{"id":603404,"date":"2025-11-26T10:37:16","date_gmt":"2025-11-26T10:37:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/603404\/"},"modified":"2025-11-26T10:37:16","modified_gmt":"2025-11-26T10:37:16","slug":"deutschlands-nettobeitrag-ist-fast-dreimal-so-gross-wie-der-des-zweitplatzierten-frankreich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/603404\/","title":{"rendered":"Deutschlands Nettobeitrag ist fast dreimal so gro\u00df wie der des Zweitplatzierten Frankreich"},"content":{"rendered":"<p>Die Bundesrepublik zahlt rund 13 Milliarden Euro mehr in den EU-Topf ein, als sie daraus zur\u00fcckerh\u00e4lt. Die Summe sinkt seit Jahren \u2013 doch der Grund ist alles andere als positiv. Wer zahlt? Wer bekommt am meisten? Alle EU-L\u00e4nder im \u00dcberblick.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Deutschland bleibt einer Studie zufolge trotz Wirtschaftskrise mit Abstand der Nettozahler Nummer eins der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/europaeische-union\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/europaeische-union\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Europ\u00e4ischen Union<\/a>. Im vergangenen Jahr zahlte Europas gr\u00f6\u00dfte Volkswirtschaft 13,1 Milliarden Euro mehr in den EU-Topf ein, als sie daraus erhielt, wie eine Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW K\u00f6ln) zeigt.<\/p>\n<p>Die schwache Konjunktur in Deutschland macht sich jedoch bemerkbar: 2022 lagen die Nettozahlungen noch bei 19,7 Milliarden Euro, <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article252962748\/Deutschland-zahlt-doppelt-so-viel-wie-Zweitplatzierter-Frankreich.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article252962748\/Deutschland-zahlt-doppelt-so-viel-wie-Zweitplatzierter-Frankreich.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">2023 bei 17,4 Milliarden Euro<\/a>. Der aktuelle Wert entspricht in etwa dem Schnitt der Vor-Brexit-Jahre 2014 bis 2020 von 13,5 Milliarden Euro, als Gro\u00dfbritannien noch in den Topf einzahlte.<\/p>\n<p>Auf Platz zwei liegt Frankreich, das im vergangenen Jahr 4,8 Milliarden Euro mehr abf\u00fchrte als zur\u00fcckflossen (2023: 8,96 Mrd. Euro). Auf Platz drei folgt Italien mit einem Nettobeitrag von 1,6 Milliarden Euro (4,5 Mrd. Euro). <\/p>\n<p>Gr\u00f6\u00dfter Nettoempf\u00e4nger sind demnach Griechenland mit 3,5 Milliarden Euro vor Polen (2,9 Milliarden Euro) und Rum\u00e4nien (2,7 Milliarden Euro). 2023 lag hier Polen mit 8,1 Milliarden Euro klar auf dem ersten Platz.<\/p>\n<p>Europas Nettozahler:<\/p>\n<ul>\n<li>Deutschland: 13,1 Milliarden Euro<\/li>\n<li>Frankreich: 4,8 Milliarden Euro<\/li>\n<li>Italien: 1,6 Milliarden Euro<\/li>\n<li>Niederlande: 1,5 Milliarden Euro<\/li>\n<li>Schweden: 1 Milliarde Euro<\/li>\n<li>\u00d6sterreich: 854 Millionen Euro<\/li>\n<li>Irland: 701 Millionen Euro<\/li>\n<li>D\u00e4nemark: 481 Millionen Euro<\/li>\n<li>Finnland: 309 Millionen Euro<\/li>\n<\/ul>\n<p>Europas Nettoempf\u00e4nger:<\/p>\n<ul>\n<li>Griechenland: 3,5 Milliarden Euro<\/li>\n<li>Polen: 2,9 Milliarden Euro<\/li>\n<li>Rum\u00e4nien: 2,7 Milliarden Euro<\/li>\n<li>Spanien: 2,2 Milliarden Euro<\/li>\n<li>Ungarn: 2 Milliarden Euro<\/li>\n<li>Bulgarien: 1,4 Milliarden Euro<\/li>\n<li>Slowakei: 1,4 Milliarden Euro<\/li>\n<li>Litauen: 1,3 Milliarden Euro<\/li>\n<li>Portugal: 1,3 Milliarden Euro<\/li>\n<li>Tschechien: 1,1 Milliarden Euro<\/li>\n<li>Kroatien: 1,1 Milliarden Euro<\/li>\n<li>Lettland: 1 Milliarde Euro<\/li>\n<li>Belgien: 955 Millionen Euro<\/li>\n<li>Estland: 610 Millionen Euro<\/li>\n<li>Slowenien: 