{"id":608832,"date":"2025-11-28T15:32:21","date_gmt":"2025-11-28T15:32:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/608832\/"},"modified":"2025-11-28T15:32:21","modified_gmt":"2025-11-28T15:32:21","slug":"wirtschaftsrat-praesentiert-sich-ein-neuer-weg-zur-staerkung-des-vereins-durch-netzwerke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/608832\/","title":{"rendered":"Wirtschaftsrat pr\u00e4sentiert sich \u2013 Ein neuer Weg zur St\u00e4rkung des Vereins durch Netzwerke"},"content":{"rendered":"<p>In der Heimst\u00e4tte der SG Dynamo Dresden ist am Donnerstagabend der Wirtschaftsrat Dynamo Dresden e.V. offiziell vorgestellt worden. Unterst\u00fctzt von G\u00e4sten des Wirtschaftsrats des 1. FC Union Berlin wurde deutlich, warum Dresden diesen Schritt geht, welche Ziele verfolgt werden \u2013 und weshalb die Zusammenarbeit mit Berlin als strategisch klug gilt.<\/p>\n<p>Ein neues Netzwerk f\u00fcr Dynamo: Warum Dresden einen Wirtschaftsrat gr\u00fcndet<\/p>\n<p>\u201eJa, Vorweihnachtszeit, Weihnachtsmarkt hat ge\u00f6ffnet. Es gibt also ausreichend gute Alternativen f\u00fcr eine solche Veranstaltung, wie sie heute angek\u00fcndigt worden ist. Ich freue mich. Wir haben einen Traum und Tr\u00e4ume. Tr\u00e4ume haben ja die Besonderheit, dass sie wahr werden k\u00f6nnen. Und insofern freue ich mich besonders, dass so viele mit mir tr\u00e4umen, mit uns tr\u00e4umen und eventuell sogar \u2013 und das w\u00e4re nat\u00fcrlich gro\u00dfartig \u2013 mit anpacken bei der Verwirklichung des Traums\u201c, er\u00f6ffnete Michael B\u00fcrger, Vorsitzender des neuen Wirtschaftsrats und zugleich Vizepr\u00e4sident der SG Dynamo Dresden, den Abend. <\/p>\n<p>Der Wirtschaftsrat Dynamo Dresden e.V. wurde von engagierten Personen aus Wirtschaft und Verein gegr\u00fcndet. Zu den Gr\u00fcndungsmitgliedern geh\u00f6ren:<\/p>\n<ul>\n<li>Michael B\u00fcrger, Vizepr\u00e4sident der SG Dynamo Dresden und Vorsitzender des neuen Wirtschaftsrats<\/li>\n<li>Christian Lattermann, Unternehmer, langj\u00e4hriges Dynamo-Mitglied und Finanzvorstand des Wirtschaftsrats<\/li>\n<li>Ronny Erfurt, Unternehmer, langj\u00e4hriges Dynamo-Mitglied und Schriftf\u00fchrer des Wirtschaftsrats<\/li>\n<li>Thomas Kuhnert, einer der fr\u00fchen Initiatoren der Idee<\/li>\n<li>Stefan Bohne, Unternehmer und Dynamo-Unterst\u00fctzer<\/li>\n<li>Stefan Mehnert, langj\u00e4hrig im Vereinsumfeld aktiv<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Zusammensetzung zeigt bereits die Grundidee: entscheidende K\u00f6pfe aus Verein, Wirtschaft und Stadt bringen ihre Netzwerke und Expertise ein.Thomas Kunert erl\u00e4uterte den Ansatz: \u201eDer Grundgedanke ist, Entscheidungstr\u00e4ger aus der Wirtschaft, Sport, Politik sowie Wissenschaft mit vielf\u00e4ltigem Netzwerk zu b\u00fcndeln. (\u2026) Wir m\u00f6chten kein Gremium des Vereins sein. Wir m\u00f6chten auch nicht in Konkurrenz stehen f\u00fcr bestehende Institutionen oder Fanklubs.\u201c<\/p>\n<p>Der Wirtschaftsrat sieht sich somit als erg\u00e4nzendes, nicht als konkurrierendes Element \u2013 ein Netzwerk, das T\u00fcren \u00f6ffnet, Impulse setzt und dem Verein Ressourcen bereitstellt, die au\u00dferhalb des Sportlichen liegen.