{"id":600691,"date":"2025-11-25T08:34:15","date_gmt":"2025-11-25T08:34:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/600691\/"},"modified":"2025-11-25T08:34:15","modified_gmt":"2025-11-25T08:34:15","slug":"gewalt-gegen-frauen-gewaltschutz-in-berlin-abkehr-vom-sparhammer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/600691\/","title":{"rendered":"Gewalt gegen Frauen \u2013 Gewaltschutz in Berlin: Abkehr vom Sparhammer?"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img314537\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/314537.jpeg\" alt=\"Besch\u00e4ftigte von sozialen Einrichtungen demonstrieren gegen schwarz-rote K\u00fcrzungspolitik.\"\/><\/p>\n<p>Besch\u00e4ftigte von sozialen Einrichtungen demonstrieren gegen schwarz-rote K\u00fcrzungspolitik.<\/p>\n<p>Foto: imago\/IPON<\/p>\n<p>Seit Jahren m\u00fcssen Besch\u00e4ftigte aus dem Gewaltschutz beobachten, dass mehr und mehr Frauen in Berlin von geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen sind. Zus\u00e4tzlich traf den chronisch unterfinanzierten Bereich j\u00fcngst der schwarz-rote Sparhammer: 2,574 Millionen Euro plante die Koalition zuletzt im Gleichstellungsetat 2025\/26 einzusparen. Damit w\u00e4re jedes Berliner Projekt, das Frauen vor geschlechtsspezifischer Gewalt sch\u00fctzt, von K\u00fcrzungen bedroht.<\/p>\n<p>Doch die Sprecherin  f\u00fcr Gleichstellung der SPD-Fraktion Mirjam Golm, teilt \u00bbnd\u00ab nun mit, dass ihre Fraktion die K\u00fcrzungen zur\u00fccknehmen wolle. \u00bbWir sind uns als SPD-Fraktion unserer Verantwortung bewusst, weshalb der Schutz f\u00fcr von Gewalt betroffene M\u00e4dchen und Frauen f\u00fcr uns uneingeschr\u00e4nkte Priorit\u00e4t hat\u00ab, sagt Golm. Deshalb habe man sich daf\u00fcr eingesetzt, dass alle im Haushaltsentwurf des Senats vorgesehenen K\u00fcrzungen im Bereich \u00bbGewaltschutz von Frauen\u00ab vollst\u00e4ndig zur\u00fcckgenommen werden. \u00bbDie \u00c4nderungsantr\u00e4ge dazu werden am 3.\u2005Dezember im Rahmen der \u203aRestelesung\u2039 im Hauptausschuss beschlossen\u00ab, so Golm. Verabschiedet wird der Haushalt durch das Abgeordnetenhaus am 18.\u2005Dezember.<\/p>\n<p>Aktuelle Zahlen des Bundeskriminalamtes unterstreichen, wie wichtig der Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt ist: 2024 wurden deutschlandweit 265\u2009942 Menschen Opfer h\u00e4uslicher Gewalt. Das ist ein neuer <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1195637.patriarchat-gewalt-gegen-frauen-nimmt-weiter-zu.html?sstr=t\u00e4terarbeit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">H\u00f6chststand<\/a>. Fast jeden Tag wird in Deutschland ein Femizid begangen. Als Femizid bezeichnet man die T\u00f6tung einer Frau aufgrund ihres Geschlechts. Meistens sind Partner oder Ex-Partner die T\u00e4ter.<\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>&#13;<\/p>\n<p>\u00bbDie SPD hat sich daf\u00fcr eingesetzt, dass alle im Haushaltsentwurf vorgesehenen K\u00fcrzungen im Bereich Gewaltschutz von Frauen vollst\u00e4ndig zur\u00fcckgenommen worden sind.