{"id":60004,"date":"2025-04-25T11:44:09","date_gmt":"2025-04-25T11:44:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/60004\/"},"modified":"2025-04-25T11:44:09","modified_gmt":"2025-04-25T11:44:09","slug":"berliner-senatorin-kiziltepe-verteidigt-ihre-nazi-aeusserung-zu-tesla-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/60004\/","title":{"rendered":"Berliner Senatorin Kiziltepe verteidigt ihre \u201eNazi\u201c-\u00c4u\u00dferung zu Tesla"},"content":{"rendered":"<p class=\"tspBHke tspBHkf\">Darf eine Berliner Senatorin in Brandenburg gebaute <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/gewinn-des-autoherstellers-eingebrochen-musk-will-arbeit-fur-trump-regierung-reduzieren-und-sich-wieder-mehr-um-tesla-kummern-13577983.html\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Teslas als \u201eNazi-Autos\u201c<\/a> bezeichnen? Dar\u00fcber gibt es nun Streit. Die Berliner Arbeitssenatorin Cansel Kiziltepe hatte auf der Plattform X einen Beitrag des RBB mit dem Titel \u201eHersteller von E-Autos erleben Absatzhoch \u2013 abgesehen von Tesla\u201c verlinkt und dazu kommentiert: \u201eWer will auch ein Nazi-Auto fahren?\u201c. Der Post ist mittlerweile gel\u00f6scht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/play.google.com\/store\/apps\/details?id=de.pnn.pnnepaper&amp;utm_source=INT&amp;utm_medium=INT&amp;utm_campaign=textlink&amp;icid=single-topic_13588336___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspB5l6\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die PNN-App  Aktuelle Nachrichten aus Potsdam und Brandenburg live auf Ihr Handy. Dazu die Digitale Zeitung. <\/a> Kritik von Jan Redmann und Andreas B\u00fcttner <\/p>\n<p class=\"tspBHke\">Brandenburgs CDU-Landes- und Fraktionschef Jan Redmann forderte daraufhin die Entlassung der Berliner Senatorin. \u201eAnstatt sich zu entschuldigen, legt die SPD-Senatorin Kiziltepe nach ihrem Nazi-Ausfall sogar noch nach\u201c, sagte Redmann unserer Redaktion. \u201eDamit macht sie sich endg\u00fcltig untragbar f\u00fcr die Hauptstadtregion.\u201c Wer als Arbeitssenatorin pers\u00f6nlich \u00fcber 10.000 Arbeitspl\u00e4tze in Gefahr bringe, habe den Job verfehlt. \u201eWer Tesla als Nazi-Konzern bezeichnet, verharmlost das Menschheitsverbrechen der Nazi-Diktatur\u201c, sagte Redmann. \u201eUnd wer als Regierungsmitglied auf diese Art und Weise die Beziehungen zwischen Berlin und Brandenburg belastet, geh\u00f6rt gefeuert.\u201c&#13;<\/p>\n<p class=\"tspBHke\">Kritisch \u00e4u\u00dferte sich auch der Antisemitismusbeauftragte des Landes Brandenburg, Andreas B\u00fcttner. Er erinnerte gegen\u00fcber unserer Redaktion daran, dass sich Kiziltepe ausgerechnet am israelischen Holocaust-Gedenktag Yom HaShoah ge\u00e4u\u00dfert habe. \u201eIch glaube: Es steht uns allen gut zu Gesicht, in schwierigen Zeiten die Sprache mit Bedacht zu w\u00e4hlen\u201c, sagte B\u00fcttner. \u201eDie Verwendung des Begriffs \u201eNazi\u201c im Zusammenhang mit einem Industrieunternehmen wie Tesla, das in Brandenburg tausende Menschen besch\u00e4ftigt \u2013 viele davon mit Migrationsgeschichte \u2013 ist nicht nur geschichtlich unangebracht, sondern auch verletzend f\u00fcr die Erinnerungskultur, die unser demokratisches Gemeinwesen tr\u00e4gt.\u201c <\/p>\n<p class=\"tspBHke\">Er sei sich sicher, dass Kiziltepe die Bedeutung des Gedenktags kenne. \u201eIch w\u00fcnsche mir daher von ihr keine Verteidigung, sondern ein Zeichen der Einsicht \u2013 f\u00fcr die Opfer der NS-Zeit, f\u00fcr das Miteinander unserer Gesellschaft und f\u00fcr die Verantwortung, die mit einem \u00f6ffentlichen Amt einhergeht.