{"id":609173,"date":"2025-11-28T18:52:13","date_gmt":"2025-11-28T18:52:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/609173\/"},"modified":"2025-11-28T18:52:13","modified_gmt":"2025-11-28T18:52:13","slug":"olympische-spiele-berliner-sollen-fuer-olympische-spiele-brennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/609173\/","title":{"rendered":"Olympische Spiele \u2013 Berliner sollen f\u00fcr Olympische Spiele brennen"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img314827\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/314827.jpeg\" alt=\"Svenja Brunckhorst (r.) im Drei-gegen-Drei-Basketball-Finale gegen Spanien bei den Olympischen Sommerspielen von Paris im Jahr 2024.\"\/><\/p>\n<p>Svenja Brunckhorst (r.) im Drei-gegen-Drei-Basketball-Finale gegen Spanien bei den Olympischen Sommerspielen von Paris im Jahr 2024.<\/p>\n<p>Foto: dpa\/Sina Schuldt<\/p>\n<p>\u00bbMein gr\u00f6\u00dfter Traum waren immer die Olympischen Spiele\u00ab, erz\u00e4hlt Svenja Brunckhorst am Freitag im Roten Rathaus von Berlin. Einfach nur dabei sein ist angeblich alles. Aber f\u00fcr Brunckhorst war es das nicht. 2024 hat die Basketballerin nicht blo\u00df an den Sommerspielen in Paris teilgenommen, sondern Gold geholt \u2013 in der Stra\u00dfenvariante ihres Sports, bei der je drei Spieler pro Mannschaft alle auf einen einzigen Korb spielen. Das habe ihr Leben ver\u00e4ndert, schw\u00e4rmt die Olympiasiegerin. Vor anderthalb Jahren ist die 34-J\u00e4hrige in die Hauptstadt gezogen und hier als Managerin beim Bundesligaverein Alba Berlin t\u00e4tig. \u00bbIch brenne f\u00fcr Olympia\u00ab, begr\u00fcndet Brunckhorst, warum sie die Bewerbung von Berlin f\u00fcr die Olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 begr\u00fc\u00dft.<\/p>\n<p>Bei Brunckhorst muss der Regierende B\u00fcrgermeister Kai Wegner (CDU) die Flamme der Begeisterung also nicht erst noch entz\u00fcnden, wohl aber bei vielen anderen Einwohnern der Stadt. \u00bbMein Ziel ist es, das olympische Feuer in die Herzen der Berliner zu tragen\u00ab, sagt Wegner am Freitag. 67 Prozent der Bev\u00f6lkerung allerdings sind einer Meinungsumfrage zufolge dagegen, dass Berlin Olympische Spiele ausrichtet. Den CDU-Politiker ficht das nicht an. \u00bbDas eine ist die Umfrage, das andere ist die Stimmung, die ich wahrnehme\u00ab, erkl\u00e4rt Wegner. Ihm zufolge soll sich Berlin voll auf die Olympia-Bewerbung konzentrieren und nicht verzetteln, indem es auch noch die Weltausstellung Expo haben will.<\/p>\n<p>Auf seiner Seite wei\u00df Wegner die Unternehmensverb\u00e4nde Berlin-Brandenburg (UVB) und den Verein Berliner Kaufleute und Industrieller. UVB-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Alexander Schirp berichtet, im Pr\u00e4sidium seiner Organisation seien alle alt genug, um sich noch an die Fu\u00dfballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland zu erinnern. So etwas Sch\u00f6nes w\u00fcrden die Unternehmer gern noch einmal erleben. Sie tr\u00e4umen von Auftr\u00e4gen, die sie dann an Land ziehen k\u00f6nnten. Von Milliardensummen ist die Rede.<\/p>\n<p>CDU-Politiker Wegner tr\u00e4umt ebenfalls, und zwar davon, dass angesichts von Hass, Spaltung und Verunsicherung die Spiele einen Beitrag leisten w\u00fcrden, dass Deutschland wieder enger zusammenr\u00fccke. Weil 90 Prozent der notwendigen Sportst\u00e4tten bereits vorhanden seien und nur modernisiert werden m\u00fcssen, stehe Berlin gegen\u00fcber den nationalen Mitbewerbern M\u00fcnchen, <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1195455.olympische-spiele-olympia-bewerbung-in-hamburg-traeumereien-an-der-binnenalster.html?\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hamburg<\/a> und der Rhein-Ruhr-Region gut da, versichert Wegner.