{"id":599472,"date":"2025-11-24T19:59:14","date_gmt":"2025-11-24T19:59:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/599472\/"},"modified":"2025-11-24T19:59:14","modified_gmt":"2025-11-24T19:59:14","slug":"kehrt-frankreich-diese-woche-zum-militaerdienst-zurueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/599472\/","title":{"rendered":"Kehrt Frankreich diese Woche zum Milit\u00e4rdienst zur\u00fcck?"},"content":{"rendered":"<p>\n  Von&amp;nbsp<b>Euronews<\/b>\n<\/p>\n<p>\n         Zuerst ver\u00f6ffentlicht am<br \/>\n            24\/11\/2025 &#8211; 20:02 MEZ\n            <\/p>\n<p>Wird es nun konkret? Pr\u00e4sident Emmanuel Macron k\u00f6nnte in den kommenden Tagen die Einf\u00fchrung eines freiwilligen Milit\u00e4rdienstes in Frankreich ank\u00fcndigen. Zwar gibt es noch keine offizielle Best\u00e4tigung, doch mehrere Medien nennen bereits den kommenden Donnerstag als m\u00f6gliches Datum. <\/p>\n<p>Die allgemeine Wehrpflicht war 1997 unter Pr\u00e4sident Jacques Chirac abgeschafft worden.<\/p>\n<p>&#8222;In der Welt, in der wir leben \u2013 voller Ungewissheiten und steigender Spannungen \u2013, m\u00fcssen wir, wenn wir wirklich sicher sein wollen, den anderen davon abhalten, zu kommen (&#8230;). Frankreich muss eine starke Nation bleiben, mit einer starken Armee, aber auch mit der F\u00e4higkeit zu einem gemeinsamen Kraftakt&#8220;, erkl\u00e4rte Macron am Samstag am Rande des G20-Gipfels in Johannesburg, S\u00fcdafrika.<\/p>\n<p><strong>&#8222;Uns wehtun, um zu sch\u00fctzen, was wir sind&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Bereits im Juli hatte Thierry Burkhard, damals Generalstabschef, in einer Pressekonferenz die Bedrohungen f\u00fcr Frankreich erl\u00e4utert und erkl\u00e4rt, Russland habe das Land zu &#8222;einem seiner priorit\u00e4ren Ziele&#8220; gemacht.<\/p>\n<p>In dieser Woche wandte sich sein Nachfolger,<a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2025\/11\/21\/nato-russland-frankreich-skandal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> <strong>General Fabien Mandon, mit ernsten Worten an die B\u00fcrger Frankreichs<\/strong><\/a>: &#8222;Was uns fehlt, ist die Seelenst\u00e4rke, uns wehzutun, um zu sch\u00fctzen, was wir sind {\u2026}. Wenn unser Land schw\u00e4chelt, weil es nicht bereit ist, den Verlust seiner Kinder zu akzeptieren und wirtschaftliche Einbu\u00dfen zu ertragen {\u2026}, dann geraten wir in Gefahr.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Viele Nachbarl\u00e4nder in Europa f\u00fchren derzeit wieder einen Nationaldienst ein&#8220;, erkl\u00e4rte der Generalstabschef am Samstag auf France 5 und f\u00fcgte hinzu, dass dies zu den &#8222;Aspekten geh\u00f6re, die auch in unserem Land beobachtet werden sollten.&#8220;<\/p>\n<p>Es laufen &#8222;Arbeiten in dieser Richtung&#8220;<\/p>\n<p>Emmanuel Macron hatte die Idee eines freiwilligen Dienstes bereits am 13. Juli vor hochrangigen Milit\u00e4rs vorgestellt. Angesichts eines Europas, das durch die &#8222;dauerhafte Bedrohung&#8220; durch Russland &#8222;gef\u00e4hrdet&#8220; sei, m\u00fcsse &#8222;eine Nation in der Lage sein, standzuhalten und mobilisiert zu sein&#8220;, so Macron. Zu den geplanten Ma\u00dfnahmen, insbesondere im Hinblick auf die Zahl der Reservisten, geh\u00f6re auch, &#8222;der Jugend einen neuen Rahmen zu geben, um auf andere Weise innerhalb unserer Streitkr\u00e4fte zu dienen&#8220;, betonte er und k\u00fcndigte Entscheidungen f\u00fcr den Herbst an.