{"id":60602,"date":"2025-04-25T16:59:16","date_gmt":"2025-04-25T16:59:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/60602\/"},"modified":"2025-04-25T16:59:16","modified_gmt":"2025-04-25T16:59:16","slug":"energiepolitik-eu-und-grossbritannien-wollen-saubere-energie-fuer-europa-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/60602\/","title":{"rendered":"Energiepolitik: EU und Gro\u00dfbritannien wollen saubere Energie f\u00fcr Europa &#8211; Politik"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Es gab diesen einen Moment in der Rede von Ursula von der Leyen, der daran erinnerte, dass Europa und die <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/USA\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">USA<\/a> doch Verb\u00fcndete sind. Mit \u00e4hnlichen Interessen, gegenseitige Helfer in der Not. \u201eWas die Gasversorgung angeht\u201c, sagte die Kommissionspr\u00e4sidentin der EU, \u201eso haben wir nicht vergessen, wie die Vereinigten Staaten sofort mit Fl\u00fcssiggas einsprangen, als wir es w\u00e4hrend der Krise ben\u00f6tigten.\u201c Die Gasimporte aus den USA seien f\u00fcr die <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Europ%C3%A4ische_Union\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Europ\u00e4ische Union<\/a> weiterhin von strategischer Bedeutung.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Doch es blieben die einzigen S\u00e4tze in London, die eine transatlantische Freundschaft andeuteten. Die Internationale <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Energie\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Energie<\/a>-Agentur (IEA) hatte am Donnerstag und Freitag ins Lancaster House an die Themse geladen, um dar\u00fcber zu sprechen, wie heute und in Zukunft eine sichere Energieversorgung gew\u00e4hrleistet werden kann. Ein kritisches, \u00fcberlebenswichtiges Thema. So reisten Regierungsvertreter aus etwa 60 L\u00e4ndern an, dazu Vertreter von 50 internationalen Energieunternehmen. Dabei wurde klar, dass die USA und Europa aktuell auch in der Energiefrage in gegens\u00e4tzliche Richtungen laufen.<\/p>\n<p>\u201eWir lehnen diese sch\u00e4dliche und gef\u00e4hrliche Politik ab\u201c, sagt der US-Vertreter. Keine Hand im Saal r\u00fchrt sich<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Dass die US-Regierung lediglich einen Beamten aus dem Energieministerium nach London schickte, galt schon im Vorfeld als Zeichen, dass ihr Interesse an gemeinsamen L\u00f6sungen begrenzt ist. Als Tommy Joyce dann seine Botschaft vom Blatt ablas, wurde es frostig im Saal. Die USA seien mit reichhaltigen Energieressourcen gesegnet, seien der gr\u00f6\u00dfte Produzent von Erd\u00f6l und Erdgas der Welt, bei der Kohle liege das Land auf Platz vier. Die vorherige US-Regierung aber, schimpfte Joyce, wollte die F\u00f6rderung von fossilen Brennstoffen reduzieren, wollte Klimaschutz betreiben, wollte <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Erneuerbare_Energien\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">erneuerbare Energien<\/a> f\u00f6rdern. Wie viele andere L\u00e4nder auch. \u201eWir lehnen diese sch\u00e4dliche und gef\u00e4hrliche Politik ab\u201c, erkl\u00e4rte er.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Joyce warnte vor einer Abh\u00e4ngigkeit von China bei erneuerbaren Energien und den daf\u00fcr n\u00f6tigen Mineralien. Er umwarb daf\u00fcr die Vertreter von Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4ndern, denen er Wohlstand und Wachstum versprach, w\u00fcrde man nur endlich diese Nachhaltigkeitsthemen abr\u00e4umen und unbeschr\u00e4nkt \u00d6l und Gas f\u00f6rdern.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Nach dem Beitrag r\u00fchrte sich keine Hand im Saal. Anders als direkt zuvor beim Beitrag von Lisa Cummins, Energieministerin aus Barbados. Sie hatte darauf hingewiesen, dass die fortschreitende Erderw\u00e4rmung in der Karibik dazu f\u00fchre, dass die Hurrikans fr\u00fcher kommen, schneller und zerst\u00f6rerischer sind und auch l\u00e4nger bleiben. Die Nutzung von \u00d6l, Gas und Kohle ist der Hauptgrund f\u00fcr die steigenden Temperaturen. Barbados will deshalb die Energieversorgung auf Solar, Wind und Batteriespeicher umstellen.