{"id":605074,"date":"2025-11-27T02:37:20","date_gmt":"2025-11-27T02:37:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/605074\/"},"modified":"2025-11-27T02:37:20","modified_gmt":"2025-11-27T02:37:20","slug":"krankenhaeuser-berlin-klinik-konzern-vivantes-drohen-streiks-im-neuen-jahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/605074\/","title":{"rendered":"Krankenh\u00e4user \u2013 Berlin: Klinik-Konzern Vivantes drohen Streiks im neuen Jahr"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img314607\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/314607.jpeg\" alt=\"F\u00fcr gleiche Bezahlung wollen die Besch\u00e4ftigten der Vivantes-Service-T\u00f6chter die Puppen zum vorerst letzten Mal herausholen.\"\/><\/p>\n<p>F\u00fcr gleiche Bezahlung wollen die Besch\u00e4ftigten der Vivantes-Service-T\u00f6chter die Puppen zum vorerst letzten Mal herausholen.<\/p>\n<p>Foto: dpa\/J\u00f6rg Carstensen<\/p>\n<p>Berlins gr\u00f6\u00dfter Krankenhauskonzern steht <a data-id=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1194465.arbeitskaempfe-tarifrunde-am-vivantes-berlin-die-rueckkehr-der-servicekraefte.html\" data-type=\"link\" href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1194465.arbeitskaempfe-tarifrunde-am-vivantes-berlin-die-rueckkehr-der-servicekraefte.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">vor einer schweren Tarifrunde<\/a>. F\u00fcr die Besch\u00e4ftigten der Tochtergesellschaften der Vivantes \u2013 Netzwerk f\u00fcr Gesundheit GmbH hat die Gewerkschaft Verdi vergangene Woche ihre Tarifforderungen bekanntgegeben. Im Kern fordert Verdi f\u00fcr die etwa 2500 Besch\u00e4ftigten eine Gleichstellung mit ihren Kolleg*innen, die direkt bei der Muttergesellschaft angestellt sind und f\u00fcr die der Tarifvertrag der Besch\u00e4ftigten des Bundes und der Kommunen (TV\u00f6D) gilt. Die Vivantes-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung erkl\u00e4rte die Forderungen nach einem von ihr benannten \u00bbTV\u00f6D Plus\u00ab umgehend f\u00fcr \u00bbnicht finanzierbar\u00ab.<\/p>\n<p>Der Vivantes-Konzern gilt als hochgradig sanierungsbed\u00fcrftig. Das vergangene Jahr beschloss er mit einem Verlust von 146 Millionen Euro. In diesem Jahr rechnet die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung mit einem Minus von 135,1 Millionen Euro. Dabei bezuschusste das Land Berlin den Konzern im vergangenen Jahr mit 150 Millionen Euro. In diesem Jahr flossen schon 154,1 Millionen Euro. Bereits <a data-id=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1175742.gesundheitsversorgung-berliner-krankenhaeuser-gegen-finanzierung-von-vivantes.html\" data-type=\"link\" href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1175742.gesundheitsversorgung-berliner-krankenhaeuser-gegen-finanzierung-von-vivantes.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">die vergangenen Zuwendungen gelten als rechtlich fragw\u00fcrdig<\/a>. F\u00fcr die Jahre 2026 und 2027 sind im Entwurf \u00fcber den Landeshaushalt weitere Kapitalzuf\u00fchrungen von 254,1 und 239 Millionen Euro vorgesehen.<\/p>\n<p>Forderungen von Verdi<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li><strong>100-prozentige Angleichung<\/strong> der T\u00f6chtervertr\u00e4ge <strong>an den TV\u00f6D<\/strong><\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li><strong>Einmalzahlung von 2000 Euro<\/strong> an alle Besch\u00e4ftigten<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li><strong>Drei zus\u00e4tzliche Urlaubstage f\u00fcr Verdi-Mitglieder<\/strong> oder wahlweise 200 Euro f\u00fcr jeden der drei nicht genommenen Urlaubstage<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Teilzeitkr\u00e4fte bekommen <strong>Anrecht auf eine Vollzeitstelle<\/strong>\u2003cle&#13;<br \/>\n\t&#13;\n\t<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>\u00bbVivantes macht Defizite, wie auch die Charit\u00e9, wie fast jedes andere Krankenhaus in Deutschland\u00ab, sagte Verdi-Gewerkschaftssekret\u00e4r Max Manzey zu \u00bbnd\u00ab. Die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung habe dabei mehrmals klargestellt, dass Einsparungen \u00fcber die Personalkosten nicht geplant seien. Eine Entwicklung bei den Arbeitsbedingungen m\u00fcsse auch w\u00e4hrend der Sanierung m\u00f6glich sein, sagte Manzey. Bis 2029 will Vivantes das j\u00e4hrliche Defizit um 110 Millionen Euro verringern. Im \u00dcbrigen, sagt Manzey, sei in den vergangenen Jahren bereits enorm an Personalkosten gespart worden: \u00bbDie Tarifflucht durch die Unterbezahlung in den Tochtergesellschaften war die gr\u00f6\u00dfte Einsparma\u00dfnahme bei Vivantes.