{"id":605588,"date":"2025-11-27T07:58:21","date_gmt":"2025-11-27T07:58:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/605588\/"},"modified":"2025-11-27T07:58:21","modified_gmt":"2025-11-27T07:58:21","slug":"eu-zwingt-banken-zur-haftung-bei-betrugs-opfern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/605588\/","title":{"rendered":"EU zwingt Banken zur Haftung bei Betrugs-Opfern"},"content":{"rendered":"<p>Banken m\u00fcssen k\u00fcnftig zahlen, wenn Kriminelle ihre Kunden t\u00e4uschen. Die EU hat heute ein Gesetz beschlossen, das den Verbraucherschutz bei Online-Zahlungen revolutioniert \u2013 p\u00fcnktlich zum Black Friday.<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Union hat am Donnerstag einen Durchbruch beim Schutz vor Zahlungsbetrug erzielt. Unterh\u00e4ndler des Europ\u00e4ischen Parlaments und des Rates einigten sich auf ein neues Paket f\u00fcr Zahlungsdienste (Payment Services Regulation \u2013 PSR und PSD3). Die zentrale Neuerung: Banken haften k\u00fcnftig, wenn Betr\u00fcger sich als Bankmitarbeiter ausgeben und Kunden zur Freigabe von Zahlungen manipulieren.<\/p>\n<p>Bisher blieben Opfer solcher \u201cSpoofing\u201d-Attacken oft auf ihren Verlusten sitzen. Banken argumentierten h\u00e4ufig mit \u201cgrober Fahrl\u00e4ssigkeit\u201d der Kunden. Damit ist jetzt Schluss.<\/p>\n<p>Die Verordnung kehrt die Beweislast um. Zahlungsdienstleister m\u00fcssen den vollen Betrag erstatten, wenn sie keine ausreichenden Schutzmechanismen implementiert haben. Das gilt besonders, wenn Kriminelle sich als Bankangestellte ausgaben und Verbraucher zur Autorisierung von Transaktionen verleiteten.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Passend zum Thema Online-Zahlungsbetrug: Viele Android-Nutzer \u00fcbersehen grundlegende Sicherheits-Einstellungen in Apps und Systemrechten \u2013 besonders an shopping-intensiven Tagen wie Black Friday. Ein kostenloses Sicherheitspaket erkl\u00e4rt die 5 wichtigsten Schutzma\u00dfnahmen f\u00fcr Ihr Android-Smartphone, zeigt Schritt-f\u00fcr-Schritt, welche Einstellungen Sie f\u00fcr sicheres Online-Banking, PayPal und Mobile-Payment setzen sollten, und nennt Praxis-Tipps (Tipp 3 schlie\u00dft eine h\u00e4ufig untersch\u00e4tzte L\u00fccke). <strong><a href=\"https:\/\/www.info.computerwissen-online.com\/android\/5-schutzmassnahmen-fuer-android-smartphone\/?af=KOOP_CW_DL_DNV_YES_5-SCHUTZMASSNAHMEN-SMARTPHONE_X-CWAHN-BGPID_684514\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Gratis-Sicherheitspaket f\u00fcr Android herunterladen<\/a><\/strong><\/p>\n<p>\u201cWenn ein Zahlungsdienstleister es vers\u00e4umt, angemessene Schutzmechanismen bereitzustellen, haftet er f\u00fcr die Verluste des Kunden\u201d, best\u00e4tigten Vertreter des Parlaments. Diese Regelung greift auch bei Transaktionen, die durch Dritte initiiert oder ver\u00e4ndert wurden.<\/p>\n<p>Ein technisches Kernst\u00fcck der Reform erh\u00e4lt nun Gesetzeskraft: der automatische Namensabgleich bei \u00dcberweisungen. Alle Zahlungsdienstleister m\u00fcssen k\u00fcnftig vor jeder \u00dcberweisung pr\u00fcfen, ob Name und IBAN des Empf\u00e4ngers \u00fcbereinstimmen.<\/p>\n<p>Das System funktioniert simpel:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Match<\/strong>: Name und IBAN passen \u2013 die Zahlung l\u00e4uft durch<\/li>\n<li><strong>No Match<\/strong>: Das System warnt den Kunden vor der Ausf\u00fchrung<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bietet eine Bank diesen Check nicht an und \u00fcberweist ein Kunde Geld an Betr\u00fcger, haftet die Bank automatisch. Diese Regelung schlie\u00dft eine der gr\u00f6\u00dften Sicherheitsl\u00fccken im digitalen Zahlungsverkehr.<\/p>\n<p>Mehr Kontrolle \u00fcber eigene Daten<\/p>\n<p>Verbraucher erhalten Zugriff auf ein zentrales Dashboard. Dort k\u00f6nnen sie steuern, welche Drittanbieter wie Finanz-Apps oder Bonit\u00e4tspr\u00fcfer auf ihre Kontodaten zugreifen d\u00fcrfen. Diese Berechtigungen lassen sich jederzeit mit einem Klick widerrufen.