{"id":599503,"date":"2025-11-24T20:15:18","date_gmt":"2025-11-24T20:15:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/599503\/"},"modified":"2025-11-24T20:15:18","modified_gmt":"2025-11-24T20:15:18","slug":"warum-es-eine-interessengemeinschaft-lindenstrasse-gibt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/599503\/","title":{"rendered":"Warum es eine Interessengemeinschaft Lindenstra\u00dfe gibt"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li>Gewerbetreibende in der Lindenstra\u00dfe Bremen-Nord bef\u00fcrchten durch geplante Vollsperrung f\u00fcr den Fernw\u00e4rmeausbau Umsatzeinbu\u00dfen und fordern Mitsprache bei den Bauplanungen.<\/li>\n<li>Die Unternehmerinnen und Unternehmer sprechen sich f\u00fcr eine nur halbseitige Sperrung aus und haben eine Interessengemeinschaft aus 21 Betrieben gegr\u00fcndet, um ihre Interessen zu vertreten.<\/li>\n<li>Sie stehen im Austausch mit dem Amt f\u00fcr Stra\u00dfen und Verkehr, der Polizei, dem Ortsamt sowie politischen Vertretern und erwarten einen Vor-Ort-Besuch von B\u00fcrgermeister Andreas Bovenschulte.<\/li>\n<\/ul>\n<p>            Mehr anzeigen<br \/>\n            Weniger anzeigen<\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/stadtteil-vegesack\/lenes-bio-backstube-lene-knoll-fuehrt-backstube-ihrer-eltern-weiter-doc7t6133pgei03lm56mrs\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lene Knoll<\/a> sagt es gleich: Niemand in der Lindenstra\u00dfe will den Fernw\u00e4rmeausbau verhindern. Die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin von Lenes Bio-Backstube m\u00f6chte nur \u2013 genauso wie die anderen Gewerbetreibenden in der Stra\u00dfe \u2013 in die Planungen einbezogen werden. &#8222;Eine Vollsperrung, wie es sie zurzeit an der <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/stadtteil-blumenthal\/blumenthal-warum-die-landrat-christians-strasse-wieder-gesperrt-ist-doc80qbhhrgi77b8du1hsv\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Landrat-Christians-Stra\u00dfe<\/a> gibt, k\u00f6nnen wir uns einfach nicht erlauben&#8220;, sagt sie. Letztlich ginge es um die Existenz der Unternehmen \u2013 und um die der rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.\n<\/p>\n<p>\n    Gut ein halbes Jahr ist es her, dass Vertreter von Enercity Contracting den Vegesacker Beirat \u00fcber die <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/stadtteil-vegesack\/vegesack-wie-es-um-den-fernwaermeausbau-im-stadtteil-steht-doc7ztzbep7t8o1jd3s1dmn\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ausbaupl\u00e4ne<\/a> im Stadtteil informiert haben. Seitdem ist klar, dass die Lindenstra\u00dfe irgendwann zur Baustelle wird. Und dass die Stra\u00dfe dann in beide Richtungen komplett gesperrt werden muss.\n<\/p>\n<p>Auf Zufahrt angewiesen<\/p>\n<p>\n    Allerdings ist Lene Knoll darauf angewiesen, dass ihre <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/wirtschaft\/bremen-diese-neuen-laeden-gibt-es-in-mitte-zu-entdecken-doc7v5jv9x8wg5xa01b1e0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Backstube<\/a> direkt zu erreichen ist. &#8222;Unsere Fahrer fahren nachts t\u00e4glich bis nach Hamburg und Hannover&#8220;, erz\u00e4hlt sie. K\u00f6nnen die nicht direkt auf dem Gel\u00e4nde starten, bedeutet das eine erhebliche L\u00e4rmbel\u00e4stigung f\u00fcr die Nachbarn. Schlie\u00dflich m\u00fcssen die Backwaren irgendwie zu den Auslieferungsfahrzeugen gebracht werden. Knoll zufolge sind diese \u00dcberlegungen aber vor allem eines: theoretisch. Denn aus hygienischen Gr\u00fcnden m\u00fcssen Brot, Br\u00f6tchen und Kuchen direkt auf dem Gel\u00e4nde verladen werden.\n<\/p>\n<p>Bevor die Unternehmerin ausliefern kann, muss sie zun\u00e4chst selbst beliefert werden. Zum Beispiel mit Mehl. &#8222;Davon bekommen wir zweimal in der Woche jeweils bis zu zehn Paletten&#8220;, erz\u00e4hlt sie. &#8222;Eine Palette wiegt mindestens 750 Kilo.&#8220;<\/p>\n<p>\u00c4hnlich geht es auch Sabrina Tosonowski, die gemeinsam mit ihrem Mann einen Steinmetzbetrieb an der Lindenstra\u00dfe f\u00fchrt. &#8222;Wenn ich eine gr\u00f6\u00dfere Lieferung bekomme, kann die schon mal mehr als eine Tonne wiegen&#8220;, erz\u00e4hlt sie. Und damit sei es unm\u00f6glich, die Steine mit einem Handwagen mehrere Hundert Meter zu transportieren.