{"id":609387,"date":"2025-11-28T20:56:57","date_gmt":"2025-11-28T20:56:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/609387\/"},"modified":"2025-11-28T20:56:57","modified_gmt":"2025-11-28T20:56:57","slug":"inflation-hartnaeckig-bei-23-prozent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/609387\/","title":{"rendered":"Inflation hartn\u00e4ckig bei 2,3 Prozent"},"content":{"rendered":"<p>Wiesbaden (dpa) &#8211; Die Teuerung in Deutschland h\u00e4lt sich hartn\u00e4ckig \u00fcber der Zwei-Prozent-Marke. Im November lagen die Verbraucherpreise um 2,3 Prozent \u00fcber dem Niveau des Vorjahresmonats &#8211; wie schon im Oktober. Das teilte das Statistische Bundesamt auf Basis vorl\u00e4ufiger Zahlen mit. W\u00e4hrend sich Dienstleistungen stark verteuern, steigen die Lebensmittelpreise nur noch langsam. Allerdings gibt es auch wenig Entlastung f\u00fcr Verbraucher durch g\u00fcnstigere Energie.<\/p>\n<p>Die Inflation liege nun schon den vierten Monat in Folge \u00fcber der symbolisch wichtigen Marke von zwei Prozent, kommentiert Sebastian Becker, Volkswirt bei der Deutschen Bank &#8211; \u00abund dies trotz getr\u00fcbter Konsumlaune und schwacher Konjunktur\u00bb.<\/p>\n<p>Der R\u00fcckgang der Inflation bleibe ein z\u00e4her Prozess, sagt Michael Heise, Chef\u00f6konom beim Bad Homburger Verm\u00f6gensverwalter HQ Trust: \u00abF\u00fcr eine gewisse Entlastung m\u00fcssen die Verbraucher wohl noch einige Monate warten.\u00bb<\/p>\n<p>Lebensmittel und Dienstleistungen teurer<\/p>\n<p>Treiber f\u00fcr die Inflation im November waren wie schon in den vergangenen Monaten deutlich gestiegene Preise f\u00fcr Dienstleistungen, die sich erneut um 3,5 Prozent verteuerten. Dazu z\u00e4hlen Autoversicherungen, Pauschalreisen sowie Friseur- und Restaurantbesuche.<\/p>\n<p>\u00abIm Dienstleistungssektor kommt es aufgrund von Personalknappheit zu teils deutlichen Lohnsteigerungen\u00bb, erkl\u00e4rt Thomas Gitzel, Chefvolkswirt bei der Liechtensteiner VP Bank. \u00abDie h\u00f6heren L\u00f6hne werden auf die Preise umgew\u00e4lzt.\u00bb Die Anhebung des Mindestlohnes zum 1. Januar 2026 d\u00fcrfte ebenfalls gr\u00f6\u00dftenteils an die Endkunden weitergegeben werden.\u00a0<\/p>\n<p>Die Lebensmittelpreise lagen im November um 1,2 Prozent \u00fcber dem Niveau des Vorjahresmonats und stiegen damit weniger als die allgemeine Inflationsrate. Auch flaut hier der Preisanstieg ab. Allerdings sp\u00fcren die Menschen beim t\u00e4glichen Einkauf weiterhin, dass viele Nahrungsmittel teils deutlich teurer sind als vor einigen Jahren.<\/p>\n<p>Tanken und Heizen etwas billiger<\/p>\n<p>Kaum noch Entspannung gibt es bei den Energiepreisen: Kraftstoffe, Strom und Gas waren der Statistik zufolge im November insgesamt 0,1 Prozent g\u00fcnstiger als ein Jahr zuvor. Von Oktober auf November des laufenden Jahres sanken die Verbraucherpreise insgesamt nach Berechnung der Statistiker um 0,2 Prozent.<\/p>\n<p>Die von \u00d6konomen besonders beachtete Kerninflation ohne die schwankungsanf\u00e4lligen Preise f\u00fcr Nahrungsmittel und Energie verringerte sich im November etwas auf 2,7 Prozent. Sie bleibt damit aber erh\u00f6ht. \u00abBei der Inflationsbek\u00e4mpfung ist die letzte Meile die schwierigste\u00bb, meint Commerzbank-Chefvolkswirt J\u00f6rg Kr\u00e4mer.\u00a0<\/p>\n<p>Steigende L\u00f6hne: Menschen haben mehr Geld zur Verf\u00fcgung<\/p>\n<p>Je h\u00f6her die Inflationsrate, umso geringer die Kaufkraft der Menschen: Sie k\u00f6nnen sich f\u00fcr einen Euro dann weniger leisten. Zwar ist die Preiswelle ausgelaufen, die Deutschland nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine erfasste. Damals verteuerten sich Energie und Lebensmittel rasant, das lie\u00df die Inflationsrate auf 6,9 Prozent (2022) und 5,9 Prozent (2023) in die H\u00f6he schnellen. F\u00fcr dieses Jahr erwarten Wirtschaftsforschungsinstitute eine moderate Inflationsrate von 2,1 Prozent &#8211; \u00e4hnlich wie 2024.\u00a0<\/p>\n<p>Immerhin: Durch steigende L\u00f6hne und die ged\u00e4mpfte Teuerung haben viele Menschen wieder mehr Geld in der Tasche. Im dritten Quartal stiegen die Reall\u00f6hne, also die Bruttol\u00f6hne abz\u00fcglich Inflation, um 2,7 Prozent gemessen am Vorjahreszeitraum, berichtete das Statistische Bundesamt &#8211; \u00abder bislang h\u00f6chste Anstieg in diesem Jahr\u00bb. Nach Berechnungen der gewerkschaftlichen Hans-B\u00f6ckler-Stiftung haben die Reall\u00f6hne die Kaufkraftverluste der vergangenen Jahre damit aufgeholt.<\/p>\n<p>Preisniveau bleibt erh\u00f6ht<\/p>\n<p>Ein deutliches Sinken der Inflationsrate ist aber erst einmal nicht in Sicht. Nach Einsch\u00e4tzung von \u00d6konomen m\u00fcssen sich Verbraucher in Deutschland vorerst mit Teuerungsraten oberhalb der Zwei-Prozent-Marke abfinden.<\/p>\n<p>Die Inflationsrate in Deutschland, der gr\u00f6\u00dften Volkswirtschaft der Eurozone, hat f\u00fcr die Geldpolitik der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB) besondere Bedeutung. Sie peilt mittelfristig eine Inflationsrate von 2,0 Prozent f\u00fcr den Euroraum an. Bei einer solchen Teuerung sieht die EZB ihre wichtigste Aufgabe erf\u00fcllt, f\u00fcr stabile Preise zu sorgen.\u00a0<\/p>\n<p>Das Statistische Bundesamt berechnet jeden Monat, wie sich Preise entwickelt haben. Dazu notieren die Statistiker in Gesch\u00e4ften, was Obst und Gem\u00fcse, Schuhe oder M\u00f6bel kosten. Wie hoch ist die Wohnungsmiete, was kostet Sprit an der Tankstelle? Tausende Einzelpreise von Waren und Dienstleistungen werden repr\u00e4sentativ nach dem stets gleichen Schema erfasst. Ein Teil wird auch im Internet erhoben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wiesbaden (dpa) &#8211; Die Teuerung in Deutschland h\u00e4lt sich hartn\u00e4ckig \u00fcber der Zwei-Prozent-Marke. 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