{"id":604740,"date":"2025-11-26T23:12:17","date_gmt":"2025-11-26T23:12:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/604740\/"},"modified":"2025-11-26T23:12:17","modified_gmt":"2025-11-26T23:12:17","slug":"licht-luft-kraftstoff-neue-anlage-fuer-synthetisches-erdgas-in-duisburg-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/604740\/","title":{"rendered":"Licht + Luft = Kraftstoff: Neue Anlage f\u00fcr synthetisches Erdgas in Duisburg"},"content":{"rendered":"<p>            <a href=\"https:\/\/lokalklick.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/DU_IMG_3379.jpg\" data-caption=\"Vor der neuen Anlage mit Ministerpr\u00e4sident Hendrik W\u00fcst (1. Reihe, 4.v.l.) und Rektorin Prof. Dr. Barbara Albert (1. Reihe 3.v.r) (Foto: Britt Knautz)\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"696\" height=\"399\" class=\"entry-thumb td-modal-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/DU_IMG_3379-696x399.jpg\"   alt=\"\" title=\"DU_IMG_3379\"\/><\/a>Vor der neuen Anlage mit Ministerpr\u00e4sident Hendrik W\u00fcst (1. Reihe, 4.v.l.) und Rektorin Prof. Dr. Barbara Albert (1. Reihe 3.v.r) (Foto: Britt Knautz)<br \/>\n            Anzeigen<a href=\"https:\/\/www.st-augustinus-kliniken.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/221124-Banner-Advent-2184x810-TR-V01-RZ.jpg\"\/><\/a><\/p>\n<p><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rugana.de\/de\/Mecklenburg-Vorpommern\/Insel.Ruegen\/D41\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/FeWo-Dranske-2-1456.jpg\"\/><\/a><\/p>\n<p><\/p>\n<p><strong>Duisburg.\u00a0<\/strong>Am Zentrum f\u00fcr Brennstoffzellen-Technik, einem An-Institut der Universit\u00e4t Duisburg-Essen, nimmt Greenlyte Carbon Technologies am 20. November seine erste kommerzielle Liquid-Solar-Anlage in Betrieb. Sie basiert auf Prozessschritten, die an der Universit\u00e4t Duisburg-Essen erforscht und entwickelt wurden. CO\u2082 wird aus der Luft gebunden und gr\u00fcner Wasserstoff erzeugt \u2013 eine Technologie, die die Ausgangsstoffe f\u00fcr klimaneutrale Kraftstoffe liefert. Die feierliche Er\u00f6ffnung \u00fcbernahm Hendrik W\u00fcst, Ministerpr\u00e4sident von Nordrhein-Westfalen, im Beisein weiterer hochrangiger Vertreter:innen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft.<\/p>\n<p>Die Direct Air Capture-Technologie ist darauf ausgelegt, Kohlendioxid (CO\u2082) effizient aus der Umgebungsluft zu entfernen und in synthetische Kraftstoffe umzuwandeln. Bereiche wie Luftfahrt, Schifffahrt und Industrie k\u00f6nnen somit ihren Aussto\u00df an klimasch\u00e4dlichem CO\u2082 deutlich senken. Die nun in Duisburg er\u00f6ffnete Anlage im industriellen Ma\u00dfstab nutzt eine Kombination aus CO2-Bindung und Wasserelektrolyse, um die Grundstoffe f\u00fcr synthetisches Erdgas zu erzeugen (Details des Verfahrens: siehe unten).<\/p>\n<p>Die Anlage am Zentrum f\u00fcr Brennstoffzellen-Technik (ZBT) wird j\u00e4hrlich etwa 40 Tonnen CO\u2082 aus der Luft binden und als Reingas bereitstellen, wovon ein Teil in der ZBT-eigenen Anlage zu insgesamt f\u00fcnf Tonnen synthetischen Erdgases (SNG) umgesetzt wird. Die modulare Technik l\u00e4sst sich leicht skalieren und l\u00e4uft vollst\u00e4ndig elektrisch \u2013 ein Vorteil gegen\u00fcber bisherigen Verfahren, die auf hohe Temperaturen angewiesen sind und deutlich schlechtere Wirkungsgrade aufweisen.<\/p>\n<p>Die nachhaltige Zukunftstechnologie basiert auf der 15-j\u00e4hrigen Forschungsarbeit von Dr. Peter Behr, der sich an der Universit\u00e4t Duisburg-Essen intensiv mit dem Prozess des Carbon Capture auseinandergesetzt und gemeinsam mit Florian Hildebrand und Dr. Niklas Friederichsen 2022 die Greenlyte Carbon Technologies GmbH gegr\u00fcndet hat. An der nun in Duisburg er\u00f6ffneten Anlage ist neben dem Lehrstuhl f\u00fcr Energieverfahrenstechnik und Energiesysteme der Universit\u00e4t Duisburg-Essen auch der Lehrstuhl f\u00fcr Technische Thermodynamik der RWTH Aachen beteiligt.