{"id":606741,"date":"2025-11-27T19:07:13","date_gmt":"2025-11-27T19:07:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/606741\/"},"modified":"2025-11-27T19:07:13","modified_gmt":"2025-11-27T19:07:13","slug":"putin-kann-angriff-auf-europa-schriftlich-ausschliessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/606741\/","title":{"rendered":"Putin: Kann Angriff auf Europa schriftlich ausschlie\u00dfen"},"content":{"rendered":"<p>Bischkek (dpa) &#8211; Der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin ist nach eigenen Worten bereit, im Zuge diplomatischer Verhandlungen den Verzicht auf einen Angriff gegen Europa schriftlich festzuhalten. Es sei \u00abv\u00f6lliger Bl\u00f6dsinn\u00bb zu behaupten, dass Russland vorhabe, Europa zu \u00fcberfallen, sagte Putin in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek. \u00abDie Wahrheit ist, dass wir das nie vorhatten, aber wenn sie es von uns h\u00f6ren wollen, na gut, dann fixieren wir das.\u00bb\u00a0<\/p>\n<p>Der Kremlchef hatte der zentralasiatischen Republik Kirgistan einen Staatsbesuch abgestattet und an einem Gipfel des Verteidigungsb\u00fcndnisses Organisation des Vertrags \u00fcber kollektive Sicherheit (OVKS) teilgenommen. Zum Abschluss der Reise antwortete er auf Fragen russischer Journalisten. Er \u00e4u\u00dferte sich zu den Bem\u00fchungen um ein Ende des Kriegs in der Ukraine, blieb aber im Detail bei seiner harten Haltung. Die Themen im \u00dcberblick:<\/p>\n<p>Besuch von US-Unterh\u00e4ndler Witkoff best\u00e4tigt<\/p>\n<p>Putin betonte eine generelle Bereitschaft zu Friedensgespr\u00e4chen. Er best\u00e4tigte den Besuch von US-Vertretern in Moskau in den ersten Tagen der kommenden Woche. Von russischer Seite sollten Vertreter des Au\u00dfenministeriums und der Pr\u00e4sidialverwaltung an den Verhandlungen teilnehmen. Nach Kreml-Angaben wird der Sondergesandte von US-Pr\u00e4sident Donald Trump, Steve Witkoff, in Moskau erwartet.\u00a0<\/p>\n<p>Witkoff war zuletzt wegen angeblich zu gro\u00dfer N\u00e4he zu Russland in die Kritik geraten. Dies st\u00fctzte sich auf den an die Nachrichtenagentur Bloomberg durchgestochenen Mitschnitt eines Telefonats mit Moskau. Putin nahm den US-Unterh\u00e4ndler in Schutz: \u00abEr ist ein amerikanischer B\u00fcrger und verteidigt die Position seines Pr\u00e4sidenten und seines Landes.\u00bb\u00a0<\/p>\n<p>Vor Waffenruhe: Eroberung des Donbass<\/p>\n<p>Als Grundvoraussetzung f\u00fcr eine Einigung nannte Putin erneut eine volle russische Kontrolle \u00fcber die Gebiete Donezk und Luhansk im Donbass. \u00abDie Truppen der Ukraine ziehen sich aus den von ihnen gehaltenen Territorien zur\u00fcck, dann h\u00f6ren die K\u00e4mpfe auf. Wenn sie sich nicht zur\u00fcckziehen, dann erreichen wir das auf milit\u00e4rischem Weg\u00bb, sagte er. Auch Trump hat vorgeschlagen, dass die Ukraine diese Gebiete r\u00e4umt. Kiew lehnt dies ab.<\/p>\n<p>Russische Truppen auf dem Vormarsch<\/p>\n<p>Putin berichtete, seine Truppen h\u00e4tten sich nach einem Frontdurchbruch im s\u00fcdukrainischen Gebiet Saporischschja der Stadt Huljajpole auf ein bis zwei Kilometer gen\u00e4hert. Von ukrainischer Seite waren zuvor erhebliche Probleme bei Huljajpole einger\u00e4umt worden. Jedoch sei der russische Vormarsch am Stadtrand gestoppt worden und die Lage wieder kontrollierbar.<\/p>\n<p>Trotz ukrainischer Dementis behauptete Putin erneut, dass die Stadt Kupjansk im Gebiet Charkiw erobert sei. Kurz vor der Eroberung stehe auch das seit 2024 umk\u00e4mpfte Woltschansk an der russischen Grenze. In der Region Donezk seien die St\u00e4dte Pokrowsk und Myrnohrad eingekesselt. Das ukrainische Milit\u00e4r r\u00e4umt Schwierigkeiten an diesen Frontabschnitten ein, weist die russische Darstellung aber zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Verhandlungen mit USA \u00fcber Anerkennung von russischem Gebiet<\/p>\n<p>Von einem Journalisten wurde Putin auf eine Passage im US-Friedensplan angesprochen, wonach die USA die russische Kontrolle \u00fcber die Krim und andere ukrainische Gebiete nur de facto anerkennen wollten. \u00abGenau das soll Gegenstand unserer Gespr\u00e4che mit der amerikanischen Seite sein\u00bb, sagte Putin. Es sei eine der Schl\u00fcsselfragen. Russland hat die Halbinsel Krim sowie die Verwaltungsgebiete Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson zu seinem Staatsgebiet erkl\u00e4rt. Es besteht bislang erfolglos darauf, dass dies auch international anerkannt wird.<\/p>\n<p>Keine Vertr\u00e4ge mit jetziger F\u00fchrung in Kiew<\/p>\n<p>Erneut lehnte Putin es ab, m\u00f6gliche Abkommen mit dem ukrainischen Pr\u00e4sidenten Wolodymyr Selenskyj zu unterzeichnen. \u00abDie ukrainische F\u00fchrung hat einen grunds\u00e4tzlichen, strategischen Fehler begangen, als sie Angst vor Pr\u00e4sidentenwahlen hatte, denn seitdem hat der Pr\u00e4sident seinen legitimen Status verloren\u00bb, sagte er. Kiew verweist darauf, dass laut ukrainischem Gesetz unter geltendem Kriegsrecht nicht gew\u00e4hlt werden darf.<\/p>\n<p>Russland f\u00fchrt seit mehr als dreieinhalb Jahren einen Angriffskrieg gegen das Nachbarland.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bischkek (dpa) &#8211; Der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin ist nach eigenen Worten bereit, im Zuge diplomatischer Verhandlungen den&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":606742,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1843],"tags":[3364,29,30,47259,8221,4046,8970,1209,307,317,64],"class_list":{"0":"post-606741","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenster","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-kirgistan","12":"tag-konflikte","13":"tag-krieg","14":"tag-muenster","15":"tag-nordrhein-westfalen","16":"tag-russland","17":"tag-ukraine","18":"tag-usa"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115623234564832054","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/606741","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=606741"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/606741\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/606742"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=606741"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=606741"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=606741"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}