{"id":602245,"date":"2025-11-25T23:19:14","date_gmt":"2025-11-25T23:19:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/602245\/"},"modified":"2025-11-25T23:19:14","modified_gmt":"2025-11-25T23:19:14","slug":"russland-bleibt-auch-nach-einem-friedensplan-eine-bedrohung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/602245\/","title":{"rendered":"Russland bleibt auch nach einem Friedensplan eine Bedrohung"},"content":{"rendered":"<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Br\u00fcssel. Nato-Generalsekret\u00e4r Mark Rutte hat im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) und der spanischen Zeitung El Pa\u00eds davor gewarnt, dass Russland selbst im Falle eines Ukraine-Friedensplans noch lange eine Gefahr f\u00fcr Europa bleiben werde. \u201eWenn ein russischer Pr\u00e4sident bereit ist, eine Million seiner eigenen Landsleute f\u00fcr den Irrglauben zu opfern, er m\u00fcsse die Geschichte korrigieren, dann m\u00fcssen wir auf jede Bedrohung aus Russland vorbereitet sein\u201c, sagte er. Dies sei auch der Grund, warum die Nato-Mitglieder jetzt so viel mehr in unsere Verteidigung investierten. Russland werde noch \u00fcber einen langen Zeitraum hinweg eine langanhaltende Bedrohung bleiben.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Den Erwartungen an ein baldiges Kriegsende erteilte Rutte eine Absage: Auf dem Weg zum Frieden sei man \u201enoch l\u00e4ngst nicht am Ziel\u201c. Der Friedensplan enthalte einige starke, aber auch einige schwierige Elemente, die noch weiterer Arbeit und Verhandlungen erforderten. Man k\u00f6nne Putin nicht vertrauen, so Rutte. \u201eWenn man mit ihm einen Deal macht, muss man sicherstellen, dass es in Putins eigenem Interesse liegt, sich daran zu halten\u201c, sagte der Nato-Generalsekret\u00e4r. Er sprach von \u201eklaren Anreizen\u201c f\u00fcr Putin, ein solches Abkommen einzuhalten. Nat\u00fcrlich hoffe er aber, dass der Krieg schnell enden werden. Rutte sprach von einem Blutbad in der Ukraine und verwies auf mehr als eine Millionen gefallener oder schwer verwundeter Soldaten allein auf russischer Seite.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"NATO-Generalsektret\u00e4r Mark Rutte (l) im Interview mit RND-Korrespondent Sven Christian Schulz (m) und El-Pais-Korrespondentin Maria Sahuquillo (r).\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/YTWYAKBO2JHEPNDRPBAGFX7GNU.jpg\" \/><\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Rutte k\u00fcndigte an, kein Veto aus Moskau zum Ukraine-Beitritt zu akzeptieren. \u201eRussland hat kein Mitspracherecht und kein Veto dar\u00fcber, wer Nato-Mitglied wird\u201c, sagte er. Innerhalb der Nato erfordere die Aufnahme eines neuen Mitglieds jedoch Einstimmigkeit, gab er zu bedenken. Mehrere Verb\u00fcndete h\u00e4tte sich derzeit gegen einen Beitritt ausgesprochen. F\u00fcr Rutte ist klar, dass es nun um Alternativen gehen muss: \u201eWenn man sich den Friedensplan ansieht und sicherstellen will, dass Putin nie wieder versucht, die Ukraine anzugreifen, dann m\u00fcssen wir, wenn eine Nato-Mitgliedschaft keine Option ist, zumindest Sicherheitsgarantien schaffen, die stark genug sind, damit Russland nicht noch einmal die Ukraine angreift.\u201c Entscheidend seien hier drei Punkte: Die erste Frage sei, wie die ukrainischen Streitkr\u00e4fte dauerhaft stark blieben. Die Zweite, was die Koalition der Willigen leisten k\u00f6nne, und die dritte Frage sei, was die USA beitragen w\u00fcrden, da Pr\u00e4sident Trump vor seinem Treffen mit Putin in Alaska erkl\u00e4rt habe, dass er sich an Sicherheitsgarantien beteiligen wolle.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Dar\u00fcber hinaus warnte Rutte Staaten fernab der Ostflanke davor, die Gefahr durch Russland zu untersch\u00e4tzen. Gerade einmal f\u00fcnf Minuten w\u00fcrden die neuesten russischen Raketen ben\u00f6tigen, um beispielsweise Spanien zu erreichen. \u201eDiese Raketen fliegen mit f\u00fcnffacher Schallgeschwindigkeit. Mit herk\u00f6mmlichen Abfangraketen kann man sie nicht vom Himmel holen\u201c, warnte der Politiker. Wer also glaube, dass sich nur Litauen an der Ostflanke Sorgen machen m\u00fcsse und andere St\u00e4dte in Sicherheit seien, der liege falsch, so der NATO-Generalsekret\u00e4r. \u201eWir alle befinden uns an der Ostflanke.\u201c<\/p>\n<p>Rutte erfreut \u00fcber Wehrdienst-Einigung<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Im Interview \u00e4u\u00dferte sich der Nato-Generalsekret\u00e4r auch zur deutschen Debatte \u00fcber den Wehrdienst, die er nach eigener Aussage sehr genau verfolge. Rutte lobte die Einigung auf den Wehrdienst in Deutschland ausdr\u00fccklich und sprach sich f\u00fcr eine schnelle Umsetzung aus. \u201eIch habe mich sehr gefreut, dass es eine politische Einigung gab, wie die Zahl der Soldaten erh\u00f6ht werden soll. Jetzt ist es wichtig, diese Pl\u00e4ne auch z\u00fcgig umzusetzen.\u201c Er verwies auf die F\u00e4higkeitsziele, zu denen neben Panzern, Kampfflugzeugen und Drohnen auch Soldatinnen und Soldaten geh\u00f6rten. Ob auch Frauen zur Musterung sollten, sei Sache eines jeden Landes. Rutte verwies aber auf Norwegen, wo schon heute ein Drittel der Streitkr\u00e4fte weiblich sei. \u201eDas Milit\u00e4r ver\u00e4ndert sich rasant\u201c, sagte er. \u201eIch sch\u00e4tze, dass der Anteil von Frauen und M\u00e4nnern eines Tages ausgeglichen sein wird.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Br\u00fcssel. 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