{"id":605753,"date":"2025-11-27T09:39:11","date_gmt":"2025-11-27T09:39:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/605753\/"},"modified":"2025-11-27T09:39:11","modified_gmt":"2025-11-27T09:39:11","slug":"dresdner-reden-2026-in-kooperation-mit-der-saechsischen-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/605753\/","title":{"rendered":"Dresdner Reden 2026, in Kooperation mit der S\u00e4chsischen Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>    &#13;      <\/p>\n<p>Redner*innen<\/p>\n<p>&#13;    <\/p>\n<p class=\"richtext richtext--textdecoration-default --text-default --margintop-element-none --marginbottom-element-none\" lang=\"de\">&#13;    <strong>Sonntag, 01.03.2026,  11.00 Uhr<\/strong>&#13;<\/p>\n<p>&#13;\tJessy Wellmer&#13;<\/p>\n<p class=\"richtext richtext--textdecoration-default --text-default --margintop-element-none --marginbottom-element-none\" lang=\"de\">&#13;    Journalistin und Autorin&#13;<\/p>\n<p class=\"richtext richtext--textdecoration-default --text-default --margintop-element-none --marginbottom-element-none\" lang=\"de\">&#13;    <strong>\u201eEs ist nicht alles schlecht\u201c<\/strong>&#13;<\/p>\n<p class=\"richtext richtext--textdecoration-default --text-default --margintop-element-none --marginbottom-element-none\" lang=\"de\">&#13;    Den Auftakt macht am <strong>1. M\u00e4rz 2026<\/strong> die  Journalistin <strong>Jessy Wellmer.<\/strong> Die in G\u00fcstrow geborene Moderatorin  pr\u00e4sentiert regelm\u00e4\u00dfig die ARD-TAGESTHEMEN und f\u00fchrte durch Reportagen wie MACHEN  WIR UNSERE DEMOKRATIE KAPUTT? 2024 erschien ihr Buch DIE NEUE ENTFREMDUNG, in  dem sie analysiert, warum Ost- und Westdeutschland einander erneut fremd zu  werden drohen \u2013 und was dagegen hilft. Wellmer besch\u00e4ftigt sich mit Fragen nach  Identit\u00e4t, Zusammenhalt und gesellschaftlichem Wandel, so zuletzt zur Bundestagswahl  2025 mit WAS BEWEGT DEUTSCHLAND?&#13;<\/p>\n<p class=\"richtext richtext--textdecoration-default --text-default --margintop-element-none --marginbottom-element-standard\" lang=\"de\">&#13;    \u201eDie Institutionen des demokratischen Landes \u2013 Regierungen,  Verwaltungen, Gerichte, Parlamente, Parteien und auch die Medien \u2013 sind in die  Defensive geraten. Auf meinen Reportage-Reisen durch das Land habe ich Skepsis,  Misstrauen, schlechte Laune und auch Aggression gegen\u00fcber denen erlebt, die die  Freiheit unserer Gesellschaft repr\u00e4sentieren und sch\u00fctzen sollen. Ich bin  Sorge, D\u00fcnnh\u00e4utigkeit, aber auch Trotz und Entschlossenheit begegnet. Ich  m\u00f6chte deshalb der Frage nachgehen, wie es gelingen k\u00f6nnte, das Gute zu sehen,  wo der \u00f6ffentliche Blick nur noch auf die Fehlleistungen gerichtet scheint. Es  wird wenige \u00fcberraschen, dass ich den \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht nur  f\u00fcr einen Teil des Problems, sondern auch f\u00fcr einen Teil der L\u00f6sung halte.