{"id":600005,"date":"2025-11-25T01:24:10","date_gmt":"2025-11-25T01:24:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/600005\/"},"modified":"2025-11-25T01:24:10","modified_gmt":"2025-11-25T01:24:10","slug":"mega-kollision-mit-erde-herkunft-des-planeten-theia-entschluesselt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/600005\/","title":{"rendered":"Mega-Kollision mit Erde: Herkunft des Planeten Theia entschl\u00fcsselt"},"content":{"rendered":"<p>Die Erde \u00fcberstand einst eine Kollision mit einem anderen Planeten, aus dessen Tr\u00fcmmern unser Mond entstand. Jetzt konnten Forscher die m\u00f6gliche Herkunft des r\u00e4tselhaften Planeten namens Theia eingrenzen. Dabei halfen auch Funde von Meteoriten.<\/p>\n<p>Die Erde hat bereits eine gewaltige Katastrophe hinter sich: Vor etwa 4,5 Milliarden Jahren, so sch\u00e4tzen Wissenschaftler, prallte ein riesiger Himmelsk\u00f6rper auf sie. Es war kein Asteroid wie jener, der die Dinosaurier ausl\u00f6schte, sondern ein ganzer Planet, den die Forschung Theia nennt. Der Einschlag war so heftig, dass das ausgeworfene Material sp\u00e4ter den Mond bildete. Doch woher stammte Theia eigentlich? Forschende aus Deutschland und den USA glauben, dies nun herausgefunden zu haben.<\/p>\n<p>Das Team unter der Leitung des Max-Planck-Instituts f\u00fcr Sonnensystemforschung (MPS) und der Universit\u00e4t Chicago analysierte daf\u00fcr das Verh\u00e4ltnis verschiedener Eisenisotope in Erd- und Mondgestein mit bisher unerreichter Pr\u00e4zision. Daraus entwickelten sie eine \u201eZutatenliste\u201c von Theia, die Hinweise auf den Ursprung des etwa marsgro\u00dfen Planeten liefert.<\/p>\n<p>Kosmischer Fingerabdruck<\/p>\n<p>\u201eIn der Zusammensetzung eines K\u00f6rpers ist seine gesamte Entstehungsgeschichte gespeichert\u201c, erkl\u00e4rt Thorsten Kleine, Direktor am MPS und Co-Autor der Studie, laut einer Mitteilung des Instituts. \u201eAuch sein Entstehungsort.\u201c Denn im fr\u00fchen Sonnensystem waren Isotope \u2013 also Varianten bestimmter Elemente \u2013 nicht gleichm\u00e4\u00dfig verteilt. Am \u00e4u\u00dferen Rand des Sonnensystems kamen die Isotope in einem leicht anderen Verh\u00e4ltnis vor als in Sonnenn\u00e4he. Dieser Fingerabdruck gibt somit Aufschluss \u00fcber die Herkunft eines Objekts.<\/p>\n<p>Das Team untersuchte deshalb Proben typischen Erdgesteins sowie sechs Gesteinsproben vom Mond. Im Fokus standen Eisenisotope, aber auch solche von Chrom, Molybd\u00e4n und Zirkonium. Dabei zeigte sich, dass die Gesteine von Erde und Mond kaum voneinander zu unterscheiden sind. Die gro\u00dfe \u00c4hnlichkeit lieferte keinen direkten Hinweis auf Theia, obwohl angenommen wird, dass der Mond fast ausschlie\u00dflich aus Material von Theia besteht.<\/p>\n<p>Theia entstand wohl n\u00e4her an der Sonne<\/p>\n<p>Um dennoch R\u00fcckschl\u00fcsse auf die Herkunft von Theia zu ziehen, f\u00fchrten die Forschenden Berechnungen durch, wie Theia zusammengesetzt gewesen sein muss, um das heutige Isotopenverh\u00e4ltnis im Gestein von Erde und Mond am besten zu erkl\u00e4ren. Dabei bezog das internationale Team auch Material von Meteoriten mit ein, da Meteoriten als Bausteine von Erde und Theia gelten.<\/p>\n<p>Das Ergebnis: \u201eDas \u00fcberzeugendste Szenario ist, dass der Gro\u00dfteil des Baumaterials von Erde und Theia aus dem inneren Sonnensystem stammt\u201c, erl\u00e4utert Timo Hopp, Forscher am MPS und Erstautor der im Fachmagazin \u201eScience\u201c ver\u00f6ffentlichten Studie. Bei Theia d\u00fcrfte jedoch auch eine gr\u00f6\u00dfere Menge bislang unbekannten Materials eine Rolle gespielt haben, dessen Ursprung n\u00e4her an der Sonne liegt als der der Erde. Die Berechnungen sprechen daher daf\u00fcr, dass Theia sonnenn\u00e4her entstand als unser Planet.<\/p>\n<p>\t\tBeitragsnavigation<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Erde \u00fcberstand einst eine Kollision mit einem anderen Planeten, aus dessen Tr\u00fcmmern unser Mond entstand. 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