<\/p>\n<p>Das Verteidigungsministerium h\u00e4lt sich derzeit noch zu den genauen Details dieses Dienstes bedeckt. Es gebe &#8222;Arbeiten in dieser Richtung&#8220;, so Alice Rufo, Staatssekret\u00e4rin im Verteidigungsministerium, am Sonntag zu France Info.<\/p>\n<p><strong>Ziel: 50.000 Freiwillige<\/strong><\/p>\n<p>Laut dem Wochenmagazin La Tribune Dimanche k\u00f6nnten ab 2026 junge Franzosen im Alter von 18 Jahren, die dies w\u00fcnschen, den freiwilligen Milit\u00e4rdienst leisten. Die geplante Dauer betr\u00e4gt zehn Monate, das Gehalt soll zwischen 900 und 1.000 Euro pro Monat liegen. Geplant ist, ab 2026 zun\u00e4chst 3.000 Freiwillige zu rekrutieren, um bis 2035 auf 50.000 zu kommen.<\/p>\n<p>Die franz\u00f6sischen Streitkr\u00e4fte z\u00e4hlen derzeit rund 200.000 aktive Soldaten und knapp 50.000 Reservisten. Diese Zahlen sollen bis 2030 auf jeweils 210.000 aktive Soldaten und 80.000 Reservisten steigen. Die freiwillige Einberufung eines Teils einer Altersklasse k\u00f6nnte dazu beitragen, die notwendige Personalst\u00e4rke zu erreichen, um im Falle eines Konflikts langfristig handlungsf\u00e4hig zu bleiben.<\/p>\n<p><strong>Immer mehr europ\u00e4ische L\u00e4nder setzen wieder auf Wehrdienst<\/strong><\/p>\n<p>Heute besteht in zehn Mitgliedsstaaten der Europ\u00e4ischen Union Wehrpflicht. \u00d6sterreich, Zypern, D\u00e4nemark, Estland, Finnland und Griechenland haben die allgemeine Wehrpflicht nie abgeschafft. Die russischen Aggressionen gegen die Ukraine seit 2014 haben jedoch bei anderen europ\u00e4ischen Staaten Sorgen um ihre Sicherheit ausgel\u00f6st, besonders bei jenen, die in unmittelbarer N\u00e4he zu Russland liegen.<\/p>\n<p>In den baltischen Staaten war Litauen nach der Annexion der Krim durch Russland 2014 das erste Land, das 2015 die Wehrpflicht wieder einf\u00fchrte. Lettland folgte 2024. In Estland und Finnland wurde sie nie ausgesetzt und ist weiterhin in Kraft.<\/p>\n<p>Der Wehrdienst wurde 2017 in Schweden wieder eingef\u00fchrt. D\u00e4nemark erw\u00e4gt, seine Dauer von 4 auf 11 Monate zu verl\u00e4ngern. In Kroatien ist seit dem 1. Januar 2025 ein zweimonatiger Wehrdienst verpflichtend.<\/p>\n<p>In S\u00fcdeuropa betr\u00e4gt die Dienstzeit in Griechenland 9 bis 12 Monate, in Zypern 14 Monate. \u00d6sterreich beh\u00e4lt einen sechsmonatigen Dienst bei, der 2013 per Referendum best\u00e4tigt wurde.<\/p>\n<p>Die Wehrpflicht erstreckt sich zunehmend auch auf Frauen, insbesondere in Schweden und D\u00e4nemark. Norwegen, das nicht zur EU geh\u00f6rt, aber Mitglied der NATO ist, bezieht ebenfalls Frauen ein. In \u00d6sterreich, den baltischen Staaten und Finnland k\u00f6nnen Frauen freiwillig dienen.<\/p>\n<p>In Westeuropa haben Belgien und Deutschland k\u00fcrzlich die Diskussion \u00fcber eine Wiederbelebung des Wehrdienstes aufgenommen. <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2025\/11\/13\/wehrdienst-pistorius\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>In Deutschland beginnen Musterungen in rund einem Monat<\/strong><\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von&amp;nbspEuronews Zuerst ver\u00f6ffentlicht am 24\/11\/2025 &#8211; 20:02 MEZ Wird es nun konkret? 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