{"id":606085,"date":"2025-11-27T12:46:13","date_gmt":"2025-11-27T12:46:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/606085\/"},"modified":"2025-11-27T12:46:13","modified_gmt":"2025-11-27T12:46:13","slug":"studie-kaltmiete-in-hamburg-bei-911-euro-je-quadratmeter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/606085\/","title":{"rendered":"Studie: Kaltmiete in Hamburg bei 9,11 Euro je Quadratmeter"},"content":{"rendered":"<p>Eine neue Mieten-Studie der Wohnungswirtschaft zeigt: Im Schnitt zahlen Mieter in Hamburg 9,11 Euro pro Quadratmeter. Die Wohnungsbau- und Eigent\u00fcmerverb\u00e4nde sehen darin einen Beleg f\u00fcr stabile Verh\u00e4ltnisse \u2013 Kritiker sprechen von Sch\u00f6nf\u00e4rberei.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Die monatliche Nettokaltmiete in Hamburg liegt nach einer Studie der Wohnungswirtschaft derzeit im Schnitt bei 9,11 Euro je Quadratmeter. Grundlage ist die heute vorgestellte \u201eHamburger Mietenstudie\u201c, die vom Center for Real Estate Studies (CRES) im Auftrag mehrerer Branchenverb\u00e4nde erstellt wurde. <\/p>\n<p>Im Vergleich zur letzten Untersuchung 2022 sind die Mieten um 8,8 Prozent gestiegen. Vor drei Jahren lag der Durchschnitt bei 8,71 Euro, 2019 bei 7,98 Euro. Die Unterschiede zwischen Bestands- und Neuvertragsmieten sind deutlich: Wer schon l\u00e4nger wohnt, zahlt im Schnitt 9,04 Euro pro Quadratmeter, neue Vertr\u00e4ge liegen bei 10,13 Euro. In guter Lage betr\u00e4gt die Durchschnittsmiete 10,54 Euro, in normaler Lage 8,77 Euro.<\/p>\n<p>Die Studie weist auch auf steigende Nebenkosten hin: F\u00fcr Heizung, Wasser und Geb\u00fchren zahlen Hamburger Mieter derzeit im Schnitt 3,33 Euro pro Quadratmeter \u2013 ein Plus von mehr als 20 Prozent seit 2019. \u201eDie meisten Mieter m\u00fcssen nicht vor steigenden Mieten Angst haben, sondern vor steigenden Nebenkosten\u201c, sagt Andreas Breitner vom Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen.<\/p>\n<p>Das Institut CRES wertete f\u00fcr die Studie rund 283.000 Mietvertr\u00e4ge aus \u2013 nach eigenen Angaben mehr als ein Drittel aller bestehenden Vertr\u00e4ge in der Hansestadt. Die Auftraggeber sehen die Studie als aussagekr\u00e4ftiger an als Daten aus Immobilienportalen oder dem Mietenspiegel. <\/p>\n<p>Kampf gegen steigende Mieten<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Immobilienportale nur einen tagesaktuellen Ausschnitt der Wohnungsangebote zeigen, werden f\u00fcr den Hamburger Mietenspiegel lediglich Wohnungen ber\u00fccksichtigt, die in den vergangenen sechs Jahren neu vermietet oder f\u00fcr die erh\u00f6hte Mietzahlungen vereinbart wurden. G\u00fcnstige Altmieten bleiben damit unber\u00fccksichtigt. Laut aktuellste Mietenspiegel aus dem Jahr 2023 lag die Hamburger Durchschnittsmiete schon da bei 9,83 Euro. <\/p>\n<p>Vor allem aber wegen hoher Neuvermietungspreise, wie sie etwa durch Studien sichtbar werden, die auf Immobilienanzeigen basieren, setzt der Hamburger Senat auf gesetzliche Regelungen, die Mietenanstiege begrenzen sollen. So hat der Senat gerade in dieser Woche wieder die Mietpreisbremse verl\u00e4ngert. Sie gilt ab Januar 2026 bis Ende 2029 f\u00fcr das gesamte Stadtgebiet. Bei Neuvermietungen d\u00fcrfen die Mieten h\u00f6chstens zehn Prozent \u00fcber der orts\u00fcblichen Vergleichsmiete liegen. Hamburg hatte sich auf Bundesebene f\u00fcr die Verl\u00e4ngerung starkgemacht, nachdem der Bundestag im Sommer die gesetzliche Grundlage geschaffen hatte.<\/p>\n<p>Zahlreiche Wohnungsverb\u00e4nde sehen eine Einmischung der Politik kritisch. Die Hamburger Wohnungswirtschaft sieht sich durch die Ergebnisse ihrer am Donnerstag ver\u00f6ffentlichten Studie best\u00e4tigt. \u201eDer Mietmarkt funktioniert\u201c, erkl\u00e4rte Carl-Christian Franzen vom Immobilienverband Nord. Weitere Regulierungen seien unn\u00f6tig, wichtiger sei mehr Neubau. Denn die Leerstandsquote liegt unter einem Prozent \u2013 wer eine Wohnung suche, finde kaum Angebote.<\/p>\n<p>Mieterverein und Linke \u00fcben Kritik<\/p>\n<p>Kritik kommt vom Mieterverein zu Hamburg. Die Studie sei \u201eeine Beruhigungspille\u201c, sagt Vorsitzender Rolf Bosse. Sie solle Reformen im Mietrecht verhindern. So w\u00fcrden \u201ediejenigen verspottet, deren Mietverh\u00e4ltnis gef\u00e4hrdet ist oder die dringend eine Wohnung suchen\u201c, sagte Bosse. Laut einer anderen Untersuchung seien 160.000 Haushalte in Hamburg dringend auf eine passende, bezahlbare Wohnung angewiesen. Der Verband begr\u00fc\u00dfte daher die Verl\u00e4ngerung der Mietpreisbremse bis Ende 2029 und forderte weitere Ma\u00dfnahmen.<\/p>\n<p>Auch die Fraktion der Linken in der B\u00fcrgerschaft wirft der Wohnungswirtschaft vor, die Lage zu besch\u00f6nigen. \u201eAlle Jahre wieder versucht die Wohnungswirtschaft den Mangel an preiswerten Wohnungen und ihre viel zu hohen Mieten sch\u00f6nzureden\u201c, sagte Heike Sudmann, wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion. Sie verwies darauf, dass die CRES-Studie auch Bestandsmieten und \u00f6ffentlich gef\u00f6rderte Wohnungen einbeziehe und der Anteil von g\u00fcnstigen Genossenschaftswohnungen \u00fcberproportional hoch sei. Wer heute eine Wohnung suche, finde kaum Angebote unter neun Euro Kaltmiete, so Sudmann.<\/p>\n<p>juve<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine neue Mieten-Studie der Wohnungswirtschaft zeigt: Im Schnitt zahlen Mieter in Hamburg 9,11 Euro pro Quadratmeter. 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