{"id":603029,"date":"2025-11-26T06:59:11","date_gmt":"2025-11-26T06:59:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/603029\/"},"modified":"2025-11-26T06:59:11","modified_gmt":"2025-11-26T06:59:11","slug":"doppelhaushalt-2026-27-wo-soll-in-stuttgart-in-der-kultur-gespart-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/603029\/","title":{"rendered":"Doppelhaushalt 2026\/27: Wo soll in Stuttgart in der Kultur gespart werden?"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t      \t\t            \t\t             \t\t\t\t   \t\t\t\t\t   <img decoding=\"async\" id=\"article-image\" fetchpriority=\"high\" alt=\"Doppelhaushalt 2026\/27: Wo soll in Stuttgart in der Kultur gespart werden?\" title=\"Doppelhaushalt 2026\/27: Wo soll in Stuttgart in der Kultur gespart werden?\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/media.media.d1300f0a-a480-4c4c-880f-e231cee6171b.16x9_700.jpg\" data-linkto=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/javascript:void(0);\"\/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tAuf Vorschlag von  Gr\u00fcnen und CDU soll im Kulturbereich vor allem bei den Festivals gespart werden \u2013 auch das Colours-Tanzfestival w\u00e4re betroffen (im Bild eine Szene aus der Gauthier-Dance-Festival-Produktion \u201eKamuyot\u201c)\u00a0Foto: Jeanette Bak\t\t\t<\/p>\n<p>Stuttgart muss sparen \u2013 auch in der Kulturf\u00f6rderung. CDU und Gr\u00fcne im Gemeinderat haben eigene Vorschl\u00e4ge entwickelt. Was steht drin?<\/p>\n<p>Die Zahl kann beeindrucken: Zwischen 2014 und 2025 hat sich die j\u00e4hrliche Kulturf\u00f6rderung in <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stuttgart<\/a> von 22 Millionen Euro auf 49 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Auch, wenn man alle Negativvorzeichen von gestiegenen Personalkosten, gestiegenen Mietkosten und deutlicher Inflation hinzurechnet, bleibt f\u00fcr die vergangenen zehn Jahre ein klares Bekenntnis des Stuttgarter Gemeinderates und der Stadtspitze zum Kulturstandort Stuttgart. <\/p>\n<p>Stuttgarts Kulturszene mit Existenzsorgen  <\/p>\n<p>Aktuell ist vom Stolz der hiesigen Kulturschaffenden allerdings kaum mehr etwas zu sp\u00fcren. Sorgen dominieren. Zukunftssorgen und durchaus auch bereits aktuelle Existenzsorgen. Grund sind die <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.stuttgarter-doppelhaushalt-ehrengrab-bis-stadionbeleuchtung-das-sind-die-streich-projekte-der-stadt.cd2b7516-a4f4-4847-8127-4e94a2285982.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">laufenden Beratungen \u00fcber den Doppelhaushalt 2026\/2027<\/a> \u2013 mit der zwingenden Vorgabe, in allen Aufgabenfeldern der Stadt den Rotstift anzusetzen. Stuttgart muss sparen. Hart sparen. Nur so, hei\u00dft es, l\u00e4sst sich das absehbare Defizit von bis zu 300 Millionen Euro in den n\u00e4chsten beiden Jahren noch abfedern. <\/p>\n<p>Gerungen wird in allen Bereichen \u2013 auch in der Kultur. Wobei es \u201edie Kultur\u201c eigentlich gar nicht gibt. <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.doppelhaushalt-2026-27-kultur-kuerzungen-in-stuttgart-freie-szene-beklagt-zweierlei-mass.5793d9f3-51ad-4b3e-ae44-ba0a5927c9e4.