{"id":603738,"date":"2025-11-26T13:43:14","date_gmt":"2025-11-26T13:43:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/603738\/"},"modified":"2025-11-26T13:43:14","modified_gmt":"2025-11-26T13:43:14","slug":"taxi-nach-leipzig-neues-buch-zeigt-leipzig-als-eine-stadt-im-wandel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/603738\/","title":{"rendered":"&#8222;Taxi nach Leipzig&#8220; \u2013 Neues Buch zeigt Leipzig als eine Stadt im Wandel"},"content":{"rendered":"<p><a name=\"Bilder\">Bilder<\/a> aus Leipzig von preisgekr\u00f6ntem Fotografen<\/p>\n<p class=\"text\">\nDie Stadt und ihre Affekte begreifbar machen: Volkmann versucht es\u00a0durch Betrachtungen aus immer neuer Perspektive. Mal assoziativ, mal analytisch. Durch den Blick in historische R\u00fcckspiegel, durch harte Schnitte und schnelle Blenden. Visuell erg\u00e4nzt durch Schwarz-Wei\u00df-Bilder des preisgekr\u00f6nten <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/thueringen\/mitte-thueringen\/weimar\/bildband-buchenwald-kz-kultur-news-100.html\" title=\"Weimar: Neuer Bildband dokumentiert Spuren des KZ Buchenwald auf dem Ettersberg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fotografen Christian Rothe<\/a>. Im Fokus stehen dabei etwa die K\u00e4mpfe in der Stadt, ihre Spektakel, ihre Atemlosigkeit, ihre Br\u00fcche und Widerspr\u00fcchlichkeiten.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nSo zeigt sich Leipzig laut Gunnar Volkmann einerseits mit einer unglaublichen, weltgewandten Offenheit. Auf der anderen Seite aber finde eine &#8222;Aush\u00f6hlung der Innenstadt&#8220; statt, auch durch die Ver\u00e4nderung der Kaufgewohnheiten. Das beobachtet er aber auch in den Kiezen, Stadtteilen, Quartieren.\n<\/p>\n<p>Leipziger Innenstadt als Spiegel globaler Entwicklungen<\/p>\n<p class=\"text\">\nWie in einem Kaleidoskop schieben sich in Volkmanns Essay Momentaufnahmen aus der Stadtgeschichte und Skizzen weltweit pr\u00e4gender Prozesse ineinander: Globalisierung, Corona, Finanz- und Klimakrise. So vermittelt Volkmann: Ob man will oder nicht, Stadtentwicklung unterliegt immer auch dem Einfluss von Faktoren, die ihren Ursprung irgendwo in weiter Ferne haben.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nUnw\u00e4gbar sei zudem die Spielernatur des Menschen. &#8222;Wir sind ja heute alle Spieler, bewusst und unbewusst, gezwungenerma\u00dfen, freiwillig. Die Spiele finden als Gl\u00fccksspiele um Boden, um Raum, um H\u00e4user statt. In der besten Tradition eigentlich von Monopoly&#8220;, so Volkmann.\n<\/p>\n<p>Spielr\u00e4ume f\u00fcr Stadtentwicklung werden enger<\/p>\n<p class=\"text\">\nSelbst der Begriff Monopoly wird im Buch mehrfach abgewandelt. Nach Anti-Monopol und Dystopoly wird dann tats\u00e4chlich auch eine Utopie formuliert. Eine Utopie, wie es in Zukunft einmal aussehen k\u00f6nnte, wenn wir einfach eine andere Form finden, mit dem Spiel umzugehen. Nur w\u00fcrden Spielr\u00e4ume f\u00fcr diejenigen, die st\u00e4dtische R\u00e4ume entwickeln sollten, zuletzt immer enger.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\n&#8222;Innerhalb eines Zeitraums von 30 Jahren hat sich die Zahl der relevanten Normen, Regeln und Gesetze in der Bauwelt verf\u00fcnffacht, von 5.000 auf 25.000&#8220;, schreibt Volkmann in &#8222;Taxi nach Leipzig&#8220;. &#8222;W\u00e4hrend der Gr\u00fcnderzeit brauchte man f\u00fcr die Errichtung eines Wohngeb\u00e4udes circa zw\u00f6lf Zeichnungen. Heutzutage ben\u00f6tigen wir mindestens 300 Zeichnungen, f\u00fcr insgesamt circa 49.000 Entscheidungen.&#8220;\n<\/p>\n<p><a name=\"Volkmann\">Volkmann<\/a> formuliert Utopie f\u00fcr die Zukunft Leipzigs<\/p>\n<p class=\"text\">\nDennoch versucht Volkmann einen hoffnungsvollen Ausblick zu bieten: Auf eine Stadt, die sich im Einvernehmen entwickelt von Mensch, Natur und Technik. &#8222;Es gibt in diesem Buch ein Kapitel, wo ich sehr utopisch tats\u00e4chlich auch eine Landschaft entwerfe, wie diese Stadt in Zukunft aussehen k\u00f6nnte&#8220;, erz\u00e4hlt Volkmann im Gespr\u00e4ch mit MDR KULTUR. Da w\u00fcrden Bilder von unseren Nachbarl\u00e4ndern angef\u00fchrt, wie zum Beispiel Holland oder D\u00e4nemark, was das Fahrradfahren anbelangt: &#8222;Um dahin zu kommen, m\u00fcssen wir jetzt eigentlich sofort beginnen, das so schnell wie m\u00f6glich auch umzusetzen.&#8220;\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nWer sich auf &#8222;Taxi nach Leipzig&#8220; einl\u00e4sst, der taucht ein in die vielschichtige Gedankenwelt eines Autors, der einl\u00e4dt zum Nachdenken \u00fcber Gl\u00fcck und Elend von st\u00e4dtischem Leben, das immer enger und intensiver wird. Dabei zeigt sich Volkmann durch und durch voreingenommen: Er pl\u00e4diert f\u00fcr eine Stadtgesellschaft, die nicht nur hinnehmen, sondern kreativ und spielerisch mitgestalten will.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bilder aus Leipzig von preisgekr\u00f6ntem Fotografen Die Stadt und ihre Affekte begreifbar machen: Volkmann versucht es\u00a0durch Betrachtungen aus&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":603739,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1832],"tags":[32246,2250,3364,29,1885,30,80,66,71,81,6358,6361,859,3041,8926,143973,2566,93515,626,5337,83545,11030],"class_list":{"0":"post-603738","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-leipzig","8":"tag-wohnraum","9":"tag-architektur","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-fotografie","13":"tag-germany","14":"tag-kultur","15":"tag-kulturnachrichten","16":"tag-leipzig","17":"tag-mdr","18":"tag-neu","19":"tag-neuerscheinung","20":"tag-sachsen","21":"tag-stadt","22":"tag-stadtentwicklung","23":"tag-taxi-nach-leipzig","24":"tag-veraenderung","25":"tag-wohnraummangel","26":"tag-wohnung","27":"tag-wohnungen","28":"tag-wohnungsknappheit","29":"tag-wohnungsnot"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115616298114731028","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/603738","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=603738"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/603738\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/603739"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=603738"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=603738"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=603738"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}