<\/p>\n<p>Nie wieder solle Europa von Energielieferungen aus Russland abh\u00e4ngig sein, sagen Starmer und von der Leyen<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">\u00c4hnlich sprachen die Europ\u00e4er. Ursula von der Leyen und Gastgeber Keir Starmer, der britische Premierminister, betonten, dass zudem der Energieschock, ausgel\u00f6st durch den russischen \u00dcberfall auf die Ukraine, l\u00e4ngst nicht vergessen ist. Die beiden zelebrierten einen Schulterschluss. Nie wieder solle Europa von Energielieferungen aus Russland abh\u00e4ngig sein, erkl\u00e4rten sie. Anfang Mai will die EU-Kommission einen Plan vorlegen, wie die Gasimporte aus Russland bis 2027 v\u00f6llig eingestellt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Starmer f\u00fcgte an: \u201eWir zahlen den Preis daf\u00fcr, dass wir uns \u00fcber viele Jahre hinweg zu sehr der Achterbahn der internationalen M\u00e4rkte f\u00fcr fossile Brennstoffe ausgesetzt haben\u201c, wodurch Wirtschaft und private Haushalte anf\u00e4llig f\u00fcr die Launen von Diktatoren wie Putin seien. Er k\u00fcndigte an, den Wandel hin zu erneuerbaren Energien sowie den Wettlauf um \u201egr\u00fcne Arbeitspl\u00e4tze und Investitionen\u201c voranzutreiben. Auch Atomkraft wollen die Briten f\u00f6rdern. \u00c4hnliches hatte die EU k\u00fcrzlich ihren Mitgliedsstaaten mit dem \u201eClean Industrial Deal\u201c\u00a0sowie einem Aktionsplan f\u00fcr bezahlbare Energie vorgeschlagen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Die Internationale Energieagentur (IEA) ist 1974 inmitten der damaligen \u00d6lkrise gegr\u00fcndet worden, heute geh\u00f6ren ihr 31 Staaten des Westens an. Schwellenl\u00e4nder wie China, Indien oder Brasilien sind Partnerl\u00e4nder. IEA-Chef Fatih Birol hatte sich zuletzt den \u00c4rger von \u00f6l- und gasproduzierenden Staaten zugezogen, weil seine Agentur eine Stagnation der \u00d6lnachfrage bis 2030 prognostiziert sowie fallende Preise aufgrund eines \u00dcberangebots. Daf\u00fcr wurde Birol auch in den USA scharf kritisiert.<\/p>\n<p>Die Kommissionschefin versichert: Die EU will die n\u00f6tigen Schritte gehen<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Doch die IEA glaubt, dass sich die Trends hin zu erneuerbaren Energien, zu Elektroautos, W\u00e4rmepumpen und einer Elektrifizierung von Industrieprozessen fortsetzen. Der Stromverbrauch steige zudem durch viele neue Klimaanlagen oder Rechenzentren f\u00fcr k\u00fcnstliche Intelligenz. Andererseits sei die Sicherheit der Versorgung in Gefahr, etwa durch Cyberattacken, durch extreme Wetterereignisse, durch milit\u00e4rische Konflikte wie in der Ukraine oder im Nahen Osten.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Birol forderte die L\u00e4nder auf, auf m\u00f6glichst viele Lieferanten zu setzen, verl\u00e4ssliche Politik f\u00fcr Investoren zu betreiben und untereinander zu kooperieren. \u201eWir m\u00fcssen alle verstehen, dass Zusammenarbeit uns alle weiterbringt\u201c, sagte Birol.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Von der Leyen machte deutlich, dass sie Birols Ratschl\u00e4ge umsetzen will. Die EU habe Rohstoffabkommen mit zehn L\u00e4ndern geschlossen, wolle zwischen ihren Mitgliedsstaaten die Stromnetze ausbauen, plane Stromtrassen von Italien nach Tunesien, von Griechenland nach \u00c4gypten. Zum Schutz dieser Leitungen solle auch die Nato beitragen. Zudem solle die Nordsee genutzt werden, um Windr\u00e4der aufzustellen, Wasserstoff zu produzieren und auch CO\u2082 unter den Meeresboden zu pressen. Auch der franz\u00f6sische Energieminister Marc Ferracci unterst\u00fctzte ausdr\u00fccklich die Pl\u00e4ne der EU-Kommission: \u201eSolange wir von Importen fossiler Brennstoffe abh\u00e4ngig sind, wird es keine Energiesicherheit f\u00fcr Europa geben.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es gab diesen einen Moment in der Rede von Ursula von der Leyen, der daran erinnerte, dass Europa&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":60603,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3976],"tags":[331,332,147,1149,4552,1520,9700,158,551,13,952,148,14,15,16,12,149,3992,3993,3994,64,3995,3996,3997],"class_list":{"0":"post-60602","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-vereinigtes-koenigreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-ausland","11":"tag-energie","12":"tag-energiepolitik","13":"tag-energiewende","14":"tag-erneuerbare-energien","15":"tag-europaeische-union","16":"tag-grossbritannien","17":"tag-headlines","18":"tag-klimawandel","19":"tag-leserdiskussion","20":"tag-nachrichten","21":"tag-news","22":"tag-politik","23":"tag-schlagzeilen","24":"tag-sueddeutsche-zeitung","25":"tag-uk","26":"tag-united-kingdom","27":"tag-united-kingdom-of-great-britain-and-northern-ireland","28":"tag-usa","29":"tag-vereinigtes-koenigreich","30":"tag-vereinigtes-koenigreich-grossbritannien-und-nordirland","31":"tag-vereinigtes-koenigreich-von-grossbritannien-und-nordirland"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":"Validation failed: Text character limit of 500 exceeded"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/60602","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=60602"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/60602\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/60603"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=60602"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=60602"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=60602"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}