\u00ab<\/p>\n<p>In einer Mitteilung bezifferte Vivantes die Kosten f\u00fcr eine Anwendung des TV\u00f6D auf j\u00e4hrlich 15 Millionen Euro. \u00bbDie Erf\u00fcllung der jetzigen Tarif-Forderungen w\u00fcrde aber die Sanierung und damit letztlich den Fortbestand der Tochterunternehmen gef\u00e4hrden\u00ab, erkl\u00e4rte Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Dorothea Schmidt. Bei der Pr\u00e4sentation der Gesch\u00e4ftszahlen im Mai dieses Jahres hatte sie noch erkl\u00e4rt, dass Vivantes zu seinem Versprechen stehe, \u00bbauch in herausfordernden Zeiten eine attraktive und verl\u00e4ssliche Arbeitgeberin zu sein\u00ab.<\/p>\n<p>Jetzt verwies Schmidt auf \u00bbvergleichbare Tarifabschl\u00fcsse\u00ab als \u00bbBenchmark\u00ab f\u00fcr die kommenden Verhandlungen. An der Charit\u00e9 hatten die Besch\u00e4ftigten der dortigen Tochter-Gesellschaft Charit\u00e9 Facility Management (CFM) nach 48 Streiktagen <a data-id=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1192128.arbeitskampf-charite-berlin-verdi-basis-segnet-tarifeinigung-bei-der-cfm-ab.html\" data-type=\"link\" href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1192128.arbeitskampf-charite-berlin-verdi-basis-segnet-tarifeinigung-bei-der-cfm-ab.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">einen Abschluss erk\u00e4mpft, der bis 2030 schrittweise das TV\u00f6D-Niveau garantiert<\/a>.<\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>&#13;<\/p>\n<p>\u00bbDie Tarifflucht durch die Unterbezahlung in den Tochtergesellschaften war die gr\u00f6\u00dfte Einsparma\u00dfnahme bei Vivantes.\u00ab<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\nMax Manzey (Verdi)\u2003Gewerkschaftssekret\u00e4r<\/p><\/blockquote>\n<p>Eigentlich hat die schwarz-rote Regierungskoalition in Berlin beschlossen, die Tochtergesellschaften von Charit\u00e9 und Vivantes wieder in die Stammunternehmen zur\u00fcckzuf\u00fchren. Eine Senats-Arbeitsgruppe hatte im April aber davon abgeraten: \u00bbVor dem Hintergrund der gegenw\u00e4rtigen Haushaltslage erscheint eine Integration der Tochtergesellschaften der Arbeitsgruppe derzeit nicht als gangbarer Weg\u00ab, hie\u00df es in dem Bericht. Eine Wiedereingliederung w\u00fcrde Vivantes j\u00e4hrlich mindestens 50\u2005Millionen Euro mehr kosten, an der Charit\u00e9 w\u00e4ren es 50,8 Millionen Euro. K\u00fcnftige Verbesserungen des TV\u00f6D waren nicht eingerechnet.<\/p>\n<p>Verdi geht von harten Auseinandersetzungen aus und lehnt daher einen Verhandlungsbeginn vor dem Jahreswechsel ab, wie Vivantes ihn vorgeschlagen hatte. Nun trifft man sich am 14. Januar 2026, dann gilt keine Friedenspflicht mehr und Verdi hat \u00bbdie M\u00f6glichkeit, mit entsprechenden Arbeitskampfma\u00dfnahmen zu reagieren\u00ab, sagte Manzey. Die CFM mache vielen Besch\u00e4ftigten Mut. Zugleich versp\u00fcrten die Kolleg*innen einen hohen Leidensdruck. \u00bbBei uns in der Reinigung ist die Stimmung eindeutig\u00ab, sagte Magdalena Plachenka, die auch Mitglied in der Verdi-Tarifkommission ist. \u00bbEntweder es gibt den TV\u00f6D oder wir gehen streiken.\u00ab<\/p>\n<p>Mit zehn Kliniken, knapp 7000 Betten und konzernweit 20\u2009000 Besch\u00e4ftigten ist Vivantes deutschlandweit das gr\u00f6\u00dfte kommunale Krankenhaus-Unternehmen. Die Tochtergesellschaften \u00fcbernehmen Aufgaben in den Bereichen Reinigung, K\u00fcche, Service, Technik und Reha. Verdi geht von Gehaltsunterschieden von monatlich 300 bis 600 Euro im Vergleich zu den Stammbesch\u00e4ftigten aus. Das seien vier bis neun Prozent.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"F\u00fcr gleiche Bezahlung wollen die Besch\u00e4ftigten der Vivantes-Service-T\u00f6chter die Puppen zum vorerst letzten Mal herausholen. 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