<\/p>\n<p>Landessportbund-Pr\u00e4sident Thomas H\u00e4rtel sieht die Spiele als gro\u00dfe Chance, dass viele Turn- und Schwimmhallen endlich saniert werden. Seine Organisation sammelt Unterschriften, damit dies im Zuge der Spiele geschehen m\u00f6ge. Man sei auf der Zielgeraden und werde bis Weihnachten die f\u00fcr eine Volksinitiative n\u00f6tigen 20\u2009000 Unterschriften zusammen haben, sagt H\u00e4rtel. Vier Monate wird es dann gedauert haben. Mit jedem, der unterschreiben sollte, sei \u00fcber das F\u00fcr und Wider Olympischer Spiele in Berlin diskutiert worden.<\/p>\n<p>Anfang 2026 will ein B\u00fcndnis NOlympia seinerseits Unterschriften gegen die Bewerbung Berlins sammeln und ist \u00fcberzeugt, die Marke von 20\u2009000 sehr schnell zu erreichen. Unterst\u00fctzt wird das B\u00fcndnis durch den <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1195789.olympische-spiele-buendnis-nolympia-mit-schwung-gegen-die-spiele.html?\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Olympiasieger Christoph Harting<\/a>. Der Diskuswerfer nannte eine kostspielige Bewerbung f\u00fcr Olympia am Donnerstag \u00bbabsurd und populistisch\u00ab. Die Abgeordnete Klara Schedlich (Gr\u00fcne) meinte, die Chancen f\u00fcr Berlin seien \u00bbsuper schlecht\u00ab, wo die Bev\u00f6lkerung <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1194791.olympische-spiele-buergerentscheid-in-muenchen-olympia-scheidet-die-geister.html?\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">anders als in M\u00fcnchen<\/a> gegen Olympische Spiele in der Stadt sei.<\/p>\n<p>Auch das sieht der Regierende B\u00fcrgermeister Wegner anders. Er sei der \u00bbfelsenfesten \u00dcberzeugung\u00ab, dass sich Berlin gegen die deutschen Mitbewerber durchsetzen werde, versichert er am Freitag. Mehr noch: Wenn Deutschland eine Chance habe, den Zuschlag f\u00fcr Olympische Spiele zu erhalten, dann nur mit Berlin, weil es international ausstrahle.<\/p>\n<p>Dass im olympischen Dorf sp\u00e4ter Familien wohnen w\u00fcrden und dass der Zuschlag f\u00fcr die Spiele automatisch zu massiven Investitionen in Bus und Bahn f\u00fchren w\u00fcrde, damit versucht Wegner die Skeptiker zu k\u00f6dern. Sein Olympia-Beauftragter Kaweh Niroomand gibt zu: \u00bbWir sind eine unruhige Stadt.\u00ab Es werde hier niemals dazu kommen, dass bei einer Idee sofort alle \u00bbsuper\u00ab sagen. Aber aus dieser Unruhe sch\u00f6pfe die Stadt ihre Energie. Niroomand richtet sich angesichts der Skepsis in Berlin an einem anderen Umfrageergebnis auf: 72 Prozent der Bundesb\u00fcrger seien daf\u00fcr, dass Deutschland Olympische Spiele ausrichtet. \u00bbWarum sollte Berlin da eine Ausnahme sein?\u00ab<\/p>\n<p>Das Argument, Berlin k\u00f6nne sich die gr\u00f6\u00dfte Veranstaltung der Welt finanziell nicht leisten, versucht Sportbundpr\u00e4sident H\u00e4rtel wegzuwischen. Er rechnet vor, dass von den 4,5 Milliarden Euro, die die Durchf\u00fchrung der Olympischen Spiele und der daran gekoppelten Paralympischen Spiele von Paris gekostet habe, zusammen nur 0,2 Milliarden vom Staat Frankreich und von der Stadt Paris f\u00fcr die Paralympics geflossen seien. Der Rest sei von Sponsoren gekommen.<\/p>\n<p>Die Entscheidung, wer der deutsche Bewerber f\u00fcr die Olympischen Spiele sein soll, f\u00e4llt am 26. September 2026 \u2013 f\u00fcnf Tage nach der Berliner Abgeordnetenhauswahl. Aus dieser Wahl k\u00f6nnte die olympiaskeptische Linke als Sieger hervorgehen und eine Koalition mit den ebenfalls skeptischen Gr\u00fcnen bilden. Bis zu den Olympischen Spielen 2036 w\u00fcrde es dann allerdings noch eine weitere Wahl geben. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Svenja Brunckhorst (r.) im Drei-gegen-Drei-Basketball-Finale gegen Spanien bei den Olympischen Sommerspielen von Paris im Jahr 2024. 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