{"id":605882,"date":"2025-11-27T10:53:11","date_gmt":"2025-11-27T10:53:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/605882\/"},"modified":"2025-11-27T10:53:11","modified_gmt":"2025-11-27T10:53:11","slug":"jedes-fuenfte-unternehmen-produziert-nicht-mehr-in-deutschland-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/605882\/","title":{"rendered":"Jedes f\u00fcnfte Unternehmen produziert nicht mehr in Deutschland | Politik"},"content":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen\/Berlin \u2013 <b>Deutschland verliert seine Industrie \u2013 und das im Rekordtempo! Die neue Ausgabe des sogenannten Supply Chain Pulse Check (Lieferkettenanalyse) von Deloitte und dem Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) schl\u00e4gt Alarm: Nahezu jedes f\u00fcnfte Unternehmen produziert nicht mehr in Deutschland (19 %). Vor zwei Jahren waren es noch deutlich weniger. Jetzt beschleunigt die Zollpolitik den Exodus.<\/b><\/p>\n<p>Und es bleibt nicht bei der Produktion. Auch andere Kernbereiche verabschieden sich aus der Bundesrepublik:<\/p>\n<p>\u25ba 17 % verlagern ihre Entwicklung (2023: 12 %)<\/p>\n<p>\u25ba 13 % ihre Forschung (2023: 10 %)<\/p>\n<p>\u25ba 18 % die Endmontage (2023: 11 %)<\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p><b>Ein Trend, der sich dramatisch zuspitzen wird: 43 Prozent der Firmen planen in den n\u00e4chsten zwei bis drei Jahren, ihre Produktion zu verlagern \u2013 vor zwei Jahren waren es nur 33 Prozent. Bei Entwicklung (30 %), Forschung (35 %) sowie Einkauf, Vertrieb und Marketing zieht es immer mehr Unternehmen ins Ausland.<\/b><\/p>\n<p>Auch interessant<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Auch interessant<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Wohin wandern die Firmen ab? DAS sind die Top-Ziele:<\/p>\n<p>\u25ba Andere europ\u00e4ische L\u00e4nder: 30 %<\/p>\n<p>\u25ba USA: 26 %<\/p>\n<p>\u25ba Asien (ohne China): 19 %<\/p>\n<p>\u25ba China: 16 %<\/p>\n<p>\u25ba Indien: 14 %<\/p>\n<p>Doch der Schritt ist riskant, warnt Deloitte-Experte Dr. J\u00fcrgen Sandau: \u201eKurzfristig k\u00f6nnen die Unternehmen anderswo zwar kosteng\u00fcnstiger produzieren, aber dadurch werden sie nicht unbedingt resilienter.\u201c Und weiter: \u201eWenn sich der neue Standort nicht als sicherer Hafen erweist, macht ein Lieferstillstand sehr schnell alle Einsparungseffekte zunichte.\u201c<\/p>\n<p>R\u00fcckverlagerungen? Nur bei 9 % (aus China) und 7 % (aus den USA). Ein Tropfen auf den hei\u00dfen Stein. Gleichzeitig steigen die Kosten im Inland rasant: 66 % k\u00e4mpfen mit h\u00f6heren Beschaffungskosten, 52 % mit steigenden Verwaltungsausgaben und 53 % mit sinkenden Margen. Die Sicherung globaler Lieferketten wird immer aufwendiger. Bei 39 % der Firmen sind die Ausgaben daf\u00fcr stark oder sehr stark gestiegen.<\/p>\n<p>KI k\u00f6nnte helfen \u2013 doch kaum jemand nutzt sie<\/p>\n<p><b>Zwar sehen viele Unternehmen enormes Potenzial in k\u00fcnstlicher Intelligenz: 54 % glauben, dass KI die Lieferkette stark optimieren kann, 58 % erwarten eine deutliche Effizienzsteigerung, 65 % sehen Vorteile im Bestandsmanagement und 46 % bei der Entscheidungsfindung.<\/b><\/p>\n<p>\u25ba Doch die Realit\u00e4t sieht anders aus: Nur 41 % setzen moderne Technologien zur Fr\u00fcherkennung von Lieferrisiken ein \u2013 und gerade einmal 34 % nutzen KI zur Planung ihrer Supply Chain.<\/p>\n<p>Deloitte-Experte Sandau mahnt: \u201eUmfassend digitalisierte und diversifizierte Lieferketten k\u00f6nnen helfen, Produktionsstopps und Lieferengp\u00e4sse zu vermeiden. F\u00fcr die Resilienz der Unternehmen ist das eine wesentliche Voraussetzung.\u201c<\/p>\n<p><b>Hintergrund<\/b><\/p>\n<p>F\u00fcr die aktuelle Ausgabe des Supply Chain Pulse Check wurden im September und Oktober dieses Jahres 148 Lieferketten-Verantwortliche des produzierenden Gewerbes befragt, insbesondere in den Branchen Automobil, Technologie, Maschinenbau, Energie und Chemie.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"M\u00fcnchen\/Berlin \u2013 Deutschland verliert seine Industrie \u2013 und das im Rekordtempo! 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