\u201c Jessy Wellmer&#13;<\/p>\n<p class=\"richtext richtext--textdecoration-default --text-default --margintop-element-none --marginbottom-element-none\" lang=\"de\">&#13;    <strong>Sonntag, 08.03.2026,  11.00 Uhr<\/strong>&#13;<\/p>\n<p>&#13;\tIgor Levit&#13;<\/p>\n<p class=\"richtext richtext--textdecoration-default --text-default --margintop-element-none --marginbottom-element-none\" lang=\"de\">&#13;    Pianist&#13;<\/p>\n<p class=\"richtext richtext--textdecoration-default --text-default --margintop-element-none --marginbottom-element-none\" lang=\"de\">&#13;    <strong>\u201eEinander ein Zuhause sein. Vom Verlust  geteilter Welt\u201c<\/strong>&#13;<\/p>\n<p class=\"richtext richtext--textdecoration-default --text-default --margintop-element-none --marginbottom-element-none\" lang=\"de\">&#13;    Am <strong>8. M\u00e4rz 2026<\/strong> begr\u00fc\u00dft das Staatsschauspiel Dresden  dann den Pianisten <strong>Igor Levit.<\/strong> In Nizhni Nowgorod geboren, siedelte Igor  Levit im Alter von acht Jahren mit seiner Familie nach Deutschland um. Sein  Klavierstudium absolvierte er mit der h\u00f6chsten Punktzahl in der Geschichte des  Instituts in Hannover. Der K\u00fcnstler begeistert seitdem nicht nur mit seinem  innovativen und vielseitigen Klavierspiel, sondern auch mit politischem  Engagement. F\u00fcr seinen Einsatz wurde Igor Levit noch im selben Jahr der  Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen.&#13;<\/p>\n<p class=\"richtext richtext--textdecoration-default --text-default --margintop-element-none --marginbottom-element-none\" lang=\"de\">&#13;    \u201eSolidarit\u00e4t wird zu Floskel, historische Erinnerung  zum Ritual; wo einmal Gespr\u00e4ch m\u00f6glich war, herrscht immer lauter das Schweigen  von Feindseligkeit oder Apathie.&#13;<\/p>\n<p class=\"richtext richtext--textdecoration-default --text-default --margintop-element-none --marginbottom-element-none\" lang=\"de\">&#13;    Ich erlebe die Gegenwart als Zeit der mutwilligen  Zerst\u00f6rung einer Welt, in der wir gemeinsam in Freiheit zuhause sein k\u00f6nnen. Es  ist diese bedrohliche Erfahrung des Weltverlusts, die mich auf Grundlage meiner  Biografie und meiner doppelten Identit\u00e4t als Jude und als K\u00fcnstler \u00fcber das  Zuhause-Sein grunds\u00e4tzlich nachdenken l\u00e4sst. J\u00fcdische Identit\u00e4t entwickelt sich  seit dem babylonischen Exil aus der Erfahrung der Diaspora heraus: aus der  Erfahrung von Entwurzelung, Fremde und Verfolgung.&#13;<\/p>\n<p class=\"richtext richtext--textdecoration-default --text-default --margintop-element-none --marginbottom-element-none\" lang=\"de\">&#13;    In der Fremdwahrnehmung verschmelzen Judentum und  Nomadentum: Der Jude als \u201aheimatloser Geselle\u2018, als in ihrer Rastlosigkeit  unheimliche Figur, ist ein zentraler Topos des Antijudaismus und  Antisemitismus. Der K\u00fcnstler wiederum steht als Figur jenseits sozialer  Hierarchien und Konventionen \u2013 er ist in der gesellschaftlichen Imagination ein  gleichsam Freischwebender.&#13;<\/p>\n<p class=\"richtext richtext--textdecoration-default --text-default --margintop-element-none --marginbottom-element-standard\" lang=\"de\">&#13;    In meiner Rede m\u00f6chte ich der produktiven Kraft dieser  exzentrischen Position nachgehen: Wo das Zuhause weder als Ort noch als  gesellschaftliche Rolle festgelegt ist, er\u00f6ffnet sich die Freiheit, Zuhause als  eine sch\u00f6pferische Praxis zu verstehen. Hier stellt sich die Frage, in welchem  Verh\u00e4ltnis Zuhause und Identit\u00e4t, Geborgenheit und Freiheit stehen? Verweist  die Sehnsucht nach einem Zuhause auf ein existenzielles Bed\u00fcrfnis, das uns  Menschen eigent\u00fcmlich ist? Und wie k\u00f6nnten wir es gegenseitig stillen? Was  hei\u00dft es, einander ein Zuhause zu sein?