\u201c<\/p>\n<p class=\"tspUez\">Empfohlener redaktioneller Inhalt<\/p>\n<p> An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgew\u00e4hlten, externen Inhalt, der den Artikel f\u00fcr Sie mit zus\u00e4tzlichen Informationen anreichert. 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Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen k\u00f6nnen. <\/p>\n<p class=\"tspBHke\">Peter Langer, Generalsekret\u00e4r der FDP Berlin, ging Kiziltepe scharf an: \u201eDie \u00c4u\u00dferungen der Arbeitssenatorin Kiziltepe werfen die Frage auf, wie verblendet man sein kann.\u201c  Man m\u00fcsse Elon Musk nicht m\u00f6gen, um anzuerkennen, dass er f\u00fcr zehntausende Arbeitspl\u00e4tze in der Metropolregion Berlin-Brandenburg verantwortlich sei. \u201ePolitische Differenzen d\u00fcrfen nicht dazu f\u00fchren, tausende Jobs zu gef\u00e4hrden.\u201c<\/p>\n<p> Emp\u00f6rung von Daniel Keller <\/p>\n<p class=\"tspBHke\">Brandenburgs Wirtschafts- und Arbeitsminister Keller erkl\u00e4rte gegen\u00fcber unserer Redaktion, bereits mit Frau Kiziltepe telefoniert zu haben. \u201eJeder kann \u00fcber Elon Musk seine pers\u00f6nliche Meinung haben\u201c, sagte Keller. \u201eMir ist aber wichtig, dass wir die Menschen hinter der Tesla-Fabrik in Gr\u00fcnheide nicht vergessen\u201c.\u00a0<\/p>\n<p class=\"tspBHke\">Die Arbeitssenatorin verteidigte auf X ihre Aussage. \u201eIch halte an meinen Einsch\u00e4tzungen zu Elon Musk ausdr\u00fccklich fest. Selbstverst\u00e4ndlich bedeutet das nicht, dass ich die Mitarbeitenden oder die Kunden Musks f\u00fcr dessen politische Positionen verantwortlich mache.\u201c\u00a0<\/p>\n<p class=\"tspBHke\">Au\u00dferdem machte Kiziltepe <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/gewinn-des-autoherstellers-eingebrochen-musk-will-arbeit-fur-trump-regierung-reduzieren-und-sich-wieder-mehr-um-tesla-kummern-13577983.html\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Musk f\u00fcr den schw\u00e4chelnden Absatz des Autoherstellers verantwortlich<\/a>. \u201eTesla erlebt gerade eine Absatzflaute, weil dem Unternehmen von den Kunden die rechtsextremen Positionen seines Anteilseigners Elon Musk zugeschrieben werden, der rund 13 Prozent am Unternehmen h\u00e4lt.\u201c<\/p>\n<p class=\"tspUez\">Empfohlener redaktioneller Inhalt<\/p>\n<p> An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgew\u00e4hlten, externen Inhalt, der den Artikel f\u00fcr Sie mit zus\u00e4tzlichen Informationen anreichert. 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Diese sei sehr international, viele Besch\u00e4ftigte h\u00e4tten Migrationshintergrund. \u201eSolche Ausdr\u00fccke helfen nicht weiter und lenken davon ab, worum es wirklich geht.\u201c<\/p>\n<p class=\"tspBHke\">Brandenburgs Ministerpr\u00e4sident Dietmar Woidke (SPD) \u00e4u\u00dferte sich der \u201eB.Z.\u201c gegen\u00fcber \u00e4hnlich: \u201eVor dem Hintergrund, dass im Tesla-Werk in Gr\u00fcnheide neben vielen Berlinern auch Menschen aus rund 150 verschiedenen Nationen arbeiten, ist diese Aussage einer Arbeitssenatorin v\u00f6llig fehl am Platz.\u201c<\/p>\n<blockquote class=\"tspB3l3\">\n<p>Ich erwarte, dass die Arbeitssenatorin ihren historisch untragbaren Vergleich zur\u00fccknimmt und sich wieder sachlich den gro\u00dfen wirtschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Herausforderungen zuwendet, die Berlin und Brandenburg gemeinsam angehen sollten.