{"id":608044,"date":"2025-11-28T08:06:13","date_gmt":"2025-11-28T08:06:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/608044\/"},"modified":"2025-11-28T08:06:13","modified_gmt":"2025-11-28T08:06:13","slug":"lusail-trotz-vettels-rat-hamilton-frustriert-und-einsilbig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/608044\/","title":{"rendered":"Lusail | Trotz Vettels Rat: Hamilton frustriert und einsilbig"},"content":{"rendered":"<p>Lusail (dpa) &#8211; Die Fallh\u00f6he war von Anfang an riesig. Die erste Saison im ber\u00fchmtesten aller Formel-1-Autos wurde f\u00fcr Lewis Hamilton aber zum Jahr des Leidens. R\u00fcckschl\u00e4ge in Dauerschleife, Entt\u00e4uschungen im Wochentakt. Sogar Zweifel am K\u00f6nnen des siebenmaligen Weltmeisters.<\/p>\n<p>Und er selbst? Vom Hamilton der ersten Tage und Wochen bei der ber\u00fchmten Scuderia Ferrari ist nicht mehr viel \u00fcbrig geblieben. Pr\u00e4sentierte er sich bei seinen ersten Besuchen in Maranello und der ersten Ausfahrt in Fiorano noch strahlend und euphorisch, \u00fcberwiegen l\u00e4ngst Frust, Leere und Entt\u00e4uschung.\u00a0<\/p>\n<p>Schlechter war Hamilton nie<\/p>\n<p>\u00abNiemand h\u00e4tte jemals erwartet, dass Lewis Hamilton in seiner ersten Saison bei Ferrari so gro\u00dfe Schwierigkeiten haben w\u00fcrde\u00bb, schrieb Italiens \u00abCorriere della Sera\u00bb vor dem Gro\u00dfen Preis von Katar an diesem Wochenende. Zwei Grand Prix noch, dann hat der mittlerweile auch schon 40 Jahre alte Hamilton seine mit Abstand schlechteste Saison geschafft &#8211; und \u00fcberstanden.\u00a0<\/p>\n<p>Zur\u00fcckblicken wollte er im Fahrerlager von Lusail partout nicht. \u00abMache ich nicht\u00bb, entgegnete er auf die entsprechende Frage. Er schaue nur nach vorn. N\u00e4chster Versuch: Er k\u00f6nnte ja wenigstens ein bisschen erz\u00e4hlen, meinte der Interviewer. \u00abDa gibt es nicht viel zu sagen. Die Ergebnisse sprechen f\u00fcr sich.\u00bb In der Tat.\u00a0<\/p>\n<p>Bei Ferrari nur noch ein Ein-Hit-Wunder?<\/p>\n<p>Kein Grand-Prix-Sieg, nicht mal ein Podestplatz. Einmal disqualifiziert, zweimal nichts in Ziel gekommen. Nur einmal sah es so aus, wie er, die Tifosi und Ferrari-Boss John Elkann sich das vorgestellt hatten: Beim Sieg im Sprintrennen von China &#8211; Hamiltons Ein-Hit-Wunder im Ferrari. Und das nach vorher 105 Grand-Prix-Siegen und 104 Pole Positionen. Titel Nummer acht scheint nach seiner Karriereabzweigung nach Maranello in weite Ferne ger\u00fcckt zu sein.\u00a0<\/p>\n<p>\u00abJe l\u00e4nger es dauert, desto schwieriger wird es\u00bb, kommentierte nun Sebastian Vettel (38) Hamiltons Situation und dessen Warten auf den 106. Sieg. Der Deutsche Formel-1-Rentner muss es wissen. Auch er konnte der roten Versuchung nicht widerstehen. Auch er scheiterte, nach seinen vier WM-Triumphen mit Red Bull die Scuderia zu weltmeisterlichem Ruhm zu f\u00fchren.\u00a0<\/p>\n<p>Wie auch schon Fernando Alonso. Der Spanier hatte 2005 die \u00c4ra von Michael Schumacher bei Ferrari beendet, 2006 erneut den Titel gewonnen. Kurioserweise sorgte Alonso durch das vergiftete Stallduell mit Hamilton 2007 im McLaren daf\u00fcr, dass doch noch mal ein Ferrari-Fahrer ganz oben stand. Seit Kimi R\u00e4ikk\u00f6nens WM-Titel aber blieb die Sehnsucht nach der erneuten Kr\u00f6nung eines Ferrari-Piloten unerf\u00fcllt.\u00a0<\/p>\n<p>Vettels Erkl\u00e4rungsversch f\u00fcr Hamiltons Leidenszeit bei Ferrari<\/p>\n<p>Ein Niedergang wie bei Hamilton ist aber selbst in der Zeit beispiellos. \u00abIch f\u00fchle mich schrecklich, das war die schlimmste Saison, die ich jemals hatte\u00bb, sagte er in Las Vegas. Nutzlos f\u00fchlte er sich auch schon, nicht mehr gut genug.\u00a0<\/p>\n<p>So schlimm war es bei Vettel nie. Immerhin gelangen ihm 14 Siege, zweimal wurde er Vizeweltmeister &#8211; beide Male geschlagen von Hamilton im Mercedes. Er habe es geliebt bei Ferrari, er bereue den Schritt nicht, bekr\u00e4ftigte er nun im Formel-1-Podcast \u00abBeyond the Grid\u00bb und suchte nach einer Erkl\u00e4rung f\u00fcr Hamiltons extreme Leidenszeit im Vergleich zu ihm.\u00a0<\/p>\n<p>Als jemand mit Muttersprache Deutsch habe er schnell gelernt, sich sprachlich anpassen zu m\u00fcssen, als er international im Rennsport unterwegs gewesen sei, erkl\u00e4rte Vettel. \u00abIch m\u00f6chte auch nicht sagen, dass Lewis sich nicht angepasst hat oder britische Fahrer sich nicht anpassen m\u00fcssen\u00bb, meinte Vettel mit Blick auf die mehrheitlich in England beheimateten Rennst\u00e4lle und die Formel-1-Sprache Englisch.\u00a0<\/p>\n<p>Es geht um mehr als Motoren und roten Farbe<\/p>\n<p>Aber Ferrari in der Formel 1 ist einfach mehr als rote Rennwagen, als Zahlen, Fakten und Buchstaben. Es ist ein Mythos, der mit seiner italienischen Herkunft verbunden ist, voller Leidenschaft, voller Emotionen.<\/p>\n<p>\u00abWenn du eine Sprache nicht sehr gut beherrschst, kommst du zwar zurecht, aber verstehst du dann wirklich die Menschen? Begreifst du die Kultur?\u00bb, fragte Vettel, der es selbst bereut, sich nicht noch intensiver mit der Sprache auseinandergesetzt zu haben. Genau deswegen gab er Hamilton beim Wechsel einen Rat mit: \u00abLerne die Sprache, lerne sie wirklich, wirklich gut.\u00bb Selbst auf Englisch kann und vor allem will Hamilton diese Saison aber kaum mehr in Worte fassen.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Lusail (dpa) &#8211; Die Fallh\u00f6he war von Anfang an riesig. 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