{"id":60850,"date":"2025-04-25T19:12:13","date_gmt":"2025-04-25T19:12:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/60850\/"},"modified":"2025-04-25T19:12:13","modified_gmt":"2025-04-25T19:12:13","slug":"zehn-jahre-nach-bekanntwerden-anklage-fordert-in-dieselskandal-haftstrafen-fuer-ex-vw-manager","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/60850\/","title":{"rendered":"Zehn Jahre nach Bekanntwerden: Anklage fordert in Dieselskandal Haftstrafen f\u00fcr Ex-VW-Manager"},"content":{"rendered":"<p>                    Zehn Jahre nach Bekanntwerden<br \/>\n                Anklage fordert in Dieselskandal Haftstrafen f\u00fcr Ex-VW-Manager<\/p>\n<p>\t\t\t\t              25.04.2025, 19:58 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Gut dreieinhalb Jahre nach Beginn des Prozesses um manipulierte Abgaswerte bei VW biegt die Verhandlung auf die Zielgerade ein. Die Staatsanwaltschaft sieht die angeklagten fr\u00fcheren Spitzenmanager der Vorw\u00fcrfe \u00fcberf\u00fchrt. Diese seien so schwerwiegend, dass Bew\u00e4hrungsstrafen nicht in allen F\u00e4llen ausreichten.<\/strong><\/p>\n<p>Fast zehn Jahre nach dem Auffliegen der Dieselmanipulationen bei Volkswagen will die Staatsanwaltschaft Gef\u00e4ngnisstrafen f\u00fcr aus ihrer Sicht zentrale Verantwortliche des Skandals. F\u00fcr drei der vier Angeklagten reicht nach \u00dcberzeugung der Strafverfolger Bew\u00e4hrung nicht aus, wie sie in ihrem Schlusspl\u00e4doyer deutlich machten. Die fr\u00fcheren Manager und Ingenieure seien des Betruges schuldig.<\/p>\n<p>   <a title=\"VOLKSWAGEN AG VORZUGSAKTIEN O.ST. O.N.\" href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/boersenkurse\/aktien\/volkswagen vz-110067\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">  <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1745608333_836_chartNG.gfn\" alt=\"VW Vorz\u00fcge\" class=\"lazyload\"\/>   <strong>VW Vorz\u00fcge<\/strong>  97,76  <\/a>  <\/p>\n<p>Einen langj\u00e4hrigen Leiter der VW-Antriebstechnik, einen ehemaligen Entwicklungschef der Kernmarke VW und einen fr\u00fcheren Hauptabteilungsleiter der Dieselmotoren-Entwicklung bezeichnete die Braunschweiger Staatsanwaltschaft als T\u00e4ter und forderte drei beziehungsweise vier Jahre Gef\u00e4ngnis. In einem ehemaligen Abteilungsleiter f\u00fcr die Diesel-Abgasreinigung sehen die Ankl\u00e4ger eher einen Gehilfen, der zu zwei Jahren auf Bew\u00e4hrung verurteilt werden sollte. <\/p>\n<p>Die vier Angeklagten stehen seit September 2021 vor der Wirtschaftsstrafkammer in der nieders\u00e4chsischen Stadt. In dem mehr als vierst\u00fcndigen Abschlusspl\u00e4doyer sahen die Staatsanw\u00e4lte die M\u00e4nner des Betruges mit manipulierter Software in Millionen Autos als \u00fcberf\u00fchrt an.<b> <\/b>Die Anklage gegen die vier ehemaligen F\u00fchrungskr\u00e4fte, darunter Ingenieure und Motoren-Verantwortliche, umfasst fast 700 Seiten. Die Staatsanwaltschaft wollte in dem Verfahren kl\u00e4ren, wer wann was \u00fcber die eingebaute illegale Software in den Dieselautos wusste, die den wahren Aussto\u00df von Stickoxiden im Fahrmodus verschleierte.<\/p>\n<p>Drei der Angeklagten seien f\u00fcr einen Schaden von 3,15 Milliarden Euro und 3,65 Millionen betroffene Autos verantwortlich. Weil der vierte Angeklagte erst sp\u00e4ter hinzukam, beschr\u00e4nken sich die Zahlen f\u00fcr ihn auf 1,14 Milliarden Euro und 1,49 Millionen betroffene Fahrzeuge. Diese stie\u00dfen auf der Stra\u00dfe ein Vielfaches der erlaubten Werte f\u00fcr sch\u00e4dliche Stickoxide aus. <\/p>\n<p>Winterkorn-Prozess ausgesetzt<\/p>\n<p>Der Ausl\u00f6ser f\u00fcr dieses riesige Verfahren ist mittlerweile fast zehn Jahre her: Im September 2015 war in den USA bekannt geworden, dass VW in gro\u00dfem Ma\u00dfstab ein T\u00e4uschungsprogramm eingesetzt hatte, das Abgastests erkannte und nur dann die volle Reinigung der Emissionen aktivierte. Der Skandal wurde weltweit als &#8222;Dieselgate&#8220; bekannt und st\u00fcrzte den Wolfsburger Autobauer in eine tiefe Krise. Die Folge waren unz\u00e4hlige Prozesse und Kosten, die der Konzern mit mehr als 30 Milliarden Euro beziffert. <\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich geplant war, dass der fr\u00fchere Volkswagen-Konzernchef Martin Winterkorn mit auf der Anklagebank sitzt. Sein Verfahrensteil wurde aber schon vor dem Auftakt im September 2021 aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden abgetrennt. Zum Auftakt seines eigenen Verfahrens im September 2024 bestritt er die Vorw\u00fcrfe und wies jegliche Schuld an der Dieselaff\u00e4re zur\u00fcck. Nach einem Unfall wurde der Strafprozess gegen ihn aber erneut verschoben. <\/p>\n<p>Der Prozess gegen die vier fr\u00fcheren Manager und Ingenieure soll am 5. Mai (10.30 Uhr) fortgesetzt werden. Ab dann sind die Verteidiger mit ihren Pl\u00e4doyers dran, die auch jeweils mehrere Stunden in Anspruch nehmen sollen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zehn Jahre nach Bekanntwerden Anklage fordert in Dieselskandal Haftstrafen f\u00fcr Ex-VW-Manager 25.04.2025, 19:58 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":60851,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[27560,3915,371,175,170,169,3916,29,30,171,174,27830,505,173,172,373,55],"class_list":{"0":"post-60850","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-abgas-skandal","9":"tag-autohersteller","10":"tag-autoindustrie","11":"tag-business","12":"tag-companies","13":"tag-companies-markets","14":"tag-deutsche-autobauer","15":"tag-deutschland","16":"tag-germany","17":"tag-markets","18":"tag-maerkte","19":"tag-martin-winterkorn","20":"tag-prozesse","21":"tag-unternehmen","22":"tag-unternehmen-maerkte","23":"tag-volkswagen","24":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114400195313593542","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/60850","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=60850"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/60850\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/60851"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=60850"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=60850"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=60850"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}