\u201c Igor Levit&#13;<\/p>\n<p class=\"richtext richtext--textdecoration-default --text-default --margintop-element-none --marginbottom-element-none\" lang=\"de\">&#13;    <strong>Sonntag, 15.03.2026,  13.00 Uhr<\/strong>&#13;<\/p>\n<p>&#13;\tSir Christopher Clark&#13;<\/p>\n<p class=\"richtext richtext--textdecoration-default --text-default --margintop-element-none --marginbottom-element-none\" lang=\"de\">&#13;    Historiker&#13;<\/p>\n<p class=\"richtext richtext--textdecoration-default --text-default --margintop-element-none --marginbottom-element-none\" lang=\"de\">&#13;    <strong>\u201eEuropas Schlafwandler \u2013 damals und heute\u201c<\/strong>&#13;<\/p>\n<p class=\"richtext richtext--textdecoration-default --text-default --margintop-element-none --marginbottom-element-none\" lang=\"de\">&#13;    Am <strong>15. M\u00e4rz 2026<\/strong> hei\u00dft das Staatsschauspiel Dresden  den Historiker <strong>Sir Christopher Clark<\/strong> willkommen. Der in Australien  geborene und in Gro\u00dfbritannien zum Ritter geschlagene Professor ist Spezialist  auf dem Gebiet deutscher Kriegs- und Nachkriegsgeschichte. Sein epochales Werk  \u00fcber den Ersten Weltkrieg, DIE SCHLAFWANDLER (2013), f\u00fchrte jahrelang etliche  Bestseller-Listen an und wurde international kontrovers diskutiert. Clarks  akribische Detailkenntnis und sein multiperspektivischer Ansatz richten den  Blick auf historische Zusammenh\u00e4nge neu aus.&#13;<\/p>\n<p class=\"richtext richtext--textdecoration-default --text-default --margintop-element-none --marginbottom-element-standard\">&#13;    \u201eSchlafwandeln wir erneut in einen gro\u00dfen Krieg? Wer an die  heutige Situation in der Ukraine und Europa denkt und an die scheinbar  unheilbar verworrenen internationalen Verhandlungsfallstricke, muss  unwillk\u00fcrlich an den Kontinent am Vorabend des Ersten Weltkriegs denken. Diese  Analogie tut sich jedoch nicht erst in unseren Tagen auf: Schon 2014 hatte der  95-j\u00e4hrige Altkanzler Helmut Schmidt die Parallelen zwischen der heutigen  Ukraine-Krise und der Situation in Europa 1914 beschworen. Ich m\u00f6chte mich in  meiner Dresdner Rede mit den Parallelen und Gegens\u00e4tzen zwischen damals und  heute befassen und fragen: Was passiert, wenn die Komplexit\u00e4t der Konfliktlage  zwischen den globalen Playern des Putin\u2019schen Russland und der Trump\u2019schen USA  selbst wie ein Alp auf die Gehirne der Entscheidungstr\u00e4ger dr\u00fcckt, vor allem  auf die der Europ\u00e4er?\u201c Sir Christopher Clark&#13;<\/p>\n<p class=\"richtext richtext--textdecoration-default --text-default --margintop-element-none --marginbottom-element-none\" lang=\"de\">&#13;    <strong>Sonntag, 22.03.2026,  11.00 Uhr<\/strong>&#13;<\/p>\n<p>&#13;\tGaia Vince&#13;<\/p>\n<p class=\"richtext richtext--textdecoration-default --text-default --margintop-element-none --marginbottom-element-none\" lang=\"de\">&#13;    Wissenschaftsjournalistin&#13;<\/p>\n<p class=\"richtext richtext--textdecoration-default --text-default --margintop-element-none --marginbottom-element-none\" lang=\"de\">&#13;    <strong>\u201eDas Nomadische Jahrhundert: Wie man den Klimawandel \u00fcberlebt\u201c<\/strong>&#13;<\/p>\n<p class=\"richtext richtext--textdecoration-default --text-default --margintop-element-none --marginbottom-element-none\" lang=\"de\">&#13;    in englischer Sprache \/ mit Simultan\u00fcbersetzung&#13;<\/p>\n<p class=\"richtext richtext--textdecoration-default --text-default --margintop-element-none --marginbottom-element-none\" lang=\"de\">&#13;    Eine Woche sp\u00e4ter, am <strong>22. M\u00e4rz 2026,<\/strong> wird die  britisch-australische Wissenschaftsjournalistin <strong>Gaia Vince<\/strong> \u00fcber die  Wechselwirkungen zwischen Klima, Migration und Arbeitskr\u00e4ftemangel sprechen.  Ihr 2022 erschienenes Buch DAS NOMADISCHE JAHRHUNDERT wurde in die Longlist der  Financial Times aufgenommen. Gaia Vince fragt in ihrer Rede danach, wie wir auf  klimatische Ver\u00e4nderungen und daraus resultierende Bev\u00f6lkerungsbewegungen  reagieren k\u00f6nnen, um unsere Gesellschaft besser vorzubereiten. Sie liefert  damit ein vision\u00e4res Manifest der Umsetzungsm\u00f6glichkeiten.&#13;<\/p>\n<p class=\"richtext richtext--textdecoration-default --text-default --margintop-element-none --marginbottom-element-none\" lang=\"de\">&#13;    \u201eIn den kommenden Jahrzehnten werden mit der Erw\u00e4rmung des  Planeten extreme Wetterbedingungen h\u00e4ufiger auftreten und zu schwereren  Katastrophen f\u00fchren. Orte, an denen heute Milliarden von Menschen leben, werden  zunehmend unbewohnbar sein. Diese Menschen werden dadurch gezwungen, in  sicherere Gebiete umsiedeln zu m\u00fcssen. Auch in vielen Kornkammern der Welt wird  die Landwirtschaft schwierig oder unm\u00f6glich werden, wobei die Gefahr besteht,  dass mehrere regionale Ernteausf\u00e4lle die Krise noch versch\u00e4rfen. Wie sollten  wir auf eine hei\u00dfere Welt mit bevorstehenden Bev\u00f6lkerungsbewegungen reagieren,  um unsere Gesellschaften und St\u00e4dte darauf vorzubereiten? Welche Anpassungen  k\u00f6nnen wir f\u00fcr unsere Infra- und die soziale Struktur, einschlie\u00dflich der  Staatsb\u00fcrgerschaft und Regierungsf\u00fchrung, in Betracht ziehen?\u201c Gaia Vince&#13;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#13; Redner*innen &#13; &#13; Sonntag, 01.03.2026, 11.00 Uhr&#13; &#13; Jessy Wellmer&#13; &#13; Journalistin und Autorin&#13; &#13; \u201eEs ist&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":605754,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1835],"tags":[3364,29,2386,144321,30,144322,859,6903,21013,31504,94],"class_list":{"0":"post-605753","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-dresden","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-dresden","11":"tag-dresdner-reden-2026","12":"tag-germany","13":"tag-in-kooperation-mit-der-saechsischen-zeitung","14":"tag-sachsen","15":"tag-schauspiel","16":"tag-spielplan","17":"tag-staatsschauspiel-dresden","18":"tag-theater"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115621000888430335","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/605753","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=605753"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/605753\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/605754"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=605753"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=605753"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=605753"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}