{"id":604723,"date":"2025-11-26T23:03:34","date_gmt":"2025-11-26T23:03:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/604723\/"},"modified":"2025-11-26T23:03:34","modified_gmt":"2025-11-26T23:03:34","slug":"die-eu-fordert-wie-selbstverstaendlich-eine-nukleare-abschreckung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/604723\/","title":{"rendered":"Die EU fordert wie selbstverst\u00e4ndlich eine nukleare Abschreckung"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-size: 15px; font-weight: 500;\">\n<p>26. November 2025\n<\/p>\n<p>Ein Handels- und Kooperationsabkommen wird hier zu einem politischen Manifest der gegenseitigen Aufr\u00fcstung umgedeutet.<\/p>\n<p>Vor der morgigen Abstimmung \u00fcber den Bericht zur Umsetzung des EU-UK Trade and Cooperation Agreement (TCA) zeigt sich FP\u00d6-EU-Abgeordneter Georg Mayer tief besorgt \u00fcber die militarisierte Sto\u00dfrichtung des Textes. \u201eEin Handels- und Kooperationsabkommen wird hier zu einem politischen Manifest der gegenseitigen Aufr\u00fcstung umgedeutet. Anstatt wirtschaftliche Zusammenarbeit zu st\u00e4rken, wird ein sicherheitspolitischer \u00dcberbau konstruiert, der nie Gegenstand des Abkommens \u2013 geschweige denn demokratischer Zustimmung \u2013 war\u201c, so Mayer.<\/p>\n<p>Der Bericht fordert eine \u201egemeinsame europ\u00e4ische Verteidigungsindustriebasis\u201c, eine weitgehende milit\u00e4rische Ann\u00e4herung zwischen EU und UK, die Integration des Vereinigten K\u00f6nigreichs in EU-R\u00fcstungsprogramme wie EDF, EDIP, EDIRPA und der Europ\u00e4ische Verteidigungsagentur EDA, sowie den Aufbau gemeinsamer Produktionskapazit\u00e4ten \u2013 inklusive ukrainischer R\u00fcstungsbetriebe. \u201eDas ist eine sicherheits- und verteidigungspolitische Agenda, die man der \u00d6ffentlichkeit als technische Umsetzung des Handelsabkommens verkaufen will. In Wahrheit ist es ein massiver Schritt in Richtung Militarisierung der EU\u201c, kritisiert Mayer.<\/p>\n<p>Besonders alarmierend ist f\u00fcr Mayer, dass der Bericht ganz offen die Bedeutung der nuklearen Abschreckung f\u00fcr den Schutz Europas unterstreicht. \u201eSeit wann spricht die EU eigentlich so selbstverst\u00e4ndlich \u00fcber Atomwaffen?\u201c, fragt Mayer. \u201eGerade in Tagen, in denen wir von Hoffnung auf einen m\u00f6glichen Frieden in der Ukraine h\u00f6ren, beginnt die EU wieder \u00fcber Nuklearstrategien zu diskutieren. Das ist f\u00fcr die Menschen in Europa ein fatales Signal.\u201c<\/p>\n<p>Noch brisanter: \u201eBereits heute wurde im EU-Parlament dar\u00fcber debattiert, ob Atomwaffen als nachhaltige Finanzierungsinstrumente eingestuft werden k\u00f6nnen. Es scheint, als wolle man jede politische Gelegenheit nutzen, um den Weg f\u00fcr eine verst\u00e4rkte nukleare R\u00fcstungslogik freizumachen \u2013 unabh\u00e4ngig vom eigentlichen Thema\u201c, so der steirische Abgeordnete weiter. \u201eDie EU wurde als Friedensprojekt gegr\u00fcndet, nicht als milit\u00e4rischer Block mit nuklearem Unterbau\u201c schlie\u00dft Mayer.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"26. November 2025 Ein Handels- und Kooperationsabkommen wird hier zu einem politischen Manifest der gegenseitigen Aufr\u00fcstung umgedeutet. 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