{"id":605310,"date":"2025-11-27T05:11:15","date_gmt":"2025-11-27T05:11:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/605310\/"},"modified":"2025-11-27T05:11:15","modified_gmt":"2025-11-27T05:11:15","slug":"bonn-montabaur-netzagentur-gibt-bussgeldverfahren-gegen-mobilfunker-11-auf-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/605310\/","title":{"rendered":"Bonn\/Montabaur | Netzagentur gibt Bu\u00dfgeldverfahren gegen Mobilfunker 1&#038;1 auf"},"content":{"rendered":"<p>Bonn\/Montabaur (dpa) &#8211; Trotz einer deutlichen Verfehlung von Mobilfunk-Ausbauzielen stoppt die Bundesnetzagentur ein Bu\u00dfgeldverfahren gegen den Handynetz-Betreiber 1&amp;1. Die Mobilfunkfirma hatte 2019 erstmals eigene Frequenzen ersteigert und sich verpflichtet, bis Ende 2022 mindestens 1000 Antennenstandorte in Betrieb zu nehmen. Tats\u00e4chlich wurden es nur f\u00fcnf, was 1&amp;1 mit Lieferschwierigkeiten eines Infrastruktur-Ausbaupartners begr\u00fcndete.\u00a0<\/p>\n<p>Im Fr\u00fchjahr 2023 leitete die Bundesnetzagentur Bu\u00dfgeldverfahren gegen 1&amp;1 sowie gegen die drei anderen etablierten Netzbetreiber Telekom, Vodafone und O2 ein. Die Vorw\u00fcrfe gegen diese drei Netzbetreiber betrafen andere, nur geringe Verfehlungen beim Ausbau.\u00a0<\/p>\n<p>Schlappe vor Gericht wegen politischer Einflussnahme<\/p>\n<p>Auf dpa-Anfrage teilte die Bundesnetzagentur mir, dass die Bu\u00dfgeldverfahren wegen eines Gerichtsurteils \u00abnicht weiterverfolgt\u00bb werden. Dabei bezog sich ein Beh\u00f6rdensprecher auf ein Urteil des K\u00f6lner Verwaltungsgerichts aus dem Jahr 2024, das k\u00fcrzlich rechtskr\u00e4ftig geworden ist. Damals befand das Gericht, dass die Auflagen rechtswidrig erarbeitet worden waren &#8211; das damals vom CSU-Politiker Andreas Scheuer gef\u00fchrte Bundesverkehrsministerium h\u00e4tte keinen Einfluss nehmen d\u00fcrfen, so die Richter.\u00a0<\/p>\n<p>Diese politische Einflussnahme auf die eigentlich unabh\u00e4ngige Beh\u00f6rde f\u00fchrte dazu, dass die Auflagen gekippt wurde. Das Regelwerk muss nun r\u00fcckwirkend neu erarbeitet werden. Die Zuteilung, in denen die Auflagen standen, gilt zwar weiterhin &#8211; theoretisch h\u00e4tte die Bundesnetzagentur die Bu\u00dfgeldverfahren also weiterf\u00fchren k\u00f6nnen. Das wird sie aber nicht tun, wie jetzt deutlich wird. Der Sprecher der Bundesnetzagentur wies zudem darauf hin, dass die Auflagen von damals inzwischen weitgehend erf\u00fcllt seien.\u00a0<\/p>\n<p>F\u00fcr 1&amp;1 h\u00e4tte das Bu\u00dfgeldverfahren eine teure Sache werden k\u00f6nnen: Pro Standort, der nicht gebaut worden war, h\u00e4tten der Firma bis zu 50.000 Euro aufgebrummt werden k\u00f6nnen. Rein rechnerisch h\u00e4tte 1&amp;1 also eine Zahlungsaufforderung \u00fcber knapp 50 Millionen Euro bekommen k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bonn\/Montabaur (dpa) &#8211; Trotz einer deutlichen Verfehlung von Mobilfunk-Ausbauzielen stoppt die Bundesnetzagentur ein Bu\u00dfgeldverfahren gegen den Handynetz-Betreiber 1&amp;1.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":605311,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1842],"tags":[1741,3364,29,30,198,1209,3795],"class_list":{"0":"post-605310","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bonn","8":"tag-bonn","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-internet","13":"tag-nordrhein-westfalen","14":"tag-telekommunikation"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115619947069089637","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/605310","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=605310"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/605310\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/605311"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=605310"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=605310"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=605310"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}