{"id":608543,"date":"2025-11-28T12:48:14","date_gmt":"2025-11-28T12:48:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/608543\/"},"modified":"2025-11-28T12:48:14","modified_gmt":"2025-11-28T12:48:14","slug":"gesund-und-nachhaltig-warum-wir-mehr-algen-essen-sollten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/608543\/","title":{"rendered":"Gesund und nachhaltig: Warum wir mehr Algen essen sollten"},"content":{"rendered":"<p>Was steckt in den Algen?<\/p>\n<p class=\"text\">\nEinige der Algen wurden laut den Forschenden bisher noch gar nicht untersucht. Daher stellt die Studie einen neuen \u00dcberblick der Inhaltsstoffe dar. &#8222;Alle Arten wiesen hohe Werte an mehrfach unges\u00e4ttigten Fetts\u00e4uren auf&#8220;, hei\u00dft es in der Studie. Insbesondere die Omega 3 Fetts\u00e4uren Alpha-Linolens\u00e4ure (ALA) waren in den Gr\u00fcnalgen und die Eicosapentaens\u00e4ure (EPA) in der Rotalge zu finden. ALA ist eine pflanzliche Fetts\u00e4ure, die wir sonst vor allem in Lein\u00f6l, Raps\u00f6l, Waln\u00fcssen, Hanf\u00f6l, Leinsamen oder Chiasamen finden. EPA ist vor allem in Fisch enthalten. Beide wirken gegen Entz\u00fcndungen und beugen Herz\u2011Kreislauf-Erkrankungen vor.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nGleichzeitig fand das Team hohe Konzentrationen essenzieller Mineralien wie Kalzium, Magnesium und Kalium. &#8222;Die Ergebnisse heben das Potenzial dieser Makroalgen als nachhaltige und nahrhafte Nahrungsquellen hervor, die in der Lage sind, Gesundheits- und Umweltprobleme zu bew\u00e4ltigen&#8220;, so die Schlussfolgerung.\n<\/p>\n<p>Warum ist das wichtig?<\/p>\n<p class=\"text\">\nLetztlich geht es bei der Forschung darum, was in Zukunft auf unseren Tellern landet. &#8222;Die Weltbev\u00f6lkerung wird laut UN-Angaben bis 2030 auf mehr als 8,5 Milliarden Menschen anwachsen, w\u00e4hrend die Landwirtschaft zugleich durch Landverlust und Klimawandel unter Druck ger\u00e4t&#8220;, erkl\u00e4rt Andreas Kunzmann, der die Arbeitsgruppe Experimentelle Aquakultur am ZMT leitet. Und dabei k\u00f6nnen die Algen eine gro\u00dfe Rolle spielen. Sogar invasive Arten bekommen so einen Nutzen. Die Forschung zeigte so nicht nur, dass nachhaltige Aquakultur mariner Algen oder die Nutzung invasiver Arten eine ressourcenschonende zus\u00e4tzliche Lebensmittelquelle bieten. Im Projekt food4future hatten die Forschenden dar\u00fcber hinaus bereits gezeigt, &#8222;wie man den Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen, u.a. Antioxidantien, in Caulerpa lentillifera steigern kann&#8220;, so Kunzmann.\n<\/p>\n<p>Wie immer: Der Mix ist entscheidend<\/p>\n<p class=\"text\">\nAllerdings sei es wie sonst auch in der Ern\u00e4hrung. Die eine Alge, die alles kann, gibt es nicht. Die Ern\u00e4hrungsvielfalt bleibe entscheidend, so Beatrice Brix da Costa, die Erstautorin der Studie, die uns nahelegt, den Meeresalgen eine Chance zu geben, auch mit Blick in die K\u00fcchen anderswo in der Welt. &#8222;In S\u00fcdost-Asien und Fidschi sind die Meerestrauben Caulerpa lentillifera und Caulerpa racemosa bereits als Lebensmittel und Delikatessen etabliert.&#8220;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Was steckt in den Algen? Einige der Algen wurden laut den Forschenden bisher noch gar nicht untersucht. 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