{"id":609475,"date":"2025-11-28T21:47:23","date_gmt":"2025-11-28T21:47:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/609475\/"},"modified":"2025-11-28T21:47:23","modified_gmt":"2025-11-28T21:47:23","slug":"berlin-fordert-lockerung-des-verbrenner-verbots-ab-2035","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/609475\/","title":{"rendered":"Berlin fordert Lockerung des Verbrenner-Verbots ab 2035"},"content":{"rendered":"<p>              28.11.2025 12:54<\/p>\n<p>              (Akt. 28.11.2025 13:00)<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/1389843416_BLD_Online-4-3-400533033-533x400.jpg\"   alt=\"Deutschland macht sich f\u00fcr eine Aufweichung der Regelung stark\" title=\"Deutschland macht sich f\u00fcr eine Aufweichung der Regelung stark\"\/><\/p>\n<p>                    Deutschland macht sich f\u00fcr eine Aufweichung der Regelung stark<br \/>\n                     \u00a9APA\/Alexander Ruesche\/Dpa<\/p>\n<p>\n        Die schwarz-rote Koalition in Deutschland will sich auf EU-Ebene f\u00fcr Lockerungen vom geplanten Aus f\u00fcr neue Verbrennerautos ab 2035 einsetzen. Demnach sollten auch nach 2035 &#8222;hocheffiziente Verbrenner&#8220; zugelassen werden d\u00fcrfen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Fraktionskreisen nach dem Koalitionsausschuss erfuhr. Der deutsche Kanzler Friedrich Merz (CDU) wolle einen entsprechenden Brief an EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen schreiben.\n      <\/p>\n<p>Die EU-Kommission hatte nach Druck\u00a0aus\u00a0der Industrie und aus Mitgliedsstaaten angek\u00fcndigt, die Verordnung zum Verbrenner-Aus \u00fcberpr\u00fcfen zu wollen. Einen Vorschlag daf\u00fcr will die Kommission voraussichtlich am 10. Dezember vorlegen.<\/p>\n<p>Die EU hat beschlossen, dass Neuwagen ab 2035 im Betrieb kein klimasch\u00e4dliches Kohlenstoffdioxid (CO2) mehr aussto\u00dfen d\u00fcrfen. Das h\u00e4tte faktisch zur Folge, dass Neuwagen mit Verbrennungsmotor nicht mehr zugelassen werden d\u00fcrften. Ziel ist es, die Emissionen im Verkehrssektor zu senken.<\/p>\n<p>Merz hatte nach einem &#8222;Autogipfel&#8220; im Oktober gesagt, dass es 2035 keinen &#8222;harten Schnitt&#8220; geben d\u00fcrfe. Hintergrund ist die kriselnde Autobranche. Au\u00dferdem steigen zwar die Neuzulassungen von Elektroautos, aber Ziele zum CO2-Aussto\u00df drohen verfehlt zu werden. Viele Jobs in Deutschland h\u00e4ngen am Verbrenner.<\/p>\n<p>Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) hatte sich offen f\u00fcr L\u00f6sungen gezeigt, die Elektromobilit\u00e4t und Verbrennertechnologie verbinden und Autoherstellern mehr Spielr\u00e4ume geben sollen. Im Wahlprogramm von CDU und CSU hatte es gehei\u00dfen, das Verbrennerverbot m\u00fcsse r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht werden.<\/p>\n<p>Papier der L\u00e4nder als Blaupause\u00a0<\/p>\n<p>Bayerns Ministerpr\u00e4sident und CSU-Chef Markus S\u00f6der hatte im Oktober nach einer Konferenz der Ministerpr\u00e4sidenten in Mainz mit Blick auf ein Beschlusspapier der L\u00e4nder gesagt: &#8222;Das Aus vom Verbrenner-Aus ist eingeleitet.&#8220; Das m\u00fcsse auch die Blaupause sein f\u00fcr eine Einigung in der Koalition in Berlin und f\u00fcr die Position der Bundesregierung in Europa.