple f\u00fcr In-App-K\u00e4ufe digitaler Inhalte eine Provision von bis zu 30 Prozent einbeh\u00e4lt und Anbietern zugleich lange strikt untersagt hat, auf g\u00fcnstigere Abom\u00f6glichkeiten etwa im Web zu verweisen, reichen Streaming-Dienste die Kosten gern an die Kunden durch. Schlie\u00dft der Nutzer ein Abo bequem in der iOS-App ab, bezahlt er dadurch mitunter \u00fcber 30 Prozent mehr \u2013 so auch in Deutschland seit Jahren etwa bei Deezer oder f\u00fcr YouTube Music. Gro\u00dfe Streaming-Dienste wie Spotify haben Apples In-App-Kaufschnittstelle schon vor l\u00e4ngerem aus ihren Apps geworfen, um keine Provision mehr zahlen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Kartellrechtswidrige-Apple-Vorschriften-Bruessel-verhaengt-Milliardenstrafe-9645454.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Apples Schweigegebot f\u00fcr App-Anbieter hat die EU-Kommission im vergangenen Jahr als kartellrechtswidrig eingestuft und eine Rekordstrafe in H\u00f6he von 1,8 Milliarden Euro<\/a> gegen den Konzern verh\u00e4ngt. &#8222;Apple hat ein Jahrzehnt lang seine beherrschende Stellung auf dem Markt f\u00fcr den Vertrieb von Musikstreaming-Apps \u00fcber seinen App Store missbraucht&#8220;, lautet die Begr\u00fcndung f\u00fcr die hohe Geldbu\u00dfe. Apple hat Berufung eingelegt und betonte im Anschluss, die Entscheidung beruhe &#8222;nicht auf geltendem Wettbewerbsrecht&#8220;. Parallel lockerte der Konzern das umstrittene Schweigegebot, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Nach-EU-Milliardenstrafe-gegen-Apple-Spotify-darf-Preise-in-App-nennen-9835057.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">sodass Apps inzwischen in der EU etwa auf billigere Angebote im Web verweisen d\u00fcrfen<\/a>. Wird ein solches externes Kaufangebot in der App verlinkt, gelten allerdings zus\u00e4tzliche Bedingungen \u2013 und Apple fordert weiter eine Provision ein. Auch diesbez\u00fcglich l\u00e4uft noch eine Untersuchung der EU-Kommission.<\/p>\n<p>Verbrauchersch\u00fctzer: Doppelter Schaden f\u00fcr Kunden<\/p>\n<p>Apples Regeln h\u00e4tten nicht nur den Anbietern, sondern auch den Endkunden geschadet, argumentieren die Verbrauchersch\u00fctzer. Diesen sei durch die monatlichen Mehrkosten ein finanzieller Schaden entstanden sowie obendrein ein immaterieller Schaden, weil Apple Informationen blockiert und damit letztlich die Wahlfreiheit eingeschr\u00e4nkt habe. Alle franz\u00f6sischen Apple-Nutzer, die zwischen 2011 und 2025 einen oder mehrere der Streaming-Dienste Deezer, Spotify, YouTube Music, Tidal oder Qobuz in der iOS-App abonniert haben, sollen deshalb eine Entsch\u00e4digung erhalten, so die Forderung.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:lbe@heise.de\" title=\"Leo Becker\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">lbe<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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