{"id":601346,"date":"2025-11-25T14:49:14","date_gmt":"2025-11-25T14:49:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/601346\/"},"modified":"2025-11-25T14:49:14","modified_gmt":"2025-11-25T14:49:14","slug":"rechercheplattform-correctiv-in-russland-verboten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/601346\/","title":{"rendered":"Rechercheplattform &#8222;Correctiv&#8220; in Russland verboten"},"content":{"rendered":"<p>Im Sommer verbot Russland die Organisation Reporter ohne Grenzen. Nun stuft die russische Regierung auch \u201eCorrectiv\u201c als unerw\u00fcnschte Organisation ein und kriminalisiert jede Zusammenarbeit. Die Plattform deckt Desinformation und Machtstrukturen des Kremls auf.<\/p>\n<p>Die Rechercheplattform \u201eCorrectiv\u201c wurde nach eigenen Angaben in Russland als \u201eunerw\u00fcnschte ausl\u00e4ndische Organisation\u201c eingestuft. \u201eDamit sind unsere Aktivit\u00e4ten in Russland verboten\u201c, teilte \u201eCorrectiv\u201c in Essen mit. \u201eRussische Staatsb\u00fcrger, die mit uns in Kontakt stehen, riskieren eine Verfolgung durch die Beh\u00f6rden.\u201c Jegliche Zusammenarbeit mit Correctiv werde kriminalisiert.<\/p>\n<p>\u201eDie Reaktion des Kreml zeigt, wie wichtig unsere Arbeit ist \u2013 und dass sie Wirkung zeigt\u201c, erkl\u00e4rte eine Sprecherin. Man werde die Sicherheitsma\u00dfnahmen verst\u00e4rken. \u201eUnser Team recherchiert zu russischer Desinformation und den Machtstrukturen, die Putin in Europa aufbaut \u2013 und legt Zusammenh\u00e4nge offen, die zuvor nicht \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich waren.\u201c<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich steht die Organisation auf der Schwarzen Liste des russischen Justizministeriums. Demnach wurde \u201eCorrectiv\u201c am 8. Oktober als Nummer 270 von der Beh\u00f6rde gelistet. Insgesamt befinden sich bislang 276 Organisationen auf diesem Index.<\/p>\n<p>Druck auf Auslandskorrespondenten<\/p>\n<p>\u201eDas ist ein Versuch von Wladimir Putin, kritische und unabh\u00e4ngige Berichterstattung \u00fcber Russland aus dem Ausland zu unterdr\u00fccken\u201c, kritisierte der Bundesvorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes, Mika Beuster. Erst im Sommer war die Organisation Reporter ohne Grenzen in Russland verboten worden.<\/p>\n<p>Das Grundrecht auf Presse- und Meinungsfreiheit ist in Russland seit vielen Jahren faktisch au\u00dfer Kraft gesetzt. Nach Morden an russischen Journalisten, Inhaftierungen und Verboten kritischer Medien erh\u00f6ht das Regime nun den Druck auf Auslandskorrespondenten und ihre Informanten in Russland, so die Kritik. Der DJV forderte die russische Justiz auf, die Kriminalisierung von kritischem und unabh\u00e4ngigem Journalismus umgehend zu beenden.<\/p>\n<p>Die gemeinn\u00fctzige Rechercheplattform \u201eCorrectiv\u201c hatte im Januar 2024 \u00fcber das Potsdamer Treffen berichtet, was Massendemonstrationen ausl\u00f6ste. Am 25. November 2023 hatten sich AfD-Politiker sowie einzelne Mitglieder der CDU und der Werteunion mit dem fr\u00fcheren Kopf der rechtsextremen Identit\u00e4ren Bewegung in \u00d6sterreich, Martin Sellner, getroffen, der \u00fcber Remigration sprach. Mit diesem Begriff meinen Rechtsextremisten meist, dass eine gro\u00dfe Zahl von Menschen ausl\u00e4ndischer Herkunft das Land verlassen soll \u2013 auch unter Zwang.<\/p>\n<p>\t\tBeitragsnavigation<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Sommer verbot Russland die Organisation Reporter ohne Grenzen. 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