{"id":607857,"date":"2025-11-28T06:21:13","date_gmt":"2025-11-28T06:21:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/607857\/"},"modified":"2025-11-28T06:21:13","modified_gmt":"2025-11-28T06:21:13","slug":"siebo-woydt-aus-lalendorf-erfindet-norddeutschen-james-bond","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/607857\/","title":{"rendered":"Siebo Woydt aus Lalendorf erfindet norddeutschen James Bond"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">F\u00fcr Krakow am See ist das Interesse gro\u00df: Rund 20 G\u00e4ste sind zur Lesung von Siebo Woydt in der Stadtbibliothek gekommen. Er stellt sein aktuelles Buch vor, den Mittelalterkrimi: \u201eDie Versuchung der Unsterblichkeit\u201c.<\/p>\n<p>Auf der Suche nach einem geheimnisumwobenen Buch<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Das Buch spielt in der Region und handelt in der modernen Rahmenhandlung vom Historiker Lukas Bellstedt, der in einem Kloster nahe Braunschweig die Aufzeichnungen eines M\u00f6nches findet. Dieser reiste im Jahr 1189 mit einem Ritter in das kaum christianisierte Mecklenburg, um ein verschollenes Buch zu suchen und zu vernichten. In dem Buch soll ein Ritual beschrieben sein, mit dem man unsterblich wird, f\u00fcr Bellstedt das gef\u00e4hrlichste Buch der Welt. Der Mittelalterkrimi ist am 1. M\u00e4rz im Akres-Verlag Wuppertal erschienen.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">\u201eIch habe viele Dinge intensiv recherchiert daf\u00fcr, von damaligen Stra\u00dfenverl\u00e4ufen \u00fcber Kochrezepte bis hin zu Texten von Minneliedern\u201c, erz\u00e4hlt der 60-J\u00e4hrige, der mit seiner Frau in Langhagen in der Gemeinde Lalendorf lebt. Sogar den Namen des ersten Abtes im Kloster Dargun hat er herausgefunden und dass die M\u00f6nche den See aus dem R\u00f6cknitzbach aufgestaut hatten und es im Verlauf des Baches einen alten Burgwall und eine Slawensiedlung gab.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">\u201eIch werde immer wieder gefragt, ob die Handlung in meinen B\u00fcchern wahr ist. Die historischen Gegebenheiten sind es, aber die Handlung selbst ist frei erfunden.\u201c Bei dem Gespr\u00e4ch nach der Lesung gibt es dann auch eine Diskussion von Siebo Woydt, der inzwischen Langhagens Ortschronist ist, mit einer offenbar ebenfalls historisch bewanderten Leserin: Sie meint, zu der beschriebenen Zeit habe es noch keine dreizinkigen Gabeln f\u00fcr die Mahlzeiten gegeben, sondern nur zweizinkige.<\/p>\n<p>Vom Vorstand zum Hobby-Autor in Mecklenburg<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">\u201eDie Versuchung der Unsterblichkeit\u201c ist bei weitem nicht das erste Buch von Siebo Woydt. Bevor er sich dem Schreiben zuwendete, war er jedoch Vorstand der Beteiligungs-Holding von Deutschlands gr\u00f6\u00dfter Wirtschaftsauskunftei. In dieser hatte er nach seinem Studium der Informatik und Mathematik zun\u00e4chst als Software-Entwickler gearbeitet. Doch 2021 h\u00e4ngte er den Manager-Job in M\u00f6nchen-Gladbach an den Nagel und zog nach Mecklenburg. Dass die Wahl auf Langhagen fiel, war Zufall, das Ehepaar entdeckte die Gegend bei einem Urlaub und fand gro\u00dfen Gefallen an der Natur mit weiten W\u00e4ldern und vielen Seen.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Die n\u00e4chsten beiden Romane sind ebenfalls schon fertig. Darin kehrt Siebo Woydt wieder in die Gegenwart zur\u00fcck, bleibt aber weiter dem Krimi-Genre treu. Seine ersten B\u00fccher geh\u00f6rten zu einer Reihe \u00fcber den erfundenen Langhagener Gastwirt Brenner.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">\u201eDie n\u00e4chsten beiden B\u00fccher geh\u00f6ren wieder zu einer Reihe. Ich habe dem Verlag vorgeschlagen, einen norddeutschen James Bond zu etablieren, und der fand die Idee gut.\u201c Jedes Jahr soll ein Band dieser Reihe erscheinen, der erste Band im April 2026.<\/p>\n<p>Russischer General verlangt Ostdeutschland zur\u00fcck<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">\u201eDieser Agent ist nat\u00fcrlich komplett anders als James Bond, aber wie dieser muss auch er die Welt retten. Er kommt aus Mecklenburg, aber sein Dienstsitz ist Berlin. Im ersten Buch geht es um einen russischen General, der eine Invasion plant, um Ostdeutschland zur\u00fcckzuerobern.\u201c Nach Meinung des Generals habe Deutschland den Zwei-plus-Vier-Vertrag von 1990 verletzt und daher sei Russland immer noch Besatzungsmacht f\u00fcr die ostdeutschen Gebiete.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/3a2f6400-b91e-4afa-a04e-3b9ad7449d54.jpeg\" loading=\"lazy\" alt=\"Siebo und Birgit Woydt in ihrem Garten in Langhagen.\"\/><img decoding=\"async\" alt=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\" class=\"sm:tw-w-9 sm:tw-h-9\" src=\"https:\/\/www.nordkurier.de\/_next\/static\/media\/imageExpand.10dba927.svg\"\/><\/p>\n<p>Siebo und Birgit Woydt in ihrem Garten in Langhagen. (Foto: Toni Cebulla)<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Die Aktualit\u00e4t ist kein Zufall. \u201eIch habe analysiert, wie die James-Bond-Filme es \u00fcber die Jahre geschafft haben, immer auf der H\u00f6he der jeweiligen Zeit zu bleiben. Ich habe mir die Megatrends von heute angesehen, und einer davon ist der Krieg zwischen Russland und der Ukraine\u201c, erkl\u00e4rt Siebo Woydt. Das zweite Buch ist ebenfalls schon geschrieben, die Handlung wird aber noch nicht verraten.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Seine Mitbewohner in Langhagen f\u00e4nden seine B\u00fccher immer spannend und w\u00fcrden sich jedes Mal dar\u00fcber freuen, wenn sie einen Schauplatz der Handlung wiedererkennen. \u201eWir f\u00fchlen uns jedenfalls sehr wohl in Langhagen und bringen uns hier auch ein. Ich arbeite als kundiger B\u00fcrger im Finanzausschuss der Gemeindevertretung mit und als Sch\u00f6ffe am Amtsgericht Wismar. Meine Frau ist im Dorfverein aktiv.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"F\u00fcr Krakow am See ist das Interesse gro\u00df: Rund 20 G\u00e4ste sind zur Lesung von Siebo Woydt in&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":607858,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1771],"tags":[1778,29,214,30,95,1777,215],"class_list":{"0":"post-607857","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kino","8":"tag-cinema","9":"tag-deutschland","10":"tag-entertainment","11":"tag-germany","12":"tag-kino","13":"tag-movie","14":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115625884916629865","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/607857","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=607857"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/607857\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/607858"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=607857"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=607857"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=607857"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}