{"id":60748,"date":"2025-04-25T18:17:10","date_gmt":"2025-04-25T18:17:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/60748\/"},"modified":"2025-04-25T18:17:10","modified_gmt":"2025-04-25T18:17:10","slug":"donald-trumps-letztes-angebot-europaeer-und-ukraine-unterbreiten-eigenen-friedensplan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/60748\/","title":{"rendered":"Donald Trumps \u201eletztes Angebot\u201c: Europ\u00e4er und Ukraine unterbreiten eigenen Friedensplan"},"content":{"rendered":"<p>Der Kreml \u00e4u\u00dfert sich nach einem Treffen zwischen US-Vertreter Witkoff und Pr\u00e4sident Putin zufrieden. EU-Staaten und Gro\u00dfbritannien sollen derweil mit einem eigenen Friedensvorsto\u00df auf Trumps \u201eletztes\u201c Angebot reagiert haben.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Das Gespr\u00e4ch des US-Sondergesandten Steve Witkoff mit dem russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin ist nach Angaben des Kreml n\u00fctzlich und konstruktiv verlaufen. Es sei bei dem dreist\u00fcndigen Treffen auch um einen Ukraine-Deal gegangen, meldete die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf Putins au\u00dfenpolitischen Berater Juri Uschakow.<\/p>\n<p>Zudem sei die M\u00f6glichkeit \u201edirekter\u201c Gespr\u00e4che zwischen Kiew und Moskau er\u00f6rtert worden. Russland hatte sich dazu bereiterkl\u00e4rt, verlangt aber, dass ein Dekret des ukrainischen Pr\u00e4sidenten Wolodymyr Selenskyj aufgehoben wird, das solche direkten Gespr\u00e4che verbietet.<\/p>\n<p>Witkoff hat sich schon mehrfach pers\u00f6nlich mit Putin getroffen und sich im Anschluss an die Unterredungen immer auff\u00e4llig positiv \u00fcber ihn ge\u00e4u\u00dfert. Selenskyj hatte das kritisiert. Unter US-Pr\u00e4sident Donald Trump haben die USA einen scharfen Kurswechsel vollzogen und sind nicht mehr bereit, die Ukraine langfristig bei ihrem Abwehrkampf gegen die russische Invasion zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Erhebliche Differenzen zwischen den Vorschl\u00e4gen<\/p>\n<p>Zuletzt hatten die USA einen Vorschlag f\u00fcr einen Friedensplan vorgelegt. Das Dokument ist nur eine Seite lang und wurde als Pr\u00e4sident Trumps \u201eletztes Angebot\u201c (\u201efinal offer\u201c) bezeichnet. Das Wei\u00dfe Haus betonte, es sei bereit, sich zur\u00fcckzuziehen, falls keine baldige Einigung f\u00fcr ein Kriegsende erzielt wird. Kritiker lehnten den US-Vorsto\u00df als \u201eDiktat-Frieden ab\u201c und verwiesen auf die darin vorgesehenen Gebietsabtretungen an Russland.<\/p>\n<p>F\u00fchrende europ\u00e4ische Staaten und die Ukraine reagierten nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters diese Woche mit einem <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/article256010262\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/article256010262&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gegenvorschlag zu dem US-Plan<\/a>. Es zeigen sich zum Teil erhebliche Differenzen zwischen den Vorschl\u00e4gen. Diese betreffen die Kontrolle \u00fcber die von Russland besetzten Gebiete, die Diskussion \u00fcber eine Aufhebung von Sanktionen gegen Russland, die Frage eher vager oder spezifischer Sicherheitsgarantien in Falle eines Waffenstillstands sowie die Gr\u00f6\u00dfe des ukrainischen Milit\u00e4rs.<\/p>\n<p>Den <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/article255993348\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/article255993348&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">US-Vorschlag<\/a> hatte Witkoff bei einem Treffen in Paris vorgelegt. Der zweite Text entstand Insidern zufolge in London bei Beratungen der ukrainischen und europ\u00e4ischen Seite, darunter Vertreter Frankreichs, Gro\u00dfbritanniens und Deutschlands. Im Folgenden werden die wichtigsten Forderungen der beiden Vorschl\u00e4ge dokumentiert.<\/p>\n<p>Kernforderungen des US-Vorschlags:<\/p>\n<ul>\n<li>Im Witkoff-Papier wird die \u201eoffizielle\u201c Anerkennung (\u201ede jure\u201c) der russischen Kontrolle \u00fcber die bereits 2014 von Russland annektierte ukrainische Halbinsel Krim gefordert. Zudem soll die de facto Kontrolle Russlands \u00fcber die im 2022 begonnenen Krieg besetzten Territorien im Osten und S\u00fcden der Ukraine akzeptiert werden<\/li>\n<li>In der Frage der langfristigen Sicherheit der Ukraine schlagen die USA eine \u201erobuste Sicherheitsgarantie\u201c seitens europ\u00e4ischer und anderer befreundeter Staaten vor. Einzelheiten werden nicht genannt<\/li>\n<li>Die Ukraine soll demnach keine Nato-Mitgliedschaft mehr anstreben \u2013 dies ist eine Kernforderung Russlands<\/li>\n<li>Die Sanktionen gegen Russland, die seit der Krim-Annexion verh\u00e4ngt wurden, sollen beendet werden<\/li>\n<li>Die Ukraine soll finanziell entsch\u00e4digt werden \u2013 woher das Geld kommen soll, wird jedoch nicht erw\u00e4hnt <\/li>\n<\/ul>\n<p>Kernforderungen des europ\u00e4isch-ukrainischen Vorschlags:<\/p>\n<ul>\n<li>Der europ\u00e4ische Vorschlag enth\u00e4lt keinerlei Anerkennung russischer Kontrolle \u00fcber ukrainisches Gebiet. Vielmehr soll \u00fcber diese Frage detailliert beraten werden, sobald es einen Waffenstillstand gibt<\/li>\n<li>Beim Thema Sicherheitsgarantien f\u00fcr die Ukraine wird das Papier detaillierter. Demnach soll es weder eine Begrenzung f\u00fcr das ukrainische Milit\u00e4r noch f\u00fcr die Stationierung von Truppen der Verb\u00fcndeten der Ukraine auf ukrainischem Territorium geben \u2013 dies lehnt die russische Seite ab. Zudem ist von einer \u201erobusten Sicherheitsgarantie\u201c f\u00fcr die Ukraine auch durch die USA die Rede \u2013 mit einer Vereinbarung \u00e4hnlich der Beistandsverpflichtung nach Artikel 5 des Nato-Vertrags<\/li>\n<li>Die Sanktionen gegen Russland sollen schrittweise gelockert werden, sobald ein nachhaltiger Frieden erreicht ist. Die Strafma\u00dfnahmen k\u00f6nnen demnach aber wieder verh\u00e4ngt werden, sollte Russland den Frieden brechen<\/li>\n<li>Die Ukraine soll finanzielle Entsch\u00e4digungen f\u00fcr Kriegssch\u00e4den aus eingefrorenen russischen Verm\u00f6genswerten im Ausland erhalten<\/li>\n<\/ul>\n<p>Reuters\/dpa\/sos\/gub<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Kreml \u00e4u\u00dfert sich nach einem Treffen zwischen US-Vertreter Witkoff und Pr\u00e4sident Putin zufrieden. 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