<\/p>\n<p>Busse m\u00fcssen umgeleitet werden<\/p>\n<p>\n    Lene Knoll sieht noch ein weiteres Problem: Ist die Lindenstra\u00dfe voll gesperrt, muss die <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/stadtteil-blumenthal\/blumenthal-was-den-umgebauten-bsag-betriebshof-besonders-macht-doc838unjw8qcy10704f98v\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BSAG<\/a> ihre Busse umleiten. &#8222;Viele meiner Mitarbeiter haben aber keinen F\u00fchrerschein&#8220;, sagt sie. Damit sind sie auf \u00f6ffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Die halten normalerweise direkt vor der Backstube. Fahren die Busse eine andere Strecke, muss das Personal l\u00e4ngere Wege zu Fu\u00df zur\u00fccklegen. Und das auch nachts.\n<\/p>\n<p>Aus all diesen Gr\u00fcnden fordern die Unternehmerinnen und Unternehmer, dass die Lindenstra\u00dfe nur halbseitig gesperrt wird. Dann w\u00e4ren die Betriebe zumindest noch in einer Fahrtrichtung zu erreichen. &#8222;Es kann nicht sein, dass die wirtschaftlichen Interessen von Enercity Contracting vor die der Gesch\u00e4fte in der Lindenstra\u00dfe gestellt werden&#8220;, findet Knoll. &#8222;Wenn wir auch noch verschwinden, was soll dann aus der Stra\u00dfe werden?&#8220; Selbst wenn der Bereich nur in einer Fahrtrichtung gesperrt wird, bedeute das f\u00fcr die Gewerbetreibenden schon Einschr\u00e4nkungen und Einbu\u00dfen.<\/p>\n<p>Um auf diese Problematik aufmerksam zu machen, haben die Inhaberinnen und Inhaber eine Interessengemeinschaft gegr\u00fcndet. Der geh\u00f6ren aktuell 21 Betriebe, B\u00fcros und Praxen an.<\/p>\n<p>Schon jetzt Umsatzeinbu\u00dfen<\/p>\n<p>\n    Auch wenn die Lindenstra\u00dfe noch gar nicht zur Baustelle geworden ist, verzeichnen die Gewerbetreibenden schon jetzt Umsatzeinbu\u00dfen durch den Fernw\u00e4rmeausbau. &#8222;Insbesondere aus Blumenthal sind wir nur noch schwer zu erreichen&#8220;, sagt <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/region\/arbeiten-am-ort-der-begegnung-doc7e4gaje498jdxuuo3j8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Henry Claussen<\/a> von der gleichnamigen G\u00e4rtnerei an der Lindenstra\u00dfe. Und das wirke sich eben auf die Einnahmen aus.\n<\/p>\n<p>Was eine Vollsperrung f\u00fcr die Gewerbetreibenden bedeutet, wei\u00df Claussen nur allzu gut. Denn vor etwa 40 Jahren hat er genau das schon einmal erlebt. &#8222;Das war chaotisch, wir hatten keinen Kundenverkehr mehr&#8220;, erinnert er sich. Und genau das bef\u00fcrchten Claussen und die anderen Unternehmer nun auch.<\/p>\n<p>\n    Im Gegensatz zu damals w\u00fcrden die Betriebe das heute wahrscheinlich nicht mehr \u00fcberleben. &#8222;Einige Firmen sind noch dabei, sich von der <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/thema\/corona-q1134484\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Corona-Pandemie<\/a> zu erholen&#8220;, sagt Tosonowski. Das Virus habe dazu gef\u00fchrt, dass R\u00fccklagen vielfach aufgebraucht sind. Damit gebe es kein Polster mehr, um Verdienstausf\u00e4lle w\u00e4hrend des Fernw\u00e4rmeausbaus auszugleichen.\n<\/p>\n<p>Durch Zufall erfahren<\/p>\n<p>Dass perspektivisch auch vor ihrer T\u00fcr gebaut wird, haben die Gewerbetreibenden eher durch Zufall erfahren. Und zwar von Sabrina Tosonowski. Die engagiert sich als parteiloses Mitglied im Vegesacker Bildungsausschuss und besucht deshalb auch immer mal wieder die Sitzungen des Beirates. Als der sich mit dem Fernw\u00e4rmeausbau befasst hat, sa\u00df Tosonowski im Zuschauerraum. Direkt danach informierte sie ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Die haben sich dann einmal mit Vertretern von Enercity getroffen.<\/p>\n<p>\n    Weil f\u00fcr die Genehmigung der Bauma\u00dfnahme aber die Stadt zust\u00e4ndig ist, ist die Interessengemeinschaft nun mit dem Amt f\u00fcr Stra\u00dfen und Verkehr sowie der Polizei in Kontakt. Unterst\u00fctzung bekommt der Zusammenschluss zudem vom Ortsamt. Lene Knoll hat sich dar\u00fcber hinaus aber auch an die Politik gewandt. Gesprochen hat sie sowohl mit den Fraktionsvorsitzenden der in der Bremischen B\u00fcrgerschaft vertretenden Parteien als auch mit B\u00fcrgerschaftspr\u00e4sidentin <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/thema\/antje-grotheer-q584698\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Antje Grotheer<\/a>. Und mit B\u00fcrgermeister <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/thema\/andreas-bovenschulte-q496300\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Andreas Bovenschulte<\/a>. Der hat ihr sogar zugesagt, sich die Situation einmal vor Ort anschauen zu wollen.