<\/p>\n<p>Warum Union Berlin? Was Dresden vom Berliner Wirtschaftsrat lernen will<\/p>\n<p>Die Pr\u00e4senz des Wirtschaftsrats des 1. FC Union Berlin war eines der Highlights des Abends. Union gilt bundesweit als Vorbild daf\u00fcr, wie externe Expertise einem Verein helfen kann, sich wirtschaftlich und strukturell zu stabilisieren \u2013 bis hin zur internationalen B\u00fchne. Prof. Dr. Antonio Hurtado, ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender von Union, brachte diese historische Perspektive in Dresden ein: \u201eEs wird h\u00f6chste Zeit, dass Union Berlin und Dynamo Dresden damit beginnen, sich strukturiert, gegenseitig zu unterst\u00fctzen und voneinander zu lernen.\u201c<\/p>\n<p>Er schilderte lebhaft, wie Union Anfang der 2000er-Jahre in einer existenziellen Krise steckte. Interne Konflikte, chaotische Au\u00dfendarstellung und finanzielle Schwierigkeiten f\u00fchrten zur Gr\u00fcndung des Berliner Wirtschaftsrats. \u201eManchmal ist es notwendig, dass so ein Gewitter daherkommt, damit hinterher die Luft rein ist und man besser schauen kann&#8220;, sagte Hutardo.<\/p>\n<p>Ein entscheidender Motor dieser Entwicklung war Dr. Dirk Fischer, heute Vorstandsvorsitzender des Wirtschaftsrats Union Berlin. Er erl\u00e4uterte, welche Leitprinzipien den Erfolg pr\u00e4gten:<\/p>\n<ul>\n<li>Stabilit\u00e4t in den Gremien<\/li>\n<li>Ruhe und Professionalit\u00e4t nach innen und au\u00dfen<\/li>\n<li>Ein starker Schulterschluss zwischen Verein, Fans und Wirtschaft<\/li>\n<li>Eine klare Haltung: Der Verein steht \u00fcber allem<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Grundhaltung soll auch in Dresden als Leitlinie dienen.<\/p>\n<p>Ziele des Wirtschaftsrats \u2013 und klare Abgrenzungen<\/p>\n<p>Der Wirtschaftsrat Dynamo Dresden will den Verein st\u00e4rken, ohne in die operative Vereinsf\u00fchrung einzugreifen. Die zentralen Ziele:<\/p>\n<ul>\n<li>Verbesserung des Images der SG Dynamo Dresden in Stadt und Wirtschaft<\/li>\n<li>Aufbau neuer Netzwerke in Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur<\/li>\n<li>Bereitstellung von Know-how z. B. f\u00fcr Bauprojekte, Digitalisierung, F\u00f6rdermittel oder strategische Kommunikation<\/li>\n<li>Unterst\u00fctzung der Vereinsgremien bei komplexen Entscheidungen<\/li>\n<li>St\u00e4rkung der gesellschaftlichen Rolle des Vereins<\/li>\n<li>Impulse f\u00fcr nachhaltige Entwicklung \u2013 sportlich, wirtschaftlich, kulturell<\/li>\n<\/ul>\n<p>Gleichzeitig werden klare Grenzen gezogen:<\/p>\n<ul>\n<li>kein sportlicher Einfluss<\/li>\n<li>keine operative Verantwortung<\/li>\n<li>keine Konkurrenz zu Fans, Fanclubs oder bestehenden Gremien<\/li>\n<li>keine Investorensuche<\/li>\n<li>keine politische Agenda<\/li>\n<\/ul>\n<p>Aufsichtsratsmitglied Mirco Lorenz, der als Gast anwesend war, betonte in einer eindringlichen Anmerkung w\u00e4hrend der Podiumsdiskussion: \u201eIch wei\u00df, dass ihr Dynamo lebt, das ist eine Haltung. (\u2026) Wir m\u00fcssen das Ansehen weiterentwickeln.\u201c Der Wirtschaftsrat sieht sich genau hier in der Pflicht. Dynamo st\u00e4rker in der Stadtgesellschaft zu verankern.<\/p>\n<p>Wie umgehen mit der aktiven Fanszene? Union liefert ein Lehrst\u00fcck<\/p>\n<p>Ein zentrales Thema des Abends war die Frage nach der Zusammenarbeit mit der aktiven Fanszene. Bei Dynamo traditionell leidenschaftlich, meinungsstark und kritisch, spielt sie eine herausragende Rolle in der Vereinsidentit\u00e4t. Thomas Kunert formulierte dazu: \u201eWir m\u00fcssen alle mitnehmen, wenn wir den Verein weiterentwickeln wollen.\u201c Nach ersten Gespr\u00e4chen zeige sich, dass die Fanszene weder ablehnend noch euphorisch reagiert, sondern aufmerksam beobachtet, pr\u00fcft und bewertet &#8211; ein wichtiger Ausgangspunkt, denn Vertrauen entsteht aus Sicht der Initiatoren durch konkretes Handeln und nicht allein durch Worte.