{"id":606613,"date":"2025-11-27T17:48:37","date_gmt":"2025-11-27T17:48:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/606613\/"},"modified":"2025-11-27T17:48:37","modified_gmt":"2025-11-27T17:48:37","slug":"groesster-us-flugzeugtraeger-kreuzt-jetzt-vor-lateinamerika-dw-12-11-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/606613\/","title":{"rendered":"Gr\u00f6\u00dfter US-Flugzeugtr\u00e4ger kreuzt jetzt vor Lateinamerika \u2013 DW \u2013 12.11.2025"},"content":{"rendered":"<p>Mit der Ankunft des US-Flugzeugtr\u00e4gers &#8222;USS Gerald R. Ford&#8220; vor der K\u00fcste Lateinamerikas haben sich die <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/venezuela-drogenboot-attacke-vertieft-krise-mit-usa\/a-73890473\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Spannungen zwischen den USA und Venezuela<\/a> weiter versch\u00e4rft. Das S\u00fcd-Kommando der US-Seestreitkr\u00e4fte (SOUTHCOM) erkl\u00e4rte, der gr\u00f6\u00dfte Flugzeugtr\u00e4ger der Welt sei fast drei Wochen nach seiner Entsendung durch US-Pr\u00e4sident <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/donald-trump\/t-18901598\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Donald Trump<\/a> in Begleitung dreier Zerst\u00f6rer in seinem Einsatzgebiet eingetroffen, das Lateinamerika und die Karibik umfasse. Der genaue Standort wurde nicht mitgeteilt.<\/p>\n<p>Die &#8222;USS Gerald R. Ford&#8220; werde &#8222;die F\u00e4higkeit der <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/usa-vereinigte-staaten-amerika\/t-17286012\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a> st\u00e4rken, illegale Akteure und Aktivit\u00e4ten, die die Sicherheit und den Wohlstand der Vereinigten Staaten und unsere Sicherheit in der westlichen Hemisph\u00e4re gef\u00e4hrden, aufzusp\u00fcren, zu \u00fcberwachen und zu unterbinden&#8220;, sagte Pentagon-Sprecher Sean Parnell.<\/p>\n<p>&#8222;Widerstand gegen Narkoterrorismus&#8220;<\/p>\n<p>SOUTHCOM gab als Ziel der Mission an, &#8222;transnationale kriminelle Organisationen zu zerschlagen und sich dem Narkoterrorismus zu widersetzen&#8220;. Der von einem Atomreaktor angetriebene US-Flugzeugtr\u00e4ger hat eine L\u00e4nge von 333 Metern. Er bietet Platz f\u00fcr bis zu 90 Kampfflugzeuge und Hubschrauber sowie mehrere Tausend Soldaten.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"70118606\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/70118606_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Gro\u00dfbritannien London | Der Haupteingang von Downing Street 10\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Kein Kommentar: Die Regierung in London \u00e4u\u00dfert sich nicht zu US-Medienberichten \u00fcber die Geheimdienstkooperation mit Washington (Archivbild von Downing Street 10, dem Amtssitz des Premierministers)Bild: Jaimi Joy\/REUTERS<\/p>\n<p>Die <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/gro\u00dfbritannien\/t-17786217\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">britische<\/a> Regierung lehnte es derweil ab, einen Bericht des US-Senders CNN zu kommentieren, wonach London aufgeh\u00f6rt habe, seine Geheimdienstinformationen zu mutma\u00dflichen Drogenbooten in der Karibik mit den USA zu teilen, um eine Verwicklung in m\u00f6gliche Angriffe zu vermeiden. &#8222;Wir \u00e4u\u00dfern uns nicht zu Sicherheits- oder Geheimdienstfragen&#8220;, sagte ein Sprecher des britischen Premierministers <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/keir-starmer\/t-69583993\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Keir Starmer<\/a>. Die Vereinigten Staaten seien Gro\u00dfbritanniens &#8222;engster Partner bei der Verteidigung, der Sicherheit und den Geheimdiensten&#8220;, betonte er.<\/p>\n<p>Kolumbien stoppt Geheimdienstkooperation<\/p>\n<p><a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/kolumbien\/t-18502519\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kolumbiens<\/a> Pr\u00e4sident Gustavo Petro teilte hingegen ganz offiziell mit, sein Land habe den Austausch von Geheimdienstinformationen mit den USA ausgesetzt. Die Ma\u00dfnahme gelte, solange die Angriffe mit Raketen andauerten, schrieb Petro im Onlinedienst X. Der gemeinsame Kampf gegen <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/drogen\/t-45617295\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Drogen<\/a> m\u00fcsse den Menschenrechten untergeordnet werden.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"74491525\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/74491525_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Belgien Br\u00fcssel 2025 | Gustavo Petro im Portr\u00e4t\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>&#8222;Kampf gegen Drogen muss Menschenrechten untergeordnet werden&#8220;: Kolumbiens Pr\u00e4sident Gustavo Petro (Archivbild)Bild: Yves Herman\/REUTERS<\/p>\n<p>Die Beziehungen zwischen Bogot\u00e1 und Washington hatten sich zuletzt massiv verschlechtert. Die US-Regierung warf Petro mangelnde Entschlossenheit im Kampf gegen die Drogenkartelle vor und verh\u00e4ngte Sanktionen gegen den Pr\u00e4sidenten. Viele Erfolge der kolumbianischen Drogenbek\u00e4mpfung beruhen auf Erkenntnissen der US-Beh\u00f6rden oder auf Geheimdienstinformationen anderer Partner, etwa des Vereinigten K\u00f6nigreichs.