{"id":607982,"date":"2025-11-28T07:31:12","date_gmt":"2025-11-28T07:31:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/607982\/"},"modified":"2025-11-28T07:31:12","modified_gmt":"2025-11-28T07:31:12","slug":"keine-gewalt-gegen-frauen-auch-in-brandenburg-an-der-havel-wird-eine-klare-haltung-sichtbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/607982\/","title":{"rendered":"Keine Gewalt gegen Frauen &#8211; auch in Brandenburg an der Havel wird eine klare Haltung sichtbar!"},"content":{"rendered":"<p>Im Rolandsaal des Altst\u00e4dtischen Rathauses drehte sich am Dienstag alles um Respekt, Schutz und Selbstbestimmung. Gleich zu Beginn wurde vor dem Rathaus die Fahne \u201eNein zu Gewalt gegen Frauen\u201c gehisst \u2013 gut sichtbar f\u00fcr alle. Die Botschaft: Gewalt gegen Frauen ist kein privates Problem, sondern eine gesellschaftliche Aufgabe.  <\/p>\n<p>Die Gleichstellungsbeauftragte Jeannette Horn machte in ihrer Ansprache klar, wie ernst die Lage ist. Das aktuelle Lagebild des Bundeskriminalamtes spricht von rund 266.000 Opfern h\u00e4uslicher Gewalt im vergangenen Jahr \u2013 ein Anstieg um 4 Prozent im Vergleich zu 2023 zeigt eine bedenkliche Tendenz. Mehr als 70 Prozent der Betroffenen sind M\u00e4dchen und Frauen. F\u00fcr 286 Menschen endete die Gewalt t\u00f6dlich, darunter 191 Frauen.  <\/p>\n<p>\u201eHinter jeder Zahl steckt eine Lebensgeschichte, eine Familie, ein Umfeld. Gewalt findet mitten unter uns statt,\u201c so Horn. Sie rief dazu auf, Betroffenen zu glauben, Hilfe zu vermitteln und Verantwortung zu \u00fcbernehmen. \u201eMit dem Hissen der Fahne setzte die Stadt Brandenburg an der Havel ein klares \u00f6ffentliches Signal. Gewalt gegen Frauen wird hier nicht geduldet. Ziel ist es, ein Umfeld zu schaffen, in dem Betroffene Unterst\u00fctzung finden und in dem alle B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger hinschauen, wenn Gewalt sichtbar wird,\u201c betonte die Gleichstellungsbeauftragte.  <\/p>\n<p>Christel M\u00fcck-Hannemann lenkte in ihrer Rede den Blick auf einen ganz besonderen Moment im Leben vieler Frauen: die Geburt. Sie betonte, dass der Aktionstag Frauen eine Stimme gibt. Sie verwies auf die bundesweite Aktion, bei der an Orten erlebter Gewalt eine Rose niedergelegt wird. Respekt in der Geburtshilfe sei ein zentrales Familienanliegen. W\u00fcnsche von Frauen zu ihren Geburtsbedingungen sollten ernst genommen werden. Eine gute Geburtssituation sei Grundlage f\u00fcr ein stressfreies Ankommen des Kindes und f\u00fcr das Wohlbefinden der Mutter, so M\u00fcck-Hannemann.  <\/p>\n<p>Fachbeitr\u00e4ge der Ober\u00e4rztin f\u00fcr Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Universit\u00e4tsklinikum Brandenburg, Dr. Aileen Jagdhuhn, der Journalistin Lena H\u00f6gemann sowie von Nina Conzen vom Verein \u201eMother Hood\u201c beleuchteten das Thema respektvolle Geburt. Es ging um die Frage, wie medizinische Versorgung und zwischenmenschliche Begleitung gestaltet sein m\u00fcssen, damit Frauen w\u00e4hrend der Geburt Sicherheit und Selbstbestimmung erleben. Moderiert wurde der Fachtag von Linda Brack, Beraterin f\u00fcr diversity aus Berlin.  <\/p>\n<p>Bei unseren Nachbarn in Potsdam zogen am Dienstagabend rund 50 Menschen in orangener Kleidung durch die Stadt, um ebenfalls ein Zeichen zu setzen. &#8222;Patriachale Strukturen f\u00f6rdern Gewalt massiv&#8220; oder &#8222;Gewalt beginnt dort, wo Frauen nicht als Mensch, nicht voll- und gleichwertig behandelt werden&#8220; stand unter anderem auf einem Plakat bei dieser Aktion.  <\/p>\n<p>Die Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Potsdam, Claudia Sprengel, betonte dazu eindringlich: \u201eGewalt gegen Frauen ist nach wie vor allgegenw\u00e4rtig, und es darf keinen Raum f\u00fcr Wegsehen oder Schweigen geben. Hinzuschauen, zu handeln und Betroffene konsequent zu unterst\u00fctzen, ist eine gesamtgesellschaftliche Verpflichtung \u2013 und muss auch in der Kommune verbindlich verankert sein. Wir m\u00fcssen das Thema vermehrt als Querschnittsaufgabe begreifen. Alle b\u00fcrgernahen Dienstleistungen m\u00fcssen daf\u00fcr sensibilisiert sein und im Bedarfsfall Hilfsangebote vermitteln k\u00f6nnen. Es geht darum, Warnsignale zu erkennen und Strategien von T\u00e4terinnen und T\u00e4tern die Macht zu nehmen. Das gilt f\u00fcr Mitarbeitende im Jugendamt genauso wie f\u00fcr die Feuerwehr.\u201c <\/p>\n<p>Mehr: [<a href=\"https:\/\/unwomen.de\/orange-the-world\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Orange the World &#8211; Stopp Gewalt gegen Frauen<\/a>] <\/p>\n<p><strong>Verwandter Artikel 26.11.2025: <\/strong><br \/>[<a href=\"https:\/\/meetingpoint-potsdam.de\/neuigkeiten\/artikel\/213187-ganz-potsdam-in-orange-solidaritaetszug-stopp-gewalt-gegen-frauen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ganz Potsdam in Orange: Solidarit\u00e4tszug &#8222;Stopp Gewalt gegen Frauen&#8220;<\/a>] <br \/><strong>Verwandter Artikel 26.11.2025: <\/strong><br \/>[<a href=\"https:\/\/meetingpoint-potsdam.de\/neuigkeiten\/artikel\/213168-potsdam-setzte-gestern-ein-zeichen-gegen-gewalt-an-frauen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Potsdam setzte gestern ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen<\/a>]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Rolandsaal des Altst\u00e4dtischen Rathauses drehte sich am Dienstag alles um Respekt, Schutz und Selbstbestimmung. 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