<\/p>\n<p>Auch beim Bargeld gibt es Neuerungen: Einzelh\u00e4ndler d\u00fcrfen k\u00fcnftig Bargeldauszahlungen anbieten, ohne dass Kunden zwingend etwas kaufen m\u00fcssen. Das soll besonders l\u00e4ndliche Regionen unterst\u00fctzen, in denen Geldautomaten verschwunden sind.<\/p>\n<p>Kommt mitten in der Betrugswelle<\/p>\n<p>Der Zeitpunkt k\u00f6nnte kaum passender sein. Morgen startet der Black Friday, traditionell ein Hochfest f\u00fcr Online-Betr\u00fcger. Aktuelle Analysen zeigen: Kriminelle setzen zunehmend auf KI-gest\u00fctzte Taktiken, um Bankkunden in Echtzeit zu t\u00e4uschen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die klassische Kartensicherheit durch Zwei-Faktor-Authentifizierung gestiegen ist, verlagerte sich die Kriminalit\u00e4t auf psychologische Manipulation. Die neue Verordnung ist die direkte Antwort darauf. Sie harmonisiert die Regeln in allen EU-Mitgliedstaaten und verhindert nationale Schlupfl\u00f6cher.<\/p>\n<p>Wann greifen die neuen Regeln?<\/p>\n<p>Das Europ\u00e4ische Parlament und der Rat m\u00fcssen den Text noch formal absegnen \u2013 das gilt jedoch als Formsache. Die Verordnung tritt 20 Tage nach ihrer Ver\u00f6ffentlichung im EU-Amtsblatt in Kraft.<\/p>\n<p>F\u00fcr die technische Umsetzung gelten \u00dcbergangsfristen von 18 bis 24 Monaten. Der IBAN-Namensabgleich f\u00fcr Euro-Zahlungen l\u00e4uft allerdings bereits seit Oktober durch die Instant Payments Verordnung. Viele Sicherheitsfeatures d\u00fcrften deshalb deutlich fr\u00fcher greifen als die komplette rechtliche Umstellung.<\/p>\n<p>Die Botschaft f\u00fcr Verbraucher: Die Zeiten, in denen sie allein gegen professionelle Cyberkriminelle standen, neigen sich dem Ende zu. Die Verantwortung f\u00fcr digitale Sicherheit liegt k\u00fcnftig dort, wo sie hingeh\u00f6rt \u2013 bei den Banken.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>PS: Diese 5 Ma\u00dfnahmen sch\u00fctzen Ihr Smartphone vor den aktuellen Phishing- und KI-gest\u00fctzten Angriffen, mit denen Betr\u00fcger Echtzeit-\u00dcberweisungen manipulieren. Das Gratis-Paket enth\u00e4lt Checklisten und leicht umsetzbare Anleitungen, damit Sie beim Online-Shopping, bei PayPal-Zahlungen und beim Banking sicher bleiben. <strong><a href=\"https:\/\/www.info.computerwissen-online.com\/android\/5-schutzmassnahmen-fuer-android-smartphone\/?af=KOOP_CW_DL_DNV_YES_5-SCHUTZMASSNAHMEN-SMARTPHONE_X-CWAHN-BGPID_684514\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Jetzt kostenloses Android-Schutzpaket anfordern<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Banken m\u00fcssen k\u00fcnftig zahlen, wenn Kriminelle ihre Kunden t\u00e4uschen. Die EU hat heute ein Gesetz beschlossen, das den&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":605589,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,304,144291,548,663,158,3934,3935,61508,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-605588","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-banken","11":"tag-betrugs-opfern","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europaeische-union","15":"tag-europe","16":"tag-european-union","17":"tag-haftung","18":"tag-headlines","19":"tag-nachrichten","20":"tag-news","21":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115620603883537872","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/605588","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=605588"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/605588\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/605589"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=605588"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=605588"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=605588"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}