<\/p>\n<p>&#8222;Plan Unabh\u00e4ngigkeit 200&#8220;<\/p>\n<p><a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/venezuela\/t-17477267\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Venezuela<\/a> reagierte auf die Verlegung der &#8222;USS Gerald A. Ford&#8220; mit einem Gro\u00dfman\u00f6ver des Milit\u00e4rs.\u00a0Verteidigungsminister Vladimir Padrino zufolge sind 200.000 Soldaten der Land-, See-, Luft-, Fluss- und Raketenstreitkr\u00e4fte, aber auch Angeh\u00f6rige ziviler Milizen in die zweit\u00e4gige \u00dcbung eingebunden. Diese ist Teil des sogenannten &#8222;Plan Independencia 200&#8220; (Plan Unabh\u00e4ngigkeit 200), den die F\u00fchrung in Caracas im September zur Landesverteidigung ausgerufen hatte.\u00a0<\/p>\n<p>Padrino warf der US-Armee vor, &#8222;wehrlose Menschen zu ermorden, unabh\u00e4ngig davon, ob sie Drogenh\u00e4ndler sind oder nicht&#8220;. Zugleich sprach er von einem &#8222;vulg\u00e4ren Einsatz gegen die Souver\u00e4nit\u00e4t und den Frieden&#8220; nicht nur Venezuelas, sondern der gesamten Region.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"73970498\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/73970498_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Venezuela Caribia 2025 | Nicolas Maduro, der ein Funkger\u00e4t in der Hand h\u00e4lt, neben Verteidigungsminister Padrino, der olivgr\u00fcne Milit\u00e4rkleidung tr\u00e4gt\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Wehrt sich gegen die Einkreisungspolitik der USA: Venezuelas Staatschef Nicol\u00e1s Maduro (auf diesem Archivbild links, mit Verteidigungsminister Vladimir Padrino)Bild: Marcelo Garcia\/Venezuelan Presidency\/AFP<\/p>\n<p>Auch Staatschef <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/nicol\u00e1s-maduro\/t-47264148\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nicol\u00e1s Maduro<\/a> hatte die T\u00f6tungen mutma\u00dflicher Drogenschmuggler als illegale &#8222;Hinrichtungen&#8220; eingestuft. Nach eigener Darstellung vermutet er dahinter US-Pl\u00e4ne zu seinem Sturz. Trump hatte zuletzt bestritten, milit\u00e4rische Angriffe auf Venezuela zu planen. Gleichzeitig sagte er jedoch, Maduros Tage seien gez\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Gegen den autorit\u00e4r regierenden venezolanischen Pr\u00e4sidenten erhebt die Regierung in Washington noch schwerere Vorw\u00fcrfe als gegen dessen kolumbianischen Amtskollegen: Maduro sei am Drogenschmuggel in die USA aktiv beteiligt und gef\u00e4hrde damit die Sicherheit der Vereinigten Staaten und ihrer B\u00fcrger, hei\u00dft es.<\/p>\n<p>Bolivien sucht den Schulterschluss<\/p>\n<p>Die <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/bolivien\/t-18507108\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">bolivianische<\/a> Regierung unter dem neuen konservativen Pr\u00e4sidenten Rodrigo Paz teilte indes mit, sie wolle wieder mit ausl\u00e4ndischen Ermittlern kooperieren und diesen Eins\u00e4tze im Land erlauben. Innenminister Marco Oviedo k\u00fcndigte an, die US-Drogenbeh\u00f6rde DEA werde nach Bolivien zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"74674610\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/74674610_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Bolivien La Paz 2025 | Rodrigo Paz hebt den rechten Daumen in die H\u00f6he, hinter ihm stehen weitere Personen\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Au\u00dfenpolitische Wende: Boliviens Pr\u00e4sident Rodrigo Paz (links) bei seiner Amtseinf\u00fchrung am SamstagBild: Claudia Morales\/REUTERS<\/p>\n<p>2008 hatte das s\u00fcdamerikanische Land Mitarbeiter der DEA ausgewiesen, nachdem die damalige Regierung unter dem linken Staatschef Evo Morales die US-Beh\u00f6rde der Spionage und der Unterst\u00fctzung der damaligen rechten Opposition bezichtigt hatte.<\/p>\n<p>Angriffe seit Anfang September<\/p>\n<p>Trump hat in den vergangenen Wochen mehrere Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge in die N\u00e4he Lateinamerikas entsandt. Anfang September begann die US-Armee mit Angriffen auf angebliche Drogenschmuggler-Boote in der Karibik, sp\u00e4ter wurden auch Boote im \u00f6stlichen Pazifik attackiert. Bei mindestens 19 US-Angriffen in internationalen Gew\u00e4ssern wurden nach Angaben aus Washington mindestens 76 Menschen get\u00f6tet. Die Vereinigten Staaten haben bislang keine Beweise daf\u00fcr vorgelegt, dass die beschossenen Boote tats\u00e4chlich Drogen bef\u00f6rderten.<\/p>\n<p>Internationale Beobachter betrachten die <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/us-admiral-tritt-nach-angriffen-in-der-karibik-zur\u00fcck\/a-74396539\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">US-Angriffe<\/a>\u00a0als v\u00f6lkerrechtswidrig &#8211; selbst wenn diese sich tats\u00e4chlich gegen Drogenh\u00e4ndler richten sollten. UN-Menschenrechtskommissar Volker T\u00fcrk hatte die US-Regierung am Montag aufgerufen, ihr Vorgehen zu \u00fcberpr\u00fcfen. Der Nachrichtenagentur AFP sagte T\u00fcrk, es gebe &#8222;starke Hinweise&#8220; darauf, dass es sich bei den Angriffen um au\u00dfergerichtliche T\u00f6tungen handele.<\/p>\n<p>jj\/pg (dpa, afp, rtr)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit der Ankunft des US-Flugzeugtr\u00e4gers &#8222;USS Gerald R. 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