\n<\/p>\n<p>                    Welche Auswirkungen hat der geplante Fernw\u00e4rmeausbau auf die Erreichbarkeit und den Gesch\u00e4ftsbetrieb der Unternehmen in der Lindenstra\u00dfe Bremen-Nord?<\/p>\n<p>Der geplante Fernw\u00e4rmeausbau in Bremen-Nord, speziell in der Lindenstra\u00dfe, d\u00fcrfte w\u00e4hrend der Bauphase die Erreichbarkeit und den Gesch\u00e4ftsbetrieb der ans\u00e4ssigen Unternehmen beeintr\u00e4chtigen, etwa durch Stra\u00dfensperrungen, Umleitungen und Baustellenl\u00e4rm, wie \u00e4hnliche Projekte in anderen Stadtteilen zeigen. H\u00e4ndler berichten bei laufenden Bauarbeiten \u00fcber Umsatzverluste und fehlende Kompensation, sodass finanzielle Einbu\u00dfen und Einschr\u00e4nkungen im Kundenverkehr zu erwarten sind, falls die Baustellen schlecht koordiniert oder kommuniziert werden. Eine Verbesserung der Baustellen-Koordination sowie transparente Kommunikation seitens Beh\u00f6rden und Betreiber sind entscheidend, um die Belastungen f\u00fcr die Unternehmen w\u00e4hrend des Ausbaus so gering wie m\u00f6glich zu halten.<\/p>\n<p>Quellen<\/p>\n<p>                    Wie kann bei Infrastrukturprojekten wie dem Fernw\u00e4rmeausbau der Interessenausgleich zwischen wirtschaftlichen Notwendigkeiten, Anwohnerinteressen und st\u00e4dtischer Entwicklung gestaltet werden?<\/p>\n<p>Der Interessenausgleich bei Infrastrukturprojekten wie dem Fernw\u00e4rmeausbau wird durch eine Kombination aus strategischer Planung, B\u00fcrgerbeteiligung und gezielter F\u00f6rderung gestaltet: Die kommunale W\u00e4rmeplanung ermittelt anhand technischer und wirtschaftlicher Kriterien, insbesondere W\u00e4rmedichte und Versorgungsstruktur, welche Gebiete sich f\u00fcr zentrale oder dezentrale L\u00f6sungen eignen und legt damit die Grundlage f\u00fcr st\u00e4dtische Entwicklung (Artikel 2 und 3). Wirtschaftliche Notwendigkeiten werden durch staatliche F\u00f6rdermittel und die Sicherstellung der Rentabilit\u00e4t bei zentralen Netzprojekten ber\u00fccksichtigt, w\u00e4hrend Anwohnerinteressen durch freiwillige Beteiligungsmodelle, Beratungsangebote und die F\u00f6rderung von Eigeninitiativen sowie B\u00fcrgergenossenschaften eingebunden werden (Artikel 1, 2 und 3). Ein Anschlusszwang ist aktuell nicht vorgesehen; stattdessen wird auf Akzeptanz, Information und flexible Beteiligungsm\u00f6glichkeiten gesetzt, um lokale Initiativen und individuelle L\u00f6sungen in Einklang mit kommunalen und wirtschaftlichen Zielen zu bringen (Artikel 1 und 3).<\/p>\n<p>Quellen<\/p>\n<p>                Diese Fragen und Antworten wurden mit KI basierend auf unseren Artikeln erstellt.<br \/>\n                <a class=\"more-btn\" href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/generative-ki\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                    \u2192 Mehr Infos<br \/>\n                <\/a><\/p>\n<p>                        <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/\" id=\"home\" class=\"button primary-primary font-size-15_1 m-0a customEvent\" data-layer-event-name=\"customEvent\" data-layer-trigger=\"click\" data-layer-category=\"artikelscoring\" data-layer-action=\"startseite_button\" data-layer-label=\"doc83cen9voo0l12w65fdw8\" data-layer-value=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/stadtteil-vegesack\/1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zur Startseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Gewerbetreibende in der Lindenstra\u00dfe Bremen-Nord bef\u00fcrchten durch geplante Vollsperrung f\u00fcr den Fernw\u00e4rmeausbau Umsatzeinbu\u00dfen und fordern Mitsprache bei den&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":599504,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1824],"tags":[2420,3364,29,30],"class_list":{"0":"post-599503","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bremen","8":"tag-bremen","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115606514943635672","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/599503","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=599503"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/599503\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/599504"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=599503"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=599503"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=599503"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}