{"id":603117,"date":"2025-11-26T07:51:14","date_gmt":"2025-11-26T07:51:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/603117\/"},"modified":"2025-11-26T07:51:14","modified_gmt":"2025-11-26T07:51:14","slug":"us-regierung-drueckt-bei-ukraine-diplomatie-aufs-tempo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/603117\/","title":{"rendered":"US-Regierung dr\u00fcckt bei Ukraine-Diplomatie aufs Tempo"},"content":{"rendered":"<p>\n    WASHINGTON\/KIEW (dpa-AFX) &#8211; Die USA machen in den Gespr\u00e4chen \u00fcber ein Kriegsende in der Ukraine weiter Druck und streben rasche Fortschritte an. Es gebe nur noch wenige strittige Punkte, schrieb Pr\u00e4sident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social. In der Hoffnung, dass der Plan finalisiert werden kann, wies er seine Unterh\u00e4ndler an, sich in B\u00e4lde jeweils zeitgleich mit Vertretern Russlands und der Ukraine zu treffen.<\/p>\n<p>    Trump zufolge soll sein Sondergesandter Steve Witkoff &#8222;vermutlich n\u00e4chste Woche&#8220; mit Kremlchef Wladimir Putin in Moskau sprechen, w\u00e4hrend sich der als Unterh\u00e4ndler agierende Staatssekret\u00e4r im US-Verteidigungsministerium, Daniel Driscoll, mit den Ukrainern trifft. F\u00fcr eine Einigung auf ein Abkommen habe er &#8222;keine Deadline&#8220; gesetzt, sagte Trump sp\u00e4ter auf einem Flug nach Florida. Zugleich nahm der Republikaner Witkoff gegen &#8211; auch innerhalb der Pr\u00e4sidentenpartei laut gewordene &#8211; Vorw\u00fcrfe in Schutz, er agiere zu russlandfreundlich und habe sich damit als Unterh\u00e4ndler disqualifiziert.<\/p>\n<p>    Kritiker hatten den urspr\u00fcnglich 28 Punkte umfassenden Friedensplan der USA &#8211; den Trump nur mehr als &#8222;Konzept&#8220; verstanden haben will, obwohl er die Ukraine anfangs zu einer Annahme bis sp\u00e4testens Donnerstag gedr\u00e4ngt hatte &#8211; als einseitige &#8222;russische Wunschliste&#8220; kritisiert, auch weil die Ukraine zu inakzeptablen territorialen Zugest\u00e4ndnissen gedr\u00e4ngt worden sei.<\/p>\n<p>    Den Vorwurf zu den Gebietsabtretungen wies Trump nun zur\u00fcck. &#8222;Letztendlich ist das Gebiet, das in den n\u00e4chsten Monaten ohnehin von Russland erobert werden k\u00f6nnte&#8220;, sagte er an Bord der Pr\u00e4sidentenmaschine Air Force One. Die Entwicklung bewege sich &#8222;nur in eine Richtung&#8220; &#8211; womit er meint: zugunsten Russlands. Dennoch werde auch Moskau Zugest\u00e4ndnisse machen, n\u00e4mlich &#8222;mit dem K\u00e4mpfen aufh\u00f6ren und kein weiteres Land mehr erobern&#8220;.<\/p>\n<p>    Europ\u00e4er wollen Einigung mit USA auf Sicherheitsgarantien<\/p>\n<p>    Die westlichen Unterst\u00fctzer der Ukraine, die vom Abkommensentwurf aus Washington \u00fcberrumpelt worden waren, wollen nun m\u00f6glichst rasch verl\u00e4ssliche Sicherheitsgarantien f\u00fcr die Ukraine festzurren, die sie in der urspr\u00fcnglichen Fassung noch vermisst hatten. Das erkl\u00e4rten die Vorsitzenden der sogenannten Koalition der Willigen nach einer gemeinsamen Schalte, wie die Bundesregierung am Abend mitteilte.<\/p>\n<p>    Die Staats- und Regierungschefs h\u00e4tten mit US-Au\u00dfenminister Marco Rubio vereinbart, &#8222;die gemeinsame Arbeit mit den Vereinigten Staaten zu beschleunigen, um die Ausgestaltung der Sicherheitsgarantien voranzutreiben&#8220;, hie\u00df es. Ein dauerhafter Frieden m\u00fcsse durch robuste und glaubw\u00fcrdige Sicherheitsgarantien untermauert werden, damit k\u00fcnftige Aggressionen Russlands verhindert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>    Bei den in den vergangenen Tagen diskutierten Vorschl\u00e4gen geht es insbesondere auch darum, wie die Ukraine davor gesch\u00fctzt werden kann, dass sich Russlands Milit\u00e4r nach einem Ende des Krieges konsolidiert, neu aufr\u00fcstet und einen weiteren Angriff vorbereitet. Zur konkreten Form derartiger Sicherheitsvorkehrungen ist bislang aber wenig \u00f6ffentlich bekanntgeworden.<\/p>\n<p>Wie weit sind sich USA und Ukraine einig?