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"tspB3l4\"><strong>Daniel Keller (SPD)<\/strong>, Wirtschaftsminister Brandenburgs<\/p>\n<p class=\"tspBHke\">Wirtschaftsminister Keller hatte den Tesla-Standort in Gr\u00fcnheide nach Kiziltepes \u00c4u\u00dferungen\u00a0als Erfolgsgeschichte bezeichnet. Dort arbeiteten 11.000 Menschen aus 150 Nationen, \u00fcber die H\u00e4lfte davon lebe in Berlin. \u201eDabei sprechen wir von gut bezahlten, unbefristeten Arbeitspl\u00e4tzen.\u201c Zudem k\u00e4men etwa 1400 Arbeitnehmer bei Tesla aus der Arbeitslosigkeit. In Rekordzeit sei Tesla in Gr\u00fcnheide zum gr\u00f6\u00dften Arbeitgeber und gr\u00f6\u00dften Ausbildungsbetrieb in Brandenburg geworden. <\/p>\n<p class=\"tspBHke\">\u201eWir in Brandenburg kennen die<a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/potsdam\/brandenburg\/attackiert-und-beleidigt-mehr-angriffe-gegen-polizisten-in-brandenburg-13578847.html\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> Tesla-Fabrik in Gr\u00fcnheide<\/a> zudem als einen Ort, der f\u00fcr Weltoffenheit und Modernit\u00e4t steht\u201c, sagte Keller. Kiziltepes Nazi-Vergleich verletze die Menschen, die dort arbeiten und sei f\u00fcr eine Arbeitssenatorin \u201ev\u00f6llig unangebracht\u201c: \u201eIch erwarte, dass die Arbeitssenatorin ihren historisch untragbaren Vergleich zur\u00fccknimmt und sich wieder sachlich den gro\u00dfen wirtschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Herausforderungen zuwendet, die Berlin und Brandenburg gemeinsam angehen sollten.\u201c<\/p>\n<p> Mehr zu Tesla <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/potsdam\/brandenburg\/elektroauto-branche-linke-sorgt-sich-nach-gewinneinbruch-um-tesla-grunheide-13580794.html?icid=topic-list_13588336___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspB5l6\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Elektroauto-Branche Linke sorgt sich nach Gewinneinbruch um Tesla Gr\u00fcnheide <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/gewinn-des-autoherstellers-eingebrochen-musk-will-arbeit-fur-trump-regierung-reduzieren-und-sich-wieder-mehr-um-tesla-kummern-13577983.html?icid=topic-list_13588336___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspB5l6\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gewinn des Autoherstellers eingebrochen Musk will Arbeit f\u00fcr Trump-Regierung reduzieren und sich wieder mehr um Tesla k\u00fcmmern <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/tesla-in-grunheide-betriebsrat-will-nicht-wissen-wie-viele-keinen-lohn-erhalten-13549225.html?icid=topic-list_13588336___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspB5l6\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tesla in Gr\u00fcnheide Betriebsrat will nicht wissen, wie viele Mitarbeiter keinen Lohn erhalten <\/a><\/p>\n<p class=\"tspBHke\">Kritik an Kiziltepe \u00e4u\u00dferte auch der Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Unternehmensverb\u00e4nde\u00a0Berlin-Brandenburg (UVB), Alexander Schirp: \u201eEine solche Verunglimpfung ist eines Mitglieds des Berliner Senats unw\u00fcrdig.\u201c Auch f\u00fcr die mehr als 11.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei Tesla, von denen viele aus Berlin stammen, sei dies ein Affront. Die Chancen auf Investitionen des Herstellers in der Hauptstadt w\u00fcrden dadurch nicht gr\u00f6\u00dfer. \u201eF\u00fcr den Wahlkampf lassen \u00c4u\u00dferungen auf diesem Niveau nichts Gutes erahnen\u201c, erkl\u00e4rte Schirp. (mit mat, dpa)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Darf eine Berliner Senatorin in Brandenburg gebaute Teslas als \u201eNazi-Autos\u201c bezeichnen? Dar\u00fcber gibt es nun Streit. 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