<\/p>\n<p>Wie wichtig dieser Ansatz ist, zeigt das Beispiel aus Berlin. Der Wirtschaftsrat Union Berlin arbeitet seit Jahren aktiv und kontinuierlich mit der Fanszene zusammen, indem er Choreografien unterst\u00fctzt, gemeinsame Initiativen und Veranstaltungen auf den Weg bringt, Fanprojekte finanziell f\u00f6rdert, gesellschaftliche Themen gemeinsam aufbereitet und sich klar von Investorenmodellen distanziert. Dr. Dirk Fischer brachte diese Haltung auf den Punkt: \u201eWir verstehen uns nie als Gegenpol zur Fanszene, sondern als Partner. Jeder unterst\u00fctzt den Verein auf seine Weise.\u201c Genau dieser partnerschaftliche Ansatz soll auch in Dresden die Grundlage bilden.<\/p>\n<p>Was Dresden konkret von Berlin lernen kann<\/p>\n<p>Im Verlauf des Abends kristallisierten sich mehrere zentrale Lehren f\u00fcr Dresden heraus:<\/p>\n<ol>\n<li>Professionalit\u00e4t und Ruhe sind der Schl\u00fcssel<br \/>Berlin hat gezeigt, wie wichtig stabile Gremien und vertrauensvolle Zusammenarbeit sind.<\/li>\n<li>Der Verein steht immer \u00fcber Einzelinteressen<br \/>Fischer: \u201eDer Verein ist alles.\u201c<\/li>\n<li>Netzwerke ver\u00e4ndern Wahrnehmung<br \/>Dynamo besitzt enormes Potenzial: TU Dresden, Hightech-Industrie, Forschung \u2013 doch der Zugang war oft eingeschr\u00e4nkt. Der Wirtschaftsrat will diese Verbindungen \u00f6ffnen.<\/li>\n<li>Geduld ist Pflicht im Fu\u00dfball<br \/>Hurtado: \u201eStrategien brauchen Zeit.\u201c<\/li>\n<li>Fans sind Identit\u00e4tstr\u00e4ger<br \/>Ohne die Fans gibt es kein glaubw\u00fcrdiges Dynamo. Die Botschaft aus Berlin war eindeutig: Einbindung statt Abgrenzung.<\/li>\n<li>Werte und Haltung schaffen Bindung<br \/>Wie Union mit \u201eFu\u00dfball ist mehr als Fu\u00dfball\u201c eine Marke geschaffen hat, kann Dynamo seine Identit\u00e4t weiterentwickeln \u2013 \u00fcber das Klischee des \u201eraubeinigen Traditionsklubs\u201c hinaus.<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In der Heimst\u00e4tte der SG Dynamo Dresden ist am Donnerstagabend der Wirtschaftsrat Dynamo Dresden e.V. offiziell vorgestellt worden.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":608833,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1835],"tags":[144923,3364,29,144928,2386,3766,30,144922,144929,144924,859,144927,144926,144925,144920,144921],"class_list":{"0":"post-608832","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-dresden","8":"tag-christian-lattermann","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-dr-dirk-fischer","12":"tag-dresden","13":"tag-dynamo-dresden","14":"tag-germany","15":"tag-michael-brger","16":"tag-prof-antonio-hutardo","17":"tag-ronny-erfurt","18":"tag-sachsen","19":"tag-stefan-bohne","20":"tag-stefan-mehnert","21":"tag-thomas-kuhnert","22":"tag-wirtschaftsrat-dynamo-dresden","23":"tag-wirtschaftsrat-union-berlin"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/608832","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=608832"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/608832\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/608833"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=608832"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=608832"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=608832"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}