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die gern ger\u00fchmte Vielfalt k\u00fcnstlerischer \u00c4u\u00dferungsformen bringt auch ganz unterschiedliche Darstellungs- und Organisationsformen mit sich<\/a> \u2013 und richtet sich an sehr unterschiedliche Zielgruppen. Diese Vielfalt ist auch der F\u00f6rderung abzulesen \u2013 als st\u00e4ndiger Balanceakt zwischen den Sparten und den Gr\u00f6\u00dfen der gef\u00f6rderten Gruppen und Einrichtungen. Dies gilt nun, da es an als notwendig erachtete K\u00fcrzungen geht, um so mehr. Welches Szenario also kann man entwickeln, wenn man nicht auf die klare Herangehensweise von 2009 zur\u00fcckgreifen will? Um generell 20 Prozent wollte seinerzeit die damalige Stuttgarter Kulturb\u00fcrgermeisterin und sp\u00e4tere baden-w\u00fcrttembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann die Zusch\u00fcsse k\u00fcrzen. <a href=\"https:\/\/kulturwissenschaft.jimdofree.com\/projekte\/art-parade\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Erhebliche Proteste und Aktionen<\/a> wie der <a href=\"https:\/\/bawue.museum-digital.de\/object\/143817?navlang=de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> Stra\u00dfenumzug \u201eArt Parade\u201c<\/a> sorgten seinerzeit f\u00fcr eine R\u00fccknahme der K\u00fcrzungen auf generell zehn Prozent. <\/p>\n<p>https:\/\/exchange.glomex.com\/video\/v-de3eat6ssw2h?integrationId=4059a114jz3wxdip <\/p>\n<p>Aus Sicht der Fraktionen von CDU und Gr\u00fcnen im Stuttgarter Gemeinderat w\u00e4re eine solch erneut generelle K\u00fcrzung der falsche Weg. In einem gemeinsamen Antrag zu den laufenden Verhandlungen zum Doppelhaushalt 2026\/2027 versuchen sie aus ihrer Sicht vielmehr, dem Schatz der Vielfalt des Kulturlebens in Stuttgart gerecht zu werden. Ausgangspunkt der \u00dcberlegungen ist dies: \u201eDie von der Finanzverwaltung erwarteten Einsparungen in H\u00f6he von 11,5 Millionen Euro f\u00fcr 2026 und neun Millionen Euro f\u00fcr 2027 sind f\u00fcr den Kulturbereich angesichts gestiegener Personalkosten, hoher Energiepreise und einer immer noch sp\u00fcrbaren Inflationsrate nicht leistbar und w\u00fcrden die lebendige und vielf\u00e4ltige Kulturlandschaft unserer Stadt gef\u00e4hrden.\u201c Stattdessen beantragen CDU und Gr\u00fcne, \u201edie auch im Kulturbereich notwendigen Einsparungen in den kommenden beiden Jahren auf jeweils f\u00fcnf Millionen Euro zu begrenzen\u201c. Was also schlagen CDU und Gr\u00fcne konkret vor? <\/p>\n<ul>\n<li>F\u00fcr die Kulturf\u00f6rderung, die im sogenannten Deckungsring abgebildet ist, soll es eine K\u00fcrzung von 1,835 Millionen Euro im Jahr 2026 und 1,878 Millionen Euro im Jahr 2027 geben. Der Deckungsring meint institutionelle F\u00f6rderung, Projektf\u00f6rderung, eigene Projekte der Stadt und Kooperationen sowie Stipendien und Preise. Wichtig: Anteilige Zusch\u00fcsse der Stadt f\u00fcr die Staatstheater Stuttgart, das Linden-Museum oder auch die Erinnerungs- und Gedenkst\u00e4tte Hotel Silber sind nicht im sogenannten Deckungsring enthalten. <\/li>\n<li>Zuschussempf\u00e4nger, die 20 000 Euro und weniger F\u00f6rderung im Jahr von der Stadt erhalten (139 von aktuell 320 Zuschussempf\u00e4ngern), sollen von der pauschalen K\u00fcrzung ausgenommen sein. <\/li>\n<li>Sp\u00fcrbar gek\u00fcrzt werden sollen nach Vorstellung von CDU und Gr\u00fcnen die Gelder f\u00fcr Festivals. So soll etwa f\u00fcr das Stuttgarter Literaturfestival 2026 der komplette Zuschuss von 225 000 Euro entfallen. Die Zusch\u00fcsse f\u00fcr das Kinder- und Jugendtheaterfestival Sch\u00f6ne Aussicht sollen von 96 000 Euro j\u00e4hrlich auf 19 200 Euro j\u00e4hrlich sinken. <a href=\"https:\/\/www.aboutpop.