515 Millionen Euro<\/li>\n<li>Luxemburg: 380 Millionen Euro<\/li>\n<li>Zypern: 115 Millionen Euro<\/li>\n<li>Malta: 109 Millionen Euro<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u201eDer EU-Haushalt ist ein Spiegel der wirtschaftlichen Machtverh\u00e4ltnisse in Europa\u201c, sagte IW-Expertin Samina Sultan. Wachstumsstarke L\u00e4nder wie Polen erhielten zuletzt weniger Unterst\u00fctzung. \u201eDeutschland und Frankreich sind die Sorgenkinder der EU\u201c, f\u00fcgte Sultan hinzu. \u201eIhre Wirtschaftskrise zeigt sich auch an den kleiner werdenden Beitr\u00e4gen zum EU-Haushalt.\u201c<\/p>\n<p>Wegen der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article68e60b91c9fcb483178bb415\/statistisches-bundesamt-heftiger-schlag-fuer-deutsche-konjunktur-unternehmen-muessen-produktion-massiv-drosseln.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article68e60b91c9fcb483178bb415\/statistisches-bundesamt-heftiger-schlag-fuer-deutsche-konjunktur-unternehmen-muessen-produktion-massiv-drosseln.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">anhaltenden Flaute<\/a> k\u00f6nnte die Bundesrepublik 2025 erneut weniger netto einzahlen. \u201eDa Deutschland auch dieses Jahr, nach derzeitigen Prognosen, im Vergleich zu den anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern unterdurchschnittlich w\u00e4chst, d\u00fcrfte der deutsche Nettobeitrag auch f\u00fcr das laufende Jahr weiter abnehmen\u201c, sagte Sultan. <\/p>\n<p>Die EU-Kommission erwartet f\u00fcr Deutschland nach zwei Rezessionsjahren nur eine Stagnation. Dagegen soll etwa Frankreich im zu Ende gehenden Jahr um 0,7 Prozent wachsen, Spanien um 2,9 Prozent und die EU insgesamt um 1,4 Prozent.<\/p>\n<p>Deutsche zahlen pro Kopf 157 Euro an die EU<\/p>\n<p>Netto zahlte jeder B\u00fcrger in Deutschland im vergangenen Jahr rund 157 Euro an die EU \u2013 auch das bedeutet den ersten Platz, gefolgt von Irland mit 130 Euro. Bis 2020 hat die EU-Kommission ihre Statistik \u00fcber die Nettozahler und -empf\u00e4nger noch selbst ver\u00f6ffentlicht. Sie verzichte inzwischen aber aus politischen Gr\u00fcnden darauf, so das IW. \u201eZwar lassen sich die Effekte der europ\u00e4ischen Integration nicht auf die Nettopositionen der Mitgliedstaaten reduzieren, aus Transparenzgr\u00fcnden ist ihre Berechnung dennoch wichtig\u201c, betonte das Institut.<\/p>\n<p>Mit 560 Euro pro Kopf flie\u00dft den Berechnungen zufolge die h\u00f6chste Summe aus dem EU-Haushalt nach Luxemburg. Das sei aber auf Sondereffekte wie das Weltraumprogramm der Europ\u00e4ischen Union zur\u00fcckzuf\u00fchren, so das IW. Es folgen die drei baltischen Staaten Lettland (547 Euro), Estland (444 Euro) und Litauen (435 Euro).<\/p>\n<p>Seit der Corona-Krise erg\u00e4nzt der Wiederaufbaufonds \u201eNextGeneration EU\u201c den Haushalt und finanziert Investitionen in die Bereiche Digitalisierung und Klimaschutz. Rechnet man beide T\u00f6pfe zusammen, tragen \u00d6sterreich, Schweden und Irland dem IW zufolge gemessen an ihrer Wirtschaftsleistung die gr\u00f6\u00dfte Last \u2013 jeweils rund 0,5 Prozent. Deutschland folgt erst auf Platz sechs mit 0,35 Prozent.<\/p>\n<p>Auf der Empf\u00e4ngerseite f\u00fchrt Lettland mit gro\u00dfem Abstand die Rangliste an: Das Land erh\u00e4lt 3,12 Prozent, gefolgt von Estland mit 1,93 und Kroatien folgen mit 1,73 Prozent.<\/p>\n<p>Reuters\/sebe<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Bundesrepublik zahlt rund 13 Milliarden Euro mehr in den EU-Topf ein, als sie daraus zur\u00fcckerh\u00e4lt. 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