{"id":608206,"date":"2025-11-28T09:37:18","date_gmt":"2025-11-28T09:37:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/608206\/"},"modified":"2025-11-28T09:37:18","modified_gmt":"2025-11-28T09:37:18","slug":"trump-kuendigt-weitreichenden-aufnahmestopp-fuer-auslaender-an-dw-28-11-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/608206\/","title":{"rendered":"Trump k\u00fcndigt weitreichenden Aufnahmestopp f\u00fcr Ausl\u00e4nder an \u2013 DW \u2013 28.11.2025"},"content":{"rendered":"<p>US-Pr\u00e4sident <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/donald-trump\/t-18901598\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Donald Trump<\/a> will die Einwanderung aus allen &#8211; so w\u00f6rtlich &#8211; &#8222;L\u00e4ndern der Dritten Welt&#8220; dauerhaft aussetzen. Anlass f\u00fcr die Ank\u00fcndigung war der Tod eines Mitglieds der Nationalgarde, das am Mittwoch (Ortszeit) in der N\u00e4he des Wei\u00dfen Hauses in Washington mutma\u00dflich von einem Afghanen erschossen worden war. &#8222;Ich werde die Einwanderung aus allen L\u00e4ndern der Dritten Welt dauerhaft unterbrechen, damit sich das US-System vollst\u00e4ndig erholen kann&#8220;, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.<\/p>\n<p>Die Bezeichnung &#8222;Dritte Welt&#8220; stammt aus der geopolitischen Ordnung der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts, gilt als \u00fcberholt und wird heute kaum noch verwendet. Stattdessen haben sich &#8211; ebenfalls umstrittene &#8211; Begriffe wie &#8222;Entwicklungsland&#8220;, &#8222;Schwellenland&#8220; oder &#8222;Globaler S\u00fcden\/Norden&#8220; etabliert.<\/p>\n<p>Versch\u00e4rfte Ma\u00dfnahmen gegen Einwanderer<\/p>\n<p>Trump werde zudem &#8222;alle Millionen illegalen Einreisen unter Biden beenden&#8220; und jeden abschieben, der f\u00fcr die USA &#8222;keinen Nettogewinn darstellt&#8220;, f\u00fcgte er mit Verweis auf seinen Amtsvorg\u00e4nger, den Demokraten <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/joe-biden\/t-61160174\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Joe Biden<\/a>, hinzu.<\/p>\n<p>Der Pr\u00e4sident k\u00fcndigte weiterhin an, staatliche Leistungen f\u00fcr &#8222;Nicht-Staatsb\u00fcrger&#8220; zu streichen. Migranten, die &#8222;den inneren Frieden untergraben&#8220;, solle die Staatsb\u00fcrgerschaft entzogen werden. Ausl\u00e4nder, die als Belastung, Sicherheitsrisiko oder als &#8222;nicht mit der westlichen Zivilisation vereinbar&#8220; eingestuft w\u00fcrden, sollten abgeschoben werden.<\/p>\n<p>Der Leiter der US-Einwanderungsbeh\u00f6rde USCIS, Joseph Edlow, hatte am Donnerstag bereits angek\u00fcndigt, dass er eine &#8222;umfassende und strenge \u00dcberpr\u00fcfung s\u00e4mtlicher &#8218;Green Cards&#8216; f\u00fcr alle Ausl\u00e4nder aus allen betroffenen L\u00e4ndern angeordnet&#8220; habe. Eine Green Card ist eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung in den <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/usa-vereinigte-staaten-amerika\/t-17286012\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a>. Auf Nachfrage zu den betroffenen L\u00e4ndern verwies die USCIS auf 19 im Juni von Trump in einem Dekret aufgelistete Staaten.<\/p>\n<p>Trump hatte damals ein pauschales Einreiseverbot f\u00fcr Menschen aus zw\u00f6lf Staaten verh\u00e4ngt. Dabei handelt es sich neben <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/afghanistan\/t-17281039\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Afghanistan<\/a> um <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/myanmar\/t-17555344\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Myanmar<\/a>, den <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/tschad\/t-17544312\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Tschad<\/a>, die <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/republik-kongo\/t-18502147\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Republik Kongo<\/a>, <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/\u00e4quatorialguinea\/t-18192817\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u00c4quatorialguinea<\/a>, <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/eritrea\/t-18455941\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Eritrea<\/a>, <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/haiti\/t-18503063\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Haiti<\/a>, den <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/iran\/t-17281594\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Iran<\/a>, <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/libyen\/t-18494374\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Libyen<\/a>, <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/somalia\/t-17313725\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Somalia<\/a>, Sudan und den <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/jemen\/t-17289605\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Jemen<\/a>. Zus\u00e4tzlich verh\u00e4ngte Trump ein Teil-Einreiseverbot f\u00fcr <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/burundi\/t-18429579\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Burundi<\/a>, <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/kuba\/t-18051400\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kuba<\/a>, <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/laos\/t-18436342\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Laos<\/a>, <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/sierra-leone\/t-17955440\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sierra Leone<\/a>, <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/togo\/t-18458132\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Togo<\/a>, <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/turkmenistan\/t-18458039\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Turkmenistan<\/a> und <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/venezuela\/t-17477267\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Venezuela<\/a>.