* Die Universit\u00e4t Duisburg-Essen unterst\u00fctzte, indem ihr Gr\u00fcndungszentrum GUIDE die Ausgr\u00fcndung begleitete.<\/p>\n<p>\u201eDiese Anlage zeigt eindrucksvoll, wie Ergebnisse der universit\u00e4ren Forschung in Startups und industrielle Dimensionen transferiert werden k\u00f6nnen\u201c, sagt Prof. Dr. Barbara Albert, Rektorin der Universit\u00e4t Duisburg-Essen. \u201eMit Greenlyte wird Wissen aus der Forschung umgesetzt in moderne Technologie f\u00fcr Klimaneutralit\u00e4t.\u201c<\/p>\n<p>Mitgr\u00fcnder Dr. Niklas Friederichsen sieht im Wasserstoff-Testfeld am Campus Duisburg den idealen Standort f\u00fcr die Liquid-Solar-Anlage: \u201cDas Wasserstoff-Testfeld des ZBT befindet sich 20 km entfernt vom Firmensitz der Greenlyte Carbon Technologies. Wir glauben an schnelle, iterative Entwicklungsprozesse, f\u00fcr die r\u00e4umliche N\u00e4he und ein enger Austausch mit den Kolleg:innen von unsch\u00e4tzbarem Wert sind. Am Standort selbst, aber insgesamt im Ruhrgebiet, wurde \u00fcber die letzten Jahre eine F\u00fclle an Infrastruktur und Wasserstoff-Know-How aufgebaut, von dem wir als innovatives Unternehmen sehr profitieren. Hier k\u00f6nnen wir unsere Technologie im industriellen Ma\u00dfstab weiterentwickeln, um sie robust und \u00fcber viele tausend Stunden validiert im n\u00e4chsten Schritt zu kommerzialisieren. Die Er\u00f6ffnung heute ist f\u00fcr uns ein wichtiger Meilenstein in der Demonstration unserer Technologie auf industrieller Skala.\u201d<\/p>\n<p><strong>Zur Verfahrenstechnik:<\/strong><\/p>\n<p>Die Direct-Air-Capture-Technologie basiert auf einem kontinuierlich betriebenen, dreistufigen Prozess:<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Absorption:<\/strong> Umgebungsluft wird durch eine S\u00e4ule geleitet, in der Kohlendioxid (CO\u2082) mit einem unternehmenseigenen Absorptionsmittel reagiert. Das Gas wird dabei in Form von Bicarbonat chemisch gebunden.<\/li>\n<li><strong>Kristallisation und Trennung:<\/strong> Die bicarbonatreiche L\u00f6sung wird kontrolliert auskristallisiert. Es bilden sich feste Carbonatkristalle, die unkompliziert zu handhaben und zu lagern sind.<\/li>\n<li><strong>Elektrochemische Desorption:<\/strong> Eine w\u00e4ssrige Bicarbonatl\u00f6sung wird elektrochemisch direkt zu Kohlendioxid (CO2) und Wasserstoff (H2) umgewandelt. H2 und CO2 stehen direkt als Ausgangsstoff f\u00fcr die Synthese von synthetischem Kraftstoff wie z.B. SNG oder Methanol zur Verf\u00fcgung. Das Absorptionsmittel wird f\u00fcr den n\u00e4chsten Zyklus regeneriert.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die modular aufgebaute Technologie arbeitet mit ungiftigen Materialien und l\u00e4sst sich flexibel mit intermittierenden erneuerbaren Energiequellen koppeln.<\/p>\n<p>* Zu den Investoren von Greenlyte Carbon Technologies geh\u00f6ren Earlybird, die Green Generation Management GmbH, die Carbon Removal Partners AG, die AENU Advisor GmbH und Partech. Partner sind neben der Universit\u00e4t Duisburg-Essen und dem ZBT unter anderem die Evonik Industries AG, D\u00fcsseldorf Airport, das Max-Planck-Institut f\u00fcr chemische Energiekonversion, die Aachener Verfahrenstechnik der RWTH Aachen, die Fumatech BWT GmbH, Uniper SE und MB Energy.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Vor der neuen Anlage mit Ministerpr\u00e4sident Hendrik W\u00fcst (1. 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