\u00ab<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\nMirjam Golm\u2003<br \/>&#13;<br \/>\nSprecherin f\u00fcr Gleichstellung der SPD-Fraktion<\/p><\/blockquote>\n<p>\u00bbSchwarz-Rot muss die millionenschweren K\u00fcrzungen bei Gewaltschutzprojekten zur\u00fccknehmen. Eine Fahne vor dem Roten Rathaus hilft keiner Frau, wenn Beratungsstellen ihr Angebot k\u00fcrzen m\u00fcssen\u00ab, teilte die frauenpolitische Sprecherin der Gr\u00fcnen Bahar Haghanipour mit. Der Senat hisst an diesem Dienstag, am Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen, eine Flagge vor dem Roten Rathaus. Die Gr\u00fcnen wollen besonders die Pr\u00e4vention st\u00e4rken: \u00bbSie muss in den Schulen beginnen und bis zur T\u00e4terarbeit bei erwachsenen M\u00e4nnern reichen.\u00ab<\/p>\n<p>Angesichts der angek\u00fcndigten K\u00fcrzungen der Koalition hat sich das Berliner Frauen-Netzwerk (BFN) mit einem Brandbrief an den Senat gewandt. \u00bbDie Folge sind Versorgungsl\u00fccken und l\u00e4ngere Wartezeiten auf Termine, die besonders Frauen in Not treffen\u00ab, hei\u00dft es darin in Bezug auf die Folgen der K\u00fcrzungspolitik. \u00bbOhne verl\u00e4ssliche Finanzierung drohen Projektaufl\u00f6sungen, Personalmangel und st\u00e4ndige Unsicherheit, was auch die Arbeitsf\u00e4higkeit und Motivation der Mitarbeiter*innen untergr\u00e4bt\u00ab, hei\u00dft es ferner.<\/p>\n<p>Der Verein Berliner Initiative gegen <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1195570.spanisches-modell-gewaltschutz-und-fussfessel-hubig-versteht-kein-spanisch.html?sstr=t\u00e4terarbeit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gewalt an Frauen<\/a> (BIG) organisiert an diesem Dienstag vor dem Brandenburger Tor eine Kundgebung unter dem Motto \u00bbK\u00fcrzt ihr uns zu Tode?! \u2013 <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1194571.haeusliche-gewalt-haeusliche-gewalt-ist-kein-privates-problem.html?sstr=gewaltschutz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lasst uns gewaltfrei leben<\/a>!\u00ab. Zusammen in einem B\u00fcndnis mit weiteren Vertreter*innen der von K\u00fcrzungen bedrohten Projekte fordert der Verein, dass jede von Gewalt betroffene Frau noch am selben Tag Schutz und Sicherheit in Berlin bekommt. Es fehlten derzeit 486\u2005Schutzpl\u00e4tze f\u00fcr gewaltbetroffene Frauen. Beratungsstellen m\u00fcssten t\u00e4glich Betroffene abweisen.<\/p>\n<p>Die Kundgebung macht zudem auf die gestiegene Zahl an Femiziden aufmerksam. Demnach seien in Berlin 29\u2005Frauen von ihrem Partner oder Ex-Partner get\u00f6tet worden \u2013 doppelt so viele wie im Jahr zuvor. Eine Anfrage der Abgeordneten Bahar Haghanipours, die \u00bbnd\u00ab exklusiv vorliegt, offenbart, dass der Senat bisher keine Haltung zu der Frage entwickelt hat, ob Femizide als eigener Straftatbestand eingef\u00fchrt werden sollen. Die Senatsverwaltung f\u00fcr Justiz verweist in ihrer Antwort auf die \u00bbErgebnisse der laufenden Forschung sowie die Erfahrungen und Empfehlungen aus der Praxis\u00ab. Haghanipour pl\u00e4diert daf\u00fcr, Femizide sowie andere <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1194940.gewaltschutzgesetz-wie-taeterarbeit-in-deutschland-fuss-fassen-kann.html?sstr=gewaltschutz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">geschlechtsspezifisch motivierte T\u00f6tungen<\/a> ausdr\u00fccklich unter dem Mordmerkmal \u00bbniedrige Beweggr\u00fcnde\u00ab zu fassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Besch\u00e4ftigte von sozialen Einrichtungen demonstrieren gegen schwarz-rote K\u00fcrzungspolitik. 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