<\/p>\n<p>Sch\u00fcsse am Vorabend von Thanksgiving<\/p>\n<p>Durch den Angriff in Washington waren zwei Nationalgardisten schwer verletzt worden &#8211; eine 20-j\u00e4hrige Frau und ein\u00a024-J\u00e4hriger\u00a0aus dem Bundesstaat West Virginia. Die junge Soldatin erlag sp\u00e4ter ihren Verletzungen. Trump erkl\u00e4rte, der Mann k\u00e4mpfe weiterhin &#8222;in sehr schlechtem Zustand&#8220; um sein Leben.<\/p>\n<p>Der mutma\u00dfliche T\u00e4ter wurde festgenommen. Er war laut Medienberichten 2021 aus Afghanistan in die USA eingereist und hatte zuvor f\u00fcr den US-Auslandsgeheimdienst\u00a0<a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/cia\/t-17543131\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">CIA<\/a> und andere US-Regierungsstellen gearbeitet. <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/donald-trump-sch\u00fcsse-nationalgarde-terror-washington-afghanistan-usa\/a-74915415\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Trump bezeichnete die Tat als &#8222;Akt des Terrors&#8220;<\/a> und den Verd\u00e4chtigen als &#8222;Monster&#8220;. Die Sch\u00fcsse fielen am Vorabend des Thanksgiving-Feiertags und ersch\u00fctterten das Land.<\/p>\n<p>Mutma\u00dflicher T\u00e4ter war bisher nicht auff\u00e4llig<\/p>\n<p>Trump behauptete, der 29-J\u00e4hrige sei ungepr\u00fcft eingereist. Berichte der US-Sender CNN und Fox News widersprachen dem jedoch: Eine mit dem Fall vertraute Person sagte, er sei bei allen Kontrollen unauff\u00e4llig gewesen. Auch das dem Pr\u00e4sidenten nahestehende Justizministerium hatte betont, dass der Mann vom Heimatschutzministerium und der Bundespolizei \u00fcberpr\u00fcft worden sei. Auf entsprechende Nachfragen reagierte Trump mit Beleidigungen gegen\u00fcber einer Journalistin.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"74913874\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/74913874_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Mehrere Soldaten der Nationalgarde stehen hinter gelbem Absperrband\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Soldaten der Nationalgarde am Mittwoch in der N\u00e4he des TatortsBild: Daniel Slim\/AFP<\/p>\n<p>Nach Angaben der Staatsanwaltschaft lebte der Tatverd\u00e4chtige mit seiner Frau und f\u00fcnf Kindern in Bellington im nord\u00f6stlichen Bundesstaat Washington. Bei der Tat soll er einen Revolver benutzt haben.<\/p>\n<p>Trump will an Beisetzung teilnehmen<\/p>\n<p>Trump nutzte den Vorfall erneut zur Kritik an der Einwanderungspolitik. &#8222;Wir haben eine Menge Probleme mit Afghanen, weil so viele von ihnen hier herkommen&#8220;, sagte er. Viele reisten unkontrolliert ein und seien kriminell. Belege daf\u00fcr pr\u00e4sentierte er nicht.<\/p>\n<p>Vor Bekanntwerden des Todes der Nationalgardistin hatte die amtierende Staatsanw\u00e4ltin f\u00fcr die US-Hauptstadt, Jeanine Pirro, gesagt, sollte einer der beiden Nationalgardisten sterben, wolle sie den Tatverd\u00e4chtigen wegen Mordes anklagen. Justizministerin Pam Bondi k\u00fcndigte im Sender Fox News an, dann die Todesstrafe anzustreben.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"74913584\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/74913584_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Rettungskr\u00e4fte am Tatort nach Sch\u00fcssen auf Soldaten der Nationalgarde\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Erh\u00f6htes Sicherheitsaufgebot in der US-Hauptstadt nach dem Angriff am MittwochBild: Mark Schiefelbein\/AP Photo\/picture alliance<\/p>\n<p>Als Reaktion auf die Sch\u00fcsse ordnete Trump zudem die Entsendung von rund 500 weiteren Nationalgardisten in die Hauptstadt an. Seit dem Sommer sind bereits etwa 2200 Soldatinnen und Soldaten in Washington im Einsatz &#8211; auf seine Anweisung hin. Trump begr\u00fcndet dies mit angeblich steigender Kriminalit\u00e4t, doch Statistiken st\u00fctzen diese Darstellung nicht.<\/p>\n<p>Am Donnerstagabend sprach der Pr\u00e4sident mit der Familie der Get\u00f6teten und k\u00fcndigte an, an der Beisetzung teilzunehmen.<\/p>\n<p>pgr\/se (dpa, afp, rtr, ap)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"US-Pr\u00e4sident Donald Trump will die Einwanderung aus allen &#8211; so w\u00f6rtlich &#8211; &#8222;L\u00e4ndern der Dritten Welt&#8220; dauerhaft aussetzen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":608207,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-608206","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-united-states","15":"tag-united-states-of-america","16":"tag-us","17":"tag-usa","18":"tag-vereinigte-staaten","19":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115626655410263450","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/608206","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=608206"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/608206\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/608207"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=608206"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=608206"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=608206"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}