<\/p>\n<p>    &#8222;Es ist unser gemeinsames Interesse, dass Sicherheit real ist&#8220;, sagte der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft vom Dienstag. Zu Details der Gespr\u00e4che \u00fcber einen Friedensplan, die am Wochenende mit den USA in Genf gef\u00fchrt worden waren, \u00e4u\u00dferte er sich nicht. Man habe am Dienstag aber weiter am Textentwurf gearbeitet. &#8222;Die Prinzipien dieses Dokuments k\u00f6nnen zur Grundlage einer umfassenden Vereinbarung weiterentwickelt werden&#8220;, erkl\u00e4rte Selenskyj.<\/p>\n<p>    Nach Angaben aus dem Wei\u00dfen Haus und aus Kiew sind sich beide Seiten weitgehend einig \u00fcber eine gemeinsame Position, auf die dann Moskau reagieren m\u00fcsste. &#8222;Es gibt einige wenige delikate, aber nicht un\u00fcberwindbare Details, die gekl\u00e4rt werden m\u00fcssen und die weitere Gespr\u00e4che zwischen der Ukraine, Russland und den USA erfordern&#8220;, schrieb Trumps Sprecherin Karoline Leavitt im sozialen Netzwerk X.<\/p>\n<p>Nur Details oder ungekl\u00e4rte Gretchenfragen?<\/p>\n<p>    Unklar ist, ob sich hinter diesen &#8222;Details&#8220; nicht gerade die Hauptfrage verbirgt, wie mit den ukrainischen Gebietsverlusten umgegangen werden soll. Das vom Nachbarn Russland im Februar 2022 v\u00f6lkerrechtswidrig attackierte Land hat bislang jegliche Gebietsabtretungen an den Angreifer abgelehnt. Die gro\u00dfen Zugest\u00e4ndnisse, die der Ukraine im urspr\u00fcnglichen US-Plan abverlangt wurden, warfen wiederum die Frage auf, wie wichtig der US-Regierung eine f\u00fcr Kiew akzeptable Form des Deals ist.<\/p>\n<p>    Ein weiterer Gespr\u00e4chsstrang wurde Medienberichten zufolge am Dienstag am Persischen Golf verfolgt: Dort traf sich demnach eine US-Delegation in Abu-Dhabi mit russischen Vertretern.<\/p>\n<p>    Heute wollen die Au\u00dfenminister der EU-Staaten am sp\u00e4ten Vormittag in einer Videoschalte \u00fcber die j\u00fcngsten Entwicklungen beraten. Eine Frage d\u00fcrfte sein, wie die Europ\u00e4ische Union verhindern kann, dass die Ukraine von den USA zu allzu gro\u00dfen Zugest\u00e4ndnissen gegen\u00fcber Russland gezwungen wird. Die Europ\u00e4er sehen das gro\u00dfe Risiko, dass sich die Sicherheitslage auch f\u00fcr sie verschlechtern k\u00f6nnte, sollte der Aggressor als klarer Sieger aus dem Konflikt hervorgehen &#8211; und damit ermutigt werden, auch k\u00fcnftig das V\u00f6lkerrecht zu brechen, wenn sich der Kreml davon einen Vorteil verspricht.<\/p>\n<p>Trump spricht \u00fcber Treffen mit Selenskyj und Putin<\/p>\n<p>    Trump stellte Treffen mit Putin und Selenskyj in Aussicht &#8211; &#8222;aber NUR, wenn der Deal zur Beendigung dieses Krieges FINAL ist oder sich auf der Zielgeraden befindet&#8220;, wie er auf Truth Social schrieb. Ob er sich mit ihnen jeweils in Zweier- oder in einer Dreierkonstellation treffen will, sagte Trump nicht.<\/p>\n<p>    Nato-Generalsekret\u00e4r Mark Rutte warnte vor zu hohen Erwartungen an eine rasche Verwirklichung des von den USA verfolgten Friedensplans. &#8222;Er enth\u00e4lt einige starke, aber auch einige schwierige Elemente, die noch mehr Arbeit und Verhandlungen erfordern&#8220;, sagte Rutte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) und der spanischen Zeitung &#8222;El Pais&#8220;. &#8222;Auf dem Weg zum Frieden sind wir noch l\u00e4ngst nicht am Ziel.&#8220;\/fko\/DP\/stk<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"WASHINGTON\/KIEW (dpa-AFX) &#8211; Die USA machen in den Gespr\u00e4chen \u00fcber ein Kriegsende in der Ukraine weiter Druck und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":20500,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,665,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-603117","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-boerse","11":"tag-headlines","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-united-states","16":"tag-united-states-of-america","17":"tag-us","18":"tag-usa","19":"tag-vereinigte-staaten","20":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115614913934708406","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/603117","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=603117"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/603117\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/20500"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=603117"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=603117"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=603117"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}