<\/p>\n<p>In dem Beschlusspapier der Regierungschefinnen und Regierungschefs der L\u00e4nder vom Oktober wird die Bundesregierung gebeten, die &#8222;Zukunft des Verbrennungsmotors&#8220; durch regulatorische Ma\u00dfnahmen zu sichern. Es d\u00fcrfe kein starres Verbot der Verbrennertechnologie ab dem Jahr 2035 geben. Alternative klimafreundliche Antriebskonzepte, klimafreundliche Kraftstoffe und erg\u00e4nzende \u00dcbergangstechnologien wie hocheffiziente Verbrenner, Plug-in-Hybride und Elektrofahrzeuge mit einem sogenannten Range Extender seien erforderlich, um Besch\u00e4ftigung und Wertsch\u00f6pfung in Deutschland zu sichern und ein Erreichen der Klimaziele ohne Bruch in der Industrie zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>Christiane Benner, Erste Vorsitzende der Gewerkschaft IG Metall, sagte: &#8222;Die Politik einigt sich, die Besch\u00e4ftigten atmen auf. Darauf haben wir lange gedr\u00e4ngt. Klarer Pfad zur Elektromobilit\u00e4t bei gleichzeitiger Flexibilisierung, das muss jetzt Sicherheit geben &#8211; und zwar vor allem den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in der Industrie.&#8220; Hildegard M\u00fcller, Pr\u00e4sidentin des Verbands der Automobilindustrie, sprach von einer guten Nachricht f\u00fcr die Automobilindustrie und ihre Hunderttausende Besch\u00e4ftigten.<\/p>\n<p>Kritik von Umweltverb\u00e4nden<\/p>\n<p>Martin Kaiser, gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Vorstand von Greenpeace Deutschland, sprach von einer wirtschafts- und klimapolitisch fatalen Fehlentscheidung. Kein Verbrenner oder Plug-in-Hybrid komme auch nur in die N\u00e4he der Effizienz eines E-Autos. Der Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Deutschen Umwelthilfe, J\u00fcrgen Resch, sagte, durch die Einigung im Koalitionsausschuss r\u00fcckten die Klimaziele im Verkehrssektor in noch weitere Ferne. Der Verkehrsexperte Jens Hilgenberg vom Bund f\u00fcr Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sagte, bei der bisherigen Ausgestaltung der EU-Regulierung seien bereits weitreichende Zugest\u00e4ndnisse an Autoindustrie und Zulieferer gemacht worden.<\/p>\n<p>Der \u00f6kologische Verkehrsclub VCD sprach von einer &#8222;Rolle r\u00fcckw\u00e4rts&#8220;. Die Bundesvorsitzende Christiane Rohleder sagte: &#8222;Auch nach 2035 sollen sogenannte &#8218;hocheffiziente Verbrenner&#8216; zul\u00e4ssig sein, wenn sie mit E-Fuels oder Biosprit betrieben werden. Doch E-Fuels werden auch k\u00fcnftig rar und teuer bleiben, und sie werden dort ben\u00f6tigt, wo andere L\u00f6sungen schwierig sind &#8211; etwa bei Flugzeugen.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"28.11.2025 12:54 (Akt. 28.11.2025 13:00) Deutschland macht sich f\u00fcr eine Aufweichung der Regelung stark \u00a9APA\/Alexander Ruesche\/Dpa Die schwarz-rote&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":609476,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[513,296,1173,29,1138,548,30,39257,55],"class_list":{"0":"post-609475","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-auto","9":"tag-berlin","10":"tag-bundesregierung","11":"tag-deutschland","12":"tag-elektroauto","13":"tag-eu","14":"tag-germany","15":"tag-kfz-industrie","16":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115629527019063721","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/609475","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=609475"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/609475\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/609476"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=609475"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=609475"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=609475"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}