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Auch das als Branchentreff etablierte Festival About Pop ist betroffen<\/a> \u2013 von j\u00e4hrlich 150 000 Euro soll es dort auf 30 000 Euro pro Jahr heruntergehen. Auffallend schlie\u00dflich die Zahlen f\u00fcr das experimentierfreudige Musikfestival Eclat: Hier sind statt 222 000 Euro j\u00e4hrlich 44 000 Euro j\u00e4hrlich angesetzt. <\/li>\n<li>Viele Fragen d\u00fcrften sich aus dem Vorschlag ergeben, bei der Freien Tanz- und Theaterszene \u2013 nimmt man das verbindende Festival Freischwimmen im Theater Rampe hinzu \u2013 32 Prozent einzusparen. CDU und Gr\u00fcne setzen auf einen Ausgleich durch noch st\u00e4rkere Kooperation der Freien Szene und der Stadttheater. <\/li>\n<li>Thematisch auffallend in den Vorschl\u00e4gen von CDU und Gr\u00fcnen ist auch dies: Wegfallen soll die F\u00f6rderung f\u00fcr den Internationalen Kulturaustausch (23 200 Euro) und Kulturprojekte des Institut Fran\u00e7ais Stuttgart (15 000) Euro). <\/li>\n<li>Verabschieden soll man sich nicht nur vom Stuttgarter Literaturfestival, sondern auch von diesen Literaturthemen: Literatur-Spazierg\u00e4nge, Projektf\u00f6rderung Literatur + Philosophie, Hannsmann-Poethen-Literaturstipendium, Cotta-Literatur- und \u00dcbersetzerpreis sowie Literaturstipendium. <\/li>\n<li>Gr\u00f6\u00dfter Einzelposten im Feld der Bildenden Kunst ist das beabsichtigte Aus f\u00fcr die F\u00f6rderung der Freien Kunstschule Stuttgart. Hier sollen die j\u00e4hrlich 257 700 Euro komplett wegfallen. <\/li>\n<li>\u00dcberraschungen gibt es aber auch au\u00dferhalb des sogenannten Deckungsrings. Erhebliche K\u00fcrzungen etwa k\u00e4men nach den Pl\u00e4nen von CDU und Gr\u00fcnen auf die <a href=\"https:\/\/www.staatstheater-stuttgart.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Staatstheater Stuttgart mit Oper, Ballett und Schauspiel<\/a> zu \u2013 j\u00e4hrlich 2,5 Millionen Euro.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wie geht es weiter? Am 8. Dezember wird im Stuttgarter Gemeinderat in zweiter Lesung \u00fcber den Doppelhaushalt 2026\/2027 beraten, am 19. Dezember in dritter und entscheidender Lesung. \u00dcber die konkreten Einsparungen im Kulturbereich aber wird weiter debattiert werden, was die Situation f\u00fcr viele Kulturschaffenden zus\u00e4tzlich erschwert. Planungssicherheit ist f\u00fcr das gerne geforderte Einwerben von Drittmitteln unverzichtbar. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Auf Vorschlag von Gr\u00fcnen und CDU soll im Kulturbereich vor allem bei den Festivals gespart werden \u2013 auch&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":603030,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1830],"tags":[100962,1634,3364,29,125670,30,1109,2839,80,125671,1441,19211],"class_list":{"0":"post-603029","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-stuttgart","8":"tag-about-pop","9":"tag-baden-wuerttemberg","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-doppelhaushalt-2026-27","13":"tag-germany","14":"tag-haushalt","15":"tag-kommunalpolitik","16":"tag-kultur","17":"tag-streichliste","18":"tag-stuttgart","19":"tag-stuttgarter-ballett"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115614710292010829","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/603029","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=603029"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/603029\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/603030"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=603029"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=603029"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=603029"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}