{"id":59988,"date":"2025-04-25T11:36:08","date_gmt":"2025-04-25T11:36:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/59988\/"},"modified":"2025-04-25T11:36:08","modified_gmt":"2025-04-25T11:36:08","slug":"umstrittener-auftritt-russlands-botschafter-bei-gedenkfeier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/59988\/","title":{"rendered":"Umstrittener Auftritt &#8211; Russlands Botschafter bei Gedenkfeier"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 25.04.2025 13:34 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Der Handschlag sowjetischer und US-amerikanischer Soldaten 1945 im s\u00e4chsischen Torgau ging in die Geschichte ein. Bei der Gedenkfeier wollte die Ukraine keine russischen Vertreter. Doch der Botschafter kam.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nTrotz scharfer Kritik hat der russische Botschafter Sergej Netschajew an den Feierlichkeiten im s\u00e4chsischen Torgau zum 80. Jahrestag des Aufeinandertreffens US-amerikanischer und sowjetischer Soldaten am 25. April 1945 teilgenommen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVorab hatte es Streit \u00fcber seine Teilnahme an der Gedenkveranstaltung gegeben. Hintergrund ist der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine. Der ukrainische Botschafter Oleksii Makeiev hatte noch kurz vorher gefordert, die angek\u00fcndigte Teilnahme des Russen zu unterbinden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNetschajew sagte auf die Frage, was er dazu sage, dass er nicht willkommen sei: &#8222;Ich sp\u00fcre das nicht. Ich f\u00fchle mich wohl.&#8220; Er meldete sich auf Deutsch zu Wort: &#8222;Heute m\u00fcssen wir erinnern an die gefallenen Soldaten&#8220;, sagte der russische Diplomat umringt von Journalisten und B\u00fcrgern. &#8222;Der Tag ist deswegen sehr wichtig f\u00fcr uns.&#8220;<\/p>\n<p>    Kretschmer: &#8222;Es liegt an Russland, diesen Krieg zu beenden&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDazu, dass er kein Rederecht bekommen hat, sagte der Botschafter: &#8222;Wir haben die M\u00f6glichkeit, unsere Position zur Kenntnis zu bringen.&#8220; Netschajew sprach am Ort auch mit B\u00fcrgern.\u00a0Am Revers trug er das sogenannte Sankt-Georgs-Band, das traditionell als Zeichen der Erinnerung an den deutsch-sowjetischen Krieg gilt, seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine aber als Symbol russischer Propaganda in der Kritik steht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSachsens Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer wandte sich mit deutlichen Worten zum Krieg in der Ukraine an den russischen Botschafter. &#8222;Es war Russland, das einen v\u00f6lkerrechtswidrigen Krieg gegen die Ukraine begonnen hat. Nicht 2021, sondern schon 2014. Und es liegt an Russland, nur an Russland, diesen Krieg zu beenden&#8220;, sagte der CDU-Politiker in Richtung des russischen Botschafters. Daf\u00fcr erhielt Kretschmer einige Buhrufe aus dem Publikum.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Es ist auch eine geschichtliche Realit\u00e4t, dass es viele Menschen der Roten Armee waren, zw\u00f6lf Millionen Soldatinnen und Soldaten der Roten Armee, die in diesem Zweiten Weltkrieg ihr Leben gelassen haben&#8220;, sagte Kretschmer. Darunter seien sehr viele Russen gewesen, aber auch Ukrainer, Belarussen oder Georgier. &#8222;Es w\u00e4re sch\u00f6ner, angemessener, wenn auch Vertreter der Ukraine, Georgiens oder Belarus bei uns w\u00e4ren&#8220;, sagte Kretschmer. &#8222;Dass sie nicht kommen, hat vermutlich mit der Anwesenheit des russischen Kollegen zu tun.&#8220;<\/p>\n<p>    Makeiev: Handschellen statt Handschlag f\u00fcr Russland<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie ukrainische Seite hatte einen m\u00f6glichen Besuch von russischen Vertretern zuvor scharf kritisiert. &#8222;Offiziellen Vertretern des daf\u00fcr verantwortlichen verbrecherischen Regimes kann an der Elbe nur auf eine Weise begegnet werden &#8211; mit Ausladung und Teilnahmeverbot&#8220;, sagte der ukrainische Botschafter Oleksii Makeiev der Nachrichtenagentur dpa. &#8222;Sonst belohnt man Angriffskriege und verspottet den Friedensschwur als Farce.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nRussland habe diesen Schwur &#8222;mit einem v\u00f6lkerm\u00f6rderischen Angriffskrieg&#8220; brutal gebrochen. &#8222;Die Friedenstaube ist von einem russischen Marschflugk\u00f6rper get\u00f6tet worden. Daf\u00fcr verdient Russland keinen Handschlag, sondern Handschellen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAm 25. April erinnert Torgau jedes Jahr an den sogenannten Elbe Day, an dem amerikanische und sowjetische Soldaten auf der zerst\u00f6rten Elbe-Br\u00fccke aufeinandertrafen. Das Foto vom Handschlag von Torgau ging als Symbol f\u00fcr das Ende des Zweiten Weltkriegs und der Befreiung von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft um die Welt. \u00a0<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Am 25. April 1945 konnten sowjetische Soldaten der 58. Gardesch\u00fctzendivision der Roten Armee am Ostufer der Elbe bei Torgau die ersten Soldaten der 69. Infanteriedivision der US-Streitkr\u00e4fte begr\u00fc\u00dfen.\n                    <\/p>\n<p>    Ausw\u00e4rtiges Amt hatte Ausschluss empfohlen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDen Ausschluss Russlands vom Gedenken hatte das Ausw\u00e4rtige Amt Kommunen, L\u00e4ndern und Gedenkst\u00e4tten des Bundes empfohlen. Begr\u00fcndet wurde das mit der Bef\u00fcrchtung, dass Russland diese Veranstaltungen &#8222;instrumentalisieren und mit seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine missbr\u00e4uchlich in Verbindung bringen&#8220; k\u00f6nnte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nTrotzdem nahm Netschajew bereits vergangene Woche an einer Gedenkveranstaltung auf den Seelower H\u00f6hen \u00f6stlich von Berlin teil. Dort hatte vor 80 Jahren die gr\u00f6\u00dfte Schlacht des Zweiten Weltkriegs auf deutschem Boden stattgefunden, bei der 35.000 sowjetische, 16.000 deutsche und 2.000 polnische Soldaten get\u00f6tet wurden.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Bundestag folgte der Empfehlung des Ausw\u00e4rtigen Amts und schloss die Botschafter von Russland und Belarus <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/bundestag-weltkriegsgedenken-russland-100.html\" title=\"Bundestag schlie\u00dft Russland von Weltkriegs-Gedenken am 8. Mai aus\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">von der zentralen Gedenkfeier am 8. Mai im Parlament aus<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 25.04.2025 13:34 Uhr Der Handschlag sowjetischer und US-amerikanischer Soldaten 1945 im s\u00e4chsischen Torgau ging in die Geschichte&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":59989,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,5972,13,14,15,4043,4044,850,307,12,27490,27524],"class_list":{"0":"post-59988","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-gedenken","11":"tag-headlines","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-russia","15":"tag-russian-federation","16":"tag-russische-foederation","17":"tag-russland","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-torgau","20":"tag-weltkriegsende"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114398402136113181","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59988","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=59988"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59988\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/59989"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=59988"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=59988"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=59988"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}