{"id":604172,"date":"2025-11-26T17:49:14","date_gmt":"2025-11-26T17:49:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/604172\/"},"modified":"2025-11-26T17:49:14","modified_gmt":"2025-11-26T17:49:14","slug":"fasten-frueh-oder-spaet-essen-wie-der-zeitpunkt-ueber-erfolg-entscheidet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/604172\/","title":{"rendered":"Fasten: Fr\u00fch oder sp\u00e4t essen? Wie der Zeitpunkt \u00fcber Erfolg entscheidet"},"content":{"rendered":"<p>Beim Intervallfasten wird tags\u00fcber in einem bestimmten Zeitfenster gegessen. Nun haben Forscher untersucht, welchen Einfluss fr\u00fches oder sp\u00e4tes Essen auf den Fettstoffwechsel hat \u2013 und einen nachweisbaren Unterschied festgestellt.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Wer im Intervall fastet, verringert sein Risiko, an Adipositas oder Diabetes zu erkranken. Dar\u00fcber sind sich Ern\u00e4hrungsmediziner weltweit einig. Das Essen wird beim Intervallfasten auf einen bestimmten Zeitraum am Tag beschr\u00e4nkt, der nach den g\u00e4ngigen Methoden acht bis zehn Stunden lang sein sollte. Bislang war jedoch unklar, ob und welchen Einfluss der Zeitpunkt der Mahlzeiten auf den Stoffwechsel hat.<\/p>\n<p>Forscher haben nun herausgefunden: Wann wir essen, hat tats\u00e4chlich einen messbaren Einfluss auf den Fettstoffwechsel. Eine <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.science.org\/doi\/10.1126\/scitranslmed.adv6787\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.science.org\/doi\/10.1126\/scitranslmed.adv6787&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">neue Studie<\/a> des Deutschen Zentrums f\u00fcr Diabetesforschung (DZD) und des Deutschen Instituts f\u00fcr Ern\u00e4hrungsforschung Potsdam-Rehbr\u00fccke (DIfE) zeigt, dass ein fr\u00fcheres Essenszeitfenster im Tagesverlauf die Verarbeitung von Fetten im K\u00f6rper deutlich ver\u00e4ndert \u2013 selbst bei gleicher Kalorienzufuhr und N\u00e4hrstoffzusammensetzung.<\/p>\n<p>Das Forschungsteam um Prof. Olga Ramich untersuchte in der randomisierten Studie 31 Frauen mit \u00dcbergewicht oder Adipositas, die zwei Wochen lang einem Essensfenster von 8 bis 16 Uhr und anschlie\u00dfend zwei Wochen einem Fenster von 13 bis 21 Uhr folgten; jeweils mit identischer Kalorien- und N\u00e4hrstoffzufuhr. Vor und nach jeder Phase wurde den Teilnehmerinnen Blut abgenommen und nach den Interventionen jeweils zus\u00e4tzlich eine Probe aus dem Unterhautfettgewebe am Bauch entnommen.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend analysierten die Forscher unter anderem \u00fcber 300 Lipide und lipid\u00e4hnliche Molek\u00fcle im Blutplasma sowie Genaktivit\u00e4ten im K\u00f6rperfett \u2013 und entdeckten dabei deutliche Unterschiede. \u201eWir sehen, dass der Zeitpunkt der Mahlzeiten einen Einfluss auf die Regulation des Fettstoffwechsels hat\u201c, erkl\u00e4rte Ern\u00e4hrungsmedizinerin Ramich. \u201eFr\u00fches Essen \u2013 also im Einklang mit den internen zirkadianen Rhythmen \u2013 f\u00fchrt zu messbaren Ver\u00e4nderungen im Lipid-Profil und der Enzymaktivit\u00e4t, w\u00e4hrend sp\u00e4tes Essen diesen Effekt nicht zeigt.\u201c<\/p>\n<p>Fettgewebe reagiert auf Essenszeiten<\/p>\n<p>Mit moderner Lipidomik \u2013 einer umfassenden Untersuchung aller Lipide und deren Stoffwechselprodukte \u2013 stellten die Forscher fest, dass nur fr\u00fches Essen zu signifikanten Ver\u00e4nderungen f\u00fchrte. Die Konzentration von 103 Lipid-Arten nahm ab, darunter Ceramide und Phosphatidylcholine, die als Risikofaktoren f\u00fcr Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen gelten. Auch die Aktivit\u00e4t bestimmter Enzyme des Fettstoffwechsels ver\u00e4nderte sich beim fr\u00fchen Essen deutlich.<\/p>\n<p>Zudem untersuchte das Team die Genaktivit\u00e4t im Fettgewebe. Dabei fanden sich Unterschiede im Glycerophospholipid-Stoffwechselweg, der an der Bildung von Zellmembran und der Entz\u00fcndungsregulation beteiligt ist. \u201eUnsere Analysen zeigen, dass das Fettgewebe auf fr\u00fches und sp\u00e4tes Essen unterschiedlich reagiert\u201c, so Ramich. \u201eSo konnten wir einen spezifischen Signalweg identifizieren, dessen Beteiligung an den Essenszeit-Effekten bisher unbekannt war.\u201c<\/p>\n<p>Auch wenn klassische Blutparameter wie Cholesterin oder Triglyzeride unver\u00e4ndert blieben, verdeutlichen die molekularen Daten laut Ramich das Potenzial neuer Analysemethoden: \u201eSie deuten darauf hin, dass die Synchronisierung der Ern\u00e4hrung mit der inneren Uhr eine wirksame Strategie sein k\u00f6nnte, um den Fettstoffwechsel zu optimieren und Stoffwechselerkrankungen vorzubeugen.\u201c<\/p>\n<p>rc<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Beim Intervallfasten wird tags\u00fcber in einem bestimmten Zeitfenster gegessen. 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